@Motte: Ein Radschnellweg wäre deutlich breiter als die 2 Meter, welche heute üblicherweise die touristischen Radwege so haben. Entsprechend mehr Kapazität haben sie. Da ist schon sehr viel Verkehrsaufkommen notwendig um ein Überholen zu verhindern. Fußgänger sind auf Radschnellwegen separat zu führen (Gehweg).
http://www.agfs-nrw.de/cipp/agfs/lib/pu ... ge_neu.pdf
Forschung: Radfahrer auf die Strasse!
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Pibach
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Re: AW: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!
Straßen für Radfahrer würden je Verkersfläche wohl auch effizienter sein. Ist nur die Frage, was man im Winter macht, wenn die Radfahrer wieder Auto fahren...
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Motte
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!
Ich möchte den Weg erst mal sehen und die mehr als 2 Meter Breite, mit parallelem Fußweg und Zaun. Wenn ich sehe, mit welcher Selbstverständlichkeit hier Fußgänger auf (und nicht über) dem Radweg latschen, dann werden die das auch auf der Radautobahn tun. Wer will sie denn daran hindern?
Ich bin da etwas skeptisch.
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Pibach
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!
Aber schon grundsätzlicher Unterschied, wenn das alles nur nichtmotorisierte Fahrzeuge bzw. Fußgänger sind. Im Auto ist man ja vergleichsweise schneller (größere Geschwindigkeitsdifferenzen), geschützter, abgeschotteter von Umwelt und auch von Interaktionen und muss selber nichts tun für die Beschleunigung. Schnelle und langsame Radfahrer oder auch Skater bleiben aber auf "menschlichen" Geschwindigkeiten und Interaktionsweisen. Geht nicht unbedingt konfliktfrei ist aber ganz anderer Gefährdungsgrad, Stimmung usw.Motte hat geschrieben:Wenn sie stark genutzt werden (durch viele Radler) und auch als Ausflugsstrecken taugen, werden sich dort schnelle und sehr langsame Radfahrer tummeln. Dann gibt es die gleichen Konflikte, wenn der schneller Radler an Trauben von langsamen Radlern vorbei möchte. Gleiches passiert, wenn Eltern mit Kind oder unsichere Skater mit auf die Bahn drängen. (dann ist es eben ein Flussradweg ohne Fluss und keine Radautobahn mehr - es heißt dann bestenfalls noch so) Und als Pendler in Eile kann man die Dinger dann nur noch weiträumig umfahren.
Gibt ja auch schon diverse Beispiele etwa in Niederlande, wo man bereits Erfahrungen hat, wie das klappt.
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Motte
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!
Wenn ich meine Rennradrunde "um den See" drehen will und dort sind zu viele andere Menschen auf den separaten Radwegen unterwegs, die schnelles Fahren verhindern, dann fahre ich halt woanders rum und meide diese Ecke, bis sich das wieder gelegt hat. Als Pendler auf dem Weg zur Arbeit geht das so nicht, ohne heftige Nachteile - wenn die Radautobahn sinnvoll angelegt wurde. Der Sinn eines solchen Schnellweges würde auch auf der Strecke bleiben.
Meine Bedenken gehen ja nur in die Richtung, dass es schwer sein wird (in der - heutigen - deutschen - Gesellschaft) den Gedanken der schnellen Radwegeverbindung auch im Alltag umzusetzen. (selbst wenn die bauliche Umsetzung gelingt) Denn bisher sehe ich nicht einmal (systematische) Bemühungen die vorhandenen Radwege von anderen "Störenfrieden" (wie Autos, Mülltonnen, Sperrmüll, Schnee etc.) frei zu halten. Geschweige denn eine grundsätzliche Bereitschaft von Fußgängern solche Fahrspuren genau so zu meiden (oder zu respektieren), wie die Fahrbahnen der KFZ. Es wird nicht reichen nicht einfach den Weg zu bauen und den Rest sich selbst zu überlassen.
Meine Bedenken gehen ja nur in die Richtung, dass es schwer sein wird (in der - heutigen - deutschen - Gesellschaft) den Gedanken der schnellen Radwegeverbindung auch im Alltag umzusetzen. (selbst wenn die bauliche Umsetzung gelingt) Denn bisher sehe ich nicht einmal (systematische) Bemühungen die vorhandenen Radwege von anderen "Störenfrieden" (wie Autos, Mülltonnen, Sperrmüll, Schnee etc.) frei zu halten. Geschweige denn eine grundsätzliche Bereitschaft von Fußgängern solche Fahrspuren genau so zu meiden (oder zu respektieren), wie die Fahrbahnen der KFZ. Es wird nicht reichen nicht einfach den Weg zu bauen und den Rest sich selbst zu überlassen.
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Karsten
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasmulierunfse!
Moin,
Aus traurigem Anlaß: Wieder ein Opfer des "Prinzips Radweg":
http://www.presseportal.de/polizeipress ... 38/2559630
Daß die Polizei hier (mal wieder) nicht neutral ist, wird an zwei Fakten deutlich:
1. Daß in der Meldung die Tatsache, daß die Radlerin auf dem Radweg fuhr, schlicht unterschlagen wird.
2. Mit der Formulierung, "Gerieht (...) unter den LKW" wird die Tatsache, daß die Radlerin schlicht vom LKW-Kutscher Überfahren wurde, verbal unterschlagen, und der Unfall quasi als Schicksal dargestelt.
Gruß Karsten
Aus traurigem Anlaß: Wieder ein Opfer des "Prinzips Radweg":
http://www.presseportal.de/polizeipress ... 38/2559630
Daß die Polizei hier (mal wieder) nicht neutral ist, wird an zwei Fakten deutlich:
1. Daß in der Meldung die Tatsache, daß die Radlerin auf dem Radweg fuhr, schlicht unterschlagen wird.
2. Mit der Formulierung, "Gerieht (...) unter den LKW" wird die Tatsache, daß die Radlerin schlicht vom LKW-Kutscher Überfahren wurde, verbal unterschlagen, und der Unfall quasi als Schicksal dargestelt.
Gruß Karsten
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!
@ Karsten
So lange es keine drastischen Strafen für solche Unfälle für den jeweiligen Fahrzeugführer gibt, der die Radfahrerin/den Radfahrer beim Abbiegevorgang schlicht "übersehen" hat, wird sich nichts ändern. Das ist zumindest fahrlässige Tötung.. In England gibt es bei solchen Fällen mehr
Resonanz aus der radfahrenden Bevölkerung (evtl. auch mehr tödliche Unfälle mit Radfahrern als hier).
Auszug aus CycleClips vom 31.5.2013 des CTC UK:
Audrey appeal allowed
This morning, CTC has learnt that the Crown Counsel in Edinburgh has decided to refer for appeal the case of Gary McCourt, the lorry driver who killed member Audrey Fyfe in August 2011; he had previously also killed cyclist George Dalgity in 1985 by his bad driving. Following a campaign by CTC and other organisations, over 6,000 people wrote to the Lord Advocate to protest against the derisory sentence McCourt was given of a 5-year driving ban and 300 hours’ community service. CTC Road Safety Campaigner Rhia Weston says: "The Crown Office only take up 12 appeals at most per year and not all of them are successful, so the fact that this case will be appealed is a huge success." The High Court will then make its decision whether the sentence should be changed or not in the autumn. CTC and the families of both Audrey and George hope this time McCourt is given a life-time driving ban.
Jedenfalls kann man das dort in den Medien sehr gut verfolgen. Hier gibt es dazu einen Dreizeiler, mehr nicht -- leider.
Gruß TIL
So lange es keine drastischen Strafen für solche Unfälle für den jeweiligen Fahrzeugführer gibt, der die Radfahrerin/den Radfahrer beim Abbiegevorgang schlicht "übersehen" hat, wird sich nichts ändern. Das ist zumindest fahrlässige Tötung.. In England gibt es bei solchen Fällen mehr
Resonanz aus der radfahrenden Bevölkerung (evtl. auch mehr tödliche Unfälle mit Radfahrern als hier).
Auszug aus CycleClips vom 31.5.2013 des CTC UK:
Audrey appeal allowed
This morning, CTC has learnt that the Crown Counsel in Edinburgh has decided to refer for appeal the case of Gary McCourt, the lorry driver who killed member Audrey Fyfe in August 2011; he had previously also killed cyclist George Dalgity in 1985 by his bad driving. Following a campaign by CTC and other organisations, over 6,000 people wrote to the Lord Advocate to protest against the derisory sentence McCourt was given of a 5-year driving ban and 300 hours’ community service. CTC Road Safety Campaigner Rhia Weston says: "The Crown Office only take up 12 appeals at most per year and not all of them are successful, so the fact that this case will be appealed is a huge success." The High Court will then make its decision whether the sentence should be changed or not in the autumn. CTC and the families of both Audrey and George hope this time McCourt is given a life-time driving ban.
Jedenfalls kann man das dort in den Medien sehr gut verfolgen. Hier gibt es dazu einen Dreizeiler, mehr nicht -- leider.
Gruß TIL
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasmulierunfse!
Das scheint in dem Bericht keinen zu interessierenKarsten hat geschrieben:Moin,
2. Mit der Formulierung, "Gerieht (...) unter den LKW" wird die Tatsache, daß die Radlerin schlicht vom LKW-Kutscher Überfahren wurde, verbal unterschlagen, und der Unfall quasi als Schicksal dargestelt.
Gruß Karsten
Wichtiger scheint dem Autor die Anzahl der Personen und Geräte zu sein, die hier im Einsatz waren:
"Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr Delmenhorst und die Ortsfeuerwehr Stadt mit 16 Einsatzkräften, zwei Rettungswagen, einem Notarzt und dem Rettungshubschrauber "Christoph 6"."
Zum Kotz ....
Gruß Rolf
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Pibach
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasmulierunfse!
Ja, schon komisch, dass das bei der Pressstelle der Polizei immer so pro-Auto gefärbt wird.Karsten hat geschrieben: 2. Mit der Formulierung, "Gerieht (...) unter den LKW" wird die Tatsache, daß die Radlerin schlicht vom LKW-Kutscher Überfahren wurde, verbal unterschlagen, und der Unfall quasi als Schicksal dargestelt.
Dass die überrollte eine Seniorin war, bestätigt aber auch wieder den statistisch häufigen Fall, und lässt vermuten, dass das Einschätzungsvermögen des Radfahrers eben auch eine erhebliche Rolle bei dieser Unfallart spielt.
Ursache ist hier doch aber nicht das "Prinzip Radweg", sondern die Kombination, dass der LKW einen seitlich neben ihm fahrenden Radfahrer nicht wirklich sieht, plus einem Radfahrer, der das nicht weiß.
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Motte
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Re: Forschung: Radfahrer auf die Strasse!
Ich hab mich hier ja auch schon über die Schreibweise solcher Berichte "beschwert". Mit der Wortwahl kann man ja hervorragend spielen. Oft geschieht das auch unbewusst. Zwischen nicht beachtet und missachtet oder "übersehen" (uups) gibt es ja Unterschiede. Wenn bestimmte Worte für bestimmte Gruppen der Verkehrsteilnehmer reserviert sind, dann vermute ich dahinter Absicht.
Hier in der original Polizeimeldung empfinde ich das selbst nicht so. "Geriet" unter den LKW, auf die Gegenfahrbahn oder von der Fahrbahn ab, wird dort als "Zustandsbeschreibung" eher neutral eingesetzt. Wenn die freiwillige Feuerwehr ausrückt, oder die Feuerwehr mit schwerem Gerät, steht das auch immer drin. (vermutlich, weil es die Bürger vor Ort interessiert - dito wenn der Hubschrauber kreist)
Solche Meldungen werden wir (leider) immer wieder lesen. Weil das Problem noch lange bestehen wird. Selbst wenn die Radwegenutzungspflicht abgeschafft würde, werden etliche Menschen weiter die vorhandenen (dort gefährlichen) Wege weiter nutzen wollen.
Da die Bevölkerungsstruktur nun mal so ist, dass die Gruppe der älteren Menschen zunimmt und diese Generation mit dem Auto groß geworden ist, sind hier auch viele Rad-Fahranfänger vertreten. Denen die typischen Gefahrensituationen der Radfahrer zunächst einmal fremd sind. Hinzu kommen die ganz normalen Einschränkungen, die "älter - werden" nun mal so mit sich bringt. E- Bikes verschärfen die Problematik, weil sie schlicht schnelleres Fahren ermöglichen. Während diese Gruppe beim Autofahren das mit ihrer jahrelangen Erfahrung kompensieren kann, muss sie häufig Radfahren erst neu lernen. (das Problem gab es vor Jahren ja auch für jene Führerscheininhaber, die plötzlich mit dem PKW-Führerschein schnellere Motorräder ohne weitere Prüfung fahren durften - und ebenfalls vermehrt Unfälle bauten)
Hier in der original Polizeimeldung empfinde ich das selbst nicht so. "Geriet" unter den LKW, auf die Gegenfahrbahn oder von der Fahrbahn ab, wird dort als "Zustandsbeschreibung" eher neutral eingesetzt. Wenn die freiwillige Feuerwehr ausrückt, oder die Feuerwehr mit schwerem Gerät, steht das auch immer drin. (vermutlich, weil es die Bürger vor Ort interessiert - dito wenn der Hubschrauber kreist)
Solche Meldungen werden wir (leider) immer wieder lesen. Weil das Problem noch lange bestehen wird. Selbst wenn die Radwegenutzungspflicht abgeschafft würde, werden etliche Menschen weiter die vorhandenen (dort gefährlichen) Wege weiter nutzen wollen.
Da die Bevölkerungsstruktur nun mal so ist, dass die Gruppe der älteren Menschen zunimmt und diese Generation mit dem Auto groß geworden ist, sind hier auch viele Rad-Fahranfänger vertreten. Denen die typischen Gefahrensituationen der Radfahrer zunächst einmal fremd sind. Hinzu kommen die ganz normalen Einschränkungen, die "älter - werden" nun mal so mit sich bringt. E- Bikes verschärfen die Problematik, weil sie schlicht schnelleres Fahren ermöglichen. Während diese Gruppe beim Autofahren das mit ihrer jahrelangen Erfahrung kompensieren kann, muss sie häufig Radfahren erst neu lernen. (das Problem gab es vor Jahren ja auch für jene Führerscheininhaber, die plötzlich mit dem PKW-Führerschein schnellere Motorräder ohne weitere Prüfung fahren durften - und ebenfalls vermehrt Unfälle bauten)