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Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
Harry
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von Harry »

bei den ganzen anti kfz parolen sollte man die steuereinnahmen nicht vergessen, die einen wesentlichen teil unseres wohlstands ausmachen ;)
Pibach
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von Pibach »

Harry hat geschrieben:bei den ganzen anti kfz parolen sollte man die steuereinnahmen nicht vergessen, die einen wesentlichen teil unseres wohlstands ausmachen ;)
Ist das denn so? Was käme denn in einer Vollkostenbilanz raus? Also incl. der subventionierten Firmenfahrzeuge und Kilometergelder? Oder mit Flächen- und Umweltbelastung?
katapult
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von katapult »

Harry hat geschrieben:bei den ganzen anti kfz parolen sollte man die steuereinnahmen nicht vergessen, die einen wesentlichen teil unseres wohlstands ausmachen ;)
Ja ja, und die Kinder bringt der Storch.
frankd
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von frankd »

Man sollte Wunschdenken und Realität nicht verwechseln, unsere Städte sind nun mal eher autogerecht als fahrradgerecht. Ob dies so bleiben muss ist eine andere Frage.
Ich persönlich finde, Fahrräder und Kraftfahrzeuge sollten miteinander so wenig wie möglich zu tun haben. Es ist nicht nur, dass das ungeschützte Fahrrad immer den Kürzeren zieht, sondern ich möchte nicht mit Kraftfahrzeugen, mit ihrem Lärm, Abgasen, Feinstaub und hochgewirbelten Dreck zusammenfahren. Ich kann nicht die Autos verdammen, aber im gleichen Atemzug Fahrstreifen neben den Fahrbahnen fordern, um so dicht wie möglich an ihnen dran zu sein. Da sind die Radfahrer, die unbedingt die Nähe von Autofahrern suchen in meinen Augen Masochisten, die das Kribbeln und das Risiko suchen.
Da bin ich lieber für eigene Trassen, dies müssen nicht straßenbegleitende Radwege sein, auch Nebenstraßen könnte man für Radfahrer privilegieren und so ein vom Hauptstraßenverkehr entkoppeltes Netz schaffen. Schon jetzt fahre ich sehr häufig auf Nebenstraßen und 30-ger Zonen, viel angenehmer und ruhiger. Da brauche ich auch keinen Radweg oder Radstreifen, da bin ich wirklich fast gleichberechtigt und fast immer allein als Radfahrer. Meist bin ich sogar schneller, weil einfach die Ampelanlagen fehlen. Warum die Mehrheit auf und an den Hauptstraßen fährt weiß ich auch nicht, vielleicht ziehen Hauptstraßen die Radfahrer ähnlich wie die Autofahrer magisch an oder es fehlt die Ortskenntnis, wie man auch ohne Hauptstraßen sicher ,schnell und entspannter ans Ziel kommt.
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von alterfalter2 »

@ frankd
"oder es fehlt die Ortskenntnis, wie man auch ohne Hauptstraßen sicher ,schnell und entspannter ans Ziel kommt."

..das wird wohl der Hauptgrund sein. Ich habe auch längere Zeit gebraucht, um eine gute und wenig befahrene Strecke zu meinem Arbeitsplatz zu finden. Ich fahre nun statt 26km 28km, bin aber weg von den Hauptstraßen und kann Wege für Landwirtschaft nutzen und durch Parks, an Kanälen entlang und über Friedhöfe radeln. Das ist nicht nur entspannt der Ruhe und der guten Luft wegen, sondern auch weitgehend ampelfrei. Somit brauche ich nur unwesentlich länger und bin nicht vom Autoverkehr genervt.
Heute gibt es auch die Möglichkeit, solche Strecken zu veröffentlichen, damit auch andere, die aus der gleichen Richtung in die Stadt fahren, das nutzen können. Es gibt auch erstaunlich viele Abkürzungen über Einbahnstraßen und Wege zwischen Häusern und durch Kleingartenanlagen, das muß man eben erst einmal herausfinden..

Gruß TIL
frankd
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von frankd »

Dies ist genau das Problem, dass man sich in der Kommune bei der Radwegplanung auch mit Alternativen auseinandersetzen müsste.
Da fehlen wahrscheinlich die Experten, die genau diese effektiven Schleichwege und Parallelstrecken kennen. Diese Experten müssen auch nicht mal die Tagespendler sein, denen fehlt meist die Zeit zum Erkunden, was es noch für Alternativen gibt.
Ich kann nur beipflichten, dass gerade Wege durch Parks, Kleingärten, Eigenheimsiedlungen oder an fließenden Gewässer nicht nur gesunder sind, sondern es macht auch einfach mehr Spaß dort zu fahren.
Ich bin gerade so meine 40 km durch Berlin geradelt, davon vielleicht 10% an Hauptstraßen und die meist nur an Zwangspunkte wie die Zulaufstrecken bei Eisenbahnbrücken.
TomK
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von TomK »

Man sollte Wunschdenken und Realität nicht verwechseln, unsere Städte sind nun mal eher autogerecht als fahrradgerecht. Ob dies so bleiben muss ist eine andere Frage.
Ich würde "menschengerecht" bevorzugen. Also für Leute nicht für Fahrzeuge.

Deine Idee mit den separaten Netzen hat drei Haken.

1) Platz:
Unsere Städte haben nur begrenzt Raum. Je mehr du für den Verkehr reservierst um so mehr fehlt für den Aufenthalt selbst - Parks, Plätze, Promenaden, Außengastronomie...
2) Konflikte:
Je mehr du trennst, um so unerwarteter sind die Konflikte und je häufiger und drastischer sind sie.
3) Ziele:
Verkehr ist kein Selbstzweck, Menschen wollen ja auch irgendwo ankommen und das unabhängig vom Verkehrsmittel. Daher benötigst du Zugänge von möglichst vielen Verkehrsmittel zu jedem Ziel.

Eigene Trassen (aka Fahrradschnellwege) können nur Bereiche verbinden, aber ja sie wären eine gute Idee. Sie können die Reichweite und damit die Nutzung des Fahrrades deutlich verbessern. Kopenhagen ist ein gutes Beispiel dafür. Irgendwann muss man jedoch wieder in das normale Straßennetz und auch hier muss es Lösungen geben.
Da sind die Radfahrer, die unbedingt die Nähe von Autofahrern suchen in meinen Augen Masochisten, die das Kribbeln und das Risiko suchen.
Und wie Eingangs im Thread gezeigt, sagt die Forschung genau das Gegenteil. Der Hochboard-Fahrradweg IST gefährlicher als die Führung auf der Fahrbahn welche gefährlicher IST als der Mischverkehr. Mit der Trennung bevorzugst du den Komfort zu Lasten der Sicherheit. Das sagt nicht das die Trennung immer falsch ist, sie sollte nur immer abgewogen werden. Überall Shared-Space ist sicher nicht die Lösung.

Du glaubst doch bitte auch nicht wirklich, das zwei Meter hinter den Parkbuchten die Luft viel besser ist. Warum soll man als Fahrradfahrer Umwege fahren, das Risiko eingehen in Sackgassen zu landen oder vorher längere Zeit mit der Planung eines 5km-Weges verbringen, nur um zügig von A nach B zu kommen?
Ich kann nur beipflichten, dass gerade Wege durch Parks, Kleingärten, Eigenheimsiedlungen oder an fließenden Gewässer nicht nur gesunder sind, sondern es macht auch einfach mehr Spaß dort zu fahren.
Für Freizeitradeln mag das auch OK sein. Aber Parks sollten für die Erholung und das Flanieren da sein, nicht nur für noch mehr Verkehr, selbst wenn es "nur" Fahrräder sind. Ich will nicht das Alltagsradler um Kinderwagen etc. herumkurven, weder auf Gehwegen noch in Parks.
derMac
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von derMac »

Pibach hat geschrieben:
Harry hat geschrieben:bei den ganzen anti kfz parolen sollte man die steuereinnahmen nicht vergessen, die einen wesentlichen teil unseres wohlstands ausmachen ;)
Ist das denn so? Was käme denn in einer Vollkostenbilanz raus? Also incl. der subventionierten Firmenfahrzeuge und Kilometergelder? Oder mit Flächen- und Umweltbelastung?
Das käme raus. (Vorsicht, das ist eine pdf-Datei mit viel Text).

Mac
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von Pibach »

derMac hat geschrieben: Das käme raus. (Vorsicht, das ist eine pdf-Datei mit viel Text).

Mac
ok. Wichtige Posten (z.B. die genannten) sind aber nicht dabei.
Um das handlicher zu machen, müsste man das auch mal auf den PKW-Kilometer umrechnen.
Motte
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!

Beitrag von Motte »

Ich hab noch nie einen Thread oder ein Gutachten gelesen, wo dieser Versuch nicht letztlich gescheitert wäre. Was nicht heißt, dass man es nicht gerne macht. :mrgreen: (womit soll der ADAC auch sonst neue und intakte Straßen einfordern)

Ohne KFZ Steuer gäbe es schließlich auch Infrastruktur, Heilfürsorge und Rettungsdienste. Auch verdauende Kühe belasten die Umwelt (und nicht mal zu knapp) und so weiter..... Das auseinander zu halten dürfte ungeheuer schwierig sein. Meiner Meinung nach ist das in unserer heutigen Welt (aufgrund der vielfältigen Verflechtungen) zum Scheitern verurteilt.

Sicher ist es eine Art natürlicher Reflex, dass man bei Sondersteuern immer argumentiert, dass man speziell deswegen auch bestimmte Zuwendungen bekommen muss. Also quasi mit der Hundesteuer auch den Reinigungsdienst gezahlt hat. Das sind aber schlicht "Ordnungssteuern". Und selbst als solche sind viele nach einigen Jahren und gefühlt hundert Änderungen nicht mehr erkennbar.
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