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Neuzugang old school Rennfeile

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
Karsten
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Re: Neuzugang old school Rennfeile

Beitrag von Karsten »

derMac hat geschrieben:
Pibach hat geschrieben:[
Naja, eigentlich nicht so wirklich. An der Stelle geht der Lenker etwas runter, die Hände werden also nicht in den Flächen belastet, sondern zwischen Daumen und Zeigefinger.
(...) Da gewöhnt man sich schnell dran. So wie du das beschreibst, stimmt bei dir wahrscheinlich was mit der Einstellung(...) nicht.

Mac
Moin,
Ich sehe in deiner Aussage einen Widerspruch.
An was Gutes oder Besseres, wie z.b. das kleine Faltmass und die guten Fahreigenschaften eines Brompton muss man sich nicht gewöhnen.
Andersrum wird 'n Schuh draus: Es gibt offensichtlich einige Radler, die sich so an diesen Lenker gewöhnt haben, dass sie ihn trotz der beschriebenen Nachteile auch an Reise /Stadträdern nutzen.
(Nach meiner Beobachtung unter den Reiseradlern eine Minderheit)
Ich hättte den Lenker aber auch so eingestellt, daß die Bremsgriff-gehäuse auf gleicher Höhe sind wie die Querstange.

Gruss
Karsten
Pibach
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Re: Neuzugang old school Rennfeile

Beitrag von Pibach »

derMac hat geschrieben:So wie du das beschreibst, stimmt bei dir wahrscheinlich was mit der Einstellung oder der "Radgröße" nicht.
Ist ein 55" Rahmen, ich bin 185cm, ergibt ziemliche Sattelüberhöhung. Der Vorbau scheint mir auch recht lang zu sein, also insgesamt viel Vorlage und entsprechend Gewicht auf dem Lenker.
Motte
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Re: Neuzugang old school Rennfeile

Beitrag von Motte »

An was Neues musst Du dich immer erst gewöhnen. Und alles was als Sport (oder eben intensiv) betrieben wird erfordert ein gewisses Maß an Umstellung. Zur Eisdiele reicht ein Sattel mit dem Bärenfellüberzug und Leinen -Turnschuhe. Wenn Du 5 Tage lang Etappen von 80 - 150 Km fahren willst, wird das nicht die erste Wahl sein. Auch dann nicht, wenn es gerade weltweit in Mode wäre.
Als Dogma sollte man das eh alles nicht sehen. Ich hab mich als Zugeständnis an die Falträder auch an eher gerade Lenker mit Hörnchenstummel gewöhnt. Auf der anderen Seite kannst Du ziemlich sicher davon ausgehen, dass das was sich bei Ausdauersportarten (bei Wettkämpfen) an Ausrüstung durchsetzt, einen gewissen Sinn ergibt.
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Re: Neuzugang old school Rennfeile

Beitrag von Lena »

Hallo zusammen,

angesteckt von Pibach war ich gestern shoppen :D ...das Ergbenis hier:

Bild

Der Rahmen ist noch super, Bremsen habe ich gestern noch eingestellt, an die Schaltung muss ich noch ran. Neue Mäntel bekommt es auch noch.

Ist nix besonderes, aber macht riesen Laune :D :mrgreen: :D ...

Technische Daten (soweit ich das kann):
- 12 Gang Shimano Ketten Schaltung
- 50er Rahmengröße...

Lg Lena
Pibach
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Re: Neuzugang old school Rennfeile

Beitrag von Pibach »

Motte hat geschrieben:Auf der anderen Seite kannst Du ziemlich sicher davon ausgehen, dass das was sich bei Ausdauersportarten (bei Wettkämpfen) an Ausrüstung durchsetzt, einen gewissen Sinn ergibt.
Hm, ja, denke ich auch. Allerdings hab ich das Gefühl, dass im Wettkampf ganz andere Erfordernisse sind. Wenn man wirklich immer voll reintritt, nur selten wirklich Bremsen muss, Schulterblick unwesentlich ist, dann macht der Rennlenker so schon Sinn. Die unterschiedlichen Handpositionen sind nutzbar. Auf Überlandstrecke fand ich das auch durchaus ok. Im Stadtverkehr ist das aber was ganz anderes. Daher nutzt das auch kaum ein Messenger, denke daran kann man sich orientieren.

@Lena: nette Kauf ;) die Dropouts lassen sich wohl auch singlespeeden.
Pibach
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Re: Neuzugang old school Rennfeile

Beitrag von Pibach »

Motte hat geschrieben:Auf der anderen Seite kannst Du ziemlich sicher davon ausgehen, dass das was sich bei Ausdauersportarten (bei Wettkämpfen) an Ausrüstung durchsetzt, einen gewissen Sinn ergibt.
Kann ich hier irgendwie nicht nachvollziehen. Denn genau da wo man eigentlich greifen möchte ist ja die Krümmung, für die Hände gibt es keine sinnvolle Griffhaltung, für eine aufrechte Position kann man nur ziemlich eng mittig greifen. Aussen rutschen die Hände auf der abknickenden Krümmung zu leicht weg bzw. etwas weiter innen wären die Handgelenge zu stark eingewinkelt. Die Griffposition muss also nach vorne wandern in die STI Griffe, mit der entsprechenden (für mich auf Dauer unangenehmen) Belastung zwischen Daumen und Zeigefinger und einer sehr gestreckten Haltung, die zum "Kilometerkloppen" zwar gaz angenehm ist, im Stadtverkehr aber wenig Übersicht und Kontrolle gibt.

Dann ist mir aufgefallen, dass bei den moderneren Rennradlenker der oberere Teil gerader gebaut wird als bei den älteren Modellen, so:
Bild
Da kann die Hand gerade aufliegen, ohne abzurutschen und man hat eine sowohl eine kurze Greifposition als auch eine lange in den Gummistulpen der Bremsgriffe, wobei auch die die Belastung zwischen Daumen und Zeigefinger geringer ist. Um die Bremsen im Untengriff zu erreichen muss man allerdings ganz tief runter mit den Ellenbogen und nach vorne druchgreifen. Leider lässt sich so eine gerade Auflage nicht so leicht nachrüsten, oder gibt es da entsprechende "Gummistulpen" für die alten STI Dura Ace Bremsgriffe?

Alternativen: Ein straight bar bietet zwar viel Kontrolle und jederzeit Bremsenzugriff, die Hände sind aber etwas unergonomisch abgewinkelt und es gibt keine 2. Handposition. Wenn man länger unterwegs ist finde ich gerade Lenker daher nicht so ideal. Es sei denn man montiert z.B. solche Ergongriffe:
Bild
Da liegt der ganze Handballen auf, und die Finger können das Hörnchen zur Stabilisierung greifen. Und man kann die Hand in unterschiedlichen Winkeln stellen. Find ich recht angenehm vom Griff her, allerdings kann man aus der Position nicht bremsen, und das schnelle Reinwandern der Hand zum Bremsgriff ist durch das Hörnchen etwas blockiert, für Stadtverkehr daher nicht so geeignet. Und es fehlt natürlich eine gestrecktere Position (die ganz gut zum "Kilometerkloppen" ist). Ausserdem würde das neue Triggerschifter erfordern, das wär eine recht teure Modifikation.

Insgesamt finde ich Bullhorn Lenker am besten für Vielfahrer mit überwiegend Stadteinsatz. Der Bullhorn Lenker hat sich für Rennen aber wohl nicht durchgesetzt, weil da der Untengriff fehlt. Ich benutze den Untengriff aber gar nicht, ist mir zu gebückt.

Um den Rennlenker auf Bullhorn umzubauen, muss man wohl alles abbauen, durchfädeln und umdrehen, absägen und wieder alles dranbauen. Denke mal 1 bis 2 Std. wird das schon dauern...

Bullhorn in Kombination mit den STI Bremsschaltgriffen gefällt mir aber nicht so ideal.
Pibach
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Re: AW: Neuzugang old school Rennfeile

Beitrag von Pibach »

Hab meinen Lenker etwas hoch gedreht, siehe Bild. Schon angenehmer. Man kann den STI Griff auch etwas mehr in die Krümmung setzen, dann kann man den Lenker noch höher drehen, sogar bis es oben gerade kommt. Wäre da sinnvoll?
Dateianhänge
uploadfromtaptalk1366628761415.jpg
Karsten
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Re: Neuzugang old school Rennfeile

Beitrag von Karsten »

Moin,
Ich vergleiche die Renner gerne mit den Rennbooten beim Segeln.
Unvergleichliches feeling, wenn die 470er ins Gleiten kommt und übers Wasser zischt oder du mit einem Tornado raumschts die Wellen von hinten überspringst.
Aber sonst sind diese Teile für keinerlei Nutzeinsatz zu gebrauchen

Auf keinen Fall absägen. :o
1. Sowiso Banauserei. 2. Rohre trennt man sachgerecht mit einem Rohrschneider. 3. ist ein verstümmelter Rennlenker kein vollwertiger Bullhorn.
Fast alle Freundinnen/Freunde von mir, die so'n Teil mehr oder weniger alltäglich fahren, haben einen Bullhorn montiert.
Ansonsten: "Versuch macht kluch"
"Bis oben gerade" war für mich bei meinem ersten Reiserad die einzige halbwegs verträgliche Einstellung. Ich hatte den Rennlenker dann aber gegen einen sog. "Trainingsbügel" aka "Schwalbe" getauscht (Bullhorns gabs da noch nicht.
Übrigens: der zitierte H-E Lessing hat so einige Jahre lang an der Biophysik des Radeln geforscht.

Gruss
Karsten
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Re: Neuzugang old school Rennfeile

Beitrag von Motte »

Ich hab meine Griffe (auch normale Bremsgriffe noch keine Bremsschaltgriffe) immer leicht nach innen versetzt montiert. Das war für meine Handhaltung bequemer. Das mag sicher jeder etwas anders.
Das Hauptproblem, welches der Rennlenker löst, tritt in der Stadt ja gar nicht auf. Wann fährt man da schon mal länger als 10 km am Stück. Da muss man auch mit den Kräften nicht so haushalten. Wenn Du 150 Km in einer Gruppe mit einem 40er Schnitt fährst brauchst Du früher oder später jedes bisschen Kraft.
Pibach
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Re: Neuzugang old school Rennfeile

Beitrag von Pibach »

Karsten hat geschrieben: Aber sonst sind diese Teile für keinerlei Nutzeinsatz zu gebrauchen
Also man kann damit schlecht Gepäck transportieren und auch kaum jmd mitnehmen (was ich beides mit Faltrad ständig mache). Aber es bringt einen verdammt schnell von A nach B und das mit sehr viel Spaß!

Zum Absägen: wieso nicht? Hab so mein erstes Rennrad umgemodelt und war anschließend ziemlich zufrieden. Hab eine professionelle Metallsäge, die sollte das hinbekommen. Ein echter Bullhorn ist auch nicht anders geschnitten.

Das olle Lenkerband muss ich eh mal abmachen und mindestens neu wickeln...
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