Das halte ich für realistisch. Theoretische Höchst(!)geschwindigkeit in der Stadt 50 km/h (wenn nicht anderweitig tempobeschränkt). Alle paar 100m eine Ampel mit Bremsen, Warten und Beschleunigen. Um Kurven oder beim Abbiegen fährt man selbst ohne Verkehr nicht 50 Sachen. Und dann gibt es da noch den Verkehr. Siehe auch: http://www.berliner-zeitung.de/verkehr/ ... 38472.htmlPibach hat geschrieben: Wobei mir die angenommenen Werte etwas komisch vorkommen: "In Berlin liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit für Autos bei rund 25 km/h".
Wer ist denn "man"? Und wie kommst Du so z.B. von Neukölln nach Prenzlauer Berg? Und auf der Stadtautobahn gibt es keinen Stau? Das kenne ich aber anders...Pibach hat geschrieben: Das ist vermutlich ohne Autobahn, oder? In der Praxis fährt man aber nur kurz und dann Stadtautobahn, kommt daher in Berlin recht zügig voran.
Wer die Wahl hat... Die Fahrzeit in der Stadt ist idR halbwegs vorhersagbar, die auf der Stadtautobahn nicht. Von Neukölln zum Flughafen Tegel (das sind knapp über 20 km) brauche ich z.B. bei völlig leeren Strassen (also sehr früh morgens oder mitten in der Nacht) knapp 30 min. Dann ist es egal ob über die Autobahn oder durch die Stadt. Autobahn ist aber weiter und damit teurer (im Taxi 5-7 Euro Unterschied zu 2014er Tarifen). Im Berufsverkehr ist es meistens 1h als Standardwert, bei normalem Verkehr untertags 10 min weniger - im Berufsverkehr ist aber geschickt durch die Stadt oft erheblich schneller als im Stau auf der Autobahn zu stehen, letzeres dauert meistens länger. Bei "normalem" Verkehr ist Autobahn schneller - wenn die da hinführt wo man hin will. Unvorhersagbar ist es nach Potsdam zu fahren - zwischen guten 30 Minuten und 2 Stunden ist da alles drin und man kann nie sicher sein.Pibach hat geschrieben: Wenn man antizyklisch unterwegs sein kann, dann steht man auch wenig im Stau.
Und wer nachts fährt, hat meinst ganz freie Straßen. Imho liegt der Schnitt schon eher so um 40km/h. Und das kommt auch raus, wenn man Google zu typischen Strecken befragt.
ÖPNV in Kombi mit Faltrad ist auf allen diesen Strecken gut kalkulierbar, manchmal etwas langsamer meistens aber annhähernd identisch oder auch mal deutlich schneller. Wenn am Ziel noch Parkplatzsuche dazu kommt verliert das Auto fast immer.
Wetterfestigkeit ist eigentlich kein Problem - wenn man im Leichtbauwahn die Schutzbleche abschraubt sieht das halt anders aus.Pibach hat geschrieben: Ähnlicher "Nebenaspekt" ist die Wetterfestigkeit und Anzugtauglichkeit, das lässt sich mit Fahrrad nicht wirklich erreichen.
Wenn Du Dir ein Lastenrad kaufst kannst Du auch viel transportieren. Wenn Du Dir ein zweisitziges Cabrio kaufst eher nicht. Sich darüber zu beklagen, dass man auf dem Faltrad nicht sein Klavier mitbekommt erscheint mir nicht so richtig sinnvoll. Dennoch würde ich einem Umzugsunternehmer eher einen LKW empfehlen als ein Faltrad. In der Praxis habe ich mit Deinen angeführten Argumenten kein Problem. Im Prinzip beschwerst Du Dich darüber, dass ein Fahrrad kein Auto ist - das ist irgendwie albern. Vor allem, wenn man sich weigert, sein Fahrrad mit praktischen Dingen wie Licht, Schutzblechen oder Gepäcksystemen auszustatten, die sehr deutlich helfen, diese Einschränkungen zu verkleinern.Pibach hat geschrieben:Desweiteren kann man mit Auto mehr transportieren, etwa Sportzeug für nach der Arbeit + noch das kleine Schwarze für nach dem Abendsport. Fahrrad prägt da das ganze Gefüge, das muss dann alles auch mal veschwitzt oder eingeregnet funktionieren. Oder mal schnell anhalten und Einkäufe einladen und trotzdem noch weiter uneingeschränkt umherfahren. Mit Fahrrad ist nach Einkauf dagegen idR. erstmal Heimweg nötig.