Nein, das mit der "Schuld" ist nicht beinhaltet und allein deine Interpretation. Die Aussage ist, dass eine Ursache für den Unfall darin besteht, dass der Radfahrer an der Stelle war wo er überfahren wurde. Wäre er nicht da gewesen, wäre der Unfall nicht passiert. frankd schreibt jetzt, dass das Problem allein durch umsichtiges Verhalten der Radfahrer in den Griff zu bekommen sei. Ich denke nicht, dass das so einfach ist, aber es ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass es das Problem verringern könnte. Schuld wiederum ist eher eine juristische Sache. In D muss immer jemand Schuld sein. Es gibt aber Gründe, warum sich die Unfallbeteiligten so verhalten haben wie sie sich verhalten haben und aus diesen Ursachen kann man für die Zukunft lernen. Ich denke, dass wir in einer kausalen Welt leben und sich irgendeine Stelle der Kausalkette herauszugreifen und zu sagen, da liegt jetzt die "Schuld" ist zum vermeiden zukünftiger Urteile nicht wirklich sinnvoll.TomK hat geschrieben:@derMac: Ich behaupte nicht das diese Aussagen mit Absicht passieren, aber sie sind darin enthalten:
Das beinhaltet die implizite Ansage das Betroffene sich eben nicht so verhalten haben.Wenn man immer defensiv, vorausschauend und misstrauisch fährt sollte das Problem eigentlich in den Griff zu bekommen sein.
Schlägt noch stärker in die gleiche Kerbe. Fahrradfahrer haben gefälligst Platz zu machen sonst sind sie selbst schuld.Vielleicht sollte man doch Verkehrsschulungen vorschreiben, wo man gerade das Defensivfahren und die Gefahren für den Radfahrer anschaulich vermittelt bekommt.
Statt die Infrastruktur so zu verbesseren das Sichtverbindungen bestehen bleiben, Geschwindigkeiten reduziert werden, etc, soll die Lösung sein das Radfahrer gefällst zurückstecken und aufpassen.
Leider scheinen sich viele Leute besser zu fühlen, wenn das geschieht.
Mac
PS: Deine Aussage ist jetzt, dass ja nicht sein kann, dass Unfälle dadurch vermieden werden sollen, dass eine Seite immer Zurücksteckt. Das wäre natürlich nicht schön und sicher auch nicht das was ich will, aber es ändert nichts an dem Fakt, dass es ohne Radfahrer keine Unfälle mit Radfahrern geben würde. Genau so, wie es ohne Autofahrer keine durch diese verursachten Unfälle mit Radfahrern geben würde.