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Innenhörnchen (Eine Hommage an Sheldon Brown)

Sattel, Reifen, Anhänger, Bekleidung...
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EmilEmil
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Innenhörnchen (Eine Hommage an Sheldon Brown)

Beitrag von EmilEmil » So 17. Mai 2020, 15:05

Schon lange wollte ich mich mal um den Sinn von Innenhörnchen kümmern. Denn ich kannte seit 2008 das Bild eines Radels von Sheldon Brown mit dieser Ausstattung:
Bild
Das Bild entstammt den Schriften von Sheldon Brown, entsprechend der Adresse:
https://sheldonbrown.com/handsup.html
Ich konnte kürzlich "normale" (outer) Barends zu einem sehr günstigen Preis ca. 6,50 € entdecken und hab die spontan gekauft und innen angebaut. Sieht dann am Folding*Star wie folgt aus:
Bild
Die ersten Erfahrungen lassen sich mit Radio Eriwahn beschreiben: Im Prinzip eine gute Sache, die mir taugt, aber ohne bessere Innenhörnchen wird es nichts.
Die Vorteile einer solchen Ausrüstung sehe ich in folgenden Punkten:
1) Bessere Aerodynamik (Kann ich bestätigen ohne genauere Messungen gemacht zu haben !)
2) Weitere Griff-Positionen (Um den Händen etwas Abwechslung zu geben ! Da muß aber in der Ergonomie noch einiges geschehen (Der von mir verbaute Typ bekommt da ein glattes "Mangelhaft"). Außerdem ist bei meinen Dingern die Grifflänge mit 80 [mm] viel zu kurz !
Da ich am Fitness-Rad Außenhörnchen mit sehr guten Griff-Varianten habe, sollte auch ein Griff in der Ecke Lenker/Hörnchen (Die Hand halb auf dem Lenker halb auf dem Hörnchen) möglich sein.
Probleme sehe ich in den Lenkerformen. Die Verschraubung in einem Lenkerbogen oder an einer Verdickung des Lenker-Durchmessers muß variabler gestaltet werden. Das kann man sich nicht in einer Woche Ausdenken, einen Prototypen herstellen lassen und fertig.
Die am Markt vorhandenen Innenhörnchen haben allesamt erhebliche Mängel. Ich will nur auf das sehr teure Produkt von SQlab eingehen: IMHO exorbitant teuer (40 € !) und im Hinblick auf die Aerodynamik zu kurz und auch zu kurz für gutes Handling (Radl-Steuerung !) bei längeren Strecken-Abschnitten (Wie meine momentan verbauten Hörnchen auch !) nicht brauchbar. Der Werbe-Fuzzy wird natürlich sagen: Soll nur für eine Abwechselung der Griff-Position sorgen. Mit einem Fahrrad soll man zuallererst fahren. Das gilt auch für ein Faltrad: Gut, schnell und klein falten und dann in die Vitrine stellen (Weil die Fahreigenschaften unter aller Sau sind :roll: ) nutzt nichts :D :mrgreen: :D .
Abschließend noch Adressen für weitere Information:

https://www.2rad.nrw/project/lenkerhoer ... montieren/


https://www.sq-lab.com/ergonomie/forsch ... erbarends/

Den Ausdruck "innerbarends" finde ich ausgesprochen besch…en. Da hat der Werbe-Fuzzy vorher wohl in der Fleisch-Vermarktung gearbeitet und träumt immer noch von bestimmten Rauchenden :D :mrgreen: :D .

MfG EmilEmil

EmilEmil
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Re: Innenhörnchen (Eine Hommage an Sheldon Brown)

Beitrag von EmilEmil » Mo 25. Mai 2020, 14:06

Zwecks weiterer Optimierung (Man kann auch sagen: Überhaupt ein fahrtüchtiges System zu etablieren :shock: ) wurden neue (längere) Hörnchen gekauft. Die sind nun statt 85 [mm] (Größte Länge von
der Innenbohrung der Klemmung bis zur Hörnchen-Spitze) 98 [mm] bei dem gleich-definierten Maß. Beworben wurden die mit 120 [mm] Länge. Zur Ehrenrettung ( :roll: :lol: :roll: ) des Anbieters muß man sagen, daß dieser keine Angabe gemacht hatte, welche Länge gemeint war. Nun hatte ich ca. 1000 (In Worten : tausend) Hörnchen im I-Net angesehen und verzweifelt Längere gesucht.
Es scheint für den I-Net-Verkäufer unglaublich schwierig zu sein, mal irgend ein sinnvolles Maß zu definieren und bei dem Verkaufsfoto anzugeben. Natürlich sucht man eine Gewichts-Angabe (Wie bei fast allen Fahrrad-Teilen, das sind Alle bis auf endlich Wenige :!: ) ebenfalls vergeblich.
Obwohl nur 13 [mm] länger, haben es diese 13 [mm] aber gebracht. Der bessere Griff erlaubt nun ein sicheres Festhalten und die längere "Deichsel" verbessert das Fahrverhalten.
Da kommen mir aber meine relativ schmalen Handflächen (95 [mm]) zu Gute. Eine normal große Herren-Hand (115 [mm] ?) braucht längere Hörnchen, d. h. das genannte Maß sollte 130 [mm] sein.
Für mich geht sichs gerade so aus. Zu beachten ist, daß die bisher getesteten Hörnchen ursprünglich für die Montage außen gedacht sind. Die Außen-Montage wird mit einem Winkel < 90 [Grd] durchgeführt. Diesen Winkel habe ich benutzt, um überhaupt in der Krümmung meines Versatz-Lenkers montieren zu können. Vgl. die folgenden Bilder:
Bild
Bild
Für die aerodynamische Wirksamkeit dieser Innen-Hörnchen werde ich bei nächster Gelegenheit mal die unterschiedlichen Geschwindigkeiten dokumentieren (Mit vs. Ohne).
Ich schätze, daß bei ca. 25 [km/h] Durchschnitt ein Plus von 3 [km/h] möglich ist. Für lange Strecken wäre das ein erfreulicher Mehrwert.

MfG EmilEmil

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Re: Innenhörnchen (Eine Hommage an Sheldon Brown)

Beitrag von Motte » Mo 25. Mai 2020, 17:41

Aerodynamisch passiert da so gut wie nix, wenn das Bild nicht lügt. (Du neigst dich dann ja nicht weiter nach vorn, wenn die Hörner so aufrecht stehen). Idealerweise müsstest nun dein Oberkörper mit deinem Aero- Helm eine Linie bilden - und kein Segel ;)

Du wirst schlechter lenken können aber besser greifen. Weil die Hörner so abgewinkelt stehen, wie man eigentlich unverkrampft zupackt.
Deshalb habe ich mich früher auch so gern auf langen Strecken auf den Bremsgriffen des Rennlenkers gelümmelt - der genau so breit war wie meine Schulter - damit die Arme entspannt sind. Wenn deine Hörner (natürlich die des Lenkers :mrgreen: ) nun zu weit innen stehen und deshalb die Arme nicht geradeaus, sondern leicht verspannt nach innen müssen - ist das auch wieder belastend.
Zeitfahrer mit Aerolenker nehmen das in Kauf, weil dann der Windwiderstand noch etwas sinkt. Ohne entsprechend gebeugten Oberkörper ist das aber Unsinn.

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Re: Innenhörnchen (Eine Hommage an Sheldon Brown)

Beitrag von EmilEmil » Mo 25. Mai 2020, 20:34

Motte hat geschrieben:
Mo 25. Mai 2020, 17:41
Aerodynamisch passiert da so gut wie nix, wenn das Bild nicht lügt. (Du neigst dich dann ja nicht weiter nach vorn, wenn die Hörner so aufrecht stehen). Idealerweise müsstest nun dein Oberkörper mit deinem Aero- Helm eine Linie bilden - und kein Segel ;) ……….
Das Bild lügt nicht, aber evtl. Deine Anschauung, die Dir eine Fata Morgana vorgaukelt. Ja, ich neige mich weiter nach vorn !
Tatsache ist, daß der Griff der Hände ca. 50 {mm] weiter vorn und 140 [mm] je Seite weiter innen liegt. Beides muß eine Verringerung des Luftwiderstands haben. "so gut wie nix" ist reine Spekulation. Ich weiß aber bereits, daß es einen positiven Effekt gibt. Die für heute geplanten Messungen sind leider einem Plattfuß zum Opfer gefallen, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben (Wenn 3 [km/h] bei einer Ausgangsgeschwindigkeit von 25 [km/h] gemessen werden könnten, ist das nicht Welt-bewegend viel, aber bestimmt nicht unter den Teppich zu kehren :D :mrgreen: :D . Und die Kombination einer weiteren Griff-Möglichkeit zur Entlastung der Hände mit einem zusätzlichen aerodynamischen Vorteil sehe ich nur positiv.

MfG EmilEmil

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Re: Innenhörnchen (Eine Hommage an Sheldon Brown)

Beitrag von Motte » Di 26. Mai 2020, 07:26

Wenn dein Lenker - wie ich vermute (weil ich das häufig bei anderen so beobachte) breiter ist als deine Schultern, dann gehen deine Arme nach außen. Wenn Du nun die Innenhörnchen greifst sind die Hände minimal weiter vorn, dafür aber eher gerade. Ist ein eher geringer Unterschied - aber aufgrund eines Fotos natürlich Spekulation. In dem Fall bringst Du also bestenfalls die Arme vor die weiter bestehende große Windangriffsfläche der Brust. (bestenfalls - weil es ja auch neue Verwirbelungen auslöst, die man wieder abziehen müsste).
An einer Wand abstützen und Foto mit Stativ machen - aber mehrere Minuten sitzen bleiben, damit man so sitzt wie auch später unterwegs und keine künstliche Pose einnimmt, die man später nicht lange durchhält. Das dürfte die besten Erkenntnisse bringen.
Mehr Griffmöglichkeiten sind ja nie verkehrt. (Ich hab am Verge nun die Ergon GP 5 Griffe und kann da mit dem Andros Stem unterwegs schnell noch die Höhe einstellen - die Kombi finde ich persönlich ganz angenehm)

Wie ich aus meinen sportlichen Jugendjahren noch in Erinnerung habe, geht die notwendige Haltung zur Verringerung des Luftwiderstandes stets mit einer nicht unerheblichen Belastung der Nackenmuskulatur einher. (Das kann/muss man trainieren aber das ist eben ein "Opfer" für das sportliche Radfahren und nicht ein notwendiges Übel des Radfahrens allgemein) Daher hatte ich für mich beschlossen heutzutage auf die leichte Anhebung der Durchschnittsgeschwindigkeit lieber zu verzichten.

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