Grundsätzlich ja, da hast Du recht, hier ist die Lage doch aber so:Motte hat geschrieben:Nur weil ich selbst gerne Fahrrad fahre muss ich doch nicht (generell) dagegen sein bestimmte Regelverstöße zu ahnden oder stärker zu ahnden,
Da Fahradfahrer a) ohnehin mehr auf ihre fragile Sicherheit bedacht sind und b) andere vergleichsweise kaum gefährden - im Gegensatz zu Autofahrern - ist es wohl kaum nötig, für sie überhaupt die Einhaltung der Regeln besonders streng zu kontrollieren. Das heißt noch lange nicht, wie Michael oben postete, dass die dann fahren wie die letzten Henker sondern vieleicht mehr vorausschauend und gefahrenbewusst.
Dass Radfahrer die Regeln oft mißachten ist ja unbestritten. Nun ist die Frage, ob das an zu niedrigen Bußgeldern liegt, oder aber vielleicht doch eher an sinnlosen und nicht auf Radfahrer abgestimmten Regeln? Daneben ist dann auch offen, ob die Einhaltung und Kontrolle der Regeln überhaupt relevant ist für die Sicherheit, immerhin sind durch Radfahrer verursachte Schäde so minimal, dass das in Statistiken ja noch nicht mal erfassbar ist. Solche Initiativen kommen doch eher von Automobil-Lobyisten, die sich ärgern, wenn sie an roten Ampeln von Radfahrern überholt werden. Es gibt auch viele Menschen, die ärgen sich grundsätzlich, wenn Regeln nicht eingehalten werden, egal ob das irgendwie relevant ist oder nicht (eine Haltung die mir sehr fern ist). Dann kommen halt immer wieder Politiker-Schnellschüsse, die sich in sowas einen gewissen Stimmenfang erhoffen.
Und in diesen Bereichen ist die Einstellung der Franzosen z.B. schon anders als in Deutschland. Und im weltweiten vergleich sowieso. Radfahren ist da überwiegend aber nicht so angenehm, von daher sollte man sich diesbezüglich doch lieber an den Niederlanden oder Dänemark etc orientieren.