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Auto-Hartwachs, Sprühwachs, Nanoversiegelung und Co

Sattel, Reifen, Anhänger, Bekleidung...
Motte
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Re: Auto-Hartwachs, Sprühwachs, Nanoversiegelung und Co

Beitrag von Motte » Fr 3. Apr 2020, 11:40

Ich muss gestehen, dass ich an den 1.4. gar nicht gedacht hatte. Ich kannte WD 40 auch nur als eine Art Sprühpetroleum. Dass die auch andere Produkte wie dieses Teflon Kettenspray haben wusste ich nicht. Erst als ich die Aldi Reklame sah - hab ich auf deren Seite nachgeschaut was das ist. Und entdeckt, dass die eine breite Angebotspalette haben. Man darf also künftig nicht mehr einfach "WD 40" sagen.
(Ich hab es hier reingepackt, weil es noch am Rande unter "und Co" passte)

Guck aber mal (interessehalber) bei "Klüber Schmierwachs" rein - da findet man auch einige interessante Aussagen. Da ich z.B. mit Kettenantrieben für die Textilindustrie nichts am Hut habe, war mir der Ansatz auch neu. Auch da geht es um die Vermeidung von Anhaftungen.

EmilEmil
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Re: Auto-Hartwachs, Sprühwachs, Nanoversiegelung und Co

Beitrag von EmilEmil » Fr 3. Apr 2020, 16:20

Ich hab in "Klüber Schmierwachs" mal reingeschaut. Die wichtigste Aussage ist: "Ein wesentliches Merkmal ist, dass mit zunehmender Temperatur – zwischen 45 °C und 75 °C – die konsistente Struktur in eine flüssige übergeht". Damit scheidet eine Fahrrad-Ketten-Schmierung nach meinem Verständnis aus.
Man kann sich aber überlegen, wenn Verdünnung (Weil nicht enthalten (Oder ausgegast) und Temperatur (Heißer Sommer > 40 [Grd C] zu selten in Deutschland !)) zur Verflüssigung nicht ausreichen, ob man es nicht mit hohem Druck schafft. Erfahrungsgemäß fährt ein sportlicher Radler mal einen heißen Reifen, von einer Kette mit heißem Druck hab ich noch nicht gehört ! Der Druck in den Gelenken einer Fahrrad-Kette ist aber durch die geometrischen Dimensionen vorgegeben. Kann man sicher mal berechnen.
Ich hab aber keine Zeit dazu. Weder heute oder morgen, auch nicht übermorgen.

MfG EmilEmil

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Re: Auto-Hartwachs, Sprühwachs, Nanoversiegelung und Co

Beitrag von Ch.Bacca » Fr 3. Apr 2020, 17:40

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass innerhalb der Kette dermaßen hohe Drücke vorkommen, dass das Wachs eine Fluid-ähnliche Konsistenz annimmt. Die genauen Effekte dahinter sind mir aber herzlich egal. Mich interessiert nur das Ergebnis: die Kette hält etwas länger als eine durchschnittliche Kette und ist dabei auch noch besonders sauber. Reinigungs- und Pflegeorgien lasse ich aus Faulheit einfach aus.

Ach ja: Das ursprünglich gekaufte Wachsschmiermittel riecht nach Kokos. Da ist anscheinend Kokosfett beigemischt, um es pastöser zu machen. Die "Keramik"-Geschichten halte ich für Werbegewäsch. Meinem Teelicht-Geschmiere habe ich Fluid-Film (Schafwollfett) beigemengt. Das funktioniert sehr gut. Weitere Versuche mit Bienenwachs waren bislang nicht erfolgreich.

Über die Klüber-Wachse bin ich auch schon gestolpert. Da ich keine Quelle für haushaltsübliche Mengen gefunden hatte, hab ich von Versuchen damit Abstand genommen.

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Re: Auto-Hartwachs, Sprühwachs, Nanoversiegelung und Co

Beitrag von EckehardD » So 24. Mai 2020, 23:40

Hallo, also jetzt habe ich den Beitrag schon mehrfach gelesen. Fasse ich das wie folgt richtig zusammen?
1. Reinigung bei extrem verschmutzter Kette mit Waschbenzin.
2. Schmierung mit liqui Moli Bootsfett.
3. Versiegelung mit WD 40 Motorrad Politur Wachspolitur.
Oder habe ich da was falsch verstanden? Grüße von EkkehardD

EmilEmil
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Re: Auto-Hartwachs, Sprühwachs, Nanoversiegelung und Co

Beitrag von EmilEmil » Mo 25. Mai 2020, 10:58

Im Prinzip hast Du das richtig verstanden !
1) Für die Reinigung einer Kette mit Waschbenzin muß die Kette nicht extrem verschmutzt sein, bei einer gekapselten Kette (äußerlich relativ sauber !) gilt es, den Abrieb (Innere Partikel) raus zu spülen (Die "inneren Partikel" hat eine extrem verschmutzte Kette auch !). Mein willkürliches Intervall: Alle 2000 [km], kleinere Intervalle würden mich nerven ! Bin bekennender Pflegemuffel ! Zwischendurch 2 mal nachschmieren. Das Schmiermittel verbraucht sich und der Wirkungsgrad der Kette ist geringer, je weniger Schmiermittel vorhanden ist.
2) Die Schmierung einer Kette mit Fett ist nicht optimal, weil der pastöse Charakter des Fetts zum Auftragen nicht die optimale (oder nur sehr geringe !) Fließfähigkeit besitzt. Kettenschmiermittel wie Dynamic Kettenschmierstoff oder Atlantic DRY11 haben zum Auftragen eine sehr gute Fließfähigkeit (Das wird mit einer Verdünnung, die ausgast, eingestellt). Nach dem Auftragen (Hinterseite der Kette. unterer Kettentrumm zwischen Innenlasche und Außenlasche) mehrmals die Kette durchdrehen und überschüssiges Schmiermittel abwischen. Ein bißchen Warten (Mittagessen ?) damit die Fließfähigkeit zusammen mit der Kapillarwirkung (Die wirkt nicht nur vertikal gegen die Schwerkraft, sondern noch besser horizontal !) einen Schmierfilm zwischen den Lager-Kragen der Innenlaschen und den Kettenbolzen aufbauen kann. Die Fließfähigkeit des Schmiermittels nach dem Ausgasen muß groß genug sein, damit sich ein Schmierfilm zwischen den Gleitflächen immer wieder neu aufbauen bzw. schließen kann (Stichwort Mischreibung (Kombination von Festkörper-Reibung und Flüsigkeits-Reibung !). Das Schmiermittel muß andererseits so zäh (Viskosität !) sein, daß ein guter Widerstand gegen Scherung und Druck vorhanden ist. Eine solche Abstimmung ist dann das Geheimnis der Schmierstoff-Hersteller.
Die genannten Schmiermittel schneiden im Brugger Test (Schmierfähigkeit !) mit 90 [N/mm²] und 311 [N/mm²] gut bzw. exzellent ab. Die 311 [N/mm²] sind der mir bekannte Bestwert. Unter 90 [N/mm²] würde ich nicht nehmen ! DRY11 habe ich probiert und war damit zufrieden. Längere und vergleichende Tests waren mir aber nicht möglich. Nun werd ich erstmal den vorhandenen Dynamic Kettenschmierstoff (Angebrochenes 1/2 [L] Gebinde) aufbrauchen.
3) Die Versiegelung mit WD40 Wachspolitur ist bei mir im Fokus. Im Moment benutze ich noch Hartwachs fürs Auto mit Pinselauftrag.
Wie Radio Eriwahn sagt, "im Prinzip ja" !
Ein bißchen Pflege ist besser als gar keine.

MfG EmilEmil

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