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Morgens um 7:00 durchs Ruhrgebiet

Mit dem Faltrad um die Welt.
Pibach
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Re: Morgens um 7:00 durchs Ruhrgebiet

Beitrag von Pibach »

Das zeigt, dass es weniger auf das Rad ankommt, als auf den Radler.
derMac
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Re: Morgens um 7:00 durchs Ruhrgebiet

Beitrag von derMac »

CycoRacer hat geschrieben:das sieht schlimmer aus als es ist. Wegen meiner Cowboy-Beine bleibt meine Hose sauber und der Dreck trifft nur die Tasche und bei Regen wird der Dreck direkt wieder runtergespült. In dem Zustand brauche ich das Rad in der Stadt noch nichteinmal abzuschließen. :P

Gerade die Fahrt im November ist besonders schön, mit dem aufsteigenden Bodennebel bei Sonnenaufgang und auch die Fahrt spät abends bei völliger Dunkelheit durch Waldgebiete und Gestrüpp, vorbei an alten Friedhöfen und verlassen Ruinen hat so seine besonderen Reize.
Nun ja, die meisten Leute in D dürften auf ihrer Fahrt zur Arbeit weit weniger Dreck abbekommen. Ich wolle eigentlich nur darauf hinweisen, das einer (wenn auch bei weitem nicht der einzige) Grund für den relativ geringen Radverkehr im Ruhrpott darin liegen könnte, dass sehr viele Radwege dort eine wassergebundene oder geschotterte Oberfläche haben und nicht immer super gut zu fahren sind.
Mit welchem Rad würdest Du denn Schotter- und Schlaglochpisten zügig befahren (mit hächelnden Mountainbikefahrern in deinem Windschatten? )
In deinem Fall könnte ein Rad mit 24er Rädern schon sinnvoll sein. Sollte im Zug auch noch kein Problem sein, oder? Ansonsten finde ich schon erstaunlich, dass du scheinbar fast 10000 km pro Jahr ohne größere Probleme fährst. Du bewegst dich hier schon im Bereich der echten Vielfahrer.

Mac
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Re: Morgens um 7:00 durchs Ruhrgebiet

Beitrag von CycoRacer »

derMac hat geschrieben: Nun ja, die meisten Leute in D dürften auf ihrer Fahrt zur Arbeit weit weniger Dreck abbekommen. Ich wolle eigentlich nur darauf hinweisen, das einer (wenn auch bei weitem nicht der einzige) Grund für den relativ geringen Radverkehr im Ruhrpott darin liegen könnte, dass sehr viele Radwege dort eine wassergebundene oder geschotterte Oberfläche haben und nicht immer super gut zu fahren sind.
Mac
Da hast Du natürlich völlig Recht. Daher ist die geplante Fahrrad-Autobahn hat auch eine Supersache. Vielen ist dieses zu Radwegen umgebaute Schienennetz aber auch gar nicht bekannt. Ich habe mich auch über ein Jahr durch die Straßen von Gelsenkirchen, Herne und Bochum gequält und mich so unnötig in Lebensgefahr begeben, bis ich dann mal einfach zu so einer Schotterpiste raufgefahren bin und einfach mal geschaut habe wo ich da so hinkomme.
derMac hat geschrieben: In deinem Fall könnte ein Rad mit 24er Rädern schon sinnvoll sein. Sollte im Zug auch noch kein Problem sein, oder? Ansonsten finde ich schon erstaunlich, dass du scheinbar fast 10000 km pro Jahr ohne größere Probleme fährst. Du bewegst dich hier schon im Bereich der echten Vielfahrer.
Mac
Eine Zugfahrt macht für mich überhaupt keinen Sinn, da ich noch etwa 30 km vom Ruhrgebiet entfernt auf dem Lande lebe und die Anbindung ist sehr schlecht ist.

Ähnliche Überlegungen bezüglich eines 24 Rades habe ich auch schon angestellt. Da ich gerne noch mehr km mit dem Rad schaffen würde ohne dafür mehr Zeit zu benötigen, habe ich mir aktuell ein Dahon IOS P8 bestellt, welches mit einer Elektroantriebunterstützung ausgestattet ist. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob dies ein Familienspielzeug wird und sich dann damit auch mal jemand traut mich auf längeren Touren zu begleiten oder ob ich das Rad dann sinnvoll für mich wochentags einsetzen kann.

Die ersten neun Monate diesen Jahres habe ich in Düsseldorf gearbeitet, hier waren 31km (einfacher Weg) täglich gar kein Problem. Die Strecke führt nur durch Flachland und der Radweg auf dem Rheindeich ist gut ausgebaut (keine Schotterpiste). Der Weg nach Bochum ist anstrengender, da er leicht bergauf führt und viele unübersichtliche Stellen hat, an denen ich das Tempo drosseln muss. Man trifft zwar meist niemanden, aber wenn doch, dann natürlich direkt in einer unübersichtlichen Kurve oder Brückendurchfahrt.

Ja, ich bin gerne Vielfahrer. Viele Jahre hatte ich massive Probleme mit dem Rücken und konnte gar kein Rad mehr fahren oder sonstigen Sport betreiben und als es dann aufgrund einer geglückten Operation dann wieder möglich war, gabs für mich kein Halten mehr. Ich kann nicht richtig erklären, aber das Radfahren hat eine tiefenentspannende Wirkung auf mich und ist absolute Erholung. Viele Wege führen nach Rom und ich nutze den NRW-Routenplaner und dessen GPS-Datengenerierung um auch mal neue Strecken kennenzulernen.

Gruss
Reimund
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Re: Morgens um 7:00 durchs Ruhrgebiet

Beitrag von superfalter »

Hut ab und weiter so für deine Zähheit. Gut bei 20Kmh wird das Material anders beansprucht als wenn ich durch Berlin mit 30-40Kmh flitze. Bastelst du selbst viel am Rad ?
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Re: Morgens um 7:00 durchs Ruhrgebiet

Beitrag von alterfalter2 »

@ CycoRacer
@ superfalter
"Strecken von bisher bis zu 180km bewältige ich 20km/h Durchschnittsgeschwindigkeit ohne dass ich danach Hilfe beim Absteigen benötige."

..wenn Reimund 180km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20km/h fährt, dürfte er mit Sicherheit schneller unterwegs sein, als Du mit Deinem HighTech-Falter in Berlin :mrgreen:

Gruß TIL
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Re: Morgens um 7:00 durchs Ruhrgebiet

Beitrag von CycoRacer »

superfalter hat geschrieben:Bastelst du selbst viel am Rad ?
Das was abfällt wird von mir erneuert, wobei ich immer abwäge (erzielte Lebensdauer, Preis, Fahreigenschaften) ob ich das Originalersatzteil oder was besseres verbaue. Hinterrad und Lichtanalage habe ich verbessert, Patronenlager, Sattelstütze, Lenkerstange, Bremsen, Kurbelstange mit Zahnrad vorne sind nach Ausfall weiterhin original.

Gruss
Reimund
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Re: Morgens um 7:00 durchs Ruhrgebiet

Beitrag von CycoRacer »

alterfalter2 hat geschrieben:
..wenn Reimund 180km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20km/h fährt, dürfte er mit Sicherheit schneller unterwegs sein, als Du mit Deinem HighTech-Falter in Berlin :mrgreen:

Gruß TIL
Um mal die Spanne aufzuzeigen in der ich mich bewege:

Meine Jahresbestleistung für die Strecke Moers-Düsseldorf (31km) mit etwa 10kg Gepäck liegt bei 70 Minuten. Hier führen etwa 6km durch normales Stadtgebiet mit Ampeln und regem Verkehr, wo ich mich auch halbwegs anständig verhalten muss. Hierzu kaum es durch mehrere "günstige" Umstände. 1. Sehr starker Rückenwind auf dem Rheindeich, 2. habe ich eine Gruppe von leicht geschockten Rennradfahrerinnen überholt ohne weiter darüber nachzudenken - da konnte ich mich später auch nicht mehr zurückfallenlassen und mich dem Spott aussetzen. Als ich am Auto ankam, hätte ich gut ein Sauerstoffzelt gebrauchen können.

Meine schlechtester Wert liegt bei 125 Minuten für die gleiche Strecke, zur Zeit der Okane die hier eine Menge Bäume umgeknickt haben, Wind und Regen direkt von vorne. Fahrt im 3. Gang nicht möglich, hatte noch Mühe den 2. zu verwenden.

Auf dieser Strecke gibt es an einer Autobahnzubringer-Kreuzung eine ganz besondere Ampelanlage für die Radfahrer, bei ersten Mal habe ich nach der versteckten Kamera von "Verstehen Sie Spaß" gesucht. Der Radweg in dort in 4 Abschitte unterteilt, mit jeweils einzelnen Ampeln. Man kommt ber Rot an (1. Ampel Rot, die nächsten drei zeigen grün), Knopf drücken 3 Minuten warten, Ampel wird grün, nächste Ampel schaltet gleichzetig auf Rot, Knopf drücken, 3 Minuten auf Grün warten, 3.Ampel wird rot, wieder Knopf drücken, 3 Minuten warten und schon hat mans geschafft. Ein Schulkind hat mir dann gezeigt wie es geht: An der ersten Ampel vorsichtig den Verkehr beobachten, nicht den Knopf nicht drücken und zumindest drei Ampeln bleiben grün.

Gruss
Reimund
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Re: Morgens um 7:00 durchs Ruhrgebiet

Beitrag von superfalter »

oh klingt echt nach einem Autooptimierten Verkehrssystem. Da gegen den Strom zu fahren auf dem Rad bedarf zähe Nerven. Und das mit 52 Lenzen. Echt sehr klasse. Berlin meine 8Km Weg zur Arbeit sind auch nicht ohne. Ständige Angst von Glas auf dem Fahrradweg (fahre Kojaks). Beschissene Fahrbeläge. Ständige Autos auf dem Radspur. Und zu guter letzt die letzten 600m zum Laden sind auf einer Anhöhung mit einem gepflastertem Radweg (wer sich sowas hat einfallen lassen gehört gesteinigt). Wenn ich dann noch Gegenwind, Pflasterweg und die letzten Meter vor mir habe, werde ich zum Kampf und Dampftier. ;-)
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Re: Morgens um 7:00 durchs Ruhrgebiet

Beitrag von derMac »

CycoRacer hat geschrieben:Eine Zugfahrt macht für mich überhaupt keinen Sinn, da ich noch etwa 30 km vom Ruhrgebiet entfernt auf dem Lande lebe und die Anbindung ist sehr schlecht ist.
Oh, hatte da was verwechselt, du hattest ja Auto geschrieben. Aber in viele Autos dürfte ein Faltrad mit 24er Rädern auch noch reinpassen. Und auf unebenen Strecken rollt es etwas besser.
Ähnliche Überlegungen bezüglich eines 24 Rades habe ich auch schon angestellt. Da ich gerne noch mehr km mit dem Rad schaffen würde ohne dafür mehr Zeit zu benötigen, habe ich mir aktuell ein Dahon IOS P8 bestellt, welches mit einer Elektroantriebunterstützung ausgestattet ist. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob dies ein Familienspielzeug wird und sich dann damit auch mal jemand traut mich auf längeren Touren zu begleiten oder ob ich das Rad dann sinnvoll für mich wochentags einsetzen kann.
Regelkonforme Pedelecs unterstützen dich nur bis 25 km/h. Da deine Durchschnittsgeschwindigkeit der Rekordfahrt bei ca. 26,5 km/h liegt, dürftest du die meiste Zeit deutlich schneller sein. Viele Berge hast du auch nicht im Westen der Ruhrgebiets. Du wirst also die meiste Zeit nur das Mehrgewicht umsonst mitschleppen. Deine Durchschnittsgeschwindigkeiten sind für Strecken mit viel Siedlungsgebiet übrigens wirklich beeindruckend.

Mac
Pibach
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Re: Morgens um 7:00 durchs Ruhrgebiet

Beitrag von Pibach »

Was ist denn der Grund, dass du die Strecke nicht komplett im Auto fährst? Das kostet doch sicher oft Überwindung, bei Wind u Wetter auf's Rad umzusteigen.
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