Wie man in Litauen Fahrradwege freihält
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Travelking
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Wie man in Litauen Fahrradwege freihält
Die verlaufen in großen Teilen völlig getrennt von der Autofahrbahn. In Städten natürlich nicht überall möglich. Auf jeden Fall fährt es sich in Holland wesentlich entspannter als bei uns.
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Rone
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Wie man in Litauen Fahrradwege freihält
Entspannter wäre das hier auch, wenn Fahrräder wie selbstverständlich dazugehören würden. In manchen Köpfen ist das Fahrrad doch noch als Unterschichten-Fortbewegungsmittel zementiert und gehört allenfalls auf den Fußweg.
Ich bleibe dabei: Radstreifen vor Parkstreifen sind genauso gefährlich wie auf dem Bürgersteig. Lieber die Hälfte vom Radweg opfern und dafür den Bürgersteig und die Fahrbahn etwas breiter gestalten.
Gegen gute fahrbahnbegleitende Radwege entlang von mehrspurigen Schnellstraßen ist natürlich nichts einzuwenden.
Hier in Syke (Kleinstadt) gibt es nahezu keine Radwege, alles fernab von Kreis- & Bundesstraßen ist Tempo 30 mit RvL. Das klappt mit wenigen Ausnahmen prima.
Ich bleibe dabei: Radstreifen vor Parkstreifen sind genauso gefährlich wie auf dem Bürgersteig. Lieber die Hälfte vom Radweg opfern und dafür den Bürgersteig und die Fahrbahn etwas breiter gestalten.
Gegen gute fahrbahnbegleitende Radwege entlang von mehrspurigen Schnellstraßen ist natürlich nichts einzuwenden.
Hier in Syke (Kleinstadt) gibt es nahezu keine Radwege, alles fernab von Kreis- & Bundesstraßen ist Tempo 30 mit RvL. Das klappt mit wenigen Ausnahmen prima.
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hahahaben
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Wie man in Litauen Fahrradwege freihält
Hallo!
Also Wolfsburg hat langsam begriffen und baut die Radwege zwischen den Dörfern vernünftig aus
Auch die geschotterten Waldwege in und um Wolfsburg werden immer mehr gepflegt. Ich finde ein gut ausgebautes Radwegenetz ist wichtig.
m.f.g.
Also Wolfsburg hat langsam begriffen und baut die Radwege zwischen den Dörfern vernünftig aus
Auch die geschotterten Waldwege in und um Wolfsburg werden immer mehr gepflegt. Ich finde ein gut ausgebautes Radwegenetz ist wichtig.
m.f.g.
Re: Wie man in Litauen Fahrradwege freihält
na ja die holländische lösung funktioniert auch nur außerorts, ich kenne viele holländische städte ohne radwege incl. amsterdam, und man muß da auch stark aufpassen, die niederländer sind o.k. aber die touristen insbesondere die aus deutschland mogeln sich schon mal in cm abstand an einem vorbei und vorsicht vor den straßenbahnschienen. und solange fahrräder langsamer sind als autos und keine knautschzone haben, sollte man sie auch ein wenig schützen, die aufgemalten radwege finde ich auch mist, denn falschparker, lieferwagen usw. drängen einen doch sehr oft auf die fahrbahn, mal abgesehen von der höheren abgasbelastung und eindreckung bei regen. man könnte natürlich alle straßen in 20 zonen umwandeln, dann ist das fahrrad wieder gleichberechtigt.
sonst waren die separaten radwege nicht schlecht, problem der kreuzungen könnte man aber auch lösen, indem man durch induktionsschleifen im radweg das nahen von rädern akustisch und optisch kenntlich macht, bzw. durch rechtsabbiegeampeln ersetzt, die erst dann auf grün schalten, wenn der radweg leer ist. und natürlich ein breiter halteverbotsstreifen vor kreuzungen. und es wäre bestimmt noch raum für weitere ideen.
und die litauer sind nunmal bekannt für ihre pragmatischen idee. als ich mal dort war habe ich mit einem stadtplaner gesprochen und der meinte, in neuen wohngebieten wird der erste winter abgewartet und dann kann man sehr gut sehen, wo die meisten lang laufen und lang radeln bzw. abkürzen und dann werden erst im nächsten frühjahr die entsprechenden wege angelegt, sozusagen eine abstimmung mit den füßen.
frank
sonst waren die separaten radwege nicht schlecht, problem der kreuzungen könnte man aber auch lösen, indem man durch induktionsschleifen im radweg das nahen von rädern akustisch und optisch kenntlich macht, bzw. durch rechtsabbiegeampeln ersetzt, die erst dann auf grün schalten, wenn der radweg leer ist. und natürlich ein breiter halteverbotsstreifen vor kreuzungen. und es wäre bestimmt noch raum für weitere ideen.
und die litauer sind nunmal bekannt für ihre pragmatischen idee. als ich mal dort war habe ich mit einem stadtplaner gesprochen und der meinte, in neuen wohngebieten wird der erste winter abgewartet und dann kann man sehr gut sehen, wo die meisten lang laufen und lang radeln bzw. abkürzen und dann werden erst im nächsten frühjahr die entsprechenden wege angelegt, sozusagen eine abstimmung mit den füßen.
frank
Re: Wie man in Litauen Fahrradwege freihält
Fahrbahnbegleitende Hochbordradwege sind die gefährlichste Variante. Einmündungen, Kreuzungen und Ausfahrten sind die Unfallschwerpunkte. Außerdem sind die meisten deutschen Radwege zu schmal und weisen Schäden auf. Ganz schlimm wird es wenn man Fußgänger und Radfahrer zusammen sperrt.
Ihr müsst bedenken das dadurch immer ein Konflikt zwischen den geradeaus fahrenden Radfahrern und den abbiegenden Kraftfahrzeugen entsteht. Dieser Konflikt wird durch drei Elemente noch verstärkt. Zum ersten fehlt die Sichtverbindung, parkende Autos, Grünstreifen u.ä. im Bereich vor der Kreuzung und wartende Fußgänger an der Kreuzung erschweren das sich Radfahrer und Autofahrer sehen. Ein nachfolgender Radfahrer wird nicht vom abbiegenden Kraftfahrzeug bzw. seinen Nachfolgern blockiert, kommt daher mit höherer Geschwindigkeit an und trifft auf ein unerwartetes Hindernis. Der Radfahrer kann dem abbiegenden Kraftfahrzeug nicht ausweichen und an ihm vorbeifahren (auf der Fahrbahn ist dies möglich). Es wird also beiden Fahrzeugen unnötig schwer gemacht aufeinander Rücksicht zu nehmen.
Radstreifen und Schutzstreifen sind besser als Radwege. Wenn sie ordentlich ausgeführt werden, sind auch parkende Autos kein Problem da es eigentlich einen markierten Abstand von 75cm zum Parktplatz geben muss. Sie sind asphaltiert und damit besser zu fahren als Pflastersteine. Sie weisen auch deutlich weniger und weitere Kurven auf. Sie werden zusammen mit dem Rest der Fahrbahn geräumt. Am wichtigsten ist jedoch das sie eine _direkte_ Sichtverbindung zwischen den Fahrzeugen ermöglichen. Ihr Hauptproblem sind die Überholabstände und die Unsicherheit der Fahrradfahrer. Für den ersteren Fall muss man bei den Kraftfahrzeugführern ansetzen (Roller und Motorräder würden davon auch profitieren). Das zweite Problem ist nur durch Aufklärung und Gewöhnung der Radfahrer zu lösen.
Es gibt ein weiteres Argument gegen Radwege, welches ganz simpel wirtschaftlicher Natur ist. Die Verkehrsanteile ändern sich. Kurzfristig immer wieder durch Witterung aber auch mittelfristig durch Veränderungen in der Gesellschaft. Verkehrsplanungen sind jedoch enorm langfristig, man kann also nur falsch aufteilen wenn man separiert. Man wird niemals den tatsächlichen Bedarf bedienen können.
Tom
PS: Tempo 20 würde ich mich zu Tode langweilen aber ein paar mehr Tempo 30 Zonen wären akzeptabel - zumal ich keinen Tacho habe.
PPS: Wenn wir über separate _nicht_ fahrbahnbegleitende Radwege reden (Fahrrad-Highways, Wanderwege) sieht die Sache natürlich anders aus. Da kann ich vom Radwandern aber auch Stories erzählen *schudder*.
Ihr müsst bedenken das dadurch immer ein Konflikt zwischen den geradeaus fahrenden Radfahrern und den abbiegenden Kraftfahrzeugen entsteht. Dieser Konflikt wird durch drei Elemente noch verstärkt. Zum ersten fehlt die Sichtverbindung, parkende Autos, Grünstreifen u.ä. im Bereich vor der Kreuzung und wartende Fußgänger an der Kreuzung erschweren das sich Radfahrer und Autofahrer sehen. Ein nachfolgender Radfahrer wird nicht vom abbiegenden Kraftfahrzeug bzw. seinen Nachfolgern blockiert, kommt daher mit höherer Geschwindigkeit an und trifft auf ein unerwartetes Hindernis. Der Radfahrer kann dem abbiegenden Kraftfahrzeug nicht ausweichen und an ihm vorbeifahren (auf der Fahrbahn ist dies möglich). Es wird also beiden Fahrzeugen unnötig schwer gemacht aufeinander Rücksicht zu nehmen.
Du _bist_ bereits auf der Fahrbahn und kannst hier sogar regelkonform ausweichen. Auf dem Hochbordradweg kannst du dies meist nicht. Du müsstest in solchen Fällen auf den Bordstein hinunter auf die Fahrbahn wechseln oder halt _absteigen_ und als Fußgänger am Hindernis vorbeigehen. Die Hindernisanzahl auf Radwegen ist nicht wirklich geringer. Man hat sich nur daran gewöhnt und ignoriert die Verkehrsregeln (Fahren auf dem Gehweg).die aufgemalten radwege finde ich auch mist, denn falschparker, lieferwagen usw. drängen einen doch sehr oft auf die fahrbahn,
Radstreifen und Schutzstreifen sind besser als Radwege. Wenn sie ordentlich ausgeführt werden, sind auch parkende Autos kein Problem da es eigentlich einen markierten Abstand von 75cm zum Parktplatz geben muss. Sie sind asphaltiert und damit besser zu fahren als Pflastersteine. Sie weisen auch deutlich weniger und weitere Kurven auf. Sie werden zusammen mit dem Rest der Fahrbahn geräumt. Am wichtigsten ist jedoch das sie eine _direkte_ Sichtverbindung zwischen den Fahrzeugen ermöglichen. Ihr Hauptproblem sind die Überholabstände und die Unsicherheit der Fahrradfahrer. Für den ersteren Fall muss man bei den Kraftfahrzeugführern ansetzen (Roller und Motorräder würden davon auch profitieren). Das zweite Problem ist nur durch Aufklärung und Gewöhnung der Radfahrer zu lösen.
Es gibt ein weiteres Argument gegen Radwege, welches ganz simpel wirtschaftlicher Natur ist. Die Verkehrsanteile ändern sich. Kurzfristig immer wieder durch Witterung aber auch mittelfristig durch Veränderungen in der Gesellschaft. Verkehrsplanungen sind jedoch enorm langfristig, man kann also nur falsch aufteilen wenn man separiert. Man wird niemals den tatsächlichen Bedarf bedienen können.
Jede Kreuzung, jede Einmündung und jede Ausfahrt durch Lichtsignale ergänzen? Hältst du dies wirklich für praktikabel?problem der kreuzungen könnte man aber auch lösen, indem man durch induktionsschleifen im radweg das nahen von rädern akustisch und optisch kenntlich macht
Tom
PS: Tempo 20 würde ich mich zu Tode langweilen aber ein paar mehr Tempo 30 Zonen wären akzeptabel - zumal ich keinen Tacho habe.
PPS: Wenn wir über separate _nicht_ fahrbahnbegleitende Radwege reden (Fahrrad-Highways, Wanderwege) sieht die Sache natürlich anders aus. Da kann ich vom Radwandern aber auch Stories erzählen *schudder*.
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astonwalle
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- Registriert: Di Mai 03, 2011 11:29 am
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Re: Wie man in Litauen Fahrradwege freihält
...und am Ende entpuppt er sich doch als Autolobbyist: er fegt die Scherben von der Strasse auf den Radweg. Also sollte man ihn auch gleich noch mit dem Panzer Überfahren.