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Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
derMac
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von derMac »

Pibach hat geschrieben:Wichtige Posten (z.B. die genannten) sind aber nicht dabei.
Zu den meisten von dir genannten Posten finden sich Betrachtungen bzw. Verweise in der Studie.
Um das handlicher zu machen, müsste man das auch mal auf den PKW-Kilometer umrechnen.
Auch die Personenkilometer werden z.B. berücksichtig. Lies doch einfach mal Texte vollständig, das erzeugt ein ganz anderes Weltbild als immer diese selektiven Schnellschüsse. ;)

Mac
alterfalter2
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von alterfalter2 »

@ TomK
"Für Freizeitradeln mag das auch OK sein. Aber Parks sollten für die Erholung und das Flanieren da sein, nicht nur für noch mehr Verkehr, selbst wenn es "nur" Fahrräder sind. Ich will nicht das Alltagsradler um Kinderwagen etc. herumkurven, weder auf Gehwegen noch in Parks."

..das mag schon sein, in Miniaturparks vlt. In etwas größeren Parks wie z.B. dem Volkspark / Stadtpark / Jenischpark in Hamburg oder dem Londoner Hyde Park kann man sehr wohl mit dem Rad fahren, ohne Fußgänger zu belästigen. Es gibt entweder Rad(schnell-)wege oder die Fußwege haben Straßenbreite. Gleiches gilt für Friedhöfe - auf den in Ohlsdorf fahren Busse und der Altonaer Friedhof ist so riesig und mit breiten Wegen Versehen, daß da auch niemand vom Rad steigen würde.

Gruß TIL
TomK
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von TomK »

Abgesehen davon sind die Personenkilometer nicht das beste Kriterium. Anzahl der Wege und aufgewendete Zeit sind seit längerer Zeit stabil nur die Kilometerzahlen haben sich seit den 60er Jahren drastisch erhöht.

Anders gesprochen die Menschen haben ähnliche Bedürfnisse und wenden ähnlich viel Zeit dafür auf, aber sie legen immer größere Entfernungen dafür zurück. Gesellschaftlich gesehen ist dies keine günstige Entwicklung, da es mehr Ressourcen verbraucht. Es begünstigt zudem zentrale Strukturen (Einkaufszentren) gegenüber den kleineren Nahzielen (Dorfladen). So wünschenswert die individuelle Mobilität auch ist, hast sie durchaus auch starke negative Auswirkungen. Besonders drastisch kommen diese zum Tragen wenn das Individuum nicht mehr auf diese Verkehrsmittel zurückgreifen kann (Alter, Kosten, ...).
TomK
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von TomK »

@alterfalter

Die großen Parks mit dedizierten "Straßen" innerhalb halte ich für die Ausnahme. Ich glaube wenn damit ansatzweise lückenlose Netze möglich wären, hätten wir sehr grüne Städte. Das wäre toll. :-)
frankd
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von frankd »

Die Autos finanzieren mit Mineralölsteuer und KFZ-Steuern nicht nur ihre benötigte Straßen, sondern auch noch eine Menge anderer Ausgaben, darunter werden wahrscheinlich auch der Bau und Erhalt von Radwegen fallen, auf jeden Fall für den Bau von Radstreifen, die ja meist zusammen mit der Straße eingerichtet bzw. aufgepinselt werden. Bisher dürfen Radfahrer noch ohne steuerliche Belastungen fahren, es ist nur eine Frage der Zeit, wann die ersten Politiker die Fahrradmaut einfordern werden, wahrscheinlich zuerst für die vielen ausländischen Radfahrer hier.
Die Frage wäre, wieviel wäre jeder bereit, jedes Jahr für die Verbesserung des Radwegenetzes auszugeben, meistens ist man schon nicht mal bereit in den ADFC einzutreten und dort die Beiträge zu bezahlen.

Und nun zur Belastung an der Straße, ob ich nun direkt neben den PKWs oder noch schlimmer LKWs fahre oder mehrere Meter Abstand habe und Straßenbäume und parkende Fahrzeuge dazwischen stehen ist schon ein Unterschied. Ich selber kann schon den Unterschied riechen, außerdem will ich ja ganz weg von den Hauptstraßen, ich betone nur Hauptstraßen.
Sicherlich müsste man mal genauer untersuchen, wie groß die Abnahme der Schadstoffe zwischen Radstreifen und Radweg tatsächlich ist. Auf jeden Fall werde ich auf dem Radweg bei nasser Fahrbahn nicht so eingenebelt wie direkt in der Gischt der Kraftfahrzeuge und rutsche nicht bei glatter Fahrbahn gleich unter ein fahrendes Auto
Außerdem strengt man sich beim Radeln mehr an als z.B. beim Spazierengehen oder Auto fahren, dabei braucht der Körper eben auch mehr Sauerstoff. Den nimmt man dann zusammen mit den ganzen Schadstoffen auf, die so aus dem Auspuff von PKW und LKW kommen. Man bekommt also noch eine Extraportion Abgase inhaliert, wenn man besonders schnell neben den Autos radelt.
Aus diesem Grunde sieht man auch relativ wenige Jogger oder sonstige Sporttreibenden direkt an der Straße.
katapult
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von katapult »

Sowohl Mineralöl- als auch KFZ-Steuer finanzieren noch nicht mal einen Bruchteil der Infrastruktur- und Folgekosten, das ist ein Propagandamärchen. Autoverkehr wird direkt und indirekt subvebtioniert (Pendlerpauschale, Eigenheimzulage, KFW Kredite, Dienstwagenprivileg usw.)
Außerdem inhaliert man als Autofahrer ein Vielfaches der Schadstoffe die ein Radfahrer abkriegt.
http://www.adfc.de/gesundheit/gesund-bl ... fbelastung
Zum Thema Radschnellwege:
Die wären schön und sinnvoll. Leider wurden bis vor kurzem ausschließlich straßenbegleitende Radwege finanziell gefördert. Klar, sonst hat ja der Autofahrer gar nichts von dem schönen Geld, und das geht ja mal gar nicht.
derMac
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von derMac »

TomK hat geschrieben:Abgesehen davon sind die Personenkilometer nicht das beste Kriterium. Anzahl der Wege und aufgewendete Zeit sind seit längerer Zeit stabil nur die Kilometerzahlen haben sich seit den 60er Jahren drastisch erhöht.
Das gilt für den Nahrverkehr. Für den Fernverkehr IMO nicht mehr.

Mac
frankd
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von frankd »

Dieser Artikel mit den Schadstoffen hätte auch von der Mineralölindustrie stammen können, das nächste Mal wird festgestellt, dass die Schadstoffe im Wald höher sind als auf der Straße wegen den Ausdünstungen der Bäume.
Die beste Luft gibt es nun mal für den Radfahrer an der Straße, je mehr Verkehr um so besser, wie kann man als ADFC solch einen Blödsinn verzapfen?
Es geht hier nicht um den Vergleich zwischen Autofahrer und Radfahrer, sondern dass ein Radfahrer auf Nebenstrecken, dem Radweg, durch Parks und andere Alternativstrecken definitiv bessere Luft hat als auf dem Radstreifen permanent und unmittelbar neben Kraftfahrzeugen.
Es gibt genug Untersuchungen, die die Schadstoffbelastungen an Hauptstraßen untersuchen und keine kommt zu dem Urteil, dass dies die geeignete Luft für Radler wäre und vollkommen unschädlich ist.
Natürlich sollte man Autofahren vermeiden, was wir hier ja auch alle machen, sich aber nun bewusst, trotzdem und vorsätzlich dem Dreck der restlichen Umweltsünder auszusetzen, unter dem Motte, zu gesund sollte Radfahren nicht werden, dies verstehe ich nicht.
Vielleicht ist man ja als Ex-Autofahrer an die Abgase gewöhnt und braucht täglich seine Belastung.
katapult
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von katapult »

Das ist kein Blödsinn. Natürlich ist die Luft im Wald besser als auf der Strasse. Bist du Förster oder wie kommst du in die privilegierte Situation deinen tägliche Weg zur Arbeit durch die freie Natur legen zu können? Ich glaube die meisten Faltradfahrer kommen nicht in den Genuss.
Trotzdem ist Radfahren auf der Strasse weder gefährlicher als irgendeine andere Verkehrsform (auser Fliegen) noch ist man dabei einer erhöhter Schadstoffbelastung ausgesetzt. Ich finde es wichtig das festzuhalten und nicht im Angstmacherchor von Auto- und Versicherungswirtschaft mitzusingen.
TomK
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von TomK »

Es ging darum das fahrbahnbegleitende Fahrradwege gefährlicher sind als die Führung auf der Fahrbahn. Nebenstraßen haben meist keine Fahrradwege und Parks keinen KFZ-Verkehr. In Nebenstraßen _musst_ du üblicherweise mit KFZ auf der Fahrbahn fahren.

Parks sind in den meisten Fällen nicht für alltäglichen Radverkehr geeignet. Außerdem sehe ich es gar nicht, ein das der MIV den Radverkehr zu Lasten der Erholung und Aufenthaltes in die Parks verdrängt. Provokativ: Da sollen lieber Kinder Ball spielen.

Auf die Probleme mit einer komplett separaten Infrastruktur nur für den Radverkehr war ich ja schon eingegangen.
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