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Sattel - Entscheidung ?!?!

Sattel, Reifen, Anhänger, Bekleidung...
Rone
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Sattel - Entscheidung ?!?!

Beitrag von Rone »

Pibach hat geschrieben:Also Brooks finde ich bescheiden. Hat zwar Style, ist aber teuer, schwer und bietet schlechte All-Wetter-tauglichkeit.
Das mit dem Style kann ich nicht verstehen: An den heutigen Hightech-Rädern sehen die Ledersättel sehr verloren aus ;-) Anders natürlich bei Retro-Bikes.

Den Straßenpreis finde ich angemessen für so eine wichtige Mensch-Maschine-Schnittstelle. Das Gewicht ist mir dann auch schnurz. Ich komme vom Ledersattel mit halbwegs trockener Kimme, das schafft kein Plastiksattel - auch die mit Schlitz in der Mitte, die ich sonst so getestet habe, nicht.

Für die Allwettertauglichkeit hat man einfach eine kleine Mülltüte unterm Sattel. Die ist leicht, billig und nach Verlust quasi jederzeit wieder beschaffbar. Man soll den Sattel ja nur nicht durchnässt fahren. Das heißt ja nicht, dass man einen gepflegten Sattel nicht bei Regen fahren kann.

Wenn es wirklich nur noch ums Gewicht geht, sollte man sich den Sattel einfach ganz sparen und sich direkt auf die Sattelstütze setzen... :mrgreen:
Pibach
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Sattel - Entscheidung ?!?!

Beitrag von Pibach »

Roman_WM hat geschrieben: Also bei Kore gibt es nicht wirklich was, was mir gefällt, hab zwar die I-Beam Stütze - aber auch gleich mit Adapter :)
Ja, wenn Du bereits die Stütze und den Adapter hast ist der Flite 1990 Titanium eine super Wahl. Der kostet ja auch nur 55,- EUR...
In dem Bereich sonst wohl nur
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Bei Actionsports für 69,-
Roman_WM
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Beitrag von Roman_WM »

Servus,

der SLR ist auch sehr schön, stimmt.

Aber es ist jetzt der Flite geworden :D , die 50gr. Merhgewicht zum SLR nimm ich dann ab, dann ist´s gewichtstechnisch wieder ausgeglichen :D

Ich hoffe, ich kann bald Bilder machen...

Gruß
Roman
Muc-Falter
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Beitrag von Muc-Falter »

http://www.sq-lab.com/content/view/65/193/lang,de/

Mein Sattel ist von SQ Lab, und ich bin sehr zufrieden damit. Braucht etwas um sich daran zu gewöhnen, aber dann fährt man auch längere Strecken ohne dass der Hintern einschläft ect.
EmilEmil
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Sattel - Entscheidung ?!?!

Beitrag von EmilEmil »

Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß die Entscheidung für einen oder gegen andere Sättel eine individuelle Entscheidung ist, bei der eine Beratung von außen zum Scheitern verurteilt ist. Ich will dennoch auf eine Sache hinweisen : Ein Sattel, der mit Metallfedern arbeitet und dem jede Form von Dämpfung fehlt, ist meiner Ansicht nach eine Fehlkonstruktion. Die Metallfedern immanente Struktur-Dämpfung ist so gering (verglichen mit dem, was nötig wäre), so daß sie in dieser Anwendung praktisch nicht vorhanden ist. Wer einmal einen PKW mit defektem Stoßdämpfer gefahren hat, weiß, wovon ich spreche.
Dennoch sieht man an gerade neu auf dem Markt erschienenen Räder immer wieder diese Ausführung. Die Fa. Brooks gehört auch dazu, die diese Marotte am Leben erhält, wobei ich gegen Leder als Sattelmaterial (Sitzschale) nicht negativ eingestellt bin. Nur müssen die Sättel mit Lederschale ca. 2000 km "eingeritten" werden. Für den Durchschnittsradler sind das ca. 6 Jahre, in denen der Sattel eine intensive Pflege braucht. Auch danach hört der Pflegebedarf nicht auf. Wer soll sich das antun ?
Und nun zu den den Rennsätteln der Machart bretthart : Sie kommen aus dem Rennradbereich und da sollten sie bleiben. Das nötige Polster stecken sich die Rennradler in die Hose. Das System "Sattel-Hosenpolster" ist vielleich sogar schwerer als ein Sattel im Trekking- oder Mtb-Bereich, der eine straffe, aber vorhandene Polsterung (Polsterung meint hier ein Feder-Dämpfer-System) aufweist. Auf jeden Fall ist der zuletzt erwähnte Sattel viel universeller zu benutzen. Das geht nun direkt an die Adresse von Pibach, von dem ich ja weiß, daß er, positiv ausgedrückt, ein totaler Leichtbau-Freak ist. Mir scheinen die SQ-Lab Sättel mit den richtigen Vorgaben gestaltet worden sein. Der Satz "Probieren geht über Studierten" hat hier seine absolute Berechtung.

Mfg EmilEmil
Roman_WM
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Beitrag von Roman_WM »

Servus,

ich denke, dass der Vergleich Feder-/Dämpfereinheit von einem Auto mit der Federung eines Sattels schon fast einem Vergleich von Birnen und Äpfeln gleich kommt.
Bei meinem Trekker hab einen Brooks Flyer montiert, seit 5 Jahren in Gebrauch. Die "Einreitphase" betrug sicherlich keine 2000km. Und die Ferderung kommt genau da zum Tragen, wenn mal ein Schlagloch übersehen wurde oder ein Bordstein im Weg war. Und danach kommt es dann nicht zu einem ungedämpften Gehoppse meinerseits.
Wir haben in der Famile seit Herbst 2010 noch zwei Singlespeeder mit Brooks Sätteln im Gebrauch, nach ca. 100km sah man schon die Auflagebereiche der Beckenknochen, nach 500km ist man schon gut auf einander angepasst.

Wenn man wriklich für 2000km 6 Jahre braucht, dann tut es wirklich jeder Sattel - denn man wird sich (bzw. seine Sitzfläche) nie daran gewöhnen. Und da helfen dann auch nicht die besten Feder-Dämpferelemente. Denn das Sitzen auf einem Fahrradsattel (egal welcher Form, Polsterung, Material) unterscheidet sich doch sehr von allen anderen Arten des Sitzens im Alltag....

Und zur Pflege noch eine Anmerkung: Mich stört wesentlich mehr, dass ich bei kleinsten Wandberührungen / Umfallern des Rades oftmals Risse im Sattelbezug habe. Da ist Kernleder zwar auch zerkratzt, aber eben nicht gerissen.... Und wenn jemand seinem Fahrrad eh keine Pflege bzw. Aufmerksamkeit zukommen lassen will, dann fällt ein nicht gepflegter Brooks wenigstens als Highlight des Rades auf.

Aber ich gebe dir Recht, es gibt nicht den Sattel für alle, jeder muss seinen selbst finden und erfahren.

Gruß
Roman
supasonic
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Sattel - Entscheidung ?!?!

Beitrag von supasonic »

Hallo,

ich hoffe ich darf den Thread hier mal für meine Sattelfrage "missbrauchen".

Habe mir heute das Dahon Speed P8 geholt und bin wirklich sehr angetan. Ein einziger Minuspunkt ist aber nun mal der Sattel. Bin jetzt die 6 KM zu meinen Eltern gefahren und fands wirklich cool auch mal wieder auf nem Fahrrad zu sitzen. Nun habe ich ja vor jeden Tag (nicht bei Regen) zur Arbeit damit zu fahren (ca. 4 Km). Der Standartsattel ist für meine Kimme jedenfalls zu hart :-/ Kann mir jemand von euch eine Alternative empfehlen? Ich habe den Thread sehr wohl gelesen, aber bin ziemlich unschlüssig. Aussehen und Gewicht sind egal. Hauptsache es gibt mehr Komfort als der Standartsattel. Das Teil geht auf Dauer definitiv nicht klar. Schließlich will ich auch irgendwann mal Kinder haben ;-)

Ich erwarte jetzt natürlich nicht, dass ich einfach über jedes Schlagloch ballern kann, aber ich bin auch heute ganz normal über die Straße, Fahrradweg usw gefahren und empfand es einfach als unangenehm.

Vielen Dank im voraus.

Gruß,
Thomas
bikeingold
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Beitrag von bikeingold »

Hallo Thomas,

ich fahre einen SQLab 602 und bin sehr zufrieden damit. Vorher hatte ich einen FitziksSattel (war am Rad dran, sofort entfernt) danach bin ich kurzzeitig einen Selle Royal Atletic 30° gefahren, da tat mir immer der Steis weh. Komischerweise nicht beim fahren, sondern beim zu Fuss gehen danach. Seit ich den SQLab habe , habe ich keine Probleme mehr (fahre (fast) jeden Tag 10km einfache Strecke zur Arbeit und zurück)
Aber Sättel sind so eine Sache für sich. Ein guter (TM) Radhändler läßt dich das Teil einige Tage (i.d.R. 7-14) probefahren und umtauschen wenn es nicht der Richtige ist. Schau doch einfach mal bei SQLab auf die Website.

Gruß
Ingo
Rone
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Beitrag von Rone »

Supasonic: Gewöhne Dich erst einmal ans Fahrradfahren! Nach 6km darf nur eine nackte Sattelkerze wehtun, aber kein Sattel!

Evtl. kannst Du Dir in der Gewöhnungsphase ein Lammfell dazwischenlegen oder so ein Schaumstoff-Polster über den Sattel ziehen.

Am Ende ist weniger mehr: Ich sitze nur auf einem harten Lederkern ohne Polster etc.
Motte
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Beitrag von Motte »

Klingt jetzt wie Werbung für SQLab, aber schon lange bevor es dieses Forum hier gab, hatte ich meine beiden Falträder für lange Touren (mein Birdy und den Timor) nach längeren Experimentierphasen auf SQLAb 602 umgerüstet und bin dabei geblieben, weil ich zufrieden bin. Ich würde den unbedingt im Fachhandel kaufen, weil der Händler die Sitzknochen vermisst und danach den passenden bestellt. Selbst kann man ihn dann noch mit 3 verschiedenen Elastomersätzen seinen Vorlieben anpassen.

Mit dem Original Sattel an meinem Dahon (Mü XL 2006) bin ich ebenfalls auf Anhieb sehr zufrieden gewesen. Der wird leider nicht mehr bei Dahon verbaut. Mit dem Dahon fahre ich aber normalerweise keine Touren über mehr als 60 Km.

Jo, da gebe ich Rone recht. Wenn Du Dich mal ne Stunde auf einen Zaunpfahl setzt wirst Du danach auch ganz seltsam rumlaufen, wenn Du es nicht gewohnt bist. Eine gewisse Eingewöhnungsphase musst Du Deinem Sitzfleisch sicher spendieren. Wobei ein harter Sportsattel da bestimmt nicht der ideale Partner zum Eingewöhnen ist.

Gruß
Udo
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