@ TomK
"Parks sind in den meisten Fällen nicht für alltäglichen Radverkehr geeignet."
..das stimmt so nicht, wie ich bereits geschrieben hatte - es gibt jede Menge Parks, die dafür geeignet sind, vlt nicht im dörflichen Bereich oder in Kleinstädten. Mag auch sein, daß man in zubetonierten Städten - wie Frankfurt - so etwas nicht findet, aber selbst in der kleinen Stadt Fulda gibt es großzügige Radwege im Autal. Ich weiß also nicht, wie Du zu der Annahme kommst, daß Parks für Radverkehr nicht geeignet sind.
Gruß TIL
Forschung: Radfahrer auf die Strasse!
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alterfalter2
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!
Es ist eine Kombination mehrer Gründe. Verfügbarkeit, Kapazität, Prinzip. Köln hat beispielsweise im Innenstadtbereich (innerhalb der Ringe) noch einen Park. Bald auch diesen nicht mehr - er wird zum großen Teil bebaut. Aber schon jetzt stellt er maximal einen Lückenschluß dar - Ziele in der Innenstadt kann man damit nicht ansteuern. Ich umfahre ihn meist sogar, da die Wege im Park zu schmal sind um zügig fahren zu können und um keine Parkbesucher zu stören. Ähnliches gilt für die vorgesehenen (touristischen) Fernradwege im Kölner Grüngürtel (Inner Gürtel) Diese Wege sind meist unbefestigt (wassergebundene Decke) und selbst die breiteren, asphaltierten sind maximal 4 Meter und bei gutem Wetter nur sehr langsam befahrbar (max 15 km/h eher weniger) da einfach zu viele Leute unterwegs sind. Selbst wenn es zufällig von den Zielen her paßt (Start und Ziel in der nähe der Parks) ist es dennoch in den meisten Fällen ein größerer Umweg, während der MIV über Tunnel und Hauptstraßen Direktverbindungen hat. Dies deckt sich mit meinen Erfahrungen in anderen Städten. Ich setzte mich im Urlaub meist aufs Rad und fahre die Flüsse entlang. Bei Konferenzen in anderen Städten habe ich meist mein Brommie dabei um vor Ort mobil zu sein.
Ich sehe es auch jedoch einfach nicht ein, das wir noch mehr Raum in der Stadt für den Verkehr reservieren und zuasphaltieren. Meiner Meinung nach sollte eher der MIV zurückstecken müssen als die Menschen selbst. Ich würde mir wünschen das die Wege wieder kürzer werden, weil die Ziele näher sind. Das Straßen nicht mehr so stark die Stadt teilen sondern mehr ein Teil davon sind... Man wird ja noch träumen dürfen.
Ich sehe es auch jedoch einfach nicht ein, das wir noch mehr Raum in der Stadt für den Verkehr reservieren und zuasphaltieren. Meiner Meinung nach sollte eher der MIV zurückstecken müssen als die Menschen selbst. Ich würde mir wünschen das die Wege wieder kürzer werden, weil die Ziele näher sind. Das Straßen nicht mehr so stark die Stadt teilen sondern mehr ein Teil davon sind... Man wird ja noch träumen dürfen.
Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!
Ich wohne in Berlin, Deutschland größte Stadt, ich fahre nicht nur in meinem Revier, sondern durch die ganze Stadt. Trotzdem fahre ich maximal nur 10 % an Hauptstraßen, alle anderen Strecken entweder Seitenstraßen, Wege, Parks oder Grünanlagen. Es funktioniert, nicht immer einfach, weil man auch profunde Ortskenntnisse haben muss.
Wenn man natürlich an der Hauptstraße fahren möchte, dem sei es gegönnt, der entspannter und wenige schadstoffbelastet ankommen möchte, dem empfehle ich Alternativtouren.
Unsere Parks sind fahrradtauglich und werden auch gut frequentiert.
Trotzdem bleibe ich dabei, dass der ADFC in dem Falle Blödsinn geschrieben hat. Was interessiert mich als Radfahrer die Schadstoffbelastungen im Auto und ob dieser mehr hat als der daneben fahrende Radfahrer, bei dem sich der Auspuff quasi vor der Nase befindet. Ich würde es viel besser finden, wenn sich der ADFC sich bemühen würde, die Radfahrer direkt von der Straße zu bekommen und ihnen gesündere Strecken schmackhaft macht und nicht hier solche Räuberpistolen erzählt, dass die Schadstoffbelastung an den Hauptstraßen ungefährlich ist.
Dann hätte sich auch jegliche Argumentation und Kritik gegen Verbrennermotoren aller Art erübrigt. Ich kann nicht gegen Autos wettern und im gleichen Atemzug Radstreifen fördern, wo ich die Radfahrer ungeschützt in die Abgasen der gerade gescholtenen PKW und LKW nötige.
Wenn man natürlich an der Hauptstraße fahren möchte, dem sei es gegönnt, der entspannter und wenige schadstoffbelastet ankommen möchte, dem empfehle ich Alternativtouren.
Unsere Parks sind fahrradtauglich und werden auch gut frequentiert.
Trotzdem bleibe ich dabei, dass der ADFC in dem Falle Blödsinn geschrieben hat. Was interessiert mich als Radfahrer die Schadstoffbelastungen im Auto und ob dieser mehr hat als der daneben fahrende Radfahrer, bei dem sich der Auspuff quasi vor der Nase befindet. Ich würde es viel besser finden, wenn sich der ADFC sich bemühen würde, die Radfahrer direkt von der Straße zu bekommen und ihnen gesündere Strecken schmackhaft macht und nicht hier solche Räuberpistolen erzählt, dass die Schadstoffbelastung an den Hauptstraßen ungefährlich ist.
Dann hätte sich auch jegliche Argumentation und Kritik gegen Verbrennermotoren aller Art erübrigt. Ich kann nicht gegen Autos wettern und im gleichen Atemzug Radstreifen fördern, wo ich die Radfahrer ungeschützt in die Abgasen der gerade gescholtenen PKW und LKW nötige.
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derMac
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!
Das wird durch häufiges wiederholen nicht richtiger.frankd hat geschrieben:Trotzdem bleibe ich dabei, dass der ADFC in dem Falle Blödsinn geschrieben hat.
Das hat der ADFC nirgends geschrieben. Ich denke der ADFC will die Radfahrer (seine Mitglieder) darin unterstützen, dort entlangzufahren, wo es für sie am günstigsten ist (aus ihrer subjektiven Sicht). Was du besser findest dürfte die meisten anderen Radfahrer nicht wirklich interessieren, die wollen einfach unkompliziert ankommen.Ich würde es viel besser finden, wenn sich der ADFC sich bemühen würde, die Radfahrer direkt von der Straße zu bekommen und ihnen gesündere Strecken schmackhaft macht und nicht hier solche Räuberpistolen erzählt, dass die Schadstoffbelastung an den Hauptstraßen ungefährlich ist.
Wettert der ADFC denn gegen Autos? Nötigt er Radfahrer irgendwo hin?Ich kann nicht gegen Autos wettern und im gleichen Atemzug Radstreifen fördern, wo ich die Radfahrer ungeschützt in die Abgasen der gerade gescholtenen PKW und LKW nötige.
Mac
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!
@ derMac
"Was du besser findest dürfte die meisten anderen Radfahrer nicht wirklich interessieren, die wollen einfach unkompliziert ankommen.
"
..und genau das können sie, wenn sie sich so verhalten wie frankd. Unkompliziertes und gestankfreies fahren auf Strecken neben großen Straßen.
Das gilt zumindest für Langstreckenradler, die von Außenbezirken in die Innenstadt kommen möchten. Für die gibt es - zumindest in Hamburg - ausgewiesene Fahrradrouten. siehe---> http://www.hamburg.de/radtour/300372/alltagsrouten.html
Selbst gefundende Routen kann man heute im Netz veröffentlichen - ich werde das auch mit meiner tun, die für viele nützlich sein kann, die aus dem äußersten Westen in die Innenstadt möchten oder in die die Innenstadt umgebenden nördlichen und östlichen Bezirke - weitgehend frei von Lärm, Gestank, Ampeln und überbordendem Verkehr -- das i s t unkompliziertes Vorankommen!
Gruß TIL
"Was du besser findest dürfte die meisten anderen Radfahrer nicht wirklich interessieren, die wollen einfach unkompliziert ankommen.
..und genau das können sie, wenn sie sich so verhalten wie frankd. Unkompliziertes und gestankfreies fahren auf Strecken neben großen Straßen.
Das gilt zumindest für Langstreckenradler, die von Außenbezirken in die Innenstadt kommen möchten. Für die gibt es - zumindest in Hamburg - ausgewiesene Fahrradrouten. siehe---> http://www.hamburg.de/radtour/300372/alltagsrouten.html
Selbst gefundende Routen kann man heute im Netz veröffentlichen - ich werde das auch mit meiner tun, die für viele nützlich sein kann, die aus dem äußersten Westen in die Innenstadt möchten oder in die die Innenstadt umgebenden nördlichen und östlichen Bezirke - weitgehend frei von Lärm, Gestank, Ampeln und überbordendem Verkehr -- das i s t unkompliziertes Vorankommen!
Gruß TIL
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derMac
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!
Für die, die da langfahren wollen ist das unkompliziert (wenn der Weg klar ausgewiesen ist), für alle anderen nicht. Die meisten Radfahrer fahren halt einfach irgendwo lang weil sie irgendwo hinwollen und ich kann immer noch nicht erkennen, warum sie das ändern sollten nur weil jemand denkt sie würden was falsch machen.alterfalter2 hat geschrieben:das i s t unkompliziertes Vorankommen!![]()
Mac
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!
Also Schnellschüsse sind vor allem Deine Hineininterpretationen.derMac hat geschrieben: Lies doch einfach mal Texte vollständig, das erzeugt ein ganz anderes Weltbild als immer diese selektiven Schnellschüsse.![]()
Flächennutzung wurde ja u.a. explizit ausgeschlossen.
Versuch es doch mal konstruktiv: Was kommt denn Deiner Meinung nach raus, wenn man die wichtigsten Faktoren berücksichtigt?
Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!
Nochmal zum Artikel vom ADFC, Grundtenor war, Abgase im Auto ganz schlimm, Abgase für den Radler neben dem Auto halb so schlimm. Wenn dies keine Polemik gegen das Auto und für das Fahren in den Abgasen der Fahrzeuge ist dann weiß ich auch nicht mehr weiter.
Es will doch keiner allerernstes behaupten, dass das Fahren auf dem Radstreifen in Bezug auf Abgase, Feinstaub usw. gesund ist. Dies würde ja bedeuten, dass aus dem Auspuff nur gesunde Dinge kommen. Ich erlebe tagtäglich andere Dinge, darum fahre ich ja auch lieber abseits.
Es ist schon schlimm, dass man die Abgase auf der Hauptstraße nicht mehr riecht, weil sich die Nase schon dran gewöhnt hat, dies bedeutet aber nicht, dass keine Abgase da sind.
Wenn alles so schön geredet wird mit der Schadstoffbelastung, dann bräuchte man auch keine Mobilitätswende und Elektrofahrzeuge
Ich verstehe schon, dass es einige hier im Forum gibt, die den Radstreifen in Punkto Verkehrssicherheit besser finden, dies bedeutet aber nicht, dass man damit die Augen vor anderen Mängeln verschließt.
Es will doch keiner allerernstes behaupten, dass das Fahren auf dem Radstreifen in Bezug auf Abgase, Feinstaub usw. gesund ist. Dies würde ja bedeuten, dass aus dem Auspuff nur gesunde Dinge kommen. Ich erlebe tagtäglich andere Dinge, darum fahre ich ja auch lieber abseits.
Es ist schon schlimm, dass man die Abgase auf der Hauptstraße nicht mehr riecht, weil sich die Nase schon dran gewöhnt hat, dies bedeutet aber nicht, dass keine Abgase da sind.
Wenn alles so schön geredet wird mit der Schadstoffbelastung, dann bräuchte man auch keine Mobilitätswende und Elektrofahrzeuge
Ich verstehe schon, dass es einige hier im Forum gibt, die den Radstreifen in Punkto Verkehrssicherheit besser finden, dies bedeutet aber nicht, dass man damit die Augen vor anderen Mängeln verschließt.
Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!
Nein es wird nur aufgezeigt, das es gesünder als das Fahren im KFZ ist - konkret geht es um das Widerlegen des entsprechenden Vorurteils. Das Smog in der Stadt, gerade an Hauptverkehrsstraßen, ein Problem ist, sieht auch der ADFC so. Es ist sogar eines der Argumente im Artikel für den Umstieg auf das Fahrrad "Und jeder, der aufs Fahrrad umsteigt, entlastet den Straßenverkehr von Abgasen, trägt damit zum Klimaschutz bei".Es will doch keiner allerernstes behaupten, dass das Fahren auf dem Radstreifen in Bezug auf Abgase, Feinstaub usw. gesund ist.
Das bezieht sich wohl auf meine Aussage das der Großteil der Schadstoffe geruchslos ist. Das ist nichts woran sich die Nase gewöhnen könnte. Nur ein kleinerer Anteil riecht überhaupt. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/gesu ... 67793.htmlEs ist schon schlimm, dass man die Abgase auf der Hauptstraße nicht mehr riecht, weil sich die Nase schon dran gewöhnt hat,...
Das hat nicht mit "besser finden" zu tun. Sie sind sicherer als Hochbordradwege. Sie haben eigene Probleme - sicherheitsrelevant sind beispielsweise die Überholabstände. Es sind aber weniger Probleme als bei Hochbordradwegen.Ich verstehe schon, dass es einige hier im Forum gibt, die den Radstreifen in Punkto Verkehrssicherheit besser finden, dies bedeutet aber nicht, dass man damit die Augen vor anderen Mängeln verschließt.
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Motte
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!
Frank, es sind einfach verschieden Ansätze, gerade für Alltagsfahrten. Alle haben ihre Berechtigung. Und dummerweise ist die Gruppe der Freizeitfahrer und der (eher ängstlichen) gelegentlich im Alltag fahrenden Radfahrer*innen auch noch die größte Gruppe. Und zwar mit ziemlichem Abstand. Daher ist schwierig die in der Politik unter einen Hut zu bekommen. Abgase atmest Du in der Großstadt an vielen Stellen ein, wo Du sie gar nicht vermutest. Also Autofahrer von deinem Vordermann z.B. in konzentrierter Form über die Lüftung.
Meiner Meinung nach gibt es (mindestens) drei große Gruppen:
Es gibt Menschen, die wollen den direkten und schnellsten Weg von A nach B eben einfach mit dem Fahrrad zurück legen. Es könnte – bezüglich der Strecke – auch ein Auto oder ein Motorrad sein – sie haben sich für das Rad entschieden. Dass man dabei mitten im starken KFZ Verkehr auf der Straße unterwegs ist, wird von dieser Gruppe nicht als Nachteil empfunden. (es ist auch keiner – die wenigsten Radfahrer werden von dicht Überholenden touchiert) Da spielt es auch keine Rolle, ob die Straße ein- oder sechsspurig ist, sofern man als Fahrradfahrer einigermaßen sicher unterwegs ist. Das dürfte bei unseren heutigen Radwegen – aufgrund der Falschparker und der Problematik bei Einmündungen – nicht gegeben sein. Weshalb die berechtigte Forderung nach Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht aufgestellt wird.
Es gibt Menschen (zu denen zähle ich mich auch), die Alltagswege mit dem Rad zurück legen. Aber dabei lieber etwas länger und dafür etwas entspannter auf verkehrsärmeren Wegen unterwegs sind. Die haben ihr eigenes Straßennetz im Kopf und beziehen auch Parks und Schleichwege (durchgängige Sackgassen etc.) mit ein. Da Nebenstraßen erheblich mehr Einmündungen und Kreuzungen aufweisen, ist hier flottes Vorankommen nicht so angesagt. Unaufmerksamkeit kann man sich hier nicht leisten. Ich würde daher auch nicht behaupten, dass es die sicherere Variante ist.
Es gibt Menschen (und das sind nicht wenige) die fahren überwiegend mit dem Auto und nur selten Alltagswege mit dem Fahrrad. Die fahren im Regelfall immer ihre Autostrecken auch wenn sie mit dem Rad unterwegs sind. Da sie keine geübten Radfahrer sind, fühlen sie sich ständig durch die KFZ bedroht und sind überhaupt nicht zufrieden. Daher nutzen sie jede erdenkliche Möglichkeit von der Fahrbahn weg zu kommen. Sie fahren auf dem Gehweg, oder jedem noch so schlechten Radweg (ohne dabei sicherer zu sein) und fordern solche Radwege an „ihren Straßen“ auch ein.
Meiner Meinung nach gibt es (mindestens) drei große Gruppen:
Es gibt Menschen, die wollen den direkten und schnellsten Weg von A nach B eben einfach mit dem Fahrrad zurück legen. Es könnte – bezüglich der Strecke – auch ein Auto oder ein Motorrad sein – sie haben sich für das Rad entschieden. Dass man dabei mitten im starken KFZ Verkehr auf der Straße unterwegs ist, wird von dieser Gruppe nicht als Nachteil empfunden. (es ist auch keiner – die wenigsten Radfahrer werden von dicht Überholenden touchiert) Da spielt es auch keine Rolle, ob die Straße ein- oder sechsspurig ist, sofern man als Fahrradfahrer einigermaßen sicher unterwegs ist. Das dürfte bei unseren heutigen Radwegen – aufgrund der Falschparker und der Problematik bei Einmündungen – nicht gegeben sein. Weshalb die berechtigte Forderung nach Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht aufgestellt wird.
Es gibt Menschen (zu denen zähle ich mich auch), die Alltagswege mit dem Rad zurück legen. Aber dabei lieber etwas länger und dafür etwas entspannter auf verkehrsärmeren Wegen unterwegs sind. Die haben ihr eigenes Straßennetz im Kopf und beziehen auch Parks und Schleichwege (durchgängige Sackgassen etc.) mit ein. Da Nebenstraßen erheblich mehr Einmündungen und Kreuzungen aufweisen, ist hier flottes Vorankommen nicht so angesagt. Unaufmerksamkeit kann man sich hier nicht leisten. Ich würde daher auch nicht behaupten, dass es die sicherere Variante ist.
Es gibt Menschen (und das sind nicht wenige) die fahren überwiegend mit dem Auto und nur selten Alltagswege mit dem Fahrrad. Die fahren im Regelfall immer ihre Autostrecken auch wenn sie mit dem Rad unterwegs sind. Da sie keine geübten Radfahrer sind, fühlen sie sich ständig durch die KFZ bedroht und sind überhaupt nicht zufrieden. Daher nutzen sie jede erdenkliche Möglichkeit von der Fahrbahn weg zu kommen. Sie fahren auf dem Gehweg, oder jedem noch so schlechten Radweg (ohne dabei sicherer zu sein) und fordern solche Radwege an „ihren Straßen“ auch ein.