PeterHeinz hat geschrieben:Osis, klär mich bitte mal auf: Was wollt ihr definitiv mit diesem Event, Massenauflauf per Fahrrad, erreichen. Ist das Prodest? Und wenn ja, gegen Wen oder Was?
Es ist eine friedliche Art des Protestes. Und im Ruhrgebiet ist jeden Tag Stau durch Autos. Wen wir alle vier Wochen hier mal im Pulk von 20-50 Leuten Radeln ist das homöpathisch. Die Reaktionen der Autofahrer sind positiv, genauso wie der "Neuen" Teilnehmer.
Aussagen sind dann immer:
Teilnehmer "Ich wohne seit 10 Jahren hier, aber hier bin ich noch nie lang gefahren"
Autofahrer "Wann ist die nächste, will auch mal mitkommen"
Fußgänger "Tolle Sache, wenn ich jünger wäre, setzt ein Zeichen"....
Es gibt immer Stänkerer die nicht begreifen das im Fahrzeughandbuch zum Erwerb eines Fahrzeuges und nicht zum Kauf der Strasse gratuliert wird.
Der Effekt ist aber auch ein anderer. Es regt zu Diskussionen an, ein Radbeauftragter sagte mir die "wilden Proteste" dienen ihm auch als Argumentationsgrundlage. Und Teile des lokalen ADFC stützt die Aktion.
Und was machen wir denn schlimmes? Wir fahren laut deutscher STVO ordnungsgemäß als Gruppe. Als lange Verband, wo die hinteren nach deutschen REcht die Kreuzung auch bei noch überfahren müssen, wenn die Spitze bei grün eingfahren ist... Bisher war das recht entspannt, die Polizei reagiert eher hilflos und muss das ganze auch noch durchsetzen. Auch wenn sie damit in anderen Ruhrgebietsstätten eine Zeitlang Probleme hatte.
Und solange sich Politclowns wie in Essen hinstellen, den Radverkehrsbeuaftrgten einsparen wollen und gleichzeitg behaupten sie würden "holländische Verhältnisse" erkennen solange fahren wir auch weiter.
In Summe macht es einfach Spaß. Eltern mit Kinder und Anhänger sind genauso dabei wie ausländische Studierende, spontane Touristen und Couchsurfer. Ich stand da schonmal alleine aber auch schon mit 30 Leuten.
Wir nehmen niemaden was weg. Sondern benutzen laut STVO die Strasse. Und nicht jeder der Rad fährt findet den ADFC als Interessenvertretung toll. Es amcht Spaß und dient einem guten Zweck. Das sollte reichen, und bei zweispurigen Strassen erkläre ich jedem Autofahrer gerne die STVO. Und alle sind angehalten freundlich zu winken, rücksichtsvoll und defensiv zu radeln.
Es muss nicht jedem Gefallen. Ich mag z.B. keine Audi- und SUV-Fahrer. Weil die fallen immer als sehr aggressiv negativ auf. Aber das ist meine persönliche Ansicht und beruht auf meinen Erfahrungen.
Das ist ein Angebot. Und ich freue mich über jeden der kommt. Gerade im autozentrierten Ruhrgebiet.
