Pibach hat geschrieben:
..............................
Da eine mit schmaler Achsbreite sich anböte käme Dahon in Frage. So ein Set Gabel+Faltlenker gibt es ja auch sehr günstig (für ca 50,- EUR).
Leider kriegt man den Birdy Rahmen (ohne Parallelogramm-Gabel) .................
...................
Wenn ich mich richtig erinnere, verbaut R&M Gabeln mit einer Klemmweite von 100 [mm], aber Naben mit schmalem Flanschabstand (Wie bei 74 [mm] Naben

) und langer Achse. Der Längenausgleich wird durch Hülsen angepasst.
Da würde ich bei "74" [mm] Naben und Gabeln wegen der geringeren Klemmweite von 74 [mm] mögliche Probleme vorher recherchieren.
Hinweis für @PeterPibach :
Was Du als Parallelogramm-Gabel bezeichnest, ist eine geschobene Schwinggabel, deren Schwingarm verlängert ist und in Abenteuerlicher-weise die notwendige Stützkraft (genauer den Kraftfluß) von einer etwa horizontalen Lage (Federelement) über dem Rad zu einer etwa dem Lenkungswinkel entsprechenden Position an der Vorderachse umlenkt. Daß diese Umlenkung (entspricht ~ einer zweiten Gabel zusätzlich) Zusatz-Gewicht kostet, ist naheliegend.
Diese "zweite" Gabel wird auch benutzt, um Felgenbremsen zu verankern.
Auch das, was als "Parallelogramm-Gabel" bezeichnet wird, ist technisch richtiger eine "Gelenkviereck-Gabel" (Ein Parallelogramm ist ein Sonderfall des Gelenkvierecks mit zwei plus zwei gleichlangen Gelenkarmen). Meist wird zur Verbesserung der Kinematik und Kinetik (Bremsnicken,Progression einer an sich linearen Stahlfeder) der untere Schenkel länger ausgeführt als der obere Schenkel. Im Extrem geht die Länge des oberen Schenkels gegen Null und die Gelenke am Ende fallen zusammen (Beispiel Telever Anordnung bei einigen BMW-Motorrädern). Vor einigen Jahren sah ich in der Nähe von München eine Telever-Konstruktion an einem Fahrrad (da gab es auch einen BMW-Aufkleber

).
Zur Frage von @homage:
Die Intensität der Belastung nach Wegfall der Federung (30 [mm] ?) ist sicher höher als mit Federung. Andererseits fährt die Mehrzahl aller Fahrräder auch heute noch ohne Federung. Spezielle Lenkungssätze für Räder mit und ohne Federung sind mir nicht bekannt. Das gilt auch für Rennräder, deren Belastung wegen der i.A. höheren Geschwindigkeit und des höheren Luftdrucks im Reifen die Spitze markieren dürfte. An den Lenkkopflagern (oben und unten) wirken in erster Näherung nur Kräfte (Radial und Axial). Die sonst für eine Dimensionierung immer zu berücksichtigenden Biegemomente müssen von der Festigkeit der Struktur (Gabelscheiden, Gabelschaft..) aufgenommen werden. Die Kräfte der Lenkopflager belasten dann das Lenkkopfrohr und erzeugen dort wiederum Biegemomente. Die zum Lenken nötigen Torsionsmomente in Vorbauschaft (Lenker-Stütze), Gabelschaft u.a. sind Festigkeits-mäßig von untergeordneter Größe.
Eine noch größere Belastung als bei Rennrädern nehme ich für Mtb's an. Nun ist selbst ein voll-gefedertes Birdy kein Mountainbike und wird wegen der kleinen Laufradgröße auch nicht so gefahren. Aber die Lenkkopflager dürften dem eines Mtb's entsprechen. Die höhere Belastung bei Mtb's hat neben dem Einsatz von Alu-Legierungen als Rahmen (incl. Gabel) -Material zu größeren Durchmessern von Gabelschaftrohr, Lenkkopfrohr und Lagern geführt (Übergang von 1" auf 1 1/8" Durchmesser ). Sonderfälle von Downhill-Rädern u.a.( 1 1/5 " Versionen) bleiben mal ganz außen vor. Von den größeren Durchmessern profitieren natürlich auch die Falträder, weil es dem Bestreben, kurze Lenkkopfrohre zu bauen (Stichwort Faltmaß), entgegen kommt. Kurze Lenkkopfrohre führen zu einer höheren Belastung des oberen Lagers (die Belastung des unteren Lagers bleibt etwa gleich); wenn ein 1" Lenkkopflager die Belastungen der "alten" Rennräder ausgehalten hat, sollte dies einem 1 1/8 "-Lager (der Durchmesser ist um 12,5 % größer) neuerer Bauart auch möglich sein.
Von daher erwarte ich bei Ersatz der gefederten Gabel durch eine ungefederte keine größeren Festigkeitsprobleme. Selbstverständlich sollte man ein Auge auf die evtl veränderte Geometrie (Lenkkopfwinkel, Tretlagerhöhe, Schwerpunkt u.a.) werfen. Von 30 [mm] Federweg bleiben nach Abzug der statischen Einfederung (25 % ~7,5 [mm], engl. Sag) und einer Restprogression von ca. 4,5 [mm] ein Arbeitsfederweg von 18 [mm] übrig. Das entspricht einer Änderung der Reifenhöhe (= Reifenbreite) von 32 [mm] auf 50 [mm]. In den Dimensionen eines Reifenherstellers: Von 32 [mm] Kojak auf 50 [mm] Big Apple.
Da kann nun jeder hier im Forum selber Überlegungen bezüglich der Sinnhaftigkeit von 30 [mm] Federungen an Rädern allgemein und Falträdern im Besonderen anstellen, egal, ob es Räder aus Fingal's Höhle oder deren Deutsche sowie Fern-Asiatische Epigonen sind.
MfG EmilEmil