derMac hat geschrieben:
Nö, moderne E-Motoren haben einen sehr viel besseren
Wirkungsgrad. ´
Leider nein.
Liegt daran, dass die so niedrig drehen. Ausserdem sollen die ja kleine Durchmesser haben und leicht sein. Und Außenläufer sind baubedingt für den Kettenantrieb nicht so praktikabel. Alles zusammen kostet Wirkungsgrad.
Dazu kommt der Verlust im Getriebe (typisch 10-20%) und Antriebsstrang (ca 1-3%).
Für ordentlich gebaute, einstufige Getriebe kann man rund 94% Wirkungsgrad rechnen.
Für die niedrigen Drehzahlen des Kettenblattes sind meist 2 Stufen nötig, also 0,94*0,94= 0,88%
Der Motor Wirkungsgrad der Pedelec Motoren liegt typisch etwa bei 85%-90% im optimalen Bereich. Der Bosch ist mit 80% (lt.
Datenblatt) angegeben. Das ist vermutlich incl Getriebestufen (er hat 2) gemeint. Das wäre schon recht ordentlich. Boschmotor:
Quelle.
Im Mittel liegt der in der Praxis erreichte Wirkungsgrad aber weit darunter.
Der Mensch tritt, je nach Fahsituation, mit Kadenzen zwischen 30 und 130 UPM, das muss der Motor abdecken. Liegt damit über weite Strecken also weit unterhalb seiner Nenndrehzahl. Im Prinzip müsste man mit dem Bosch immer 130 UPM treten - aber wer macht das schon?
Konkreten Messdaten zum Bosch u.a. finden sich übrigens zuhauf im Pedelec Forum.
Der Stand ist da soweit ich weiß, dass Kettenantriebler und Nabenantriebler in Großrädern sich kaum was nehmen. Wobei die Kettenantriebe etwas besser anfahren bzw. klettert und auch mehr Geschwindigkeitsbandbreite abdecken (wegen der Schaltung), die Nabenmotoren in der nominalen "Reisegeschwindigkeit" aber dafür viel effizienter sind.
Bei kleinen Rädern sind aber Nabenmotoren deutlich im Vorteil, weil die dann eben schneller drehen und geringere Motor-Drehmomente bzw. geringere Getriebeuntersetzung erfordern. Auch preislich und vom Gewicht hat der Nabenmotor klare Vorteile. So ein Bosch Antriebssystem wiegt übrigens 4kg (dazu kommt der Akku). Beispielsweise ein Cute85 Nabenmotor dagegen 1,8kg.