Ich müsste mich, bei soviel Fachwissen hier im Forum, eigendlich aus dieser Diskussion raushalten. Ein paar Bemerkungen möchte ich aber trotzdem machen.
Ein gesundes 6jähriges Kind wird man beim besten Willen auf keinen Kindersattel mehr bekommen. Es geht hier ja auch nicht um die Frage von A nach B zu kommen sondern um gemeinsame Radausflüge mit einem gesunden, manchmal für uns zu bewegungsintensiven, 6 jährigen Enkel zu unternehmen.
Desweiteren sollte das Rad nicht schon nach kurzer Zeit ungenutzt, weil zu klein, vor sich hinrosten sondern längere Zeit genutzt werden.
Ein Diskussion um andere, völlig abweichende, Dinge sollten hier hoffentlich keine Rolle mehr spielen.
Außerdem sind doch schon einige, für uns wertvolle, Tips in den obigen Beiträgen gegeben worden.
Ein Faltrad für Kinder?
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Motte
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Re: Zuwachs, es ist ein Brompton
hallo hw25,
ich misch mich mal ein und spiele mal das Teufelchen.
Das Brompton ist mit ziemlicher Sicherheit ein solides werthaltiges Faltrad. Und, klar, es ist ein Rad für Menschen mit unterschiedlicher Größe. Jedenfalls dann, wenn der Vorbau verstellbar ist und der Abstand Lenker - Sattel verändert werden kann.
Aber wollt ihr wirklich einen Sechsjährigen mit einem 1400 Euro Rad durch die Gegend kurven lassen? Selbst 700 Euro sind da noch ein hoher Wert (wenn man zu diesem Preis eines bekäme) Noch dazu, wo Du selbst auf einen eher schmalen Geldbeutel hinweist?
Der wird ja nicht ausschließlich in eurer Gegenwart damit rum fahren, sondern mit Sicherheit heute oder in spätestens 2 Jahren auch selbst die nähere Gegend erkunden und mal mit Gleichaltrigen spielen wollen. Da bleibt es nicht aus, dass so ein Rad auch mal achtlos fallen gelassen wird oder mit Absicht in voller Fahr abgesprungen wird, um den "Feind" zu Fuß zu verfolgen.
Falträder haben aber immer lange Hebel an Lenker und Sattelstütze und unten empfindliche Faltgelenke - auch Bromptons. Die mögen so was nicht.
Wer ein Faltrad fährt hat über das normale Maß (beim Radfahren) hinaus auf den korrekten Sitz der Faltscharniere und Verschlüsse zu achten. Das kann ein Sechsjähriger oder Achtjähriger noch nicht. Darüber hinaus hat er Kumpels, die da auch schon mal dran rum fummeln. Sei es aus Neugier, sein es um ihn zu ärgern (ohne an die Folgen zu denken).
Kinder sind ja gnadenlos ehrlich. Seid ihr sicher, dass der dann auch mit dem schäbigen ollen Faltrad fahren will? Auch wenn ihn die rothaarige Göre von Gegenüber beim Murmeln abblitzen lässt - weil er so ein doofes Klapprad hat. Und kein giftgrünes Mountain Bike (aus dem Baumarkt) mit fetten Reifen, wie der kleine Marvin am Ende der Straße?
Nicht, dass er später gar nicht mehr nach Oma und Opa will, weil er dort immer mit dem doofen Rad fahren muss.
Irgendwann kommt sicher die Zeit - da sind Radtouren mit Oma und Opa völlig out. Werthaltigkeit hin oder her. Was dann? (zum Glück weiß man nicht, wann das sein wird)
Gruß
Udo
ich misch mich mal ein und spiele mal das Teufelchen.
Das Brompton ist mit ziemlicher Sicherheit ein solides werthaltiges Faltrad. Und, klar, es ist ein Rad für Menschen mit unterschiedlicher Größe. Jedenfalls dann, wenn der Vorbau verstellbar ist und der Abstand Lenker - Sattel verändert werden kann.
Aber wollt ihr wirklich einen Sechsjährigen mit einem 1400 Euro Rad durch die Gegend kurven lassen? Selbst 700 Euro sind da noch ein hoher Wert (wenn man zu diesem Preis eines bekäme) Noch dazu, wo Du selbst auf einen eher schmalen Geldbeutel hinweist?
Der wird ja nicht ausschließlich in eurer Gegenwart damit rum fahren, sondern mit Sicherheit heute oder in spätestens 2 Jahren auch selbst die nähere Gegend erkunden und mal mit Gleichaltrigen spielen wollen. Da bleibt es nicht aus, dass so ein Rad auch mal achtlos fallen gelassen wird oder mit Absicht in voller Fahr abgesprungen wird, um den "Feind" zu Fuß zu verfolgen.
Falträder haben aber immer lange Hebel an Lenker und Sattelstütze und unten empfindliche Faltgelenke - auch Bromptons. Die mögen so was nicht.
Wer ein Faltrad fährt hat über das normale Maß (beim Radfahren) hinaus auf den korrekten Sitz der Faltscharniere und Verschlüsse zu achten. Das kann ein Sechsjähriger oder Achtjähriger noch nicht. Darüber hinaus hat er Kumpels, die da auch schon mal dran rum fummeln. Sei es aus Neugier, sein es um ihn zu ärgern (ohne an die Folgen zu denken).
Kinder sind ja gnadenlos ehrlich. Seid ihr sicher, dass der dann auch mit dem schäbigen ollen Faltrad fahren will? Auch wenn ihn die rothaarige Göre von Gegenüber beim Murmeln abblitzen lässt - weil er so ein doofes Klapprad hat. Und kein giftgrünes Mountain Bike (aus dem Baumarkt) mit fetten Reifen, wie der kleine Marvin am Ende der Straße?
Nicht, dass er später gar nicht mehr nach Oma und Opa will, weil er dort immer mit dem doofen Rad fahren muss.
Irgendwann kommt sicher die Zeit - da sind Radtouren mit Oma und Opa völlig out. Werthaltigkeit hin oder her. Was dann? (zum Glück weiß man nicht, wann das sein wird)
Gruß
Udo
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hw25
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Re: Zuwachs, es ist ein Brompton
@Motte
Diese Argumente sind wohl nicht von der Hand zu weisen. Daran haben wir als O+O überhaupt nicht gedacht. Welches Rad würdest du denn vorschlagen? Gerne auch per PN falls es in diesem Faden nicht erwünscht ist.
Diese Argumente sind wohl nicht von der Hand zu weisen. Daran haben wir als O+O überhaupt nicht gedacht. Welches Rad würdest du denn vorschlagen? Gerne auch per PN falls es in diesem Faden nicht erwünscht ist.
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Motte
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Re: Zuwachs, es ist ein Brompton
Vielleicht kann Pibach oder TILL die Diskussion vor deinem Beitrag vom So 1. Feb 2015, 09:15 abtrennen und unter demTitel "Ein Faltrad für Kinder?" weiter führen?
Ich wollte Dir die Idee nicht vermiesen, sondern nur einfach mal die Gegenargumente auflisten. Ich kenne Dich, deinen Enkel und seine Familie ja nicht. Wollte nur verhindern, dass man in der Begeisterung für Details das Naheliegende vergisst und am Ende doch alle unzufrieden sind - obwohl jeder nur das Beste wollte.
Wenn es mein Enkel wäre, dann dürfte der (wenn er wollte) mein Gäste - Faltrad fahren, aber nur, wenn ich dabei bin. Ansonsten bekäme der ein preisgünstiges (aber kein billiges) "Baumarktrad" zu Austoben - mit so viel Gängen, wie in der Gegend nötig. Das würde ich mit ihm zusammen kaufen. Das stellt zumindest für die erste Zeit sicher, dass es ihm auch gefällt. (Wobei ich alles was wenig Zuwendung benötigt bevorzugen würde - also lieber ne Nabenschaltung als ne Kettenschaltung. Die Reifen so, wie es die Umgebung hergibt - lieber breiter und grobstollig als schmal und glatt)
Ein Rad zum Spielen halt - kein kleines Erwachsenenrad.
Wenn der große Touren mitfährt - würde sich die Frage anders stellen.
Gruß
Udo
Ich wollte Dir die Idee nicht vermiesen, sondern nur einfach mal die Gegenargumente auflisten. Ich kenne Dich, deinen Enkel und seine Familie ja nicht. Wollte nur verhindern, dass man in der Begeisterung für Details das Naheliegende vergisst und am Ende doch alle unzufrieden sind - obwohl jeder nur das Beste wollte.
Wenn es mein Enkel wäre, dann dürfte der (wenn er wollte) mein Gäste - Faltrad fahren, aber nur, wenn ich dabei bin. Ansonsten bekäme der ein preisgünstiges (aber kein billiges) "Baumarktrad" zu Austoben - mit so viel Gängen, wie in der Gegend nötig. Das würde ich mit ihm zusammen kaufen. Das stellt zumindest für die erste Zeit sicher, dass es ihm auch gefällt. (Wobei ich alles was wenig Zuwendung benötigt bevorzugen würde - also lieber ne Nabenschaltung als ne Kettenschaltung. Die Reifen so, wie es die Umgebung hergibt - lieber breiter und grobstollig als schmal und glatt)
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Re: Zuwachs, es ist ein Brompton
[quote="Motte"]Vielleicht kann Pibach oder TILL die Diskussion vor deinem Beitrag vom So 1. Feb 2015, 09:15 abtrennen und unter demTitel "Ein Faltrad für Kinder?" weiter führen?
Was muß ich da unternehmen um eine Abtrennung zu erreichen?
Deine Ansichten haben uns zumindest sehr nachdenklich gestimmt und sollten ruhig ausdiskutiert werden können.
Obwohl die Ideen von @berlinonaut auch nicht zu verachten sind;-)
Was muß ich da unternehmen um eine Abtrennung zu erreichen?
Deine Ansichten haben uns zumindest sehr nachdenklich gestimmt und sollten ruhig ausdiskutiert werden können.
Obwohl die Ideen von @berlinonaut auch nicht zu verachten sind;-)
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Re: Zuwachs, es ist ein Brompton
Das kann ich nur bestätigen. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Reifengröße, mit 6 war mein Sohn bei 20 Zoll mit 7 bei 24 Zoll und mit 8 bekam er dann erstmals ein Neufahrzeug (26 Zoll Mountainbike) mit sehr niedriger Rahmenhöhe und war stolz wie Oskar, dass er jetzt endlich mit zu den Großen gehörte. Erst mit 8 wäre er körperlich dazu in der Lage gewesen mit meinem 20 Zoll Faltrad zu fahren, aber da 20 Zoll ja nur die kleinen Kinder fahren, habe ich ihn da nicht raufbekommen, er hätte sich ja bei seinen Freunden zu Gespött gemacht. Nur Kindergartenkinder fahren ja 20 Zoll Räder. Erst viel später (ab 11) ist er, sehr weit weg von zu Hause, mit mir mit einem Faltrad auf Tour gegangen.Motte hat geschrieben: Der wird ja nicht ausschließlich in eurer Gegenwart damit rum fahren, sondern mit Sicherheit heute oder in spätestens 2 Jahren auch selbst die nähere Gegend erkunden und mal mit Gleichaltrigen spielen wollen. Da bleibt es nicht aus, dass so ein Rad auch mal achtlos fallen gelassen wird oder mit Absicht in voller Fahr abgesprungen wird, um den "Feind" zu Fuß zu verfolgen.
Kinder sind ja gnadenlos ehrlich. Seid ihr sicher, dass der dann auch mit dem schäbigen ollen Faltrad fahren will? Auch wenn ihn die rothaarige Göre von Gegenüber beim Murmeln abblitzen lässt - weil er so ein doofes Klapprad hat. Und kein giftgrünes Mountain Bike (aus dem Baumarkt) mit fetten Reifen, wie der kleine Marvin am Ende der Straße?
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Re: Ein Faltrad für Kinder?
Ich hatte ja einige Postings weiter oben auch schon Bedenken geäussert, was die Coolheit eines Brompton für Kinder ab einem gewissen Alter angeht. Trotzdem glaube ich Mottes Bedenken zumindest einschränken zu können, wenn wir uns angucken, welches Problem ihr eigenlich lösen wollt:
Grundsätzlich unterscheidet sich das nicht dramatisch von der Situation, in der Eltern sind: Kinder brauchen hochfrequent "Ausrüstung", die ihrem Alter und ihrer körperlichen Statur entspricht und wachsen da schnell raus. Für Grosseltern, die weiter vom Enkel weg wohnen, verschärft sich das Problem insofern, dass die Ausrüstung nur sporadisch genutzt wird, man also viel Geld ausgibt für etwas, das hauptsächlich rumsteht, dabei an Wert verliert und nur mit grossem Verlust wieder zu verkaufen ist.
Aufgrund der Wachstumsschübe bei Kindern ist es noch nicht mal immer problemlos möglich im Vorfeld das Passende zu besorgen, wodurch ein permanenter Gebrauchtkauf - und verkauf auch schwierig ist (den man als Grosseltern vielleicht auch psychologisch nicht mag). Die Idee eines mitwachsenden Rades ist also alles andere als dumm und von da ist der gedankliche Schritt zum Faltrad nicht mehr weit.
Mitwachsende Kinderräder gibt es ja durchaus am Markt (u.a. hat die oben erwähnte Juliane Neuss mal ein solches konstruiert, das von Patria vertrieben wurde oder wird). Die, die ich kenne sind aber auch nicht gerade supercool.
Nehmen wir mal an, dass der passende Umbau eines Brompton (oder anderen Faltrades) möglich wäre, dann kommen wir auf Mottes Bedenken. Meiner Erfahrung nach machen Kinder bei Grosseltern eine Menge und sogar mit Freude, was sie zu hause im Umfeld ihrer Kumpels niemals tun würden, weil es uncool wäre. Ich würde vermuten, dass die Benutzung eines Brompton dazu gehören könnte oder gar dürfte. Nicht zuletzt hat der einklappende Hinterbau des Brommis seine ganz eigene Coolness, die mit der eines Bonazarades durchaus mithalten kann.
Den kolportieren (und für ein neues Brommi auch realistischen) Wert von 1400 Euro kann man ja durch Gebrauchtkauf deutlich verringern - das Szenario wäre tatsächlich eines, in dem ich den Kauf eines T5-Sprintermodells bis Bj. 2000 in neuwertigem Zustand bis maximal 500 Euro favorisieren würde. Wenn man noch einmalig 100 - 200 Euro für die Wartung vorsieht ist man bei einem realistischen Preis von insgesamt vlt. 650 - 700 Euro, der auch noch mit dem von hw26 angesprochenen begrenzten Budget harmoniert. Und hat ein Rad, das man für den Enkel nutzen kann, bis dieser in Rente geht, ebenso für jeden anderen Besuch und nicht zuletzt kann man selbst die Freuden des Bromptonierens entdecken. Ich nehme jetzt einfach mal an, dass die Umrüstung mit Lenkertausch und Riserbar erledigt ist, in den ersten Jahren eventuell noch plus dem Einbau einer gekürzten Sattelstütze und vielleicht noch kürzeren Kurbeln. Das lässt sich bis auf die Kurbeln in grob gut 15 Minuten zurückrüsten ohne Spezialwerkzeug - eine Nutzung ausserhalb der Enkelzeit ist also durchaus realistisch. Die Kosten für diese Bauteile kämen noch dazu, das sollte aber nicht die Welt sein.
Vielleicht besucht ja nicht nur der Enkel die Grosseltern sondern gelegentlich auch umgekehrt - sind ja immerhin Rentner. Da lässt sich ein Brommi leicht mitnehmen in Auto oder Bahn und zumindest für einen Grosselternteil ist die Radtour im Heimgestade des Enkels gesichert.
Dass Kinder gelegentlich etwas grobschlächtiger mit Dingen umgehen als Erwachsene ist nicht in Abrede zu stellen. Wenn man dem Kind aber erklärt, dass es sich beim Brompton um ein tolles, spezielles und deshalb auch wertvolles Gerät handelt wirkt das meiner Erfahrung nach Wunder, erst recht wenn es hauptsächlich "betreut" benutzt wird, abseits der Peergroup und auch noch den Grosseltern gehört. Ausser den Enkel entwickelt sich zu einem Satansbraten.
Die Variante das Rad dem Kind mitzugeben als Alltagsrad würde ich aber ebenso wie Motte sehr kritisch sehen. Kann funktionieren, ist aber nicht sehr wahrscheinlich aus den Gründen die Motte und Cyoracer genannt haben.
Falls irgendwann die Touren mit Oma und Opa ausfallen und die nicht inzwischen das Brommi lieben gelernt haben dürfte es sich verlustfrei wieder verkaufen lassen. Das wäre in diesem Szenario ein Vorteil des Brommi gegenüber billigeren Rädern, etwa von Tern oder Dahon, die teilweise ab Werk einen höhenverstellbaren Vorbau haben (aber dafür andere Malaisen).
Wenn es wirklich um Touren geht stellt sich noch das Problem, dass das Kind die Lust oder die Kraft verliert unterwegs. Da hat natürlich das Brommi den Vorteil, das man damit problemlos per Bus und Bahn weiter- oder zurückfahren kann. Ein Anbaudings, mit dem man das Brommi in einem solchen Fall an ein grosselterliches Rad anhängen kann wäre zumindest für die ersten paar Jahre dennoch sehr vorteilhaft.
Ein gänzlich anderer Ansatz zur Lösung dieses Problems wäre ein Tandem. Da gibt es Eltern-Kind-Modelle, die auch ein paar Jahre reichen sollten. Gebraucht kaufen und verkaufen sollte die Kosten im Rahmen halten. Details dazu z.B. hier:
http://fahrradzukunft.de/19/eltern-kind-tandem/
http://fahrradzukunft.de/18/tandem-fahren-mit-kindern/
Keine Ahnung ob das was für Euch wäre - hat Vorteile im Tourenbetrieb, aber auch ein paar Nachteile, die ja in den Artikeln beschrieben werden. Zumindest in den ersten Jahren ist der Coolnessfaktor wahrscheinlich sehr hoch für den Enkel. Eigene Erfahrung habe ich mit diesem Setup nicht.
Wie Motte richtigerweise angemerkt hat hängt eine passende Lösung sicher auch davon ab, was der vorwiegende Einsatzzweck des Rades sein soll.
Grundsätzlich unterscheidet sich das nicht dramatisch von der Situation, in der Eltern sind: Kinder brauchen hochfrequent "Ausrüstung", die ihrem Alter und ihrer körperlichen Statur entspricht und wachsen da schnell raus. Für Grosseltern, die weiter vom Enkel weg wohnen, verschärft sich das Problem insofern, dass die Ausrüstung nur sporadisch genutzt wird, man also viel Geld ausgibt für etwas, das hauptsächlich rumsteht, dabei an Wert verliert und nur mit grossem Verlust wieder zu verkaufen ist.
Aufgrund der Wachstumsschübe bei Kindern ist es noch nicht mal immer problemlos möglich im Vorfeld das Passende zu besorgen, wodurch ein permanenter Gebrauchtkauf - und verkauf auch schwierig ist (den man als Grosseltern vielleicht auch psychologisch nicht mag). Die Idee eines mitwachsenden Rades ist also alles andere als dumm und von da ist der gedankliche Schritt zum Faltrad nicht mehr weit.
Mitwachsende Kinderräder gibt es ja durchaus am Markt (u.a. hat die oben erwähnte Juliane Neuss mal ein solches konstruiert, das von Patria vertrieben wurde oder wird). Die, die ich kenne sind aber auch nicht gerade supercool.
Den kolportieren (und für ein neues Brommi auch realistischen) Wert von 1400 Euro kann man ja durch Gebrauchtkauf deutlich verringern - das Szenario wäre tatsächlich eines, in dem ich den Kauf eines T5-Sprintermodells bis Bj. 2000 in neuwertigem Zustand bis maximal 500 Euro favorisieren würde. Wenn man noch einmalig 100 - 200 Euro für die Wartung vorsieht ist man bei einem realistischen Preis von insgesamt vlt. 650 - 700 Euro, der auch noch mit dem von hw26 angesprochenen begrenzten Budget harmoniert. Und hat ein Rad, das man für den Enkel nutzen kann, bis dieser in Rente geht, ebenso für jeden anderen Besuch und nicht zuletzt kann man selbst die Freuden des Bromptonierens entdecken. Ich nehme jetzt einfach mal an, dass die Umrüstung mit Lenkertausch und Riserbar erledigt ist, in den ersten Jahren eventuell noch plus dem Einbau einer gekürzten Sattelstütze und vielleicht noch kürzeren Kurbeln. Das lässt sich bis auf die Kurbeln in grob gut 15 Minuten zurückrüsten ohne Spezialwerkzeug - eine Nutzung ausserhalb der Enkelzeit ist also durchaus realistisch. Die Kosten für diese Bauteile kämen noch dazu, das sollte aber nicht die Welt sein.
Vielleicht besucht ja nicht nur der Enkel die Grosseltern sondern gelegentlich auch umgekehrt - sind ja immerhin Rentner. Da lässt sich ein Brommi leicht mitnehmen in Auto oder Bahn und zumindest für einen Grosselternteil ist die Radtour im Heimgestade des Enkels gesichert.
Dass Kinder gelegentlich etwas grobschlächtiger mit Dingen umgehen als Erwachsene ist nicht in Abrede zu stellen. Wenn man dem Kind aber erklärt, dass es sich beim Brompton um ein tolles, spezielles und deshalb auch wertvolles Gerät handelt wirkt das meiner Erfahrung nach Wunder, erst recht wenn es hauptsächlich "betreut" benutzt wird, abseits der Peergroup und auch noch den Grosseltern gehört. Ausser den Enkel entwickelt sich zu einem Satansbraten.
Falls irgendwann die Touren mit Oma und Opa ausfallen und die nicht inzwischen das Brommi lieben gelernt haben dürfte es sich verlustfrei wieder verkaufen lassen. Das wäre in diesem Szenario ein Vorteil des Brommi gegenüber billigeren Rädern, etwa von Tern oder Dahon, die teilweise ab Werk einen höhenverstellbaren Vorbau haben (aber dafür andere Malaisen).
Wenn es wirklich um Touren geht stellt sich noch das Problem, dass das Kind die Lust oder die Kraft verliert unterwegs. Da hat natürlich das Brommi den Vorteil, das man damit problemlos per Bus und Bahn weiter- oder zurückfahren kann. Ein Anbaudings, mit dem man das Brommi in einem solchen Fall an ein grosselterliches Rad anhängen kann wäre zumindest für die ersten paar Jahre dennoch sehr vorteilhaft.
Ein gänzlich anderer Ansatz zur Lösung dieses Problems wäre ein Tandem. Da gibt es Eltern-Kind-Modelle, die auch ein paar Jahre reichen sollten. Gebraucht kaufen und verkaufen sollte die Kosten im Rahmen halten. Details dazu z.B. hier:
http://fahrradzukunft.de/19/eltern-kind-tandem/
http://fahrradzukunft.de/18/tandem-fahren-mit-kindern/
Keine Ahnung ob das was für Euch wäre - hat Vorteile im Tourenbetrieb, aber auch ein paar Nachteile, die ja in den Artikeln beschrieben werden. Zumindest in den ersten Jahren ist der Coolnessfaktor wahrscheinlich sehr hoch für den Enkel. Eigene Erfahrung habe ich mit diesem Setup nicht.
Wie Motte richtigerweise angemerkt hat hängt eine passende Lösung sicher auch davon ab, was der vorwiegende Einsatzzweck des Rades sein soll.
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alterfalter2
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- Wohnort: Hamburg
Re: Ein Faltrad für Kinder?
@ hw25
Abgesehen von der Diskussion um das Brompton Faltrad findet man (eher selten) auch mitwachsende Falträder für Kinder im Netz. Vor Jahren habe ich eimal für damals noch zu erwartende
Enkel und natürlich Besucherkinder ein Faltmountainbike mit einem leichten Magnesiumcompositrahmen ersteigert, das sich großer Beliebtheit erfreut. Die lieben Kleinen können damit auf dem Bauernhof über die Feldwege rocken, das Rad nimmt das bislang nicht krumm.



Ich habe keine Ahnung, ob das Rad produziert wird und ob es noch zu haben ist, es soll nur ein Beispiel dafür sein, daß es da möglicherweise noch andere Lösungsansätze gibt. Das Rädchen hat eine SA-dreigang Nabenschaltung (mit Rücktrit), man müßte es sicher noch STVO-mäßig ausrüsten..
Mit einem anderen Sattel könnte auch ich darauf fahren, die Sattelstange läßt sich sehr weit ausziehen. Mich hat damals das Rad ca. EUR 100 + Versand gekostet, nicht viel Geld für sehr viel Fahrspaß und Vergnügen meiner Racker. Ob solch ein Rad "tourentauglich" ist, ist natürlich die Frage.
Gruß TIL
p.s.:
Um die Idee von @berlinonaut aufzugreifen hätte ich vlt ein passendes Beispiel: der u.a. für die Fa. Pashley arbeitende Konstrukteur Richard Cresswell hat einmal ein Eltern-Kind Tandem (an sich gedacht für Verleihgeschäfte) entwickel, das von Pashley produziert wurde. Das Tandem ist deutlich kürzer als andere (paßt somit in der Hamburger S-Bahn in die Türausschnitte, was leider nicht erlaubt ist
) und fährt geradezu phantastisch und ist mit zwei Trommelbremsen (eine integriert in die Sturmey Archer 5-gang Nabenschaltung) unverwüstlich.


Es können hinten "Kinder" bis ca. 175cm Körpergröße mitradeln. Ich fahre auch mitunter alleine damit los, um Besuch von der Bahnstation abzuholen..
Leider wird das Rad nicht mehr hergestellt, aber es gibt öfter Angebote von Eltern-Kind Tandems, die nicht kostspielig sind.
Abgesehen von der Diskussion um das Brompton Faltrad findet man (eher selten) auch mitwachsende Falträder für Kinder im Netz. Vor Jahren habe ich eimal für damals noch zu erwartende



Ich habe keine Ahnung, ob das Rad produziert wird und ob es noch zu haben ist, es soll nur ein Beispiel dafür sein, daß es da möglicherweise noch andere Lösungsansätze gibt. Das Rädchen hat eine SA-dreigang Nabenschaltung (mit Rücktrit), man müßte es sicher noch STVO-mäßig ausrüsten..
Mit einem anderen Sattel könnte auch ich darauf fahren, die Sattelstange läßt sich sehr weit ausziehen. Mich hat damals das Rad ca. EUR 100 + Versand gekostet, nicht viel Geld für sehr viel Fahrspaß und Vergnügen meiner Racker. Ob solch ein Rad "tourentauglich" ist, ist natürlich die Frage.
Gruß TIL
p.s.:
Um die Idee von @berlinonaut aufzugreifen hätte ich vlt ein passendes Beispiel: der u.a. für die Fa. Pashley arbeitende Konstrukteur Richard Cresswell hat einmal ein Eltern-Kind Tandem (an sich gedacht für Verleihgeschäfte) entwickel, das von Pashley produziert wurde. Das Tandem ist deutlich kürzer als andere (paßt somit in der Hamburger S-Bahn in die Türausschnitte, was leider nicht erlaubt ist


Es können hinten "Kinder" bis ca. 175cm Körpergröße mitradeln. Ich fahre auch mitunter alleine damit los, um Besuch von der Bahnstation abzuholen..
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Re: Ein Faltrad für Kinder?
@superfalter: prima, da sieht man zumindest schon mal die Grössenverhältnisse. Jetzt müsste man nur noch wissen wie alt der Kleine ist. Die Sattelstützenverlängerung nach vorne könnte bei einem Kind vielleicht auch funktionieren - gute Idee. Die Kombination aus Kurbellänge und Sattelhöhe geht aber gar nicht, wenn man sich die linke Kurbel mal auf dem ersten Bild anguckt...
Wenn man den M-Lenker durch einen geraden Besenstiellenker ersetzt, besser noch durch einen griffmässig leicht nach hinten gekröpften und das dann noch mit einem nach hinten zeigenden Aberhallo oder TransX kombiniert könnte das funktionieren mit der Höhe und falten müsste sich das Rad auch noch lassen (wenn es gefaltet auch etwas breiter wird).
@hw25: Die Dinger zum "Abschleppen" nennen sich Tandemstange. (http://www.radschlag-info.de/tandemstange.html), das funktioniert, auch wenn es nicht so aussieht.
Angenehmer soll sowas sein: http://www.radschlag-info.de/tandemkupplung.html - gibt es da: http://www.followme-tandem.com/
Ein Nachläufer (Trailerbike) ist billig und praktisch, ich glaube aber nicht, dass das einem Sechsjährigen Spass macht.
Was die Eltern-Kind-Tandems angeht: Die sind gebraucht in der Tat erschwinglich. Hier mal zwei Angebote:
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s ... 4-217-7239
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s ... 9-217-2658
Ich würde aber versuchen sowas mal zu testen vor einem Kauf - ist ja doch eher speziell.
@hw25: Die Dinger zum "Abschleppen" nennen sich Tandemstange. (http://www.radschlag-info.de/tandemstange.html), das funktioniert, auch wenn es nicht so aussieht.
Ein Nachläufer (Trailerbike) ist billig und praktisch, ich glaube aber nicht, dass das einem Sechsjährigen Spass macht.
Was die Eltern-Kind-Tandems angeht: Die sind gebraucht in der Tat erschwinglich. Hier mal zwei Angebote:
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s ... 4-217-7239
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s ... 9-217-2658
Ich würde aber versuchen sowas mal zu testen vor einem Kauf - ist ja doch eher speziell.

