Dahon Testlab
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superfalter
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Re: Dahon Testlab
und jetzt noch eine Maschine die falten kann ..das wärs
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EmilEmil
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Re: Dahon Testlab
Ein gleichermaßen für den Festigkeits-Analytiker sowie den interessierten Radler informatives Video. Es verdeutlicht besonders, daß es neben den nicht zu überschreitenden Festigkeits-Grenzen auch Verformungen gibt, die ebenfalls einer Begrenzung bedürfen, um ein sicheres Fahren zu garantieren.
Auch für mich mit einem bißchen Hintergrundwissen ist es immer wieder erstaunlich, welche Deformationen auftreten können und von den Fahrradbaugruppen ertragen werden.
Natürlich werden hier in dem Video nicht gerade die Problemfälle manifestiert, wo etwas schiefgegangen ist. Die Dauerfestigkeit folgt dem Satz: Steter Tropfen (Lastwechsel) höhlt (bricht) das Metall (den Stahl; das Aluminium u.a.). Da zB in dem Video eine Lastwechselzahl von 10^5 (Zehn hoch fünf) auftaucht, ist von einer beschleunigten Prüfung auszugehen. Denn ein Faltrad mit einem Rad-Umfang von 1,55 [m] benötigt für 20 000 [km] 1,29 mal 10^7 Umdrehungen ( ~ Lastwechsel). Mit 10^7 bis 10^8 Lastwechseln ist für Metalle etwa die Dauerfestigkeit erreicht (Für eine Speiche wäre das schon ein Wert nahe der Wirklichkeit). Werden weniger Lastwechsel oder auch nicht alle Stufen der Belastung gefahren, kann das durch eine größere Amplitude der Belastung oder Deformation ausgeglichen werden. Denn für den Zeitbereich (Zeitfestigkeit) können Risse (Brüche) für kleinere Lastwechsel-Zahlen bei höherer Belastung oder für größere Lastwechsel-Zahlen bei geringerer Belastung auftreten.
Einfach ausgedrückt: Man definiert mit Hilfe einer Lastfall-Analyse ein einzelnes "schädliches Kollektiv", was nur einmal bei kürzerer Dauer mit höherer Last durchlaufen wird.
Was in dem Video fehlt, sind die Tests, original wie in der Realität, wo bestimmte Bauteil-übergreifende Konstruktionen und deren Funktionen untersucht werden: Ich meine die Problembereiche Vorbauschaft-Übergang zum Lenkerschaft (Gelenk, Klemmfunktion !), mittiges Faltgelenk mit Öffnen und Schließen der Schloss-Funktion, sowie des Übergangs Sattelstütze zum Sitzrohr ebenfalls mit der Klemm-Funktion.
Also die Dinge, die seit Jahrzehnten von den Grattlern nicht sauber konstruiert werden.
MfG EmilEmil
Auch für mich mit einem bißchen Hintergrundwissen ist es immer wieder erstaunlich, welche Deformationen auftreten können und von den Fahrradbaugruppen ertragen werden.
Natürlich werden hier in dem Video nicht gerade die Problemfälle manifestiert, wo etwas schiefgegangen ist. Die Dauerfestigkeit folgt dem Satz: Steter Tropfen (Lastwechsel) höhlt (bricht) das Metall (den Stahl; das Aluminium u.a.). Da zB in dem Video eine Lastwechselzahl von 10^5 (Zehn hoch fünf) auftaucht, ist von einer beschleunigten Prüfung auszugehen. Denn ein Faltrad mit einem Rad-Umfang von 1,55 [m] benötigt für 20 000 [km] 1,29 mal 10^7 Umdrehungen ( ~ Lastwechsel). Mit 10^7 bis 10^8 Lastwechseln ist für Metalle etwa die Dauerfestigkeit erreicht (Für eine Speiche wäre das schon ein Wert nahe der Wirklichkeit). Werden weniger Lastwechsel oder auch nicht alle Stufen der Belastung gefahren, kann das durch eine größere Amplitude der Belastung oder Deformation ausgeglichen werden. Denn für den Zeitbereich (Zeitfestigkeit) können Risse (Brüche) für kleinere Lastwechsel-Zahlen bei höherer Belastung oder für größere Lastwechsel-Zahlen bei geringerer Belastung auftreten.
Einfach ausgedrückt: Man definiert mit Hilfe einer Lastfall-Analyse ein einzelnes "schädliches Kollektiv", was nur einmal bei kürzerer Dauer mit höherer Last durchlaufen wird.
Was in dem Video fehlt, sind die Tests, original wie in der Realität, wo bestimmte Bauteil-übergreifende Konstruktionen und deren Funktionen untersucht werden: Ich meine die Problembereiche Vorbauschaft-Übergang zum Lenkerschaft (Gelenk, Klemmfunktion !), mittiges Faltgelenk mit Öffnen und Schließen der Schloss-Funktion, sowie des Übergangs Sattelstütze zum Sitzrohr ebenfalls mit der Klemm-Funktion.
Also die Dinge, die seit Jahrzehnten von den Grattlern nicht sauber konstruiert werden.
MfG EmilEmil
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Pibach
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Re: Dahon Testlab
Genau.EmilEmil hat geschrieben: Was in dem Video fehlt, sind die Tests, original wie in der Realität, wo bestimmte Bauteil-übergreifende Konstruktionen und deren Funktionen untersucht werden: Ich meine die Problembereiche Vorbauschaft-Übergang zum Lenkerschaft (Gelenk, Klemmfunktion !), mittiges Faltgelenk mit Öffnen und Schließen der Schloss-Funktion, sowie des Übergangs Sattelstütze zum Sitzrohr ebenfalls mit der Klemm-Funktion.
Also die Dinge, die seit Jahrzehnten von den Grattlern nicht sauber konstruiert werden.
In dem Video ist z.B. die einteilige Lenkstütze zu sehen. Verbaut wird aber viel häufiger die (wackelige) Teleskopgeschichte oder jetzt der Andros. Statt nur hoch/runter sollte man die auch auf links/rechts belasten (Ausgleichslast beim Tritt) und vor/zurück (beim Bremsen).
Jedenfalls ist man schon erstaunt, was da für ein Aufwand betrieben wird - aber trotzdem so unausgegorene Konstruktionen rauskommen.