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Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

ORi, Oyama, Pacy, Hercules, Strida, doppelganger ...
EmilEmil
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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von EmilEmil »

Zum Beginn der neuen Saison zur Erläuterung : Motto "Höher-Schneller-Weiter"
1) Bild "Höher":
Bild

2) Bild "Schneller"
Bild

3) Bild "Weiter" (Bi-Steinhude-Bi, > 200 [km} :
Bild

Ist zwar alles schon mal gesendet worden, aber zu Ostern in neuer Zusammenstellung evtl. als Aufmunterung ganz brauchbar.

MfG EmilEmil
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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von EmilEmil »

Nun ein paar Hinweise und Meßwerte für die Belastung von Hinterbau-Ständern.
Das Gewicht (Genauer = "Masse" !) des 406-er Faltrads Rot beträgt:

G = 17.9 [kg] (gemessen mit Schleppzeiger Kofferwaage) und berechnet aus den Hebelverhältnissen:

Radaufstand (vorn) 7.02 [kg] = 39.2 %
Radaufstand (hinten) 10.88 [kg] = 60.8 %

Radstand = 941 [mm]

Bild 1) Fahrrad an der Keller-Decke aufgehängt

Bild

Der Schwer-Pkt in der Fahrrad-Längsebene ("Symmetrie-Ebene") wird bei aufrechtem Stand bestimmt. Die Z-Koordinate "über der Fahrbahn " wird bei aufgehängtem Rad" durch ein Lot bestimmt. Von dem Lot werden Markierungen auf das Fahrrad (Rahmen) übertragen. Per Lineal wird dann für die Längs-Koordinate die Z-Koordinate bestimmt. Es ergibt sich:

Schwer-Pkt (572 ; 0 ; 455 ) (Von der Vorderachse ; in der Längsebene ; über der Fahrbahn)

Abstand Schwer-Punkt zu Vorder-Achse = 572 [mm]
Abstand Schwer-Punkt zu Hinter-Achse = 369 [mm]

Aufstands-Punkt (Ständer senkrecht zu Verbindung Reifen-Aufstands-Punkte) = 155 [mm]


Seitenständer (Hinten): Rad-Schiefstellung 7.0 [Grd] (nach Links, Vorder-Rad nach links eingeschlagen)

Hebelarm (bei Ständer-Stand) Schwer-Pkt Hs = 455 [mm] x sin(7.0) = 55.45 [mm]

Aus dem Gleichgewicht um eine Achse durch die Radaufstandspunkte folgt:

Ständer-Aufstands-Gewicht (gemessen) : = 6.85 [kg]

Von den 17.9 [kg] (Messung) gehen in das Ständer-Aufstands-Gewicht 6.85 [kg] (Messung) , in die Radaufstands-Punkte (-Flächen) 11.05 [kg] per Differenz-Bildung , die nochmal aufgeteilt werden müssen (Vorn = 39,2 % ; Hinten = 60,8 %, nach Schwer-Pkt-Koordinaten)) :

Fa,vorn = 11.05 x 0.392 [kg] = 4.33 [kg] (Aufspaltung mit Hebel-Gesetz)
Gemessen wurde Vorn = 5.0 [kg]

Fa,hinten = 11.05 x 0.608 [kg] = 6.72 [kg] (Aufspaltung mit Hebel-Gesetz)
Gemessen wurde Hinten = 6.50 [kg]

Ergebnisse, die ich ohne eine Rechnung/Messung so nicht erwartet hätte.
Der Ständer erfährt ein größeres Aufstands-Gewicht als beide Aufstandsflächen, wobei das hintere Aufstands-Gewicht etwa den gleichen Wert erreicht. Bei der Genauigkeit der gemessenen Werte muß beachtet werden, daß die Aufstands-Gewichte mit einer Personenwaage (Mechanisch), Skalenteilung 1/2 [kg] gemessen wurden. Und außerden wurde reihum gemessen, da nur eine Personenwaage zur Verfügung stand.
Ohne eine genauere Waage (Messung der Aufstands-Gewichte = Druck-Belastung) und einen Meßtaster können die Werte nicht genauer werden. Wie sich beim Meßaufbau darüber hinaus herausstellte, ist das Aufstands-Gewicht am Ständer-Fuß sehr empfindlich (plus/minus 30 % !) bezüglich der Schwerpunkt-Lage, die sehr stark von der Schräglage des Fahrrades abhängt. Der Schräglagen-Winkel ist schwierig ein zu stellen, da der Ständer eine bestimmte Eigen-Elastizität besitzt. Für eine Reproduzierbarkeit der Ergebnisse kann man daher keine enge Garantie (+(-) 5 % ?) geben. Immerhin für eine Vordimensionierung eines Ständers bzw. einer angeschweißten Befestigungslasche mit der Ständeraufnahme KSA18 oder KSA40 gibt es Orientierungs-Werte. Auch die erforderliche Torsions-Festigkeit einer Kettenstrebe für den Ständer-Anbau kann abgeschätzt werden. Es sei der Außenradius der Kettenstrebe ra = 17.0/2 [mm], der Innenradius ri = 15.5/2 [mm]; (Wanddicke =1.5 [mm]).
Mit Fs = 6.85 [kg] und einem Hebel zum Torsions-Mittelpunkt der Strebe l = 0.092 [m] = 92 [mm] wird das Moment Mt und das Torsionswiderstands-Moment Wt

Mt = 6.85 *9.81 [kgm²/sec] * 0.092 [m] = 6 182.26 [Nmm]
Wt = Pi (ra^4-ri^4)/2ra = Pi (17.0^4 - 15.5^4)/17.0 [mm^3] = 4768.0 [mm^3]

Die maximale Schubspannung durch Ständerbelastung wird:

Tau(max) = Mt/Wt = Mt/(Pi (ra^4-ri^4)/2ra)= 6180/4768 [Nmm/mm^3] = 1.296 [N/mm²]
Beim S235 Stahl liegt die Fließschubspannung bei ca. Tau(f) = 235 [N/mm²]/2.66 = 88.3 [N/mm²]
2.66 = 2(1+ nü) = 2(1+ 0.33 (Querkontraktion)).
Auch, wenn man den Schwerpunkt durch Gepäck oder Kinder-Transport verändert und die Ständer-Belastung erheblich vergrößert, ist eine an der Kettenstrebe angeschweißte Lasche (KSA18 oder KSA40) normalerweise immer in der Lage, "Stand zu halten". Auftretende Probleme entstehen durch den Versuch mit einer Klemmung den Ständer an der Kettenstrebe zu befestigen, da die Kontur der Klemmung nicht mit der Kontour der vorhandenen Kettenstrebe (die kann Kreis-förmig, Ellipsen-förmig oder auch Super-Ellipsen-förmig (Vierkant mit Rundungen a la Korbbogen sein) im Allgemeinen nicht harmoniert.
Ich habe an allen meinen 4 Fahrrädern Hinterbau-Seitenständer angebracht. Da die keine Aufnahme für einen Ständer hatten, wurden Bohrungen (Durchmesser 5.5 [mm ]mit 18 [mm] oder 40 [mm] Lochabstand angebracht. Der typische Deutsche Bedenkenträger: O wie schrecklich, Wie kann er nur !)

Bild 2,3,4,5 ) Hinterbau-Seitenständer an 4 Rädern

Bild

Bild

Bild

Bild

Nun er kann, Probleme habe ich dadurch nicht gehabt !
Was nicht so gut ist: Zwar sind die beiden Hebie-Ständer leicht (unter 200 [g] !), bzgl. der Steifigkeit sind diese relativ schlapp (der Ständer-Kopf ist ziemlich nachgiebig, das liegt an der verstärkten Kunststoff-Konstruktion ==> kleiner E-Modul ==> kleine Steifigkeit trotz der Glasfaser Verstärkung !).
Fast alle Markt-gängigen Ständer haben Probleme mit der Befestigungs-Verschraubung, da beim Ein- und Aus-Klappen Schwingungen entstehen, die die Befestigung-Schrauben lockern. Kleine Gummi-Platten an geeigneter Stelle am Ständer angebracht, können das Problem beheben. Aber nein, lieber werden Design-Flatulenzen für teures Geld auf die Menschheit losgelassen. Ich habe deshalb mit bis jetzt gutem Erfolg M5 Muttern mit Sperrverzahnung verwendet.
Es fehlen aber Messungen mit einem System-Gewicht (Radl plus Fahrer in verschiedenen Körperhaltungen). Evtl. leb ich noch etwas länger, dann wird das noch etwas, wenn ich Lust dazu habe !

MfG EmilEmil
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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von EmilEmil »

Bei der Eingabe für den inneren Radius (di/2) des Torsions-Widerstandsmomentes Wt ist mir ein Fehler unterlaufen: Der innere Durchmesser ist nicht 15.5 [mm] wie geschrieben, sondern 14.0 [mm] (Wanddicke 1.5 ringsum !). Die angegebene, geringe Schubspannung wird dadurch noch geringer. D.h. an den qualitativen Aussagen ändert sich Nichts. Leider kann man eine Korrektur in den Beitrag nicht mehr direkt einfügen. Ich bitte daher um Entschuldigung.

MfG EmilEmil
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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von EmilEmil »

Leider muß ich noch eine Korrektur einfügen: Das Wt wird mit den Werten r = d/2 für die Radien:
Wr = 521 [mm³] und die max. Schubspannung wird ca. 12 [N/mm²]. Die qualitative Aussage ist nach wie vor gültig.

MfG EmilEmil
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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von EmilEmil »

Hier nun Bilder von unterwegs: Der Folding*Star war auf Bahnreise mit dem 9-€ Ticket nach Münschen und zurück (Bi).
Bild 1: In der Münchener S-Bahn
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Bild2: HBF Hanau
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Die Gepäckmitnahme war etwas problematisch, da der kleine Koffer (Rahmen mit Weich-Teilen !) zunächst flach auf dem Gepäckträger befördert wurde. Wegen des eigentlich zu kurzen Hinterbaus (360 [mm] !) kam ich beim Pedalieren an die vorderen Koffer-Teile. Der Hochkant-Transport ging, wenn ich die Werkzeug-Tasche ganz nach unten auf Gepäckträger-Rahmen-Level versetzte. Diesen Problem-Kreis werde ich bei Gelegenheit einmal ernsthaft durchdenken (Der Koffer in der Bauart ist nicht optimal und der Gepäckträger könnte "Hilfen" für einen Koffer-Transport bekommen !).
Ansonsten hat sich der Foldung*Star wacker bis auf eine Ausnahme geschlagen. Die Ausnahme war eine rutschende Sattelstütze. Da weiß ich, daß es auf Toleranzen < 500/1000 [mm] ankommt. Der Spannhebel ließ sich plötzlich nicht mehr richtig bis hin zur nötigen Kraft bewegen. Irgendetwas war da faul (Und trat erst während der Reise ans Tageslicht, da ich vorher (seit der Reparatur des Sitzrohr-Risses) die Sattel-Verstellung nicht benutzt habe. Nebenbei: Eine rutschende Sattelstütze ist bei einem Faltrad ein absolutes NoGo.
Das habe ich jetzt repariert. Ein Hinweis: Zwischen Klemmhebel und dem Klemmring sollte sich ein Gleitkörper aus Blech (Messing oder Bronze) befinden. Im Prinzip ein Gleitlager unter großer Pressung !
Das vorhandene Blech aus verchromtem Stahl zeigte Klemmspuren, die ein Verstellen über den nötigen Winkelbereich verhinderten ! Das "kaputte" Blech wurde entsorgt und durch eines ohne Riefen ersetzt !
Zur 9-€-Bahnreise ist zu sagen: Reisen mit dem RE (Regional-Express) dauert so seine Zeit. Die Hinreise dauerte 15 1/2 [h] bei einem Soll von 11 [h], die Rückreise 12 [h] bei einem Soll von 10 [h]. In meiner Schulzeit hieß es "Pünklich wie die Bahn", heute bedeutet ein solcher Spruch eine Real-Satire. Allerdings hießen damals solche Züge auch Bummelzüge und nicht Regional-Express.

MfG EmilEmil
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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von EmilEmil »

Melde mich auch mal wieder und gebe einige Impressionen von dem Ausflug zum Brocken, ehe die Erinnerung alles zu sehr abschwächt:
Eigentlich habe ich in diesem Sommer meine beste Fitness noch nicht erreicht, trotzdem habe ich die Brocken Auffahrt gewagt. Anlaß war das 9 € Ticket für Juli, das ich außer außer einer Rückreise von München nach BI zu Anfang des Monats nicht benutzt habe.
Am Mittwoch, den 27. Juli bin ich dann gestartet. Es ging per Bahn Punkt 8.00 [h] in BI-Hbf los und es sollte um 11:41 [h] in Wernigerode Bhf das erste Etappenziel erreicht sein. Die Reise endete zunächst aber in Goslar Bhf. Von Wernigerode Bhf sollten per Faltrad die 27 [km] über Schierke bis zum Brocken (Gipfel) zurückgelegt werden. Meine Planung sah da 3 [h] vor (Fast nur Steigung !) und für den Rückweg 1 1/2 [h] (Fast nur Gefälle !) . Die Zeit von 12:00 [h] bis 18:00 [h] mit ca. 6 [h] hatte noch einige Reserven, so daß 18:18 [h] ab Wernigerode Bhf der Rücksturz hätte von statten gehen können.
Die Planung war ambitioniert, aber nicht unrealistisch. Da machte mir die Bahn aber einen Strich durch die Planung: Die Züge von Goslar nach Wernigerode um 11:05 [h] und 12:05 [h] wurden Ersatz-los gestrichen, der Zug um 14:05 [h] wäre für meine Planung zu spät.
Ich bin dann mit einem Zug nach Hildesheim Hbf gefahren und von dort mit dem Faltrad nach Hameln Bhf geradelt. Da ich keine Karte hatte und nur eine vage Vorstellung wie weit es nach Hameln war (Im Kopf hatte ich ca 60 [km] und eine Süd-Westliche Richtung) wurden es über 90 [km]. Irgendwann habe ich den Ith überquert (In der Nähe vom Segelflugplatz Eschershausen), habe Hameln erreicht und konnte fast zur gleichen Zeit wie in meiner ursprünglichen Planung meine Hütte in BI erreichen.
Am Samstag, den 30. Juli habe ich dann einen zweiten Versuch gestartet: Den unzuverlässigen Zug von Goslar nach Wernigerode habe ich in meiner Planung eliminiert, und bin mit dem Zug von Hannover über Goslar nach Bad Harzburg durchgefahren. Die Strecke von Bad Harzburg nach Wernigerode sind ca. 24 [km] und relativ eben, so daß ich da nur ca. 1/2 [h] gegenüber dem Zug verloren hätte. Es kam anders: Eine von den tanzenden Hexen des Tanzplatzes muß die Defekthexe gewesen sein: Sie brannte mir auf die Schnelle ein Löchlein in die Reifen-Pelle, was mich dann ca 1 [[h] Zeit kostete. Die ständig steigende Strecke von Wernigerode nach Schierke war müseliger (länger) als gedacht und in Schierke habe ich erstmal eine Orts-Rundfahrt gemacht und dann bei Kaffee und Kuchen überlegt, wie es bei mir weiter gehen sollte. Erst gegen 18 [h] hatte ich dann den Entschluß gefaßt, den Anstieg zum Brocken zu unternehmen und in der schönen Gegend zu übernachten.
Bild1: Bahnhof Drei Annen Hohne; Brockenbahn und Harz-Querbahn
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Bild2: Brocken-Straße KM 7.0 (Null bei Schierke Rathaus); erster Brocken-Blick
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Bild3: Der Gipfel ist erreicht: Km 11.0 (Null bei Schierke Rathaus) etwa gegen 20:00 [h]
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Bild4: Der nächste Tag (ca. 9:45 [h]): Das Rathhaus von Wernigerode
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Zur Fahrt ist zu bemerken: Von Wernigerode nach Drei Annen geht es 10 [km] bergauf. Die letzten 2 KM haben 10% Steigung (voher 8 KM ca. 5 % ?). Wer so lange Steigungen nicht gewohnt ist, kommt in Schwierigkeiten (Ich mußte vor dem letzten KM mal anhalten und durchschnaufen !). Meine Standard-Steigung zu Haus ist 2,2 KM (letzter KM 10 %, voher 7 %). In Ostwestfalen gibt es wenig längere Steigungen, d.h. zwischen den Steigungen kann man sich erholen. Auch für meine Spitzen-Steigung mit 19 % über 350 [m], vorhergehend 650 [m] mit 10 %) , die ich regelmäßig befahre, gilt das. Kein Wunder, daß ich für den Brocken-Aufstieg nicht besonders gut vorbereitet war.
Nach 7.0 KM ging mir die Puste aus, erste Pause (Foto-Pause !) (Bild2). Die restlichen 4 KM habe ich 2 weitere Pausen eingelegt (Trink-Pausen) und bei 3 Stellen habe ich jeweils ca. 150 [m] geschoben. Ich wollte keine weiteren Pausen machen, ohne dem Gipfel näher zu kommen.
Denn als ich schließlich oben war, war es schon 20:00 [h]. Zur Abfahrt wollte ich nicht total in die Dunkerlheit geraten. Für die Abfahrt brauchte ich dann nur ca. 30 Minuten. Meine Scheibenbremsen (Avid BB7) leisteten gute Dienste. Der Folding*Star war für diese Steigung (Abfahrt !) besser vorbereitet als sein Fahrer !
Ich dachte bei mir, wie machen die Bromtonauten das, wenn die beim Herbst-Treffen mit ihren schlechten Felgen-Kneifern da runter sausen. Erst, wenn man die Abfahrt am Stück runter fährt, bekommt man den richtigen Eindruck, wie lang die Steigung (das Gefälle ?) ist.
Ich fuhr dann noch bis Drei Annen und übernachtete im dortigen Hotel Kräuterhof.
Am nächtem Tag, dem Sonntag (31.Juli) fuhr ich entspannt (ging ja nur bergab) nach Wernigerode und zu meiner Überraschung gab es dort auch den Problem-Zug nach Goslar (Abfahrt ca. 10:25 [h]). Ich seh das ganze Unternahmen als Generalprobe. Ob es eine Premiere gibt, weiß ich noch nicht. Ich müßte in jedem Fall meine Kondition um ein ganzes Stück steigern, wenn ich ohne Absetzen eine solche Steigung bewältigen möchte.
Noch eine Bemerkung (betreff Bild2): Der durch Trockenheit ud Borkenkäfer geschädigte Wald rings um den Brocken sieht Flächen-deckend so aus wie auf dem Bild und macht mir große Sorgen. Das ist so nicht normal. Da kann man nur auf große Besserung hoffen.

MfG EmilEmil
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EmilEmil
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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von EmilEmil »

Zum Saison-Ausklang ein Bild mit dem Fitticrossi:
Bild:
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Das ist meine von den Bildern des Folding*Star bekannte max. Standard-Steigung, die wurde heute 5-mal befahren. Die Abfolge war: Anfahrt ca. 5 [km]-1.Steigung-Kurze Schleife (ca. 2 [Km])-2.Steigung-Lange Schleife (ca. 12 [Km]) -3.Steigung-Kurze Schleife (ca. 2 [Km])-4.Steigung (ca.12 [Km])-5.Steigung-Abfahrt ca. 5 [km]. Insgesamt "nur" 42 [km].
Das Fitticrossi hat einige Anleihen aus dem Umgang mit dem Folding*Star: Die Wesentlichste ist hier die Minimal-Entfaltung von 1.53 [m]. Die maximal-Entfaltung ist mit 9.30 [m] etwas größer als beim Faltrad. Dann gibt es noch Steckpedale mit Kunststoff-Haken (halbhart) sowie die Möglichkeit den Lenker schnell um 90 [Grd] zu verdrehen. Das Fitticrossi dient darüberhinaus als Erprobung für eine Akku-Beleuchtung mit mehr als 14 [h] Leuchtdauer. Ein umgekehrter Erkenntnis-Transfer wäre noch die Wichtigkeit des Radstandes (==> Länge der Kettenstreben): Der größere Radstand des Fitticrossi (107 [cm] vs 96 [cm] Folding*Star ist weit weniger empfindlich gegenüber einem ungleichförmig pulsierenden Tretlager-Antriebs-Moment. Beim Folding*Star besteht bei größeren Steigungen als 13 % immer die Gefahr, daß das Vorderrad abhebt. Hinterrad-Wheely bei Steigung beherrsche ich Beispiels-weise nicht. Da ist das Fitticrossi weniger instabil. Stabilität in der Steigung (==> Stabilität beim Anfahren) ist eigentlich von der Erkenntnis und Beseitigung her trivial, wird aber gegenüber der Sucht, irgendwelche Flatulenzen auf die Radler los zu lassen, häufig (beim Faltrad !) vernachlässigt.
Ich bin mal gespannt, ob ich im nächsten Frühjahr einen Form-Aufbau hinkriege, der mich befähigt, den Brocken ohne Abzusetzen zu ersteigen, dann natürlich mit dem Faltrad ! Dieses Jahr wird es nichts mehr !

MfG EmilEmil
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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von EmilEmil »

Der Folding*Star hat nun 14 860 [km] und seinen dritten Plattfuß hinten. Vorn gab es noch keinen. Für den Mow Joe Reifen (50-406, seit 9300 [km] im Einsatz]) sind das ca. 3/5500 [km]. Der Reifen ist also dabei, meine Plattfuß-Statistik (1 Plattfuß/4000 [km]) ins Negative zu verändern. Dazu ist zu sagen, daß die Stollen hinten schon fast runter sind. Der Mow Joe mit seinen Stollen sollte einen nicht vorhandenen Pannenschutz mit dem, was ich als "Stelzen-Effekt" erhofft hatte, ausgleichen. Wenn es aber keine Stelzen (Stollen] mehr gibt, ist es eigentlich logisch, daß dann die Pannen-Häufigkeit steigt.

Ich würde gern einen neuen Reifen kaufen, weiß aber leider im Moment nicht, welchen (den Mow Joe gibt es nicht mehr). 50 [mm] Breite ist eigentlich angesagt, bei 55 [mm] Breite wird es schon sehr (zu ?) knapp mit dem Reifen-Durchlaß. Sehr zufrieden bin ich mit dem 37 [mm] Land-Cruiser auf dem Einkaufsrad (622 [mm]-Felgen). Der hat einen leichten Pannenschutz und sogar Reflexstreifen. Einzig eine Version als Faltreifen hätte ich noch gern (wegen der Gewichts-Einsparung !). Den Land-Cruser gibt es aber nicht als 406-er. Dann muß ich bis ca Ende Januar 2024 einen neuen Reifen finden.

Da bitte ich die netten Foristen, mich mit Vorschlägen zu unterstützen (Ich weiß, wie schnell die Zeit vergeht !).

Mit dem Formaufbau für die Brocken-Ersteigung hat es leider in dem vergangenen Sommer nicht (zu spät) geklappt (wegen eines Unfalls Ende Mai 2023 mit Prellungen und Abschürfungen, aber keinen Bruch). Anfang Oktober 2023 bin 158 [km] gefahren (BI-Lübbecke-Rahden-Dümmer See-Bünde-BI) und die Teutoburger Wald-Strecke mit 1000 [Höhenmeter] bei guter Geschwindgkeit, Oktober für den Brocken ist aber zu spät, wenn man ohne Übernachtung auskommen möchte. Natürlich wäre ich auf die verheerend unzuverlässige Bahn angewiesen. Daß es da Etwas besser wird, kann ich mir in diesem Leben wohl abschminken.

Viel liebe Grüße und schon mal ein Dankeschön
EmilEmil
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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von EmilEmil »

Habe nun einen Schwalbe Little Joe 50-406 gekauft. Der scheint offenbar (fast ?) ein Nachfolgemodell vom Mow Joe zu sein. Das Profil sieht gleich aus. Positiv, der neue Reifen hat einen Reflexstreifen, einen Pannenschutz, die Faltreifen-Technik und liegt beim Gewicht bei 420 [g] (gewogen). Mit 15 024 [km] Laufleistung hat der "Folding*Star" auch die anvisierte Marke erreicht. Ab jetzt und im kommenden Winter wird das Rad nicht gefahren werden.

Der neue Reifen bleibt zunächst im Fundus (Im Dunkeln und mit einem aufgepumpten Schlauch inwendig).

MfG EmilEmil
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