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Dahon für lange Kerls

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EmilEmil
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Beitrag von EmilEmil »

Rone hat geschrieben:Hallo Stahlhans,

Der übliche Trick von uns Zwergen (ich bin 188cm klein) ist, einen hoch bauenden Sattel zu montieren. Meiner ist unten in der Signatur genannt. Damit komme ich gut klar.

:-)
Hallo Rone, der von Dir genannte "übliche Trick" , um höher zu sitzen, ändert an der Festigkeit gar nichts. Genausogut kannst Du auch die Sattelstüze um die entsprechenden Zentimeter herausziehen.( Die Stützen-Hersteller sehen oft 100 mm Einschub vor, während die Rahmenhersteller für den Klemmbereich 60 mm forden; damit sind 40 mm eigentlich übrig ).
Auslegungskriterium einer Sattelstüze sind die Biegespannungen in der Umgebung der Klemmung im Sitzrohr. Da die Sattelstützen bei allen Rädern aus ergonomischen Gründen etwa im Winkel von 74 Grad zur Fahrbahn stehen ( Kleinere Winkel bei Cruisern, Hollandrad-Panzern oder das Flux ; = Vertreter des konstruktiven Wahnsinns), während die Gewichtsbelastung 90 Grad zur Fahrbahn steht, ergeben sich Biegemomente, deren Größe sich als Produkt Kraft (Gewicht) mal Hebelarm darstellt. Ohne auf die Einzelheiten im Detail einzugehen : Ein anderer ( = höherer) Sattel vergrößert den Hebelarm genauso wie wenn ich die Stütze weiter herausziehe und den alten Sattel beibehalte. Wovon Du lebst, ohne Schaden zu nehmen, ist die bezüglich der Festigkeit eingebaute Sicherheit. Erstes Kriterium ist, daß die statische Belastung (Gewicht) unter einem Grenzwert ( Fließspannung, Technische Fließspannung) bleibt. Nach Überschreiten der Fließspannung treten bleibende Verformungen auf, die unzulässig sind. Hier baut man eine Sicheheit ein, die sich so äußert, das eine vorhandene Belastungsspannung nur einen Prozentsatz einer zulässigen Spannung (zB Fließgrenze oder auch Dauerfestigkeit) ausnützt. Klar ist auch, daß der schwerere Fahrer die Sattelstütze stärker belastet. Und da der schwerere Fahrer häufig auch größer ist, kommen dann alle ungünstigen Radbedingungen zusammen.
Bei meinem 24" Falter war zuerst eine Sattelstütze aus Stahl in Baumarktqualität (St 37 ?) verbaut, die im ersten Jahr (schon fast 30 Jahre her und ich war ein Jüngling von schlanker Statur (71 kg) ) von einem Zylinder in eine Bananenform mutierte. Diese Stahlstütze wurde durch eine Patentsattelstüze aus Alu-Legierung (6061 T6, T6 ist eine Wärmebehandlung) ersetzt. Seitdem herrscht Ruhe an der Verformungsfront. Ein Beispiel für leichter und trotzdem Betriebs-sicherer. Dies ist beileibe kein Plädoyer gegen den Werkstoff Stahl und für den Werkstoff Aluminium. Mein Plädoyer geht nur in die Richtung, "Wenn ich konstruiere, sollte ich schon genau wissen, was ich tue".
Übrigens, mir sind bisher nur Sattelstützen mit konstanter Wandstärke begegnet, Leichtbau-technisch sinnvoll ist eine Sattelstütze, die vom Knauff bis zur Klemmung eine Konifizierung (zunehmende Wandstärke), dann einen kleinen konstanten Teil und wiederum eine Konifizierung (Auslauf zu einer kleineren Wandstärke) im Klemmteil besitzt. Kennt jemand solche Teile ?

MfG EmilEmil
Rone
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Beitrag von Rone »

EmilEmil hat geschrieben:Hallo Rone, der von Dir genannte "übliche Trick" , um höher zu sitzen, ändert an der Festigkeit gar nichts.
Das habe ich auch nicht geschrieben. Mir ist schon klar, das ich mich mit der beschriebenen Lösung weiter in Richtung Toleranzgrenze bewege. Mit "Sattelstütze weiter raus ziehen" hätte ich allerdings bei meiner Stütze Bauchweh...

Volker,
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Beitrag von EmilEmil »

Hallo Rone,
wenn Du mit der Auszugslänge schon an der vom Hersteller der Sattelstütze angebrachten Markierung bist, handelst Du sicher richtig, wenn Du nicht weiter aussziehst, selbst wenn der Klemmbereich nur 60 mm sein sollte, und die Markierung 100 mm vom unteren Ende entfernt ist (Diese Werte sind zB bei meinen Falträdern vorhanden). Man könnte dann aber 35 mm von der Sattelstüze abschneiden ( 100 mm - 60 mm = 40 mm plus 5 mm Zugabe ). Die Zugabe deswegen, um mit Sicherheit auszuschließen, daß das untere Ende der Sattelstütze gegen die Klemmung des Sitzrohrs eine Kerbwirkung verursacht.
Selbst, wenn dann "nur" ~40 g überflüssiger Ballast eliminiert werden, ein Leichtbau-Fan wie Pibach würde sich freuen und auch ich selbst finde, daß ich bei beiden Falträdern noch Gewichtssparpotential entdecke. Nun hat bei mir die sichere Funktion die erste Priorität, anschließend kann man in die Gewichtsoptimierung einsteigen, eine andere Reihenfolge hieße das Pferd (Stahl-Roß oder Aluminium-Esel, manchmal auch Carbon-Zebra) von hinten aufzäumen.
MfG EmilEmil
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Beitrag von Pibach »

Emil, falsche Idee, es geht hier um längere Sattelstützen.
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Beitrag von EmilEmil »

Hallo Pibach,
hast leider nicht verstanden, daß längere Sattelstützen manchmal eine Mogelpackung sind und zusätzliches Gewicht kosten. Was nützt es , wenn der Hersteller sagt, die Sattelstütze ist 550 mm lang und er macht bei 120 mm von unten eine Markierung, whrend der Klemmbereich des Rahmenherstellers 70 mm ist. De Facto ist eine solche Stütze nur 500 mm. 50 mm sind überflüssiger Ballast. Manchmal hilft nur der Doktor Eisenbart mit seiner Säge (in einem solchen Fall oder in anderen Fällen).
MfG EmilEmil
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Beitrag von Pibach »

emil, es ist doch völlig egal, wo der Hersteller meint, eine Markierung machen zu müssen. das ist einfach ein duchgehendes Alurohr, die wandstärke ist überall gleich.
EmilEmil
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Beitrag von EmilEmil »

Auf diese Antwort des Kandidaten Jobses geschah ein allgemeines Schütteln des "Kropfes" oder so ähnlich !
Oder für alle, die auf der Schule Englisch gehabt haben : "I cannot more, I break together ...."
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
MfG EmilEmil
Pibach
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Beitrag von Pibach »

EmilEmil hat geschrieben:Auf diese Antwort des Kandidaten Jobses geschah ein allgemeines Schütteln des "Kropfes" oder so ähnlich !
Oder für alle, die auf der Schule Englisch gehabt haben : "I cannot more, I break together ...."
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
MfG EmilEmil
hm, was will uns der Kanditad Jobses damit sagen? Späte Selbsterkenntnis schließe ich mal aus...
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