YankoDesign,
ein typisches Designer-Machwerk mit einem Flatulenz-Potential, um einen Ballon zu füllen (Aber von der Größe eines Heissluft-Ballons, nicht Gas-Ballons).
Nichts dagegen, die unseligen Holland-Räder zu entrümpeln und mit Blick auf Ergonomie und Technik auf einen Zeit-gemäßen Stand zu bringen. Die Gepäcklast per Kräfteumleitung über ein Panzer-Schutzblech zur Hinterachs-Nabe zu leiten, ist Leichtbau-Perversion. Das gilt um so mehr auch für die Amputation der Sitzstreben, da deren Last eine Größenordnung höher liegen. Was soll ein zu kurzer,amnputierter Kotflügel ? Wenn ich den Frischlings-Scheitel aus Straßenkot brauche, laß ich die Kotflügel ganz weg.
Es gibt genug Radler, die kein Problem mit Dreck haben (MtB-ler).
Die MtB-ler haben auch kein Problem mit einer offenen Kette. Insofern war die Idee mit der Kapselung von Katz-Bike am Markt vorbei. Die Katz-Dinger waren technisch hervorragend. Aber es war alles viel zu teuer
(Nicht nur wegen des teuren Schweizer Frankens !) und zu unflexibel. Eine ordentliche Kapselung gibts es am Markt und heißt Chainglider ( ca 38 €). Aber selbst diese Kunststoff-Schwarte gibt es nur für bestimmte Kettenblatt- und Ritzel-Größen. Geht natürlich nur bei Nabenschaltung und wenn die Kette verrschieblich im Ausfallende oder per Excenter im Tretlager gespannt wird.
Bei Hardtail-Rahmen (Starr-Schwanz-Rahmen) kein Problem, bei gefedertem Hintersteven nur bei Antriebsschwinge. Die Antriebsschwinge vermeidet den "Pedalschlag". Ein weiteres Übel der gefederten Hinterbauten ist der Klappmesser-Effekt durch Kettenzug (Der Hinterbau federt im Takte der Antriebskräfte ein). Durch geeignete Lage des Schwingendrehpunkts vertkal über der Tretlagerachse kann dieser Effekt für eine bestimmte Kettenblatt- und Ritzel-Größe ausgeschaltet werden (Die naheliegende Lösung mit der identischen Lage von Schwingendrehachse und Tretlagerachse ist hier weniger gut).
Aber so, wie das bei einem hier erwähnten R&M Rad gemacht wurde, geht das natürlich gar nicht (Drehpunkt liegt vor der Tretlagerachse: Wenn der Radler in den Pedalen steht, verhärtet sich durch die Lager-Reaktionen auch noch die Federung). Bei R&M, da sind schon richtige "Künstler" am Werk, besser gesagt Machwerk.
Faltrad und Kardan schließt sich nicht aus. Konstruktiv ist das mit etwas Aufwand zu machen. Gewicht und Kosten sind da die Knackpunkte. Ein weiteres Problem beim Kardan ist wie bei anderen alternativen Antriebskonzepten die mangelnde Flexibilität in der Anpassung auf die persönlichen Bedürfnisse der Radler (mehr Bergsteigfähigkeit oder mehr Geschwindigkeit bei Bergab ?). Die Kombination aus Kettenblatt, Kette und Ritzel hat in dieser Hinsicht sehr viel Auswahl. Und das wird auch in Zukunft so bleiben.
MfG EmilEmil