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erhöhte Bußgelder für Radler

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
Muc-Falter
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Re: erhöhte Bußgelder für Radler

Beitrag von Muc-Falter »

TomK hat geschrieben: @muc-falter
Bitte kram nicht die Kennzeichnenpflicht für Fahrradfahrer raus.
Tom
Sicher nicht meine Absicht, sonst müssten auch Fußgänger ein Nummernschild deutlich auf Brust und Rücken tragen... oweh! :shock:

Ob höhere Bußgelder etwas bewirken, bezweifle ich. Das einzig wirksame Mittel welches ich in München mitbekomme sind die Schwerpunktwochen bei den Kontrollen. Allerdings ist der Nutzen auch nur von kurzer Dauer....
Ich bin einfach der Meinung das man Verkehrsverstöße nicht verhindern kann, Bussgeld und Kontrollen müssten schon drastisch erhöht bzw verstärkt werden. Die Menschen sind einfach so,... die Schweizer vielleicht ausgenommen :)
superfalter
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Re: erhöhte Bußgelder für Radler

Beitrag von superfalter »

Da hat es jemand mal verstanden warum diese Bussgelder zu kurz gedacht sind und unfair, weil kein langfristiges Konzept exitiert.

OTS
elvsi
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Re: erhöhte Bußgelder für Radler

Beitrag von elvsi »

TomK hat geschrieben: Fahrradwege dürfen kein Bestandteil der Fußgängerwege mehr sein und die Verkehrsbildung muss das Fahrrad als Fahrzeug verstehen.
JO!
Pibach
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Re: erhöhte Bußgelder für Radler

Beitrag von Pibach »

superfalter hat geschrieben:Da hat es jemand mal verstanden warum diese Bussgelder zu kurz gedacht sind und unfair, weil kein langfristiges Konzept exitiert.

OTS
Gut geschriebener Artikel. Aber ob das hier tatsächlich stimmt: "Das Faszinierende: Dort halten sich alle, wirklich alle, an die Regeln, viele fahren sogar mit Helm."? Die Bußgelder in Dänemark sind offebar jedenfalls deutlich höher als in Deutschland.

Ich hab mal spaßeshalber heute auf dem Arbeitsweg meine Verstöße gezählt...und das Bußgeld dazu. Übersteigt grob überschlagen wohl ein Monatsnetto.
Kalkulieren wir aber mal allgemein den volkswirtschaftlichen Nutzen/Schaden. a) Wie viele Verstöße hat denn der Durchschnittsradfahrer circa? Vielleicht 5-10 pro Kilometer? Mehr oder weniger? In Berlin anders als in anderen Städten? b) Wie viele Unfälle werden durch Radfahrer verursacht, wobei jemand anders zu Schaden kommt, der Radfahrer aber nicht? Denn nur für diese Fälle wäre ja Bußgeld sinnvoll. c) Davon dann der Anteil, wo der Radfahrer einen Verstoß beging, der Unfall aber andernfalls hätte verhindert werden können. d) Ließe sich das überhaupt einigermaßen durchgehend kontrollieren? Zu welchem Aufwand/Kosten? e) Welche Auswirkung hätte dann die durchgehende Kontrolle aller Vergehen auf das Rad- und Verkehrsgeschehen?

a) was meint Ihr?
b) liegt wohl deutlich unter 1 Prozent und mit c) dann unter 1 Promille, von daher eh ad acta mit dem ganzen Thema
d) ließe sich das gar nicht kontrollieren, und wenn, dann wäre es exorbitant teuer, das Geld wäre woanders besser investiert, es gäbe einen Volksaufschrei, und schließlich ...
e) ... bräche der Radfahreranteil zumindest in Berlin dann erheblich ein, ich schätze sehr deutlich mehr als 50% Rückgang (allein schon die ganzen Fixies und nicht korrekt beleuchteten Räder, Radgurken mit zu schlechten Bremsen usw)

Vor 2 Jahren war das glaub ich, da gab es ja diese Initiative, Radfahrer auf dem Bürgersteig zu kontrollieren, wir hatten darüber schon mal hier diskutiert. Bin da gleich mehrere Tage hintereinander an der Blücherbrücke in eine Kontrolle der Ordnungshüter geraten (zum Glück hab ichs gesehen und knapp vorher abgestiegen). Innerhalb von ca 1 Stunde (ich hab denen beim 3. mal meine Meinung dazu gesagt, das hat etwas gedauert) waren es gut über 100 Radfahrer, die da abkassiert wurden, alle im Schrittempo auf dem "Bürgersteig" (ist eher ne verkehrsberuhigte Fläche da) am radeln und sehr verblüfft und "uneinsichtig" warum sie was bezahlen sollten (5,- EUR) . Danach mussten die Ordnungshüter fluchtartig die Ecke verlassen, es entwickelte sich Richtung Vorlksaufstand.
Muc-Falter
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Re: erhöhte Bußgelder für Radler

Beitrag von Muc-Falter »

Pibach hat geschrieben: a) Wie viele Verstöße hat denn der Durchschnittsradfahrer circa? Vielleicht 5-10 pro Kilometer? ....
Auf meinem 11km Arbeitsweg komme ich maximal mal auf 2-3. ;)
Beim 3 parkt schon ein Auto auf dem Radweg und ich muss über den Bürgersteig ausweichen.
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Re: erhöhte Bußgelder für Radler

Beitrag von elvsi »

wie gesagt ich kann es verstehen, wenn die Bußgelder angehoben werden, damit ein gutes Miteinander auf der Straße möglich ist! Aber ich glaube das diese Beträge immer noch lächerlich sind, gerade unter dem Aspekt, das nicht kontrolliert wird!
ich könnte auf meinen Strecken fahren wie Sau, jeden Morgen! und würde trotzdem mit relativ wenig Konsequenzen rechnen müssen!

ich finde eine Erhöhung der Bußgelder völlig in Ordnung, finde aber das im gleichen Zug auch die Investitionen in das Radnetz steigen müssen!
Motte
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Re: erhöhte Bußgelder für Radler

Beitrag von Motte »

Den Artikel im Link von Superfalter finde ich gut und richtig. Beim Verweis auf die Verhältnisse in anderen Ländern wird leider oft ausgeblendet, dass es dort eine andere Mentalität gibt, was das Verhalten im Verkehr anbelangt. Man sagt den Skandinaviern nach, dass sie generell nicht so aggressiv fahren wie wir es mehrheitlich tun (wir nennen das natürlich "sportlich" fahren). Von daher lässt sich manches nicht so 1:1 übertragen. In den Niederlanden bekommst Du z.B. einen Mordsärger, wenn Du als Fußgänger auf dem Radweg läufst oder als Radfahrer trotz Radweg die Straße benutzt. Die Trennung der Verkehrswege stellt dort niemand ernsthaft in Frage. Das ist bei uns anders.

Und das steht natürlich in Wechselwirkung zum Sicherheitsgefühl. Wo man sich auf der Straße (besser Fahrbahn) unwohl fühlt, wird man nach einem Radweg rufen. Berufspendler hingegen lehnen den mehrheitlich kategorisch ab und fühlen sich auf der Straße sicherer. Beides hat aber primär seine tiefere Ursache im Verkehrsverhalten der Allgemeinheit und in der schlechten Wegeplanung.
Pibach
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Re: erhöhte Bußgelder für Radler

Beitrag von Pibach »

Muc-Falter hat geschrieben:
Pibach hat geschrieben: a) Wie viele Verstöße hat denn der Durchschnittsradfahrer circa? Vielleicht 5-10 pro Kilometer? ....
Auf meinem 11km Arbeitsweg komme ich maximal mal auf 2-3. ;)
Beim 3 parkt schon ein Auto auf dem Radweg und ich muss über den Bürgersteig ausweichen.
hm, Also das würde mich echt mal genauer interessieren. Vielleicht stell ich mich mal irgendwo hin und mache eine Zählung? Spontan würde ich bei T-Ampeln (also geradeausfahrt problemlos möglich) auf ca 30% "Rotdurchfahrtsquote" tippen. Bei Regen sicher mehr. Beim Rechtsabbiegen sogar etwas darüber. Auf dem Bürgersteig fahren auch viele, an der Blücherbrücke wie gesagt eigentlich alle. Und wer bitteschön nimmt beim Abbiegen den Arm raus für Richtzeichen - auf den verschneiten Wegen? Doch wohl nur, wenn da auch tatsächlich Autos kommen. Falsche Seite nutzen ist hier auch gut verbreitet.
Dann die "Vergehen" am Rad selbst. Wer bitte hat denn ne funktionierende Klingel, schätze ich mal 20% Ausfall. Reflektoren? Gaanz korrekt ist wohl selten. Licht ist wohl auch gut 20% Ausfall, wobei viele "nur" Akkulicht haben. Insbesondere im Sommer fahren auch viele ohne. Ordentliche Bremsen? Profil am Reifen? Und so weiter...
Pibach
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Re: erhöhte Bußgelder für Radler

Beitrag von Pibach »

elvsi hat geschrieben:Aber ich glaube das diese Beträge immer noch lächerlich sind, gerade unter dem Aspekt, das nicht kontrolliert wird!
Also die Radfahrer hier sind ja oft Studenten, zumindest sind nicht alle "Gutverdiener". 5 EUR für "Fahren auf dem Bürgersteig" schmerzt da schon.
Verunsichert leider auch sehr. Wenn de facto Verhalten, Kontrollqoten und Strafmaß zu weit auseinanderdriften, funktioniert Abschreckung durch Strafe nicht mehr, da gibt es diverse psychologische Untersuchungen. Ist auch blöd für die Verkehrssicherheit, wenn man mit einem Auge auch noch nach der Rennleitung schielen muss, bevor man eine rote Ampel überfährt. Bei den Bagatellfällen ist es ja auch derzeit schon so, dass die Strafen i.d.R. nicht angewendet werden. D.h. die Polizei ruft ein freundliches Du-Du-Du aus, z.B. weil die Klingel fehlt, aber kassiert dafür nicht ab, immerhin war Licht dran, was ja selten ist. Und Verständnis für höhere Bußgelder in solchen Fällen hätte hier dafür kaum einer, zumindest kein Radfahrer.
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Re: erhöhte Bußgelder für Radler

Beitrag von Motte »

Also wenn Du kleinlich wirst, kannst Du die Gruppe bei den Verkehrsteilnehmern beliebig aussuchen. Die verstoßen nämlich alle munter gegen die Regeln, wenn es ihnen einen Vorteil bringt. Und jede Gruppe hat ihre eigene philosophische Nebelwolke als Rechtfertigung. Die Radfahrer haben nur gerade das Pech durch ihren Zuwachs etwas deutlicher aus dem Schatten zu treten und so eine prächtige Zielscheibe abzugeben. Selbstverständlich nutzen das die anderen Gruppen um mit drauf zu schlagen. Das lenkt von einem selbst ab. Machen die Radfahrer ja auch, wenn sie verdrängen wollen, dass über den Gehweg heizen nicht die feine Art ist, dann wird eben über böse Autofahrer lamentiert.
In einem anderen Forum - aber zum gleichen Thema wurde - auf einen anderen Artikel verwiesen - http://www.welt.de/vermischtes/article1 ... ublik.html
Und das trifft es meiner Meinung nach besser. Leider hat man dann kein richtiges Feinbild mehr, es sei denn man schaut in den Spiegel. ;)
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