superfalter hat geschrieben:Da hat es jemand mal verstanden warum diese Bussgelder zu kurz gedacht sind und unfair, weil kein langfristiges Konzept exitiert.
OTS
Gut geschriebener Artikel. Aber ob das hier tatsächlich stimmt: "Das Faszinierende: Dort halten sich alle, wirklich alle, an die Regeln, viele fahren sogar mit Helm."? Die Bußgelder in Dänemark sind offebar jedenfalls deutlich höher als in Deutschland.
Ich hab mal spaßeshalber heute auf dem Arbeitsweg meine Verstöße gezählt...und das Bußgeld dazu. Übersteigt grob überschlagen wohl ein Monatsnetto.
Kalkulieren wir aber mal allgemein den volkswirtschaftlichen Nutzen/Schaden. a) Wie viele Verstöße hat denn der Durchschnittsradfahrer circa? Vielleicht 5-10 pro Kilometer? Mehr oder weniger? In Berlin anders als in anderen Städten? b) Wie viele Unfälle werden durch Radfahrer verursacht, wobei jemand anders zu Schaden kommt, der Radfahrer aber nicht? Denn nur für diese Fälle wäre ja Bußgeld sinnvoll. c) Davon dann der Anteil, wo der Radfahrer einen Verstoß beging, der Unfall aber andernfalls hätte verhindert werden können. d) Ließe sich das überhaupt einigermaßen durchgehend kontrollieren? Zu welchem Aufwand/Kosten? e) Welche Auswirkung hätte dann die durchgehende Kontrolle aller Vergehen auf das Rad- und Verkehrsgeschehen?
a) was meint Ihr?
b) liegt wohl deutlich unter 1 Prozent und mit c) dann unter 1 Promille, von daher eh ad acta mit dem ganzen Thema
d) ließe sich das gar nicht kontrollieren, und wenn, dann wäre es exorbitant teuer, das Geld wäre woanders besser investiert, es gäbe einen Volksaufschrei, und schließlich ...
e) ... bräche der Radfahreranteil zumindest in Berlin dann erheblich ein, ich schätze sehr deutlich mehr als 50% Rückgang (allein schon die ganzen Fixies und nicht korrekt beleuchteten Räder, Radgurken mit zu schlechten Bremsen usw)
Vor 2 Jahren war das glaub ich, da gab es ja diese Initiative, Radfahrer auf dem Bürgersteig zu kontrollieren, wir hatten darüber schon mal hier diskutiert. Bin da gleich mehrere Tage hintereinander an der Blücherbrücke in eine Kontrolle der Ordnungshüter geraten (zum Glück hab ichs gesehen und knapp vorher abgestiegen). Innerhalb von ca 1 Stunde (ich hab denen beim 3. mal meine Meinung dazu gesagt, das hat etwas gedauert) waren es gut über 100 Radfahrer, die da abkassiert wurden, alle im Schrittempo auf dem "Bürgersteig" (ist eher ne verkehrsberuhigte Fläche da) am radeln und sehr verblüfft und "uneinsichtig" warum sie was bezahlen sollten (5,- EUR) . Danach mussten die Ordnungshüter fluchtartig die Ecke verlassen, es entwickelte sich Richtung Vorlksaufstand.