Ich hab es nicht gesagt - aber mein Beispiel in Dänemark bezog sich auf entsprechende Untersuchung. Auch die wesentlich defensiver fahrenden dänischen Autofahrer bauen mehr Unfälle, wenn sie beim Rechtsabbiegen einen straßenbegleitenden Radweg kreuzen. Da gab es eindeutige vorher/nachher Zahlen beim Umbau.
Unsere Radwege (die alten vorhandenen jedenfalls) schwenken ja vielfach noch im Kreuzungsbereich ab, nehmen durch Parkreihen oder Bepflanzung den abbiegenden Fahrern systematisch die Sicht auf die Radler. Da sind Unfälle, auch bei umsichtigem Verhalten, vorprogrammiert.
Je größer der Geschwindigkeitsunterschied, um so mehr spricht für einen Trennung der Fahrzeuge. Oder von Fahrzeugen und Fußgängern. Mit einer Regel, die da hieße "auf Schnellstraßen haben Fahrradfahrer nix verloren" könnte ich gut leben - sofern es Alternativen für die gleiche Richtung gibt. Von daher wäre mir die Regel "in der Stadt - grundsätzlich Tempo 30 (statt bisher 50) und auf wenigen Strecken (Schnellstraßen) dann als Ausnahme Tempo 50 oder 70" lieber als die bisherige Regel mit einem bunten Flickenteppich von Tempo 30 Zonen, bei der niemand blickt, was nun grad gilt und daher so schnell fährt, wie er es für richtig hält. In vielen Ecken in der Großstadt fährst Du eh nicht schneller als 30, weil es aufgrund der Ampeln und des übrigen Verkehrs gar nicht anders geht.
Tiefere Betrachtungen größerer Umbaumaßnahmen kann man sich eh schenken, wenn man bedenkt wie klamm die Kommunen sind und wie teuer solche Änderungen. Die sind ja froh, wenn sie die Frostlöcher im Frühjahr wieder zu bekommen.
erhöhte Bußgelder für Radler
Re: erhöhte Bußgelder für Radler
Vergesst nicht die Einfahrten. Das ist auch Querverkehr.
a) Mopeds sind schwerer und schneller als Fahrräder.
b) Vorher/Nachher, mit/ohne bei gleichen Verkehrsaufkommen, ... das Bild bleibt über die gesamte Bandbreite gleich.
c) richtig und?
d) nein - Verkerhsaufkommen wird da schon mit betrachtet.
e) wenig, man behält immer das Problem einer Geradeausspur neben Rechtsabbiegern. Entschärfen heißt Breiten/Abstände so stark vergrößern das es als Fahrbahn deutlich wird und vor allem auch Schutzbereiche so groß das die Sichtfelder gegeben sind (Einfahrten) - Das braucht so viel Platz das es *imho* nur Hauptverkehrsachsen des Fahrradverkehrs überhaupt denkbar ist. Das hätte dann den Stil der Busspuren nur noch mit einem baulichen Sicherheitsbereich dazwischen.
f) Was willst du da trainieren?
g) Fällt eher unter Komfort - und das würde auch wieder nur für sehr spezielle Fälle und in eine Richtung gelten, sonst mußt du ja ehh die Straßenseite wechseln.
a) Mopeds sind schwerer und schneller als Fahrräder.
b) Vorher/Nachher, mit/ohne bei gleichen Verkehrsaufkommen, ... das Bild bleibt über die gesamte Bandbreite gleich.
c) richtig und?
d) nein - Verkerhsaufkommen wird da schon mit betrachtet.
e) wenig, man behält immer das Problem einer Geradeausspur neben Rechtsabbiegern. Entschärfen heißt Breiten/Abstände so stark vergrößern das es als Fahrbahn deutlich wird und vor allem auch Schutzbereiche so groß das die Sichtfelder gegeben sind (Einfahrten) - Das braucht so viel Platz das es *imho* nur Hauptverkehrsachsen des Fahrradverkehrs überhaupt denkbar ist. Das hätte dann den Stil der Busspuren nur noch mit einem baulichen Sicherheitsbereich dazwischen.
f) Was willst du da trainieren?
g) Fällt eher unter Komfort - und das würde auch wieder nur für sehr spezielle Fälle und in eine Richtung gelten, sonst mußt du ja ehh die Straßenseite wechseln.
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Pibach
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Re: erhöhte Bußgelder für Radler
Kann daran nicht liegen, weil die schwereren und auch schnelleren Motorräder dann wieder "sicherer" sind, soweit ich weiß.TomK hat geschrieben:Vergesst nicht die Einfahrten. Das ist auch Querverkehr.
a) Mopeds sind schwerer und schneller als Fahrräder.
b) mag sein, kann man wohl aber nicht sicher messen, müsste man prüfen, ebenso bei c) und d)
f) ich halte z.B. vor einer Kreuzung immer an, wenn da Autos potenziell queren. Kann mir daher den Fall einer Kollision kaum vorstellen. Allerdings ist man dadurch auf dem Radweg recht langsam. Wenn ich schnell fahren will, wechsle ich auf die Fahrbahn. Hab da in sofern kein echtes Sicherheitsproblem. Man wird da aber teilweise gut nassgespritzt, auch die Schneewände sind da genau hingeschoben und die parkenden Autos öffnen ggf. eine Türe und "schubsen" einen in den fließenden Verkehr. de facto muss man daher in etlichen Fällen eher die Spur voll belegen und tatsächlich die Fließgeschwindigkeit erreichen, also 40 bis 60 km/h.
g) ja Komfort. Finde ich auch bedeutend relevanter. Denn die Sicherheit im Straßenverkehr steigert man am besten durch mehr Radler und weniger Autos!