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Laßt ihr euer Faltrad schonmal draußen stehen?

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
Rolandus
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Re: Laßt ihr euer Faltrad schonmal draußen stehen?

Beitrag von Rolandus »

Ich würde mein Rad generell nie unbeabsichtigt irgendwo anschließen. Hab zwar noch kein Faltrad, aber mein damals 5500 DM teures MTB ist nur noch bei mir, weil ich es nur anschließe, wenn es in Sichtweite ist. Hier in Berlin werden auch älteste Mühlen innerhalb einer Nacht komplett zerlegt, sehe das auf den Weg zur Arbeit immer wieder.

Edit (Handy-Rechtschreibkorrektur übersehen):
Ich würde mein Rad generell nie unbeaufsichtigt irgendwo anschließen ;-)
Zuletzt geändert von Rolandus am Do Okt 22, 2015 12:43 pm, insgesamt 1-mal geändert.
Pibach
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Re: Laßt ihr euer Faltrad schonmal draußen stehen?

Beitrag von Pibach »

PetraS hat geschrieben: Ich hatte an das Abus Faltschloß gedacht,
Faltschlösser finde ich recht nachteilig. Die sind schwer (das obige Trelock FS 500 wiegt 1500g, ein Abus Bordo 6000 wiegt 1,2 kg, je nach Länge), vergleichsweise unsicher und teuer. ABUS hat auch ein Faltschloss mit leichteren Elementen, das Bordo Combo Lite 6150, das wiegt 650 g. Aber Faltschlösser sind ja empfindlich gegen Twisten. Ohne massive Elemente ist das nicht wirklich widerstandsfähig. Bereits das stabilere Bordo 6000 gab lt. Stiftung Warentest (2013) bei Verdrehen nach. Außerdem mit ca 50,- EUR immer noch ziemlich teuer.

Ich finde Faltschlösser auch in der Nutzung umständlich. Hier mal ein Video eines Faltschlosses (aus einem Testbericht - das gezeigte Trelock FS 455 ist dabei Testsieger geworden. 1144g. Kostet um 50,- EUR).



50s zum Abschließen und 40s zum Aufschließen. Und das ohne es irgendwo festmachen zu müssen. Das wäre mir viel zu langsam und umständlich. Durch Zäune und dergleichen druchfädeln geht mit so einem Faltschloss auch schlecht.

Ich favorisiere eine 2-Schlösser Strategie. Für den Alltag mal kurz Abschließen reicht ein leichtes Kabelschloss. Sowas hat auch das beste Handling. Da hab ich ein Trelock KS480. Wiegt 461g. Für mehr nehm ich zusätzlich ein Kryptonite Evo Mini. Das ist für Räder mit Rahmendreieck hinten geeignet (Sheldon Beown Methode) für das Mu aber nicht so, etwas fummelig. Generell finde ich Bügelschlösser für den Alltag zu fummelig, aber ist halt das sicherste.

Für Bahnhofparken kannst Du das Rad auch falten und dann ein Schloss durch Rahmen, Kettenblatt und beide Räder (plus fixen Gegenstand zum festmachen) durchziehen. Dann kann man im Grunde kaum noch was abmontieren (bei innenfaltendem Lenker). Geht z.B. mit Kryptonite Mini plus das Kryptoflex Kabel, hier bei Amazon für EUR 36,59. Achte aber unbedingt darauf, dass es nicht jeden Tag dort steht, das vervielfacht die Klauwahrscheinlichkeit enorm. Die Schließöffnung sollte nicht so leicht erreichbar sein, also so, dass man auch kein Lockpicking bzw. Schlagschlüssel ansetzen kann.

Das Trelock KS480 gibt es hier bei Amazon für 23,00 incl. Versand.

Das Trelock KS460 gibt es leider nicht mehr, das war bei 13,- EUR der überragende Kauftipp.
derMac
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Re: Laßt ihr euer Faltrad schonmal draußen stehen?

Beitrag von derMac »

Rolandus hat geschrieben:Ich würde mein Rad generell nie unbeabsichtigt irgendwo anschließen.
Das wäre grob fahrlässig, absichtlich sollte das abschließen schon sein. ;) *scnr*
Hab zwar noch kein Faltrad, aber mein damals 5500 DM teures MTB ist nur noch bei mir, weil ich es nur anschließe, wenn es in Sichtweite ist. Hier in Berlin werden auch älteste Mühlen innerhalb einer Nacht komplett zerlegt, sehe das auf den Weg zur Arbeit immer wieder.
Das "hier in Berlin" ist genau der Punkt, den man nicht verallgemeinern kann. Ich hab mein Reiserad (kein Faltrad) aber auch schon über Nacht in Berlin angeschlossen (an einem prinzipiell frei zugänglichen Platz, der aber auch nachts häufiger Publikumsverkehr hatte) und es war noch vollständig da. An solchen Stellen nehm ich aber gern mehrere etwas sicherere Schlösser. Auf der ganzen Radreise vorher durch Polen hab ich es sehr viel weniger aufwändig oder gar nicht abgeschlossen, kommt eben immer auf die Gegend an. ;) Mein Rennrad schließ ich beim Eisholen (ohne direkte Sicht aufs Rad) mit einem dünnen Drahtschlösschen als Wegfahrsicherung an.

@PetraS
Die Abus Bordo lite sind recht praktische und nicht zu schwere Schlösser mit mittlerem Schutz (nix für Brennpunkte). Soeins mit Zahlenschloss benutz ich im Alltag sehr häufig. Gibt auch Bordos die sehr sicher sein sollen, dann aber auch richtig schwer sind. Apropos Ruhrgebiet: an der Erzbahnbude stellt man im Sommer sein Rad einfach unabgeschlossen zu den anderen 100 unabgeschlossenen (von 5 - 5000 € ist da alles dabei) und nimmt sich später einfach eins mit das einem gefällt. :mrgreen: *

Mac
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Motte
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Re: Laßt ihr euer Faltrad schonmal draußen stehen?

Beitrag von Motte »

Zunächst einmal muss man sich klar machen, dass Schlösser auch weiter entwickelt werden. Genau so wie Fahrräder. Ich hab ein Abus Bordo der ersten Stunde. Das hab ich im Frühjahr in Rente geschickt.

Es hat mir in vielen Fällen geholfen, wo ich den niedrigen Rahmen mit einem normalen Bügelschloss nicht hätte festmachen können. Viele Schilder und Masten sind unten dicker - kein Problem beim 28 Zoll Herrenrad - dort ist das Oberrohr hoch genug um an die schmale Stelle zu kommen. Beim Faltrad - keine Chance. Dito am Felgenkiller. Von dort durch das Rahmendreick am Tretlager klappt nur bei sehr langen Bügelschlössern. Mit dem Bordo ging es meistens. Das leierte aber etwas an den Gelenken aus und ist sehr fummelig zu öffnen oder zu schließen.
Das Trelock ist eine andere neuere Generation. Und wesentlich hochwertiger (und sicherer). Es hat einen drehbaren Kopf und somit einen sofort und leichtgängig einrastenden Verschluss. Steht im Komfort (und Sicherheit) dem Bügelschloss nicht nach - ist aber flexibler. Noch "relativ" leicht. Der Schlüssel ist sehr leicht zu bedienen - was beim alten Bordo auch nicht so gegeben war.

Das Bordo ist weit verbreitet. Deshalb hab ich mir ein anderes gekauft. Das waren meine Gründe.

Nun hat jede(r) einen anderen Geschmack eine andere finanzielle Grenze und Gewichtsgrenze. Und findet Panzerkabel oder andere Schlösser besser. Ich würde zumindest immer in der mittleren Qualität einsteigen.

Eine Gewähr, dass das eigene Rad nicht gestohlen wird, hat man leider nie. Nicht mal mit Pitbull am Lenker. Wobei der auch wieder umständlich zu bedienen und transportieren ist (und teuer im Unterhalt). ;)
Herakles
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Re: Laßt ihr euer Faltrad schonmal draußen stehen?

Beitrag von Herakles »

Motte hat geschrieben:Eine Gewähr, dass das eigene Rad nicht gestohlen wird, hat man leider nie.
Das ist wohl trauriger Fakt, besonders in den Ballungszentren. Deshalb könnte sich eine Versicherung u.U. durchaus lohnen, jedenfalls bei einem teuren Hobel so ab Brommi+.

Mein Abus habe ich "nach Länge" gekauft, abgeguckt von den Kurieren in New York. Also so, dass es sich um den Wanst geschnallt transportieren lässt. Da kommt einem das tonnenschwere Ding nicht mehr ganz so massig vor. Ist im Alltag aber auch nicht immer die praktischste Lösung...
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Re: Laßt ihr euer Faltrad schonmal draußen stehen?

Beitrag von Motte »

Es ist leichter günstige und mittelpreisige Räder zu versichern als teure Räder. Guck Dir mal die Prämien für ein 3000 oder 4000 Euro Rad an. Da zahlst Du 800 - 1000 Euro im Jahr, wenn Du den Neuwert versichern willst.
Und viele wollen nur den Wiederbeschaffungswert versichern. Ohne "Schwacke Liste" ist die Zankerei da vorprogrammiert.
CycoRacer
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Re: Laßt ihr euer Faltrad schonmal draußen stehen?

Beitrag von CycoRacer »

Bei meinem Cyco ist es ganz einfach, mein Diebstahlschutz sind hochgespritzter Feldweg-Modder und ranziges Kettenfett und noch ein leichtes Fahrradschloss im Wert von 1,50 Euro vom Trödelmarkt. Da traut sich niemand auch nur in Nähe zu kommen, aus Sorge sich die Klamotten zu versauen. Habe ja erst kürzlich hierzu ein Bild gepostet.

Für unser teures Dahon habe ich eine Diebstahlversicherung abgeschlossen. Bisher bin ich damit aber erst gar nicht losgefahren, wenn ich es am Zielort nicht in einem geschlossenen Raum wegstellen kann.
derMac
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Re: Laßt ihr euer Faltrad schonmal draußen stehen?

Beitrag von derMac »

Draußen ist ja auch nicht gleich draußen, ein wenig Luxus muss schon ab und zu sein. 8-)
P5110014.jpg
Ich weiß nicht mehr, ob ich es da angeschlossen habe, auf dem Bild hat es kein Schloss.

Mac
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Re: Laßt ihr euer Faltrad schonmal draußen stehen?

Beitrag von Beatrice »

.............
Zuletzt geändert von Beatrice am Do Mär 09, 2017 8:11 am, insgesamt 1-mal geändert.
Herakles
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Re: Laßt ihr euer Faltrad schonmal draußen stehen?

Beitrag von Herakles »

Motte hat geschrieben:Es ist leichter günstige und mittelpreisige Räder zu versichern als teure Räder. Guck Dir mal die Prämien für ein 3000 oder 4000 Euro Rad an. Da zahlst Du 800 - 1000 Euro im Jahr, wenn Du den Neuwert versichern willst.
Wie kommst du auf solche Zahlen? Ich habe soeben mal die Daten in den Rechner einer namhaften Versicherung eingegeben und bei einer Deckung von 3.500 € einen monatlichen Beitrag von 28,18 € erhalten. Das war die erstbeste, sicher gibt es noch sehr viel bessere Angebote.
Dass es im Schadensfall großes Theater gäbe, liegt auf der Hand und in der Natur der Sache.
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