Recht haben oder Ruhe haben?
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Pibach
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?
Maßnahme gegen "Dichtfahrer": Helmkamera als Beweismittel. Dann Anzeige online. Macht hier einer wie am Fließband ("...im Schnitt täglich 2 Anzeigen zu Papier. Ganz einfach über die Onlinewache in 5 minuten. ")
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Muc-Falter
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?
Naja... und das alles unter dem Motto: "Hallo Partner - dankeschön!"
... aber an das erinnert sich eh kaum noch jemand
http://www.chroniknet.de/indx_de.0.html ... &year=1971
PS Eine Online-Wache für Bayern scheint es ja gar nicht zu geben.... Hier fahren alle anständig
... aber an das erinnert sich eh kaum noch jemand
http://www.chroniknet.de/indx_de.0.html ... &year=1971
PS Eine Online-Wache für Bayern scheint es ja gar nicht zu geben.... Hier fahren alle anständig
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Pibach
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?
Auf Spiegel Online gerade gefunden, ein "Dichtfahrer" hat sich selbst gefilmt und es gibt Strafverfahren:
http://www.spiegel.de/video/radfahrer-h ... 49947.html
http://www.spiegel.de/video/radfahrer-h ... 49947.html
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Motte
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?
Der Einsatz von Dashcams und das Einstellen der Videos ins Netz ist in unserem Land sehr heikel, wenn andere Personen mit drauf sind.
Siehe :http://www.anwalt.de/rechtstipps/zulaes ... 58013.html
Wobei man zu dem angeführten Fall (AG München) in dem Artikel noch sagen muss, dass der filmende Radfahrer dann auch gleich den Beweis gegen sich selbst geliefert hat, weil er nicht genügend Abstand zum voraus fahrenden Fahrzeug gehalten hat.
Cholerische Menschen sind mit allen Fahrzeugen, aber auch zu Fuß unterwegs. Im Auto sind sie zweifellos gefährlicher, schon aufgrund der größeren bewegten Masse. Es ist immer schwer mit ihnen im Alltag umzugehen. Eine vermeintlich harmlose Situation kann dann jederzeit eskalieren. Ich wüsste auch kein Patent Rezept dagegen. Ignorieren hilft manchmal. Es kann natürlich auch nicht angehen, dass man dadurch permanent auf seine eigenen Freiheiten verzichtet und die Choleriker noch in ihrem "Überlegenheitswahn" stärkt. Irgendwo muss jeder für sich eine eigene Grenze ziehen und die auch nach außen signalisieren. Zumindest die zahlreichen "Hobby - Choleriker" (die sich einfach nur ausleben und als Traumberuf vermutlich "Drill Sergant" haben) wissen auch sehr genau, wann es ernst wird und Zeit zurück zu stecken.
Ich halte es daher für eine ungute Entwicklung, wenn man sich unterwegs selbst (als Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger) da so in eine Opferrolle rein steigert und anfängt die anderen nicht mehr als Menschen wahrzunehmen. In dieser Gefahr schweben wir grundsätzlich alle. Zumal uns die Medienwelt seit geraumer Zeit vorgauckelt das sei eine normale Lebenssituation und die Eskalation eine akzeptable Lösung.
Vor Jahren hab ich mal den witzigen Satz aufgeschnappt: "in der Diskothek heißt es Atmosphäre, im Bus heißt es Gedränge"
Ich denke wir alle sollten uns Mühe geben, dass es immer "Atmosphäre" heißt und wir etwas ausgeglichener durchs Leben gehen. Damit das klappt, muss man wohl oder übel bei sich selbst anfangen.
Gruß
Udo
Siehe :http://www.anwalt.de/rechtstipps/zulaes ... 58013.html
Wobei man zu dem angeführten Fall (AG München) in dem Artikel noch sagen muss, dass der filmende Radfahrer dann auch gleich den Beweis gegen sich selbst geliefert hat, weil er nicht genügend Abstand zum voraus fahrenden Fahrzeug gehalten hat.
Cholerische Menschen sind mit allen Fahrzeugen, aber auch zu Fuß unterwegs. Im Auto sind sie zweifellos gefährlicher, schon aufgrund der größeren bewegten Masse. Es ist immer schwer mit ihnen im Alltag umzugehen. Eine vermeintlich harmlose Situation kann dann jederzeit eskalieren. Ich wüsste auch kein Patent Rezept dagegen. Ignorieren hilft manchmal. Es kann natürlich auch nicht angehen, dass man dadurch permanent auf seine eigenen Freiheiten verzichtet und die Choleriker noch in ihrem "Überlegenheitswahn" stärkt. Irgendwo muss jeder für sich eine eigene Grenze ziehen und die auch nach außen signalisieren. Zumindest die zahlreichen "Hobby - Choleriker" (die sich einfach nur ausleben und als Traumberuf vermutlich "Drill Sergant" haben) wissen auch sehr genau, wann es ernst wird und Zeit zurück zu stecken.
Ich halte es daher für eine ungute Entwicklung, wenn man sich unterwegs selbst (als Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger) da so in eine Opferrolle rein steigert und anfängt die anderen nicht mehr als Menschen wahrzunehmen. In dieser Gefahr schweben wir grundsätzlich alle. Zumal uns die Medienwelt seit geraumer Zeit vorgauckelt das sei eine normale Lebenssituation und die Eskalation eine akzeptable Lösung.
Vor Jahren hab ich mal den witzigen Satz aufgeschnappt: "in der Diskothek heißt es Atmosphäre, im Bus heißt es Gedränge"
Ich denke wir alle sollten uns Mühe geben, dass es immer "Atmosphäre" heißt und wir etwas ausgeglichener durchs Leben gehen. Damit das klappt, muss man wohl oder übel bei sich selbst anfangen.
Gruß
Udo
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derMac
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?
Ich unterstreich das mal, besonders die Sache mit der Eskalation.Motte hat geschrieben:Ich halte es daher für eine ungute Entwicklung, wenn man sich unterwegs selbst (als Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger) da so in eine Opferrolle rein steigert und anfängt die anderen nicht mehr als Menschen wahrzunehmen. In dieser Gefahr schweben wir grundsätzlich alle. Zumal uns die Medienwelt seit geraumer Zeit vorgauckelt das sei eine normale Lebenssituation und die Eskalation eine akzeptable Lösung.
Mac
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Pibach
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?
Hier heute eine schöne Replik auf einen Artikel in der Zeit:
Schlechte Radwege zwingen zum Regelbruch
Schlechte Radwege zwingen zum Regelbruch
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?
Treffend dargestellt. Hierzu möchte ich auch noch was Nachdenkliches beisteuern:Pibach hat geschrieben:Hier heute eine schöne Replik auf einen Artikel in der Zeit:
Schlechte Radwege zwingen zum Regelbruch
http://www.copenhagenize.com/2013/10/th ... eable.html
http://www.copenhagenize.com/search?q=a ... of%20space
Gruß
Reimund
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?
Sogar unser Berliner Gift-und-Galle-Meckerer mit begrenztem Horizont hat sich neulich dazu geäussert: http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/ ... adstreifen
Meine eigene Erfahrung heute: Ich bin meine Stammstrecke heute auf der Strasse gefahren anstatt wie sonst auf dem (nicht benutzungspflichtigen) Radweg. Weil ich einen Hänger am Rad hatte und das auf dem schmalen Holperweg eh schon keinen Spass macht und mit den zahllosen Langsamradlern, die im Moment unterwegs sind noch viel weniger, weil man sie mit dem Gespann kaum überholen kann. Zwei Erkenntnisse:
- trotz sommerferienbedingt weitgehend leerer (vierspuriger) Strasse war das Stresslevel erheblich höher als auf dem Radweg wegen Lärm, Abgasen und Dichtüberholern.
- nach kaum einem Kilometer hat mich der erste Autofahrer durchs Fenster angemotzt, ich solle auf dem (nicht benutzungspflichtigen) Radweg fahren. Blieb immerhin der Einzige.
Ergebnis des kleinen Testlaufs: Ich fahre im Normalfall weiterhin Radweg, auch wenn der zu schmal und oft holprig oder zugeparkt ist. Stresst einfach weniger und macht mehr Spass.
Meine eigene Erfahrung heute: Ich bin meine Stammstrecke heute auf der Strasse gefahren anstatt wie sonst auf dem (nicht benutzungspflichtigen) Radweg. Weil ich einen Hänger am Rad hatte und das auf dem schmalen Holperweg eh schon keinen Spass macht und mit den zahllosen Langsamradlern, die im Moment unterwegs sind noch viel weniger, weil man sie mit dem Gespann kaum überholen kann. Zwei Erkenntnisse:
- trotz sommerferienbedingt weitgehend leerer (vierspuriger) Strasse war das Stresslevel erheblich höher als auf dem Radweg wegen Lärm, Abgasen und Dichtüberholern.
- nach kaum einem Kilometer hat mich der erste Autofahrer durchs Fenster angemotzt, ich solle auf dem (nicht benutzungspflichtigen) Radweg fahren. Blieb immerhin der Einzige.
Ergebnis des kleinen Testlaufs: Ich fahre im Normalfall weiterhin Radweg, auch wenn der zu schmal und oft holprig oder zugeparkt ist. Stresst einfach weniger und macht mehr Spass.
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Pibach
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?
Mit Anhänger ist man auf der Straße aber auch schlecht aufgehoben, da zu langsam, nicht so wendig, und zu breit zum abstandsgerechten überholt werden. Auf dem Radweg gehts aber auch schlecht.
Eigentlich ein weitere Beispiel, dass die Infrastruktur dafür nicht wirklich geeignet ist.
Eigentlich ein weitere Beispiel, dass die Infrastruktur dafür nicht wirklich geeignet ist.
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Motte
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?
Meine Erfahrungen mit Radhängern im Ruhrgebiet sind ausgesprochen gut. Ich werde mehrheitlich mit größerem Abstand umkurvt - erst recht, wenn hinten ein Fähnchen hin und her wippt. In der Dunkelheit verstärkt sich das - weil die Autofahrer dann zwei Rücklichter sehen und vermutlich erstmal nichts damit anfangen können. (oder wie mal ein Komiker hier gesagt hat "das kennen sie nicht und wissen nicht, wie man sowas gescheit überfährt" )
Radfahrer sind für Politiker und KFZ Führer oft so was wie ein Fußgänger mit Rädern. "Verkehr" ist bei uns immer gleichbedeutend mit KFZ Verkehr. Und wer nicht mit dem KFZ unterwegs ist, hat Freizeit und kann warten.
Deshalb fahr ich mit dem Auto rechts ran und halte so, dass der Verkehr dabei möglichst wenig gestört wird.
Deshalb kann es auch nicht sein, dass ich als Autofahrer auf einen langsamen Radfahrer warten muss.
Deshalb wachsen Bäume mitten auf Radwegen und werden Radwege mit einem 90 Grad Winkel um irgendwelches Gesträuch geführt.
Ich würde mir von der Politik - der großen, wie der kleinen ums Eck und der Polizei (als Organisation) Signale wünschen, dass Radfahrer als Verkehrsteilnehmer und Fahrzeugführer mit eigenen Rechten wahrgenommen werden. Das man sie aus irgendeinem Gefühl der Menschlichkeit heraus nicht tot fährt, reicht mir als Wahrnehmung nicht. Daran hapert es im Alltag. Konflikte sind oft "nur" die logische Folge dieser falschen Grundeinstellung.
Radfahrer sind für Politiker und KFZ Führer oft so was wie ein Fußgänger mit Rädern. "Verkehr" ist bei uns immer gleichbedeutend mit KFZ Verkehr. Und wer nicht mit dem KFZ unterwegs ist, hat Freizeit und kann warten.
Deshalb fahr ich mit dem Auto rechts ran und halte so, dass der Verkehr dabei möglichst wenig gestört wird.
Deshalb kann es auch nicht sein, dass ich als Autofahrer auf einen langsamen Radfahrer warten muss.
Deshalb wachsen Bäume mitten auf Radwegen und werden Radwege mit einem 90 Grad Winkel um irgendwelches Gesträuch geführt.
Ich würde mir von der Politik - der großen, wie der kleinen ums Eck und der Polizei (als Organisation) Signale wünschen, dass Radfahrer als Verkehrsteilnehmer und Fahrzeugführer mit eigenen Rechten wahrgenommen werden. Das man sie aus irgendeinem Gefühl der Menschlichkeit heraus nicht tot fährt, reicht mir als Wahrnehmung nicht. Daran hapert es im Alltag. Konflikte sind oft "nur" die logische Folge dieser falschen Grundeinstellung.