Auszug aus dem Internet-Auftritt des EFbe:
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http://www.efbe.de/pruefservicenew/stei ... /index.php
1. Rahmen-Spursteifigkeit
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Gerade hochwertige, leichte Rahmen können ein schwammiges Fahrgefühl vermitteln, wenn konstruktiv nicht für ausreichende Steifigkeiten gesorgt wurde. Unter bestimmten Voraussetzungen, d.h. je nach Laufrad, Bereifung, Luftdruck, Gabel, Steuerkopf-Lagerspiel, Gepäckbelastung etc. kann es sogar zu unangenehmen Flatterschwingungen (Shimmy-Effekt) kommen.
Die Spursteifigkeit (auch Torsions- oder Steuerkopfsteifigkeit genannt) ist ein verbreitetes Maß für die Spurtreue des Fahrrads. Bei fest eingespannter Hinterradachse und mittiger Auflage des Steuerrohrs wird die seitliche Auslenkung der Steuerkopfachse im Bereich des vorderen Radaufstandspunktes unter einer definierten Querkraft gemessen. Der Quotient aus Querkraft und Verschiebung wird als Spursteifigkeit bezeichnet und in N/mm angegeben.
2. Rahmen-Wiegetrittsteifigkeit
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Die Wiegetrittsteifigkeit (Tretlagersteifigkeit) ist ein Maß für den Widerstand, den ein Rahmen dem Wiegetritt entgegensetzt. Eine hohe Wiegetrittsteifigkeit sorgt für eine gute Umsetzung der Fahrerleistung in mechanische Antriebsleistung.
Der Rahmen wird mit allen erforderlichen Freiheitsgraden entsprechend dem Fahrbetrieb gelagert. Die Prüfkraft wird in einem definierten Abstand von der Tretlagermitte unter einem bestimmten Winkel in die (verlängerte) Tretlagerachse eingeleitet. Die Verschiebung des Krafteinleitungspunktes in Richtung der Prüfkraft wird ermittelt. Der Quotient aus Prüfkraft und Verschiebung wird als Wiegetrittsteifigkeit bezeichnet und in N/mm angegeben.
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Newtonmeter pro Grad?
Die Steifigkeiten werden
in N/mm ermittelt. Bei
reiner Torsionsbelastung
wie bei der Spursteifigkeit
kann die Steifigkeit auch in
Nm/° umgerechnet werden.
1 N/mm entspricht 12,6
Nm/° (bei einem Standard-
Hebelarm von 850 mm)
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Für meine Auffassung wird hier die Torsionssteifigkeit am Lenkkopf benutzt, um eine Auswirkung dieser Steifigkeit auf den vorderen Rad-Aufstandspunkt (seitliche Verschiebung) darzustellen. Hierdurch erscheint ein Rahmen mit längerem Lenkkopfrohr "weicher", obwohl evtl. gleiche Steifigkeit des Rahmens vorliegt.(Ein Faltrad mit 20"-Rädern würde, wenn das Lenkkopfrohr kurz ist, sowie wegen der kurzen Gabel Vergleichs-weise steif erscheinen. Hier ist die große Nachgiebigkeit auf den Vorbauschaft verlagert !)
Da wundert es nicht, daß zB das Magazin "Bike" die Lenkkopfsteifigkeit als Kraft/Verschiebung in [N/mm] angibt, wohingegen das Magazin "MountainBIKE" die Lenkopfsteifigkeit als Moment/Verdrehung in [Nm/Grd] angibt. Da ist eine technisch babylonische Verwirrung programmiert.
Ich plädiere klar für die Angabe Moment/Verdrehung.
Bei der Tretlagersteifigkeit wird ein nachvollziehbarer Verschiebungswert bei einer bestimmten Last gemessen. Hier würde ich mir wünschen, daß neben diesem Wert (aus kombinierter Belastung) auch die Torsion des Tretlagers gegenüber dem Lenkkopfrohr angegeben würde.
Bei der Beurteilung eines Rahmens macht es schon einen Unterschied, ob eine seitliche Verschiebung mehr aus einer seitlichen Querkraft (= Komponente) oder mehr aus dem von dieser Belastung (Gesamtbelastung) verursachten Torsionsmomnet herrührt.
Das Bild für den Testaufbau "Tretlagersteifigkeit" verdeutlicht, was gemessen wird. Ein Rahmen wird entsprechend der Fahrsituation mit ca 10 * Schräglage (gegen die Richtung der Erdanziehung ) aufgespannt, und dann wird in einem definierten Abstand (seitliche Position des Fußballens ?) ein Gewicht entsprechend der Belastung im Fahrbetrieb angebracht. Die seitliche Verschiebung in Richtung Tretlagerachse wird gemessen (gelber Stab im Bild ?). Mit der Schwerkraftkomponente in Richtung Tretlagerachse und der seitlichen Verschiebung wird ein Quotient gebildet und als Tretlagersteifigkeit ( [N/mm]) angegeben. Das Bild entstammt aus dem oben angegebenen Internet-Auftritt.
Im Hinblick auf diesen Test wundert es nicht, daß bei vielen Rahmen das Unterrohr in der Nähe des Tretlagers querovalisiert wird. Querovalisierung heißt erhöhte Biegesteifigkeit in Querrichtung bei kaum verringerter Torsionssteifigkeit des Unterrohres.
Da kann sich nun im Prinzip jeder die Frage beantworten, ob ein "Bananenrahmen" mit dem Scheitel weit über dem Tretlager, wie er an vielen Falträdern zu finden ist, eine "ideale" Rahmenform bezüglich Steifigkeit (Contradictum Nachgiebigkeit (= Flexibilität)) und Gewicht darstellt.
MfG EmilEmil