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Testberichte

Verfasst: Mo Okt 25, 2010 3:06 pm
von Rone
Na, dieser Test ist genauso gut oder schlecht, wie all das, was von WDR Markt kommt: Extrem oberflächlich.

Trotzdem machen die Schweizer ja ein wenig Werbung für Falträder an sich - für den Moment finde ich das genug.

Was Du, EmilEmil, beschreibst, ist es ein ähnlich transparentes - nicht zwingend objektives - Testen, wie es etwa die Stiftung Warentest macht. Da ist deren Testsieger auch oft nicht meiner. Meiner findest sich dann aber doch in den Top5

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Übrigens: Wenn Du Deine Aufsätze noch ein wenig mit Absätzen auflockerst, machst Du Sie deutlich besser lesbar ;)

Testberichte

Verfasst: Mo Okt 25, 2010 3:21 pm
von Motte
Sehe ich ähnlich.
Muss man alles in Relation sehen. Alle mir bekannten deutschen Zeitschriften erschöpfen sich beim "Faltradtest" (den es so alle 3 Jahre mal gibt) in einer umformulierten Wiedergabe der Marketingseiten der Hersteller. Grundlagenartikel über verschieden Nutzergruppen von Falträdern und ihre spezifischen Anforderungen sind so selten wie Krokofanten im Stadtpark. Da hebt sich so ein Test wie der oben genannte schon extrem positiv ab. Wo auch mal jedes Teil von jedem gefahren und probegefaltet wird.

Wenn Du so ein Bewertungsraster hast, geht eh sofort der Streit um die Gewichtung los. Und Falträder sind ja "Sonderräder" - als vermeintliche Spielzeuge eh eine Randgruppe.
Davon ab, da stimme ich auch Peter zu, nach welchen "objektiven Kriterien" kauft man den Autos/ Fotoapparate oder Fahrräder?
Wer braucht denn dringend ein ipad oder einen VW Touareg?

Testberichte

Verfasst: Mo Okt 25, 2010 5:30 pm
von PeterHeinz
Schweizer Käse eben.
MfG EmilEmil
EmilEmil, EmilEmil, was hat dich zu einer sooo subjektiven Aussage gegenüber deinen Nachbarn veranlasst: Überheblichkeit? Das kanns aber nicht sein, wenn du Schweizer Käse kennen würdest - der ist nämlich Qualität. :P
Tests sind doch alle subjektiv, das beginnt doch schon bei der Auswahl der Bewertungskriterien. Und wenn ich mir so die Tests in den deutschen Autozeitungen anschaue, dann frage ich mich doch häufig, wo denn da die Objektivität ist. Wie kann es aber auch anders sein in einem Land, das eine so hochentwickelte Autotechnik herstellt, dass der Kunde fast nicht mehr mitkommt. :mrgreen:
Aber nun genug der Frotzelei. In diesem Test hat auch mein Radhändler (Faltbar) teilgenommen, und natürlich war der Test subjektiv. Ich fand es aber gut, dass unterschiedliche Benutzer (vom Kenner bis zum Newcomer betreff Faltrad) seine Meinung abgeben durfte. Und nicht ein tierischernster deutscher Test, der Objektivität vortäuscht.
Ich hoffe, auch von euch noch viele subjektive Meinungen zu den unterschiedlichen Falträdern zu bekommen, daraus kann ich mir bei Bedarf selber meine Meinung zusammenbasteln. ;)

Testberichte

Verfasst: Mo Okt 25, 2010 7:50 pm
von EmilEmil
EmilEmil, EmilEmil, was hat dich zu einer sooo subjektiven Aussage gegenüber deinen Nachbarn veranlasst: Überheblichkeit? Das kanns aber nicht sein, wenn du Schweizer Käse kennen würdest - der ist nämlich Qualität
Hin und wieder bin ich in Schaffhausen kaufe dort Käse ein und bringe aus dem Klettgau Wein mit : alles vom Feinsten.---
Pibach: Faltmaß bei mir ist 78 cm x 66 cm x 33 cm (~ Gleiches Dreikantenmaß wie Birdy) . Gewicht runterbringen geht nur bei dem neu-konzipierten Rahmen und leichteren Serienteilen für Lenker,Vorbau und beide Gepäckträger u. a. . Angpeilt ist 13 Kg + XXX g. Handauflegen funktioniert leider nicht. Der jetzige Rahmen (incl. Gabel) hat 4,65 kg. Eine Eisensaite sozusagen.
Einen transparenten Test mit Fakten, wo sich der Verbaucher "seinen eigenen"Reim erstellen kann, halte ich für geboten. Wegen fehlender Gebrauchanweisung würde ich aber zB kein Zubehörteil oder Rad abwerten.

MfG EmilEmil

Testberichte

Verfasst: So Dez 05, 2010 5:30 pm
von EmilEmil
Motte hat geschrieben:Sehe ich ähnlich.
Wenn Du so ein Bewertungsraster hast, geht eh sofort der Streit um die Gewichtung los. Und Falträder sind ja "Sonderräder" - als vermeintliche Spielzeuge eh eine Randgruppe.
Davon ab, da stimme ich auch Peter zu, nach welchen "objektiven Kriterien" kauft man den Autos/ Fotoapparate oder Fahrräder?
Wer braucht denn dringend ein ipad oder einen VW Touareg?
Wer meine Ausführungen gelesen hat, weiß, daß es mir um die Fakten geht. Das Bewertungsmuster eines Testers wird immer subjektiv sein. Ein Beispiel : Wichtige Punkte bei einem Faltrad sind Gewicht, Packmaß und Entfaltung, also Kilogramm,cm x cm x cm und Meter. Da ist kein Spielraum für Subjektivität. Solche Messungen verlange ich von einem Test. Wenn der Tester dann eine Note vergibt mit Gewichtungen 2,0 für Gewicht; 1,5 für Packmaß und 1,2 für Entfaltung, ist mir das gleichgültig. Hier würde ich vielleicht für alle einen einheitlichen Wichtungs-Faktor von 1,66 nehmen. Nur wenn der Test die Fakten nicht angibt, kann ich gar nichts machen. Ein Faktor mit Null multipliziert, bleibt immer Null. Das ist leider heute der Fall.
Da i-pod und VW Tuareg genannt wurden : Meinen Senf dazu : Die größten Vorzüge dieser beiden Teile sind darin zu sehen, daß sie überflüssige Kaufkraft abschöpfen. Der Tuareg verbrennt dazu noch "überflüssigen" Kraftstoff en Masse.
MfG
EmilEmil

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Verfasst: So Dez 05, 2010 6:38 pm
von Pibach
Also solche Fakten sind prinzipiell langweilig, weil sie so leicht rauszubekommen sind. Hohen Informationsgehalt haben dagegen Spekulationen. Und Meinungen. Das ist auch der Grund, warum man sich über dergleichen viel mehr unterhält. Nebenbei finde ich das iPad genial. Mit einem Auto, von Porsche oder wasauchimmer, könnte ich dagegen nicht viel anfangen.

Testberichte

Verfasst: Mi Dez 15, 2010 7:43 pm
von EmilEmil
Pibach hat geschrieben:Also solche Fakten sind prinzipiell langweilig, weil sie so leicht rauszubekommen sind. Hohen Informationsgehalt haben dagegen Spekulationen.

Hallo Pibach,
wegen dieser langweiligen Fakten hast Du Dir warscheinlich das Dahon Mü EX gekauft, weil Du Dir über die Entfaltung gar keine Gedanken gemacht hast. Für mich ist schwer verständlich, daß man sich so ein schönes und teures Rad zulegt, und es gleich wieder verkaufen will (Der Verkauf hat sich anscheinend erledigt).
Obwohl oder gerade weil ich die Entfaltungen von allen Rädern, die mich in den letzten Jahren interessiert haben, berechnet habe ( ca 1000 !), nervt es mich, daß ich es auch dann tun muß, wenn ich eine Zeitschrift kaufe (ala AR oder TB), die mit einem "Megatest" angibt. Es ist mir klar, daß Lieschen Müller oder die ewige "Deutsche Rückschritt-Oma mit dem 1990-er Gebutsdatum" zu faul oder unfähig ist, dieses Produkt mit den drei Faktoren zu bilden.
In meinem Dahon Katalog von 2009 steht das Mü EX mit Kettenblatt vorn 53Z/42Z und Ritzel (11-28) Z drin, was einen Entfaltungsbereich von 2,32 m bis 7,32 m ergibt (dynamischer Reifenumfang mit 1,52 m !). Für eine Rennfeile ist das oben zu wenig, für die Hobby-Schlampe schon O.K.. Warum biite schön stiehlt mir der Dahon-Katalog meine Zeit, die ich mit lächerlichen Multiplikationen und dem Zusammensuchen von Informationen verschwenden muß ? Warum stehlen mir Fachzeitschriften meine Zeit ? Zeit, die ich im Augenblick benötige, um mir Gedanken über eine Gewichts-optimale Konifizierung von Sattelstütze und Vorbaustütze zu machen. Ich habe nämlich eine Sattelstüze zersägt und festgestellt, daß die Wandstärke von oben bis unten gleich ist. Ist das bei allen so ?
Wer hilft mir, ein Maß für den akzepteblen Flex einer Sattelstüze finden. Ich drücke mit meiner Hand ( ca 200 N) auf den Sattel meines 20" Rades und habe 5 mm Flex (elastische Auslenkung) bei 32 cm Auszug, d.h. mit meinem Kampfgewicht von 85 kg habe ich schon ca. 21 mm Auslenkung. Für meine Einschätzung zu viel. Die Problematik verschärft sich noch, wenn man eine Stütze für größere Fahrer ( > 190 cm) mit einem Auszug von 450 mm ? einbaut. Viele Falträder kranken an der zu langen und wenig steifen Ausführung von Vorbau- und Sattelstütze (Die Auszuglänge geht mit der 3 Potenz in die Durchbiegung ein -- doppelie Länge gibt 8-fache Durchbiegung!--). Von einer Leichtbau-Optimierung ganz zu schweigen.
MfG EmilEmil

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Verfasst: Mi Dez 15, 2010 11:20 pm
von PeterHeinz
Sag mal, EmilEmil, du rechnest doch nicht stundenlang wegen der Entfaltung rum??? :o Dazu gibt es doch sehr vernünftige Exceltabellen. :mrgreen: Und die Entfaltung kann ich doch jederzeit meinen Gegebenheiten anpassen, indem ich das Zahnrad/Ritzelverhältnis selber ändere.
Und grundsätzlich: Frag mal, wer über die Entfaltung seines Rades überhaupt Bescheid weiss. Die meisten Radler wollen Radfahren, merken dann, dass ihnen die "Übersetzung" nicht passt, gehen zum Radhändler und lassen ihre Zahnräder ändern.....
Also ich für meinen Teil habe auch immer auf eine vernünftige Entfaltung geachtet, und die habe ich bei meinen Falträdern (einmal DualDrive und einmal Alfine 8Gang mit Schlumpf-Speeddrive). Aber auch nur, weil ich bei meinen Radwegen so manchen Buckel drin habe. Aber das ist meine subjektive Meinung.... :|

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Verfasst: Do Dez 16, 2010 6:49 am
von Motte
Solche Zahlenwerke nutzen nur einigen wenigen Technokraten. Sie machen selbst für diese nur Sinn, wenn sie nach einheitlichem Maßstab erhoben werden. Ich glaube nicht daran, dass irgendwer diesen Aufwand für eine winzige Randgruppe betreiben wird.

Der Rest braucht eine Bewertung dieser gemessenen Werte in "Nutzen" (also eine Gewichtung). Z.B. wie viel Flex ist zugunsten des Faltmaßes hinzunehmen. Und schon da haben Pendler andere Maßstäbe als Fernreisende mit langen Strecken.
Die große Masse wird eben nur auf den Wert "Gewicht" schauen und ignorieren, dass da eventuell ein Faltrad ohne Gepäckträger/Schutzbleche/Pedale/Licht mit einem "alltagstauglichen" Rad verglichen wird. Und wenn ein Faltrad liegend transportiert wird, dann ist es schon nicht unwichtig ob das gesamte Gewicht (nebst Erschütterungen) nun auf das Faltgelenk des Lenkers einwirkt. Das drückt dann aber wieder kein Standartmaß aus.
Ich hab mich 30 (Fahrrad) Jahre nicht um die Entfaltung gekümmert. Erst beim (teuren) Einbau vom Schlumpfgetriebe wollte ich keinen Fehler machen und hab mal geschaut, welche Geschwindigkeiten und welche Entfaltungen ich üblicherweise so beim Radeln nutze. Das war (was die schnellen Gänge betraf) eine recht ernüchternde Erkenntnis.

Reicht eine max. Entfaltung von 6,8 Metern für die Stadt und Ausflüge? Wer von den Faltradnutzern oder potentiellen Käufern weiß das schon?

Bleibe dabei, dann lieber halbwegs ehrliche, subjektive Tests von Menschen mit unterschiedlichem Erfahrungshorizont. Gekoppelt mit einer vernünftigen Erklärung der unterschiedlichen Nutzungsprofile der Faltradgattungen. Da kann "Otto Normalfaltradler" eher abschätzen ob dieses Rad auch was für ihn ist.

Hab mich früher immer geärgert, wenn Sportwagentester auf Familienkutschen losgelassen werden. Macht man ja heute so nicht mehr. Da wird dann an der Beschleunigung von 0 -100 oder von 80 - 100 Km/h rumgenörgelt - aber das Wort Ladekante oder Übersicht beim Einparken kam nicht vor.

Testberichte

Verfasst: Di Dez 21, 2010 4:08 pm
von Pibach
Der Übersetzungsbereich am Mu Ex ist recht gut gewählt, zumal grössere Kettenblätter auch schlecht zu kriegen sind und die Bodenfreiheit reduzieren würden. Das 2 fach Umwerfer System stösst bei 20" Rädern an seine Grenze, hat aber den Vorteil, dass die Kette nicht abspringt. Es taugt schon als Rennradersatz, ist von Dahon aber als Urban Performance eingeordnet, so wie ich es ja auch nutze. Die Entfaltungen gibt Dahon übrigens auf der Webseite an. Ansonsten bin ich mit den Daten die der Hersteller rausgibt auch unzufrieden, Gewichte, Entfaltung etc ist meistens fehlerhaft und man muss immer nachrechnen.
Für mich persönlich im flachen Berlin wäre ein single Speed trotzdem die vernünftigere Wahl gewesen.