Hallo zusammen,
vielleicht liege ich völlig falsch, aber kann es sein, dass der Effekt von kleineren Rädern / geringerer bewegter Masse / Schwungmasse hier mit reinspielt? Ich meine, im Vergleich zum großen Rad müssten kleinere Räder bei gleicher Nabe immer "früher stehen bleiben", oder?
Grüße
Neki
Ist da eine Eigenheit der Nabenschaltung?
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derMac
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Re: Ist da eine Eigenheit der Nabenschaltung?
Das Problem ist weniger die Masse (obwohl die auch geringer ist) als das Trägheitsmoment, also grob der Abstand des Massenschwerpunktes von der Achse. Allerdings behaupte ich mal, dass man das beim Fahren nicht wirklich stark merkt und wenn, dann nur beim Geschwindigkeitsänderungen. Beschleunigen geht aber mit den kleinen Rädern besser.Neki hat geschrieben: vielleicht liege ich völlig falsch, aber kann es sein, dass der Effekt von kleineren Rädern / geringerer bewegter Masse / Schwungmasse hier mit reinspielt? Ich meine, im Vergleich zum großen Rad müssten kleinere Räder bei gleicher Nabe immer "früher stehen bleiben", oder?
Mac
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Pibach
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Re: Ist da eine Eigenheit der Nabenschaltung?
Also wenn die Leerlaufreibung hoch wäre, würden sich die Pedalen beim Leerschieben mitdrehen. Wenn sie das nicht tun, ist die Reibung gering. Also bzgl der Dichtung schon mal Entwarnung.schlummel hat geschrieben: Genau danach fühlt es sich an! Als ob die Schmierung zu zäh oder zu "dicht" wäre.
Kann aber sein, dass die Zahnrädchen in zu viel Öl drehen. Wenn der Effekt so stark bemerkbar ist, liegt es wohl daran.
Ich würde erstmal paar Hundert km damit fahren. Falls es nicht besser wird evtl Ölcheck/Wechsel.
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Pibach
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Re: Ist da eine Eigenheit der Nabenschaltung?
Der Effekt ist minimal. Ungefähr mal 2. Da man die Räder einmal linear und dann noch auf Rotation beschleunigt.Neki hat geschrieben:im Vergleich zum großen Rad müssten kleinere Räder bei gleicher Nabe immer "früher stehen bleiben", oder?
Allerdings bemerkt man es bei Kippbewegungen. Kleine Räder sind wendiger/agiler bzw. negativ formuliert nicht so spurstabil.
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Neki
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Re: Ist da eine Eigenheit der Nabenschaltung?
Ah, danke für die Erläuterung (bin Laie auf dem Gebiet)!derMac hat geschrieben:Das Problem ist weniger die Masse (obwohl die auch geringer ist) als das Trägheitsmoment, also grob der Abstand des Massenschwerpunktes von der Achse.Neki hat geschrieben:(...) kann es sein, dass der Effekt von kleineren Rädern / geringerer bewegter Masse / Schwungmasse hier mit reinspielt?
Das sehe ich beides genauso. Allerdings leider auch: Beim Einfahren in eine Steigung ist "der Schwung" schneller weg (was m.E. nicht dramatisch ist, vielleicht wird der minimal/im Vergleich bemerkbare Effekt auch "psychologisch überhöht").Allerdings behaupte ich mal, dass man das beim Fahren nicht wirklich stark merkt und wenn, dann nur beim Geschwindigkeitsänderungen. Beschleunigen geht aber mit den kleinen Rädern besser.
Ich denke auch, dass der Effekt in der Praxis zu vernachlässigen oder Frage des Geschmacks/Fahrstils ist, ich dachte hier jetzt wirklich in erster Linie an den vorliegenden Fall, wo ich mir vorstelle, dass der TO das Rad am Ständer oder auf dem Kopf/Lenker/Sattel stehen hat. Ich stelle mir einfach vor: Vielleicht ist das Verhalten wirklich "normal" (also leichte, tendentiell vernachlässigbare Verluste durch Getriebe), aber eben besonders auffällig wg. des kleinen Rades? Vielleicht reicht ja der angesprochene Faktor "mal 2" soz. auf dem Prüfstand schon aus, die Zeit bis zum Stillstand des Rades drastisch zu reduzieren.Pibach hat geschrieben:Der Effekt ist minimal. Ungefähr mal 2. Da man die Räder einmal linear und dann noch auf Rotation beschleunigt.Neki hat geschrieben:im Vergleich zum großen Rad müssten kleinere Räder bei gleicher Nabe immer "früher stehen bleiben", oder?
Allerdings bemerkt man es bei Kippbewegungen. Kleine Räder sind wendiger/agiler bzw. negativ formuliert nicht so spurstabil.
Grüße
Neki
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Re: Ist da eine Eigenheit der Nabenschaltung?
Es kann ja auch was an der Nabe sein. Weiß man leider aus der Ferne nicht.
Ist immer ganz schwer zwei gänzlich verschiedene Räder und dann auch noch mit Kettenschaltung/Nabenschaltung zu vergleichen und dann zu sagen, woran es genau liegt, dass eines scheinbar oder tatsächlich zäh läuft. Darüber hinaus gibt es (ich meine das nicht negativ) Menschen die "hören die Flöhe husten" - wie man so sagt. Die so sensibel sind, dass sie den niedrigeren Wirkungsgrad der Nabenschaltung tatsächlich auch spüren (was nur bei einer gut gepflegten Kettenschaltung als Vergleich funktioniert) oder den Moment in dem die Elektronik vorn das Licht einschaltet (was ich z.B. so gut wie nie bemerke). Aber es braucht halt 4 - 6 Watt mehr.
Dass es mehr braucht, merkst Du schnell, wenn Du mal die beiden Hinterräder auslufen lässt. Das HR mit Getriebenabe steht ziemlich schnell.
Ist immer ganz schwer zwei gänzlich verschiedene Räder und dann auch noch mit Kettenschaltung/Nabenschaltung zu vergleichen und dann zu sagen, woran es genau liegt, dass eines scheinbar oder tatsächlich zäh läuft. Darüber hinaus gibt es (ich meine das nicht negativ) Menschen die "hören die Flöhe husten" - wie man so sagt. Die so sensibel sind, dass sie den niedrigeren Wirkungsgrad der Nabenschaltung tatsächlich auch spüren (was nur bei einer gut gepflegten Kettenschaltung als Vergleich funktioniert) oder den Moment in dem die Elektronik vorn das Licht einschaltet (was ich z.B. so gut wie nie bemerke). Aber es braucht halt 4 - 6 Watt mehr.
Dass es mehr braucht, merkst Du schnell, wenn Du mal die beiden Hinterräder auslufen lässt. Das HR mit Getriebenabe steht ziemlich schnell.
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Re: Ist da eine Eigenheit der Nabenschaltung?
Ich meine ebenfalls bei meinen Rädern den Unterschied zwischen Kettenschaltung und Getriebenabe spüren zu können (in meinem Fall S/A XRF-8). Ob das aber die Effizenz, das Geräusch, das Gefühl des Antriebsstrangs oder schlicht das Gewicht ist was den Unterschied fühlbar macht ist schwer zu sagen. Wäre mal interessant ob ich den bei einer Blindverkostung fremder Räder, die bis auf die Schaltung identisch sind auch spüren würde - nicht dass das so peinlich ausgeht wie die diversen blinden Bierverkostungen der Bierexperten. 
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Re: Ist da eine Eigenheit der Nabenschaltung?
Meine bisherigen 3-Gang Nexus Naben liefen schwerer, wenn es mit dem Lager zu Ende ging. Zu erkennen am großen seitlichen Spiel des Hinterrades (bei mir > 25000km). Einmal hatte ich diesen Effekt auch mit einer total ausgeleierten Kette, die ich immer wieder nachgestellt hatte.
Gruß
Reimund
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Re: Ist da eine Eigenheit der Nabenschaltung?
Ich hab mich gerade dran erinnert, dass Andereas Oehler in der Fahrradzukunft Wirkungsgradmessungen beschrieben hat. http://fahrradzukunft.de/16/wirkungsgra ... haltungen/
Und hier die Fortsetzung: http://fahrradzukunft.de/17/wirkungsgra ... ltungen-2/
Und bin (in Teil I) gerade dabei auf diesen Satz gestoßen:
Und hier die Fortsetzung: http://fahrradzukunft.de/17/wirkungsgra ... ltungen-2/
Und bin (in Teil I) gerade dabei auf diesen Satz gestoßen:
Damit hätten wir eine weitere mögliche Fehlerquelle."Wer schon mal ein Nabenschaltungslaufrad ohne Kettenspanner montiert hat weiß, dass
die Wahl der optimalen Kettenspannung nicht ganz trivial ist. Zu hohe Kettenspannung fühlt sich unangenehm an und bedeutet höhere Verluste, zu geringe Kettenspannung kann Klappergeräusche oder gar eine abspringende Kette bedeuten. Bei unrund laufendem Kettenblatt kann sogar beides bei gleicher Nabenposition auftreten."
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Pibach
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Re: RE: Re: Ist da eine Eigenheit der Nabenschaltung?
Ne, das ist unabhängig vom Radius. Der Umfang wird immer auf die selbe Geschwindigkeit gebracht. Daher ja mal 2. Unter der Annahme, dass die meiste Masse am Umfang sitzt.derMac hat geschrieben: Das Problem ist weniger die Masse (obwohl die auch geringer ist) als das Trägheitsmoment, also grob der Abstand des Massenschwerpunktes von der Achse.
Im Vergleich zum Gesamtsystem macht das wenig aus. Rechne mal 1,5kg drehender Radsatz. Wären dann wie 3kg linear beschleunigte Masse. Nehmen wir mal der Einfachheit halber 100kg Gesamtsystem an, also Rad plus Fahrer, dann sind 3kg eben 3%. Und zwar egal welchen Radius das Rad hat. Kleine Räder sind aber ggf kleines Stück leichter. Der Unterschied liegt aber wohl bei kaum mehr als 1% und ist damit kaum spürbar in Beschleunigungen in Fahrtrichtung. In Wettbewerben aber schon, weil es da auch auf die sonstige Agilität ankommt (Lenken und Verkippen des Rades) und 1% in dem Umfeld auch schon viel sind.
Beispielsweise hätte ein Motorrad, trotz der überlegenen Beschleunigung und Endgeschwindigkeit, in einem MTB-Rennen nicht unbedingt Vorteile, denn die Trails sind dafür zu kleinwinkelig und es ist eben nicht so wendig: https://youtu.be/i2EL9GFQy5s