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Kettenschaltung am Faltrad – Ackerpflug oder praktikabel?

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
Ch.Bacca
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Re: Kettenschaltung am Faltrad – Ackerpflug oder praktikabel?

Beitrag von Ch.Bacca »

Prima!

Allerdings bin ich jetzt etwas verwirrt. Wenn die Kette oben (Lasttrumm) am zweitkleinsten Ritzel gescheuert hat, hat die Einstellung des Schaltwerks m.E. gar keinen Einfluss darauf. Da hat die Kette das Ritzel schon umschlungen.
EmilEmil
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Re: Kettenschaltung am Faltrad – Ackerpflug oder praktikabel?

Beitrag von EmilEmil »

Es ist immer schön, wenn ein Problem gelöst wird !
Ja, @puch_martin hat auf Nachfrage das Schleifen "oben" bestätigt, was weder durch die Begrenzer-Schraube für das kleinste Ritzel noch durch die B-Schraube für die Umschlingung beseitigt werden kann. Ich vermute eine nicht-Geometrie-gemäße Anwendung des Begriffes "oben".

MfG EmilEmil
puch_martin
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Re: Kettenschaltung am Faltrad – Ackerpflug oder praktikabel?

Beitrag von puch_martin »

@Ch.Bacca: da hast du natürlich recht. Hatte ein Schleifgeräusch und nach einem Blick oben auf die Kassette glaubte ich das diese Stelle die Ursache war.
Kurzgesagt - nach dem Einstellen schleift nichts mehr. Und beim langsamen Rückwertsdrehen der Kette klettert sie auch nicht aufs nächsthöhere Ritzel.
Bin nach etlichen Ein-Gang-Jahren glaub ich einfach nicht mehr gewohnt wie eng das alles ist bei den Schaltungen.
EmilEmil
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Re: Kettenschaltung am Faltrad – Ackerpflug oder praktikabel?

Beitrag von EmilEmil »

Nachdem inzwischen an meinen 406-er Falter ein ZEE-Schaltwerk (RR-Käfig kurz, 50 [mm]) als Kettenspanner (Konfiguration Doppel KB 54/32 Z, Getriebenabe 9 Gang, 50 [mm] Reifenbreite) arbeitet, habe ich mal den Fahrbahnabstand für die tiefste Stellung fotografiert:

Bild

Die angezeigten 95 [mm] halte ich für ein gutes Fahrbahn-Abstandsmaß. Ein pseudo-"kurzer" MTB-Käfig mit 95 [mm] Käfiglänge würde 45 [mm] tiefer kommen, also nur 50 [mm] Abstand zur Fahrbahn haben. Dann ist die untere Käfig-Begrenzung auf Felgenhöhe (schon auf der Bremsfläche bei Felge für Felgenbremse). Das ist für meinen Geschmack eigentlich zu tief.

Für 406-er Falträder ergibt sich das Problem, daß es Z.B. keine 11-Gang Kettenschaltung gibt mit kurzem RR-Käfig (Die ZEE-Schaltung ist eine 10-Gang Kettenschaltung mit 11-36 Z). Hier könnte man z.B. an eine SLX 11-Gang-Schaltung wahrscheinlich einen kurzen Käfig von der ZEE-Schaltung verbauen. Aber Achtung: Wer als größtes Ritzel über 36 Z geht, kommt mit seinem Schaltwerk wieder tiefer.

Eine von mir angedachte 13-fach Schaltung mit 9-52 Z (Käfiglänge 100-110 [mm] plus größeres Ritzel (36 zu 52 Z) kommt einfach zu tief. Da wäre eine Dualdrive Kombischaltung die einzige Möglichkeit ca. 600 % Übersetzungsumfang zu verwirklichen. Die "innovativen" SRAM"-People haben die Dualdrive-Nabe einfach aus dem Markt genommen, anstatt diese Nabe z.B. für die Elektro-Panzer zu ertüchtigen (Mehr Eingangs-Drehmoment !). Alle Räder mit kleinem Laufrad (406-er-, 451-er-Felgen oder noch kleiner) benötigen nun eine Alternative, die es aber in Gut eigentlich nicht gibt (Evtl. auf dem Gebraucht-Markt oder neu aus Restbestand).

MfG EmilEmil
puch_martin
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Re: Kettenschaltung am Faltrad – Ackerpflug oder praktikabel?

Beitrag von puch_martin »

Ich bin mittlerweile bei einem Tern Verge P10 angekommmen und stehe wieder vor der Schaltwerk-Entscheidung.
Original is eine 10-fach Deore verbaut mit 11-42 Sunrace Kassette. Schaltwerkskäfig ist daher mittllang.
Am Winterrad fahre ich die Zee/XTR Kombi mit 11-36 Kassette. Von dem Setup bin ich grundsätzlich begeister - abgesehen vom Übersetzungsumfang - da würde mir die 11-42er Kassette gut gefallen.
Gibts irgendwelche neuen Schaltwerke am Markt (SRAM, Microshift) mit kurzem (kürzerem) Käfig der 42 Zähne schafft?
EmilEmil
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Re: Kettenschaltung am Faltrad – Ackerpflug oder praktikabel?

Beitrag von EmilEmil »

Wenn Du aufmerksam durchgelesen hast, was in diesem Faden berichtet wurde, kannst Du Dir selber herleiten, daß da Deine Anfrage (Kassette "11-42" Ritzel mit kurzem Käfig schalten ?) im Grunde ins Leere geht. Eine Kassette mit 11-42 verlangt im Vergleich mit 11-36 zwei Dinge : Punkt 1 ist der größere Durchmesser des 42-er Ritzels (ca. 170.0 plus 15.0 = 185.0 [mm]) . Bei einem 36-er Ritzel sind das nur ca. 146.0 plus 15.0 = 161.0 [mm]. Dein Schaltwerk muß ca. 24.0 [mm] tiefer hängen. Punkt 2 ist, daß das Schaltwerk mehr Länge ausgleichen muß. Gegenüber einer 11-36 Kassette also 6 x 12.7 = 76.2 [mm]. Der Käfig muß daher ca. 76.2/2 = 38.1 [mm] länger werden. *) Ein RR-Käfig mit "50.0" [mm] wie bei der ZEE-Schaltung kann 25 Z schalten !). Wenn der auf 50.0 plus 38.1 = 88.1 verlängert wird, ist man fast bei den "kurzen" Mtb-Schaltwerken. Diese gegenwärtig käuflichen (" kurzen") Schaltwerke von Shimano haben (gemessen und angegeben, XT und SLX) 95 [mm] Länge und können 39 Zähne schalten.
*) Manchmal gibt es noch Reserven bei der Verkürzung

Wenn Du nun 31 (42-11 = 31) Zähne schalten möchtest, dann liegt das eigentlich fast auf der Mitte zwischen der Kapazität von RR-kurz (25Z) und Mtb-kurz (39Z). Von der Kettenlänge her könnte vermutlich ein 75 [mm] langer Käfig aus der Zeit (vor 2010) der 9-fach Schaltwerke (Mtb mittlerer Käfig) für genügend Verkürzung sorgen. Mit insgesamt 49 [mm] (25 [mm] mehr Länge wegen Ketten-"Verkürzung" und 24 [mm] tieferer Position wegen des 42-Ritzels) kämst Du (Vergleich mit meinem Bild von oben !) auf einen minimalen Fahrbahn-Abstand von 95.0 -49.0 = 46.0 [mm]. Das ist zu tief.

Ein Ausweg könnte sein, statt einer Kassette 11-42 auf einem XD-Freilauf eine 9 (alternativ 10) bis 36 Kassette zu verwenden (36-9 = 27). Bei einer benötigten Kapazizät von 27 Z ist vermutlich der RR-Käfig der ZEE-Schaltung (Nominell 25 Z) noch ausreichend. Denn Mtb-Schaltwerke haben wegen der Benutzung von voll gefederten Rahmen im Hinblick auf evtl. zusätzlich benötigter Länge beim Einfedern meist etwas mehr (nicht angegebene) Kapazität. Aber : Probieren geht über studieren ! Für eine 11-fach Schaltung (Die ZEE ist nur 10-fach) ist auch da eine Modifikation nötig.

Was Du machst, ist Deine Sache. Denn ohne Modifikation geht es nicht. Käuflich kannst Du das nicht erwerben und in Zukunft wird das wahrscheinlich auch Nichts. Denn der Faltrad-Markt ist klein und Verbraucher sowie Hersteller befinden sich auf dem Level vom Campingplatz-Toiletten-Express (Z.B. Brompton mit seiner 6.Gang Halbschritt-Schaltung aus dem 2. Jahrtausend ). Und vom Pedelec-Faltrad erwarte auch nichts. Denn die "det büjelt schon der Motor wech, wa"-Mentalität ist ja schon dabei, die Vorteile des Fahrrades (leicht, effektiv, Kosten-günstig u.a.) gründlich zu beseitigen.

MfG EmilEmil
puch_martin
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Re: Kettenschaltung am Faltrad – Ackerpflug oder praktikabel?

Beitrag von puch_martin »

Hi,

danke für die Rückmeldung.
Original ist derzeit ein Deore Schaltwerk verbaut (GS -> mittellang?) mit Käfiglänge 95mm (max. 42 Zähne). Das geht sich ganz gut aus. In der untersten Position ist das Käfigende auf Höhe Anfang Felge. Hinzu kommt dass beim größten Ritzel der Käfig stark nach vorne gestreckt ist:
tern-verge-p10-satin-schwarz-grau-lime-mod-2021-09.jpg
Gehst du bei deiner Berechnung davon aus dass das Schaltwerk am größten Ritzel senkrecht steht?

Habe mittlerweile eine (hoffentlich) brauchbare Lösung gefunden. Bei SRAM hat der mittellange Käfig 75mm. Da sieht der Käfig auch etwas anders aus:
sram-x01-type-21-schaltwerk-11-fach-langer-kaefig-schwarz-2.jpg
die obere Schaltrolle ist weiter entfernt vom Drehpunkt als Shimano.
Werde Bilder einstellen sobald das Projekt fertig ist.

Bzgl. neuer Produkte. Hatte bisher microshift gar nicht am Schirm. Da gibt es "super short" Schaltwerke (9-fach, bis 38T) - eigentlich für Kinderräder - eventuell eine Zee alternative wenns die nicht mehr gibt.
RD-M6195S.jpg
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