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airnimal

Verfasst: Fr Nov 27, 2009 10:51 pm
von Speedsix
Hat den schon mal jemand einen Rahmenbruch an einem Faltrad gehabt?
Moin,

ich halte diese Frage für nicht zielführend:

Der Einrohrrahmen bei hochwertigen Falträdern ist
nicht optimal gegenüber den aufkommenden Kräften.

So üben etwa "Roller" durch unrunden Tritt andere, schädliche!
Kräfte aus als etwa geübte Sportler....

Erste Anmerkung: Ein Diamantrahmen ohne Fertigungs/ Konstruktionsfehler
(Überhitzung, Kabelbohrungen..) wird irgendwann aufgrund von Dauerschwingungen
im Betrieb brechen. -Vorteil Stahl + Titan Schwingfestigkeit

Zweite Anmerkung: Wichtiger für ev. gesundheitliche Folgeschäden ist doch, wie
schnell der Bruch eines tragenden Bauteils erfolgt. -Vorteil Stahl

Dritte Anmerkung: Reine Theorie:
Es kommt zum Auffahrunfall mit dem Rad. Der StahlRahmen nimmt einen
Teil der Aufprallkraft auf, bricht nicht und "fängt" den Fahrer.
Vorteil Stahl + Titan.




Bedingt durch über 100 Jahre Erfahrung im Diamantrahmenbau lassen sich
heute sehr, sehr gute Rahmen bauen.
Leider wollen oder können es viele Anbieter nicht!
Stattdessen wird das Bewährte durch falsche Geometrie, Federgabel,
Marketing und Designertum (Oversized..) so in den Dreck gezogen, das der
Kunde ständig angehalten wird, sich neues , "besseres" zu Leisten.


Mein Auto hat mehrere Airbags,eine Knautschzone und andere Sicherheitssysteme.
Daher ziehe ich auch am Fahrrad einen gewissen "Schutzstandard" vor, in der
Hoffnung, niemals davon Gebrauch machen zu müssen.

Marco

P.S. Radfahren ist keine Risikosportart!

airnimal

Verfasst: Fr Nov 27, 2009 11:25 pm
von Pibach
Mal abgesehen vom Rahmenmaterial halte ich die rear-tuck-under Varianten von Airnimal oder Bike Friday ohne Gelenk im Hauptrohr schon für stabiler als z.B. Dahons als häufigste Vertreter mit Rahmengelenk. Die sind aber dennoch überraschend robust. Ich habe meinem Dahon Mu anfangs nicht viel zugetraut. Aber man kann damit auch (vorsichtig) Bunnyhop auf den Bürgersteig machen.

airnimal

Verfasst: Mi Dez 30, 2009 10:53 pm
von Ralf
Schluppi hat geschrieben:Ohje, das Thema Alu/Stahl ist ja sehr heikel - fast schon so wie die Diskussion V-Brake/Scheibenbremse ;) Da habe ich schon tagelang mit Freunden drüber diskutiert ...

Hat den schon mal jemand einen Rahmenbruch an einem Faltrad gehabt?
Ich hatte noch nie einen Rahmenbruch an einem Faltrad, aber schon 3 Brüche on Alulenkern.
Ralf

airnimal

Verfasst: Do Dez 31, 2009 7:54 am
von Motte
Ich hatte überhaupt noch keinen Bruch eines Bauteils im Normalbetrieb. (nur bei Unfällen)
Was mich direkt wundert. Denn als Jugendlicher habe ich mit meinem Fahrrad Dinge angestellt, die ich mich heute nicht trauen würde. Und mich weder für das Rad als solches, noch für sein Rahmenmaterial interessiert.
Ich hab doch in der Zeit keinen Lenker getauscht oder die Sattelstütze....nur weil die Anhängerkupplung ein paar Riefen hinein gefräst hatte. Die Sattelbefestigng hatte zwei scharfe Zahnreihen. Und wenn der Sattel nach einem Umfaller schief stand, wurde das Ding mit Gewalt gerade gedreht - weil der 13er Schlüssel natürlich zu Hause lag.
Schraube mal eine 70èr Jahre Radglocke an einen Alu Lenker.......kannst Du ihn auch gleich ansägen.

Alu beim Fahrrad ist ein recht junges Material. Leichtbau für den Normalradler noch jünger. Extremer Leichtbau als Marketing Masche nur wenige Jahre alt (und Gott sei Dank auch wieder auf dem Rückzug) Der Ärger geht ja erst dann los, wenn es übertrieben leicht oder wenn es leicht und billig sein muss. Und da denke ich, müssen Hersteller auch mal nein sagen lernen.

Beim Faltrad hab ich weniger Angst um den Hauptrahmen, mehr um die Vorbau/Lenker Kombi oder die Scharniere/Gelenke. Wenn es im gefalteten Zustand quer belastet wird, hat das Scharnier ganz schön was auszuhalten. Na und der faltradtypische lange Vorbau sorgt unterwegs auch für ordentliche Hebelkräfte auf alle Verbindungen. (und genau da, wo die Kräfte am Größten sind, liegen auch immer die Schweißnähte)
Da kann man als Verbraucher nur hoffen, dass die Hersteller sich da entsprechende Gedanken gemacht haben. Wobei ich es beruhigend finde, wenn ich sehe, wie sich zum Beispiel bei Dahon die Vorbauten im Verlauf der letzten 10 Jahre verändert und verbessert haben.

airnimal

Verfasst: Do Dez 31, 2009 5:58 pm
von Pibach
ThorUSA schreibt zum Thema Stahl vs. Alu im Dahon Forum:

"its a non issue
I replace as many steel frames as I do aluminum frames under warranty ...."

airnimal

Verfasst: Sa Jan 02, 2010 10:01 am
von Travelking
Hej Udo,
Denn als Jugendlicher habe ich mit meinem Fahrrad Dinge angestellt, die ich mich heute nicht trauen würde. Und mich weder für das Rad als solches, noch für sein Rahmenmaterial interessiert.
Das waren wahrscheinlich auch noch gemuffte, hartgelötete Stahlrahmen aus deutscher Produktion.

airnimal

Verfasst: Sa Jan 02, 2010 6:54 pm
von Ralf
Motte hat geschrieben:I Denn als Jugendlicher habe ich mit meinem Fahrrad Dinge angestellt, die ich mich heute nicht trauen würde.
Geht Mir auch so, aber Ich hatte damals wie heute Fahrräder, die aus Stahl und vermufft waren.
Ausserdem als 14 Jähriger hatte ich etwar 70 Kg heute wiege ich so um die 110 Kg.
Ich würde heute auch vieles wie z.B. auf einem zugefrahren Teich fahren nicht mehr machen.
Ich habe einige male zu oft die bruchbelastungsgrenzen meiner eigenen Knochen zu oft überschritten, und mit 45 kommt man an dem Punkt an wo das heilen etwas länger dauert als vor 30 jahren.
Ralf