Meine Erfahrungen mit Fahrradstraßen (mit PKW Nutzung) sehen ähnlich aus: Gefühlt die Hälfte der Autofahrer sind zu schnell (in Tempo 30 Zonen wird langsamer gefahren) unterwegs und selbst schwere LKW hält die Beschilderung auch nicht ab.
Da hat der ADFC sich mal wieder verrannt und scheint aus ideologischen Gründen auch nicht lernfähig zu sein, selbstherrlich wie einst der ADAC oder die katholische Kirche: http://www.ln-online.de/Lokales/Luebeck ... se-zur-Uni
Lübeck: Fünfmal so viele Unfälle durch Fahrradstraße
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Weinbergschnecke
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Adler28
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Re: Lübeck: Fünfmal so viele Unfälle durch Fahrradstraße
knapp 5 mal so viele Unfälöle bei kanpp 5 mal so vielen Radfahrern.... ich sehe da keine Sensation die einer Zeitungsmeldung bedarf.
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Pibach
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Re: Lübeck: Fünfmal so viele Unfälle durch Fahrradstraße
Aufhebung von Rechts vor Links soll Schuld sein? Kann ich mir kaum vorstellen. Die Radfahrer werden wohl kaum in die Autos reinfahren. Müsste man erst mal schauen, was überhaupt die Unfallursachen waren.
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Karsten
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Re: Lübeck: Fünfmal so viele Unfälle durch Fahrradstraße
Moin,
Wenn man bei der Google-Maps Karte, welche beim Artikel ist, mal auf "Satellit" umschaltet und auf max. Zoom geht, sind für die jetzige vorfahrtberechtigte Fahrradstr.(Dorfstr.) ganz klar dicke Haltebalken auf der Fahrbahn zu sehen.
Das heißt, daß zum Zeitpunkt des Satellitenfotos (wahrscheinlich 2007 oder älter) keineswegs eine rechts-vor-links-Regel galt, sondern die Billrothstr eine Vorfahrtsstraße war.
Das wiedrum heißt, daß in dem Artikel zumindest nur ein Teil der Geschichte berichtet wird.
Tatsächlich wurde an der Kreuzung die ehemalige Vorfahrts-Regelung über eine kurzzeitige Zwischenregelung genau umgedreht. Und das, wenn man der sonstigen Berichterstattung glaubt, ohne irgendwie gesondert auf diesen Umstand hinzuweisen.
Ergänzung: Gleiches gilt für die erwähnte andere Kreuzung Dorfstr. /Kalkbrennerstr.
Gruß Karsten
Wenn man bei der Google-Maps Karte, welche beim Artikel ist, mal auf "Satellit" umschaltet und auf max. Zoom geht, sind für die jetzige vorfahrtberechtigte Fahrradstr.(Dorfstr.) ganz klar dicke Haltebalken auf der Fahrbahn zu sehen.
Das heißt, daß zum Zeitpunkt des Satellitenfotos (wahrscheinlich 2007 oder älter) keineswegs eine rechts-vor-links-Regel galt, sondern die Billrothstr eine Vorfahrtsstraße war.
Das wiedrum heißt, daß in dem Artikel zumindest nur ein Teil der Geschichte berichtet wird.
Tatsächlich wurde an der Kreuzung die ehemalige Vorfahrts-Regelung über eine kurzzeitige Zwischenregelung genau umgedreht. Und das, wenn man der sonstigen Berichterstattung glaubt, ohne irgendwie gesondert auf diesen Umstand hinzuweisen.
Ergänzung: Gleiches gilt für die erwähnte andere Kreuzung Dorfstr. /Kalkbrennerstr.
Gruß Karsten
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Weinbergschnecke
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Re: Lübeck: Fünfmal so viele Unfälle durch Fahrradstraße
Woher sollen plötzlich so viele neue Fahrradfahrer herkommen?
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Karsten
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Re: Lübeck: Fünfmal so viele Unfälle durch Fahrradstraße
Moin Weinbergschnecke,
Aus dem Artikel:
Der wird mit mehreren Millionen €uro jährlich subventioniert.
Deshalb ist wohl kein Geld mehr übrig, um die vorfahrtberechtigte Fahrradstr. z.b mit Farbe auf der Fahrbahn zu markieren, wie es bei den Vorfahrt-Straßen vorher auch gemacht wurde. (siehe Fotos)
Gruß Karsten
Aus dem Artikel:
Ergänzung: Das sind täglich etwa soviele Radler, wie Passagiere beim benachbarten Regionalflughafen Lübeck Blankensee.(...)Das Zweirad-Aufkommen habe sich seit Oktober 2010 von einst täglich 226 Bikern auf jetzt 1095 erhöht. „Die Dorfstraße ist zur Einflugschneise zur Universität und Fachhochschule geworden“, sagt Langentepe.()...
Der wird mit mehreren Millionen €uro jährlich subventioniert.
Deshalb ist wohl kein Geld mehr übrig, um die vorfahrtberechtigte Fahrradstr. z.b mit Farbe auf der Fahrbahn zu markieren, wie es bei den Vorfahrt-Straßen vorher auch gemacht wurde. (siehe Fotos)
Gruß Karsten
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Motte
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Re: Lübeck: Fünfmal so viele Unfälle durch Fahrradstraße
Der Zeitungsartikel und auch die dort vorkommenden Akteure sind ja typisch für die Zeit des Umbruchs, in der die automobile Gesellschaft ihre Besitzstände verteidigt. Zeigt sich für mich auch in der Wahl der Person, die für die Polizei spricht (sofern sie korrekt wieder gegeben wird). "Wenn Du nur geschwiegen hättest" möchte man fast ausrufen.
Als Verkehrsteilnehmer treffe ich regelmäßig auf durch Verkehrszeichen abweichend vom Grundprinzip geregelte Vorschriften. Wenn ich die nicht beachten will, kann die Lösung doch wohl nicht heißen - dass in dem Stadtteil keine Regeln mehr geändert werden dürfen. Neue Ampel für Schulkinder oder ein Zebrastreifen - das würden die Lübecker aber gar nicht verstehen. Neue Durchgangsstraßen als Vorfahrtstraßen ausgeschildert - das würden die Lübecker......ach so nee, das ist ja was für Autofahrer - das verstehen sie. Was machen die denn auf der angrenzenden B227 oder der L 331? Gilt da auch überall rechts vor links, weil Vorfahrt achten per Schild dort in der Ecke nicht angesagt ist?
Wenn der Polizist seine autofahrenden Mitmenschen so gut kennt, dann wäre es Aufgabe der Polizei gewesen (die wird ja im Regelfall vorher um Stellungnahme gebeten) dafür zu Sorgen, dass diese Änderung der Vorfahrt entsprechend kommuniziert wird. Das fände ich eh immer sinnvoll, wenn man eine Regel ändert, die es schon länger gibt. Früher hat man dem platten Blechpolizisten mit dem erhobenen Zeigefinger da hin gestellt. Heute eben Zusatzzeichen 1008-30 "Vorfahrt geändert". Dafür gibt es die VwV zu § 41 StVO :
Zu § 41 Vorschriftzeichen
Bei Änderungen von Verkehrsregeln, deren Missachtung besonders gefährlich ist, z. B. bei Änderung der Vorfahrt, ist für eine ausreichende Übergangszeit der Fahrverkehr zu warnen.
Sollten die Querstraßen allerdings Tempo 30 Zonen sein, mutet man dem Verkehrsteilnehmer in der Regel zu, neu aufgestellte Verkehrsschilder wie Zeichen 205 oder 206 auch ohne Hinweis eigenverantwortlich zu erkennen. Mindestens die neuen Schilder Fahrradstraße und das neu aufgestellte Vorfahrtschild sollten ja ins Auge fallen.
Die Aussage im Text:
"Die Tafeln an den Einmündungen zeigen schließlich die Fahrradstraße an. Allerdings weisen die Schilder nicht auf die geänderte Vorfahrt-Regel hin "
irritiert mich ein wenig. Weil hier gar nicht die Rede von neuen Zeichen 205/206 ist. Das Schild "Fahrradstraße" alleine ändert nämlich keine Vorfahrtregeln.
Als Verkehrsteilnehmer treffe ich regelmäßig auf durch Verkehrszeichen abweichend vom Grundprinzip geregelte Vorschriften. Wenn ich die nicht beachten will, kann die Lösung doch wohl nicht heißen - dass in dem Stadtteil keine Regeln mehr geändert werden dürfen. Neue Ampel für Schulkinder oder ein Zebrastreifen - das würden die Lübecker aber gar nicht verstehen. Neue Durchgangsstraßen als Vorfahrtstraßen ausgeschildert - das würden die Lübecker......ach so nee, das ist ja was für Autofahrer - das verstehen sie. Was machen die denn auf der angrenzenden B227 oder der L 331? Gilt da auch überall rechts vor links, weil Vorfahrt achten per Schild dort in der Ecke nicht angesagt ist?
Wenn der Polizist seine autofahrenden Mitmenschen so gut kennt, dann wäre es Aufgabe der Polizei gewesen (die wird ja im Regelfall vorher um Stellungnahme gebeten) dafür zu Sorgen, dass diese Änderung der Vorfahrt entsprechend kommuniziert wird. Das fände ich eh immer sinnvoll, wenn man eine Regel ändert, die es schon länger gibt. Früher hat man dem platten Blechpolizisten mit dem erhobenen Zeigefinger da hin gestellt. Heute eben Zusatzzeichen 1008-30 "Vorfahrt geändert". Dafür gibt es die VwV zu § 41 StVO :
Zu § 41 Vorschriftzeichen
Bei Änderungen von Verkehrsregeln, deren Missachtung besonders gefährlich ist, z. B. bei Änderung der Vorfahrt, ist für eine ausreichende Übergangszeit der Fahrverkehr zu warnen.
Sollten die Querstraßen allerdings Tempo 30 Zonen sein, mutet man dem Verkehrsteilnehmer in der Regel zu, neu aufgestellte Verkehrsschilder wie Zeichen 205 oder 206 auch ohne Hinweis eigenverantwortlich zu erkennen. Mindestens die neuen Schilder Fahrradstraße und das neu aufgestellte Vorfahrtschild sollten ja ins Auge fallen.
Die Aussage im Text:
"Die Tafeln an den Einmündungen zeigen schließlich die Fahrradstraße an. Allerdings weisen die Schilder nicht auf die geänderte Vorfahrt-Regel hin "
irritiert mich ein wenig. Weil hier gar nicht die Rede von neuen Zeichen 205/206 ist. Das Schild "Fahrradstraße" alleine ändert nämlich keine Vorfahrtregeln.
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derMac
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Re: Lübeck: Fünfmal so viele Unfälle durch Fahrradstraße
Der ganze Artikel ist irritierend und scheint recht schlecht recherchiert. Ohne Ortskenntnis kann man da eigentlich nicht sinnvoll drüber diskutieren. Und das Beispielbild aus dem Artikel ist besonders merkwürdig, da das Fahrradstraßenschild dort nicht etwa am Anfang einer Straße steht sondern am Ende, aber den Anfang bzw. die Zufahrt zu einer Fahradstr. kennzeichnet. Vll. will man damit tatsächlich eine querende Fahrradstraße kennzeichnen, dafür ist das aber IMO das falsche Schild.Motte hat geschrieben:irritiert mich ein wenig.
Mac
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Motte
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Re: Lübeck: Fünfmal so viele Unfälle durch Fahrradstraße
Hier http://www.luebeck.de/aktuelles/presse/ ... 0/100810L/ noch mal ein anderer Artikel zur Einweihung der Straße.
Demnach waren die Änderungen optisch auffällig - die Anlieger wurden mit Flyern informiert. Ortsfremde dürften kaum Anspruch darauf erheben, dass sich Regeln trotz massiver Umbauten seit ihrer letzten Durchfahrt nicht ändern können und sie nicht hinschauen müssen.
An der Kalkbrennerstraße, Ecke Dorfstraße liegt übrigens eine Grundschule
- wie mir die OSM Karte zeigt.
Demnach waren die Änderungen optisch auffällig - die Anlieger wurden mit Flyern informiert. Ortsfremde dürften kaum Anspruch darauf erheben, dass sich Regeln trotz massiver Umbauten seit ihrer letzten Durchfahrt nicht ändern können und sie nicht hinschauen müssen.
An der Kalkbrennerstraße, Ecke Dorfstraße liegt übrigens eine Grundschule
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Karsten
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Re: Lübeck: Fünfmal so viele Unfälle durch Fahrradstraße
Moin,
Das Bild zum Artikel zeigt den Blick von der Kalkbrennerstr. über die Dorfstr. in die Röntgenstr. Also eine Querung der neu eingerichteten Fahrradstraße.
Ergänzung: Bezeichnend für die Stadt Lübeck, daß die in der offiziellen Erklärung Fahrbahn und Straße verwechseln und in Bezug auf die Fahrradstr. auf das Recht zum Nebeneinanderfahren von Radlern hinweisen, daß sowieso auf allen Straßen gilt. ("Wenn der Nachfolgende Verkehr nicht behindert wird)
Diese offizielle Presseerklärung erklärt auch, warum von den Fahrbahnmarkierungen, die auf den Satellitenbildern zu sehen sind, nix mehr da ist: Da wurde eine neue Asphaltdecke aufgebracht.
Auf dem Zeitungsbild ist noch sehr schön der Gullideckel zu sehen, über den zuvor noch der sehr breite Haltebalken führte.
Gruß Karsten
Das Bild zum Artikel zeigt den Blick von der Kalkbrennerstr. über die Dorfstr. in die Röntgenstr. Also eine Querung der neu eingerichteten Fahrradstraße.
Ergänzung: Bezeichnend für die Stadt Lübeck, daß die in der offiziellen Erklärung Fahrbahn und Straße verwechseln und in Bezug auf die Fahrradstr. auf das Recht zum Nebeneinanderfahren von Radlern hinweisen, daß sowieso auf allen Straßen gilt. ("Wenn der Nachfolgende Verkehr nicht behindert wird)
Diese offizielle Presseerklärung erklärt auch, warum von den Fahrbahnmarkierungen, die auf den Satellitenbildern zu sehen sind, nix mehr da ist: Da wurde eine neue Asphaltdecke aufgebracht.
Auf dem Zeitungsbild ist noch sehr schön der Gullideckel zu sehen, über den zuvor noch der sehr breite Haltebalken führte.
Gruß Karsten