Eine interessante Reportage von Bambule auf NEO:
"Die Reportage beschäftigt sich mit der Frage, wie wir Menschen in Zukunft leben wollen. Ganz ohne Autos? Sollen die raus aus den Innenstädten, damit wir Ruhe haben?"
Stadt ohne Autos
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Muc-Falter
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Harry
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Re: Stadt ohne Autos
Guter Beitrag. Es wird aber noch sehr lange dauern, bis die Autos in den Innenstädten auf ein Minimum reduziert sind. Die großen Transporter und LKW müssen (leider) trotzdem mehr oder weniger uneingeschränkt hinein.
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Muc-Falter
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Re: Stadt ohne Autos
Der Journalist der BZ, gleich am Anfang, stellt im Moment noch die herrschende Meinung der Autofahrergesellschaft dar.
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Pibach
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Re: Stadt ohne Autos
Sehr sehenswert, danke.
Interessante Zahlen:
a) Auto benötigt 25 mal mehr Verkehrsfläche pro Verkehrsleistung im Vergleich zu U-/S-Bahn. Würd mich mal interessieren, wie das gerechnet wird.
b) 25% der Wirtschaftsleistung für das Auto. Wenn das stimmt wäre das verheerend viel, nur für Mobilität. Wie teuer wäre die gleiche Verkehrsleistung denn mit anderen Verkehrsmitteln?
Ich hab das Gefühl, beide Angaben sind heillos übertrieben. Trotzdem interessater Ansatz.
Die aufgezeigten Alternativen: Autos teilen, also mehr kollektiver Besitzs als individueller Besitz, gefällt mir. Aber nicht so einfach. Stadt ohne Autos finde ich verkehrte Zielstellung. Ich finde Ziel a) effiziente Verkehrsleistung hat höchste Priorität. Da muss sich das Auto aber Alternativen stellen. Und die beinhalten mindestens Reduzierung des ruhenden Verkehrs sowie mehr Insassenquote. Dazu Erhöhung des Radverkehranteils und des ÖPNV-Anteils. In beiden Fällen gibt es imho noch enormes Effizienzpotenziel. Mich nervt z.B. dass Bahn-, ÖPNV-Monopol. Da funktioniert auch wenig (speziell hier in Berlin) und ist echt kundenunfreundlich und lahm alles. Auch die Mitnahme- und Preispolitik für Fahrräder im ÖPNV ist nicht wirklich kundenorientiert.
Auch Taxi-Unternehmen sind quasi geschütze Märkte. Ich könnte mir vorstellen, dass auch Privatleute einfach eine Prüfung zur Konzessionszulassung machen, und dann z.B. noch 2 Stunden nach der regulären Arbeit, ein Taxometer (einfach ihr Handy) nutzen und ein kleines Magnetschild aufs Dach stellen und Taxikunden über entsprechende Computersysteme zugewiesen bekommen. Why not? So ein Mitfahr-Sharing ginge natürlich auch ohne Konzession, Taxameter und Schild, noch besser.
Interessante Zahlen:
a) Auto benötigt 25 mal mehr Verkehrsfläche pro Verkehrsleistung im Vergleich zu U-/S-Bahn. Würd mich mal interessieren, wie das gerechnet wird.
b) 25% der Wirtschaftsleistung für das Auto. Wenn das stimmt wäre das verheerend viel, nur für Mobilität. Wie teuer wäre die gleiche Verkehrsleistung denn mit anderen Verkehrsmitteln?
Ich hab das Gefühl, beide Angaben sind heillos übertrieben. Trotzdem interessater Ansatz.
Die aufgezeigten Alternativen: Autos teilen, also mehr kollektiver Besitzs als individueller Besitz, gefällt mir. Aber nicht so einfach. Stadt ohne Autos finde ich verkehrte Zielstellung. Ich finde Ziel a) effiziente Verkehrsleistung hat höchste Priorität. Da muss sich das Auto aber Alternativen stellen. Und die beinhalten mindestens Reduzierung des ruhenden Verkehrs sowie mehr Insassenquote. Dazu Erhöhung des Radverkehranteils und des ÖPNV-Anteils. In beiden Fällen gibt es imho noch enormes Effizienzpotenziel. Mich nervt z.B. dass Bahn-, ÖPNV-Monopol. Da funktioniert auch wenig (speziell hier in Berlin) und ist echt kundenunfreundlich und lahm alles. Auch die Mitnahme- und Preispolitik für Fahrräder im ÖPNV ist nicht wirklich kundenorientiert.
Auch Taxi-Unternehmen sind quasi geschütze Märkte. Ich könnte mir vorstellen, dass auch Privatleute einfach eine Prüfung zur Konzessionszulassung machen, und dann z.B. noch 2 Stunden nach der regulären Arbeit, ein Taxometer (einfach ihr Handy) nutzen und ein kleines Magnetschild aufs Dach stellen und Taxikunden über entsprechende Computersysteme zugewiesen bekommen. Why not? So ein Mitfahr-Sharing ginge natürlich auch ohne Konzession, Taxameter und Schild, noch besser.
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Lena
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Re: Stadt ohne Autos
Wirklich ein interessanter Bericht 
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Muc-Falter
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Re: Stadt ohne Autos
Ach ja und was kostet autofahren den Autofahrer selbst?
Der Spiegel beantwortet die Frage hier: "332.000 Euro geben die Deutschen in ihrem Leben durchschnittlich für ihr Auto aus. Eine Studie schlüsselt jetzt detailliert auf, welche Posten wie viel Geld verschlingen."Whow ist das viel Geld, mehr als ein Kind samt Ausbildung die Eltern kostet.
Das Auto ist also doch des Deutschen liebstes Kind
"Die Studie von Motor Presse zeigt auch, dass Autofahren in den vergangenen Jahren wesentlich teurer geworden ist. Im Vergleich zu 1995 sind die Kosten um rund 42 Prozent gestiegen, während sich die Lebenshaltungskosten nur um etwa 25 Prozent verteuerten."
Vielleicht doch Zeit sich umzustellen?
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/auto ... 84933.html
Der Spiegel beantwortet die Frage hier: "332.000 Euro geben die Deutschen in ihrem Leben durchschnittlich für ihr Auto aus. Eine Studie schlüsselt jetzt detailliert auf, welche Posten wie viel Geld verschlingen."Whow ist das viel Geld, mehr als ein Kind samt Ausbildung die Eltern kostet.
Das Auto ist also doch des Deutschen liebstes Kind
"Die Studie von Motor Presse zeigt auch, dass Autofahren in den vergangenen Jahren wesentlich teurer geworden ist. Im Vergleich zu 1995 sind die Kosten um rund 42 Prozent gestiegen, während sich die Lebenshaltungskosten nur um etwa 25 Prozent verteuerten."
Vielleicht doch Zeit sich umzustellen?
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/auto ... 84933.html
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Harry
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Re: Stadt ohne Autos
Dazu zwei Bilder, das erste dürfte den meisten bekannt sein, passt aber hier sehr gut.a) Auto benötigt 25 mal mehr Verkehrsfläche pro Verkehrsleistung im Vergleich zu U-/S-Bahn. Würd mich mal interessieren, wie das gerechnet wird.
1. Wie viele Klappfahrräder passen auf einen Parkplatz? Es sind 42 Brompton:

2. Eine menge parkender Räder. Würde mir aber ehrlich gesagt gar nicht zusagen mein Fahrrad so abzustellen. Wiederfinden ist auch problematisch:
http://de.123rf.com/photo_13353602_viel ... tz-in.html
Edit Admin: ick hab mal die Bilder direkt eingebunden :)
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Pibach
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Re: Stadt ohne Autos
Mal schnell nachrechnen, von 54 Jahre mal 12 Monate a 500 EUR/Monat=324.000, würde so etwa hinkommen. 500,- EUR im Monat ist schon happig. Viele teilen sich aber Auto mit Partner, und ettliche fahren gar kein Auto. Viele fahren auch Firmenwagen.Muc-Falter hat geschrieben:332.000 Euro geben die Deutschen in ihrem Leben durchschnittlich für ihr Auto aus.
Wenn 25% der Wirtschaftsleistung für Auto stimmen, dann müsste auch jeder 25% seines Lebensverdienstes ins Autos stecken. Das kommt so aber lange nicht hin, sind vielleicht 10%? Wäre immer noch erschreckend hoch.
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Motte
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Re: Stadt ohne Autos
Ein Großteil meiner Verwandtschaft lebt auf dem Land. Ich hab nie in Zweifel gezogen, dass es dort wenig Spaß bereitet kein Auto zu haben. Seit wenigen Jahren haben die meisten Menschen dort aber jeder ein Auto. Auch Rentnerehepaare. Und auch "Hausfrauen" mit Nebenjob, die in 3 Kilometer Entfernung einen Arbeitsplatz haben. Ich hab auch früher schon mal darüber nachgedacht, wie lange die eigentlich arbeiten müssen, um alleine die Kosten für den Wagen (Fixkosten + Betriebskosten) wieder raus zu bekommen. Das ist so ein Punkt, den man ganz häufig nicht in Betracht zieht.
Auf der anderen Seite gibt es ganz sicher etliche Fälle, wo selbst bei einem Nullsummenspiel der soziale Wert der Arbeit oder die Kontakte, die nur mit Hilfe des Autos bestehen (vom Altenkreis bis zum Sportverein), das wieder aufwiegen.
Auf der anderen Seite gibt es ganz sicher etliche Fälle, wo selbst bei einem Nullsummenspiel der soziale Wert der Arbeit oder die Kontakte, die nur mit Hilfe des Autos bestehen (vom Altenkreis bis zum Sportverein), das wieder aufwiegen.
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Muc-Falter
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Re: Stadt ohne Autos
Nimmst Du den Nettoverdienst sind es wirklich mehr als 10%.Pibach hat geschrieben:Mal schnell nachrechnen, von 54 Jahre mal 12 Monate a 500 EUR/Monat=324.000, würde so etwa hinkommen. 500,- EUR im Monat ist schon happig. Viele teilen sich aber Auto mit Partner, und ettliche fahren gar kein Auto. Viele fahren auch Firmenwagen.Muc-Falter hat geschrieben:332.000 Euro geben die Deutschen in ihrem Leben durchschnittlich für ihr Auto aus.
Wenn 25% der Wirtschaftsleistung für Auto stimmen, dann müsste auch jeder 25% seines Lebensverdienstes ins Autos stecken. Das kommt so aber lange nicht hin, sind vielleicht 10%? Wäre immer noch erschreckend hoch.
Eine gute Berechnungsgrundlage der Kosten siehst Du beispielsweise in den Kosten Nutzen Rechnungen von Carsharing.