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Stiftung Warentest/ADAC: 9 von 16 Pedelecs mangelhaft

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
Jonny
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Re: Stiftung Warentest/ADAC: 9 von 16 Pedelecs mangelhaft

Beitrag von Jonny »

Vielleicht sollte man sich grundsätzlich über den Begriff ADAC einigen, den es so gar nicht gibt. Die unterschiedlichen Organisationsformen spielen alle ihre eigene Rolle. Und immerhin hat man es geschafft, im Rahmen des Corporate Designs nur immer die Begrifflichkeit ADAC als Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu lancieren!
aus Wikipedia:
ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH

Über die ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH gehören dem ADAC eine Reihe von Tochterfirmen.[19] Der Gesamtumsatz dieser GmbH betrug 818 Millionen Euro im Jahre 2004, das Eigenkapital wurde auf 250 Millionen Euro beziffert und es wurden 1780 Mitarbeiter beschäftigt. Sie ist die Dachorganisation der verschiedenen Geschäftsbereiche. Die Geschäfte gliedern sich in die strategischen Bereiche Versicherungen, Verlagsgeschäft, Luftfahrtunternehmungen und Sonstiges.
Tochterunternehmen
ADAC Rechtsschutz Versicherungs-AG
ADAC-Schutzbrief Versicherungs-AG sowie die ARISA Assurances S.A. in Luxemburg und die ADAC Autoversicherung AG
ADAC Autovermietung GmbH
ADAC Verlag GmbH & Co. KG (Umsatz rund 105 Millionen Euro) ist einer der größten deutschen Buch- und Zeitschriftenverlage (Ratgeber und Nachschlagewerke, Reiseführer, touristische Periodika wie ADAC Campingführer, ADAC Stellplatzführer, ADAC SkiGuide, Ratgeber, Nachschlagewerke, Reise- und Autozeitschriften… Vertrieb der ADAC-Straßenkarten: MairDumont, der am 30. Juni 2007 die ADAC-Tochter CartoTravel (vorher Haupka/Ravenstein-Verlag Bad Soden) übernahm und auflöste, ADAC bleibt als Marke erhalten). Den Handelsvertrieb des ADAC-Buchprogramms übernahm im August 2007 der Außendienst des Münchner Reiseverlages Travel House Media.
ADAC Clubreisen GmbH
GKS Gesellschaft für Kommunikationsservice mbH
ADAC Services GmbH mit der ADAC TruckServices GmbH & Co. KG
ADAC Services S.A. in Istanbul (Türkei)[20]
ADAC Luftfahrt Technik GmbH
ADAC HEMS Academy GmbH
ADAC Finanzdienste GmbH
Aero-Dienst GmbH & Co. KG bietet Rücktransporte erkrankter oder verunfallter Personen aus dem Ausland (mittels umgerüsteter Geschäftsreiseflugzeuge).
ADAC Touring GmbH
STARTER Sp. z o.o. in Posen (Polen)
Dienstleistungs-Center Halle GmbH
Elbe Helicopter GmbH & Co. KG
Zusammen mit anderen europäischen Automobilklubs
ACTA Assistance S.A. in Lyon (Frankreich)
ARC Europe S.A. in Brüssel (Belgien)
ADAC Reisen
ist eine Reiseveranstalter-Marke. Die Organisation und Abwicklung der Reisen erfolgt seit 2000 durch das zur Rewe Group gehörende Reiseunternehmen DER (bekannt unter der Marke DERTOUR). Die Marke war ursprünglich ein Produkt der früheren ADAC Reise GmbH. Im Rahmen derer – aus wirtschaftlichen Gründen betriebenen – Auflösung erfolgte die Übertragung an DER.
ADAC Luftrettung GmbH
Die ADAC Luftrettung GmbH ist mit einem Eigenkapital von 52 Mio. Euro und 180 Mitarbeitern und 49 Rettungs- und Intensivtransporthubschraubern ausgestattet.

Neben der Luftrettung mit Hubschraubern ist der ADAC an der Aero-Dienst GmbH beteiligt und unterhält darüber eine kleine Flotte von Ambulanzflugzeugen zum Krankentransport über mittlere Distanzen.
Stiftungen
Die ADAC Stiftung Gelber Engel GmbH setzt sich seit 2007 für Unfallopfer ein. Mit ihr soll Menschen geholfen werden, die durch Unfälle geschädigt wurden. Sie ist mit einem Stiftungskapital von 10 Millionen Euro ausgestattet und fördert darüber hinaus auch wissenschaftliche Forschungen, die nach Ansicht des ADAC zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr beitragen.
ADAC Stiftung Sport

Öffentlichwirksamkeit täuscht oft über Missmanagement hinweg: Teuer als gelanter Verwaltungsneubau in München mit verspätetem Bezug. Warnwesten für Schulanfänger, deren fehlerhafte Ausführung behoben werden musste, teure Geschäftsführerposten, Provisionierungssystem zur Mitgliederwerbung durch Straßenwachtfahrer....
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Re: Stiftung Warentest/ADAC: 9 von 16 Pedelecs mangelhaft

Beitrag von Muc-Falter »

Man sollte nicht vergessen dass Lenker- und Rahmenbrüche nicht auf Pedelecs beschränkt sind. Sie kommen bei allen Fahrradtest immer mal wieder vor und auch die Forenuser berichten darüber.
Warum also Pedelecs gefährlicher sein sollen will mir nicht in den Kopf.
Pibach
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Re: Stiftung Warentest/ADAC: 9 von 16 Pedelecs mangelhaft

Beitrag von Pibach »

Muc-Falter hat geschrieben:Man sollte nicht vergessen dass Lenker- und Rahmenbrüche nicht auf Pedelecs beschränkt sind. Sie kommen bei allen Fahrradtest immer mal wieder vor und auch die Forenuser berichten darüber.
Warum also Pedelecs gefährlicher sein sollen will mir nicht in den Kopf.
Zumal das ja wohl die identischen Lenker/Rahmen sind.
Motte
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Re: Stiftung Warentest/ADAC: 9 von 16 Pedelecs mangelhaft

Beitrag von Motte »

Muc Falter schrieb: Warum also Pedelecs gefährlicher sein sollen will mir nicht in den Kopf.
Nachdem ich mich nun ein wenig eingelesen habe (dadurch natürlich nicht zum Prüfingenieur geworden bin) und die ersten Stellungnahmen im Netz gesehen hab, kann ich darauf eine Antwort geben. Man macht einfach häufig den Fehler seine eigenen Bedingungen/Gewohnheiten zum Maßstab einer Bewertung zu machen.

Die meist verkauften Pedelecs sind wohl "Komforträder" mit tiefem Durchstieg. Die waren auch im Test. Warentest ging wohl von von simulierten 20.000 Km aus mit 150 kg Gesamtlast aus. Klingt erst mal nach einer drastischen Vorgabe.

Aber wer fährt den "so was". Der nicht ganz untypische Pedelec Fahrer dürfte mehr als das bisher mit 80 Kg für einen Radfahrer angenommene Normgewicht haben. Das Rad wird möglicherweise auch - aber bestimmt nicht vorrangig - von drahtigen sportlich trainierten Menschen gefahren. Sondern eher von dem "Wiedereinsteiger", der auf diese Weise etwas für seine Gesundheit tun möchte, ohne sich zu sehr verausgaben zu müssen. Der wird sein Pedelec mit Sicherheit häufiger nutzen als ein Rad ohne Unterstützung. Da ist eine höhere Annahme von gefahrenen Kilometern nicht verkehrt. 150 Kg aus 20 Km/h abzubremsen stellt auch andere Anforderungen als z.B. 85 Kilo. Was die z.T. schwache Bremsleistung erklärt.

Der bequeme tiefe Durchstieg stellt hohe Anforderungen an den Rahmen. Der Kunde möchte aber nicht durch hohe Rahmengewichte abgeschreckt werden. Nicht ohne Grund versucht man in den Prospekten z.B. den Akku bei der Gewichtsangabe zu unterschlagen.
So und nun guck Dich mal im Reiseradsektor um, wo Manufakturen Räder mit Diamantrahmen (also so genannte "normale Räder" mit verstärkten Rahmen für die Gepäckmitnahme) anbieten und auf zulässiges Gesamtgewicht (durch ein Institut getestet) verweisen. Du wirst nicht viele oberhalb von 150 Kg. finden. Das ist in allen Reiseradforen immer dann Thema, wenn sportliche große Menschen jenseits der 100 Kg ein Rad für eine längere Reise (oder ein Arbeitstier für den Alltag) suchen.

Ohne die Testkriterien als solche hinterfragen zu können (dafür fehlt mir die Kompetenz) erklären sich mir allein dadurch schon das Testergebnis. Denn was nur wenige Diamantrahmen schaffen, dürfte dem Tiefeinsteiger wesentlich mehr Probleme bereiten.

Wenn ich hingegen als Fahrer einen 75 Kg Menschen mit 15 Kilogramm Gepäck nehme, dann hab ich mit Sicherheit bei dynamischen Belastungstests ein komplett anderes Ergebnis. Aber wem (außer dem Handel) würde das helfen?

Gruß

Udo
Pibach
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Re: Stiftung Warentest/ADAC: 9 von 16 Pedelecs mangelhaft

Beitrag von Pibach »

Udo, ich glaub das liegt (neben den Tiefeinsteiger-Geometrien) schlicht daran, dass die in die Fertigpedelecs überwiegend nur die einfachsten Teile verbauen.
Ein MTB im Gelände z.B. ist im Vergleich einer vielfach höheren Belastung ausgesetzt und bricht ja auch nicht (bzw. nur "selten").
derMac
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Re: Stiftung Warentest/ADAC: 9 von 16 Pedelecs mangelhaft

Beitrag von derMac »

Motte hat geschrieben:Der nicht ganz untypische Pedelec Fahrer dürfte mehr als das bisher mit 80 Kg für einen Radfahrer angenommene Normgewicht haben. Das Rad wird möglicherweise auch - aber bestimmt nicht vorrangig - von drahtigen sportlich trainierten Menschen gefahren. Sondern eher von dem "Wiedereinsteiger", der auf diese Weise etwas für seine Gesundheit tun möchte, ohne sich zu sehr verausgaben zu müssen. Der wird sein Pedelec mit Sicherheit häufiger nutzen als ein Rad ohne Unterstützung. Da ist eine höhere Annahme von gefahrenen Kilometern nicht verkehrt. 150 Kg aus 20 Km/h abzubremsen stellt auch andere Anforderungen als z.B. 85 Kilo. Was die z.T. schwache Bremsleistung erklärt.
Dann sollten sie aber auch klar dazu schreiben, dass sie bei ihrem Test der Pedelecs von extrem viel höheren Belastungen als bei "normalen" Fahrrädern ausgehen und warum. Wenn das nicht deutlich dabei steht ist es schon schwer verfälschend.

Btw: Ich versteh immer nicht ganz, warum das Radfahren ohne Anstrengung so toll für die Gesundheit ist. Um an der frischen Luft zu sein kann man sich auch völlig anstrengungsfrei auf ne Parkbank setzen. Aber vll. ist ja das Schleppen der teilweise knapp 30 kg schweren Räder aus dem Keller der sportliche Anteil. (ich übertreibe bewusst "geringfügig")

Mac
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Re: Stiftung Warentest/ADAC: 9 von 16 Pedelecs mangelhaft

Beitrag von Motte »

11 Km am Tag bei 5 Jahre Lebensdauer des Rades hört sich für mich nicht nach einer "extremen" Vorgabe an.

Es soll ja Menschen geben, die Übergewicht haben und größeren sportlichen Aktivitäten bisher erfolgreich ausgewichen sind. :mrgreen:
Die werden kaum als erste Tat zu einem anderen Leben am Hawaii Triathlon teilnehmen. Sondern (vernünftigerweise) langsam und dosiert wieder anfangen sich zu bewegen. Und um Spaß an Bewegung zu finden, das in freier Wildbahn machen. Gelenk schonend sind dabei nur Schwimmen und Radfahren. Mit dem Pedelec schwindet die Angst eine Strecke "nicht zu schaffen". Die Streckenteile, bei denen man den Antrieb zurück nimmt, kann man dann ja selbst bestimmen. Was soll daran verkehrt sein?

Ich denke einfach, dass (wie in der Mode die Größen) die Vorgabe des 80 Kg schweren Norm-Radfahrers nicht mehr die Realität abbildet.
Das übertreffen die meisten Jungen (dank fast foot + Cola) bereits mit 15 Jahren.
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Re: Stiftung Warentest/ADAC: 9 von 16 Pedelecs mangelhaft

Beitrag von derMac »

Motte hat geschrieben:11 Km am Tag bei 5 Jahre Lebensdauer des Rades hört sich für mich nicht nach einer "extremen" Vorgabe an.
Ich schrieb nicht extreme Vorgabe sondern extremer Unterschied. Und wenn das Prüfgewicht des simulierten Radfahrers von normal 80 (?) auf deutlich über 100 kg (kA wieviel genau) steigt, ist das schon ein extremer Unterschied. ;) So klingen die ganzen Veröffentlichungen so, als seien besonders die Pedelecs gefährlich. Ach ja: für die von dir beschriebene Zielgruppe sind 5 Jahre lang jeden Tag 11 km ziemlich viel. ;)
Es soll ja Menschen geben, die Übergewicht haben und größeren sportlichen Aktivitäten bisher erfolgreich ausgewichen sind. :mrgreen:
Die werden kaum als erste Tat zu einem anderen Leben am Hawaii Triathlon teilnehmen. Sondern (vernünftigerweise) langsam und dosiert wieder anfangen sich zu bewegen. Und um Spaß an Bewegung zu finden, das in freier Wildbahn machen. Gelenk schonend sind dabei nur Schwimmen und Radfahren. Mit dem Pedelec schwindet die Angst eine Strecke "nicht zu schaffen". Die Streckenteile, bei denen man den Antrieb zurück nimmt, kann man dann ja selbst bestimmen. Was soll daran verkehrt sein?
Daran ist prinzipiell nix verkehrt. Verkehrt ist aber, den Leuten zu suggerieren, sie könnten ohne Anstrengung fit werden. Und die meisten Pedelecfahrer werden eher nicht freiwillig die Motorleistung drosseln um sich mehr anstrengen zu müssen. Außerdem ist Radfahren nur bedingt gelenkschonend und die Pedelecs dürten nur selten ergonomisch richtig eingestellt sein (für stark übergewichtige ist es aber wahrscheinlich tatsächlich gelenkschonender als laufen).

Mac
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Re: Stiftung Warentest/ADAC: 9 von 16 Pedelecs mangelhaft

Beitrag von Motte »

Ich hab das Heft gekauft, man hätte die Testbedingungen aber auch so bequem hier nachlesen können http://www.test.de/Elektrofahrraeder-Da ... 4542780-0/

Ob die Tests selbst nun zu streng sind, mögen andere beurteilen. Die äußeren Rahmenbedingungen klingen für mich vernünftig.
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Re: Stiftung Warentest/ADAC: 9 von 16 Pedelecs mangelhaft

Beitrag von derMac »

Motte hat geschrieben:Ich hab das Heft gekauft, man hätte die Testbedingungen aber auch so bequem hier nachlesen können http://www.test.de/Elektrofahrraeder-Da ... 4542780-0/
Dort finde ich aber nix zu den 150 kg Testbelastung. Naja, egal. Spannender an der Seite ist, dass sie bei den Tipps das richtige Sitzen auf dem Rad halbwegs gut erklären (wenn man mal von dem ewigen Mythos der richtigen Rahmenhöhe absieht) und im Aufmachervideo keiner so wie beschrieben auf dem Rad sitzt. IMO kann man auf diesen Rädern auch kaum so sitzen weil sie nicht dafür gemacht sind, aber das wird wohl nirgends bemängelt (oder? - du hast das Heft). Soviel zum "gesunden" Radfahren.

Mac
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