Man macht sich da erst Gedanken, wenn es irgendwo anders ist. Bei Radtouren in Dänemark ist mir aufgefallen, dass der Radweg auch vor Hauszufahrten meist ebenerdig bleibt. Sinnvollerweise geht es für die Einfahrt schräg auf den Radweg rauf und dann zur Strasse wieder runter. Passt ja auch zu der Nutzung: Ein Auto fährt höchstens wenige Male am Tag da rauf, während der Radweg oft von hunderten Radlern täglich benutzt wird.
In Deutschland fährt man vor jeder Einfahrt Achterbahn. Manchmal ist da gar nichts dahinter: Keine Nutzung oder gar keine gebaute Zufahrt. Warum hat noch niemand an diesem Mißstand Anstoß genommen? Hier sollte auch der Gesetzgeber tätig werden, finde Ich! Das Auto fährt nur Schrittgeschwindigkeit, da macht so eine Erhebung nichts.
Warum werden Radwege vor Hauseinfahrten abgesenkt?
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Weinbergschnecke
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Motte
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Re: Warum werden Radwege vor Hauseinfahrten abgesenkt?
Normalerweise sind Bordsteinabsenkungen irgendwann einmal beantragt und genehmigt worden. Und waren oder sind Zufahrten. Das Parken vor Bordsteinabsenkungen ist verboten. Beim Radweg haben die mich nur gestört, wenn sie schlecht gepflastert sind oder wenn es friert - weil sich im Pflaster dann das Wasser sammelt und es glatt wird. Andererseits sind das ja auch willkommene Auf- und Abfahrten für mich als Radfahrer.
Auf Absenkungen verzichtet man hier eigentlich nur, wenn es der Entwässerung dient. Ansonsten gilt wie immer - andere Länder - andere Sitten.
Auf Absenkungen verzichtet man hier eigentlich nur, wenn es der Entwässerung dient. Ansonsten gilt wie immer - andere Länder - andere Sitten.
Re: Warum werden Radwege vor Hauseinfahrten abgesenkt?
Folklore. In Deutschland hat das Auto Vorfahrt, in Dänemark das Fahrrad.
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Jonny
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Re: Warum werden Radwege vor Hauseinfahrten abgesenkt?
Und hier eine kleine Ergänzug zur rechtlichen Betrachtungsweise, da Bordsteinabsenkungen nicht ein generelles Parkverbot bedeuten:
Eine Legaldefinition (Erklärung) des Begriffs "Bordsteinabsenkungen", der auch in § 10 StVO Verwendung findet, enthält die StVO nicht. Aus Sinn und Zweck der Vorschrift, aber auch aus dem Wortlaut "Absenkung" folgt, daß das Parkverbot nicht überall dort besteht, wo - wie häufig anzutreffen - der Bordstein insgesamt auf längere Strecken flach ist; der Begriff der Absenkung ist vielmehr so zu verstehen, daß sich der abgesenkte Bordstein deutlich von dem übrigen, höher gelegenen Bordsteinniveau abheben muß (so zutreffend Hentschel NJW 1992, 2062; ders. in Jagusch / Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 33. Aufl., §12 Rdnr. 57 a m.w.N.; vgl. zu allem auch Berr / Hauser, Das Recht des ruhenden Verkehrs, Rdnr. 246 a ff.). Eine Bordsteinabsenkung im Sinne des § 12 Abs. 3 Nr. 9 StVO liegt daher nur dann vor, wenn der abgesenkte Bereich eine Strecke von einigen Metern (etwa eine Pkw-Länge) nicht überschreitet. Verläuft die Absenkung über eine längere Strecke oder ist der Bordstein sogar durchgehend niedrig (vgl. Berr / Hauser, aaO. Rdnr. 246 c), greift diese Vorschrift nicht ein.
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alterfalter2
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Re: Warum werden Radwege vor Hauseinfahrten abgesenkt?
@ Motte
"Andererseits sind das ja auch willkommene Auf- und Abfahrten für mich als Radfahrer."
Ich kann daran nichts Schönes entdecken, wenn ich dauernd über solche Unebenheiten muß - fahre mitunter mit schmaler Bereifung an meinem Faltrad und relativ flott mit 25 - 30km/h auf den städtischen Radwegen und möchte auf Grund der langen Distanzen schnell vorwärts kommen.
Den Gelegenheits- und Genußradler (wie vielleicht Dich)
mag das nicht stören, ich möchte Strecke machen können..
Gruß TIL
"Andererseits sind das ja auch willkommene Auf- und Abfahrten für mich als Radfahrer."
Ich kann daran nichts Schönes entdecken, wenn ich dauernd über solche Unebenheiten muß - fahre mitunter mit schmaler Bereifung an meinem Faltrad und relativ flott mit 25 - 30km/h auf den städtischen Radwegen und möchte auf Grund der langen Distanzen schnell vorwärts kommen.
Den Gelegenheits- und Genußradler (wie vielleicht Dich)
Gruß TIL
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Motte
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Re: Warum werden Radwege vor Hauseinfahrten abgesenkt?
Dummerweise bist Du nicht alleine auf der Welt und Gott sei Dank, haben die sich selbst definierenden "ernsthaften Alltagsfahrer" nicht das alleinige Sagen. Übrigens "Strecke machen" möchten auch viele Autofahrer und sich dabei nicht von mobilen Hindernissen auf zwei Rädern ausbremsen lassen. Von daher ist es gut, dass Verkehrspolitik auch immer auf einen Ausgleich der unterschiedlichen Interessen bemüht ist.Den Gelegenheits- und Genußradler (wie vielleicht Dich)mag das nicht stören, ich möchte Strecke machen können..
Und so kann der Wunsch Anderer, z.B. Gehbehinderter, anders als an Kreuzungen eine Straße gefahrlos und einfach zu queren,zu betreten oder zu verlassen, trotzdem erfüllt werden.