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"Interview" mit Schwalbe

Sattel, Reifen, Anhänger, Bekleidung...
Raffineur
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Re: "Interview" mit Schwalbe

Beitrag von Raffineur » Do 2. Feb 2017, 15:09

Dieser Druck ist dann kritisch, wenn die Schnittfestigkeit der Reifen-Konstruktion übertroffen wird.
Dieser Druck dürfte bei einem durchschnittlichen Dorn, einem Nagel oder einer Scherbe sehr rasch gegeben sein.
Nadelförmige Strukturelemente wie Nägel oder Dornen bedingen, wegen der im Vergleich zu Schnittkanten nochmal verkleinerten Flächen, höhere Anforderungen an die Schnittfestigkeit des Reifenmantels.
Die Schnittfestigkeit der Pannenschutzschicht im Reifen muß sehr stark sein. Ein Material hingegen, das den Druck "sanft" nach innen weitergibt, muß weit weniger hohe Anforderungen erfüllen.
Für die Verletzung eines Fahrradschlauchs reicht ein ganz kleiner Ritzer in der Oberfläche
Genau bei diesen "Ritzern" kann ein zusätzliches Pannenschutzband den Unterschied zwischen Plattfuß und harmlos ausmachen. Damit will ich nicht sagen, daß ein Reifen keinen Pannenschutz bräuchte. Ich fühle mich mit beidem am wohlsten.
Im Übrigen ist die Aussage über "Flickzeug, Pumpe und Ersatzschlauch " falsch. Denn die Seitenwände des Mantels werden weder durch Gewebe noch durch Kaugummischichten geschützt, so daß Pumpe und Ersatzschlauch bei weiteren Radtouren immer dabei sein sollten
Falsch? Ich würde diese Frage für eine Ansichtssache halten. In meinen Jahren mit dem Marathon Green Guard hatte ich tatsächlich einmal ein Loch in der Reifenflanke. Aber daran war ich selbst schuld, weil ich das Rad im Wald gegen einen Dornenstrauch gelehnt hatte.
durch Kaugummischichten geschützt
Stimmt, die Kautschukeinlagen von Marathon & Co. erhöhen den Pannenschutz auf der Lauffläche deutlich. Und sie haben den zusätzlichen "Vorteil", daß die Bremsklötze (durch erhöhten Rollwiderstand = kürzere Bremswege) länger halten :lol: Dann schon lieber Kevlar/Aramid/Vectran. Plus ein zusätzliches Pannenschutzband ;)

EmilEmil
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Re: "Interview" mit Schwalbe

Beitrag von EmilEmil » Do 2. Feb 2017, 15:49

Also, ganz langsam reißt mir der Geduldsfaden und ich frage mich, wieviel Escorial Grün (56 Vol%) muß man getrunken haben, um solch einen Nonsens (Nonstop oder nicht ?) zu verfassen:
"Die Schnittfestigkeit der Pannenschutzschicht im Reifen muß sehr stark sein. Ein Material hingegen, das den Druck "sanft" nach innen weitergibt, muß weit weniger hohe Anforderungen erfüllen." :lol: :mrgreen: :lol:
Was an Spannung innerhalb eines Materials weitergegeben wird, bestimmt sich nach den Gesetzen der Technischen Mechanik (Für den Laien: "Druck" innerhalb festen oder "halbfesten" Körpers wie "Gummi" ist eine gerichtete Größe und wird als Spannung bezeichnet).Bei gleichem Gummi-Material und gleichem Schnittschutzgewebe (Geometrie auch gleich, bis auf die Position des Gewebes) ist es einem eindringenden Nagel völlig Banana ob sich die Schutzschicht nahe der Außenseite des Reifenmantels oder hinter der Innenseite befindet. Die Eindring-Energie, um den Schlauch zu erreichen, hat denselben Betrag.
Nebenbei bemerkt: Vectran hat die besten Eindringwerte (Zig-fach mehr als Aramidgewebe, woraus Schußwesten hergestellt werden. Kevlar ist ein Markenname für Aramidfasern).
Jetzt ist das Ende der Fahnenstange erreicht, da ist ja Mr. Trump fast noch ein logisch denkender Mensch.
Host mi :!:

MfG EmilEmil

Raffineur
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Re: "Interview" mit Schwalbe

Beitrag von Raffineur » Do 2. Feb 2017, 19:12

@EmilEmil: Tut mir leid, ich kann Dir nicht ganz folgen. Natürlich bin ich stets vom gleichen Druck ausgegangen, mit dem ein Fremdkörper eindringt. Nur das Schutzprinzip ist unterschiedlich.

Der Reifen und damit auch die darin befindliche Pannenschutzschicht kann und darf nicht oder nur sehr geringfügig nach innen nachgeben, weil der Fahrbahnkontakt ja bestehen bleiben muß. Deswegen verwendet man dafür ja auch sehr reißfeste Materialien wie eben diejenigen für schußsichere Westen. Aber auch die gelangen bei sehr spitzen Eindringlingen sehr rasch an ihre Grenzen. (Alternativ Kautschuk, mit den genannten Nebenwirkungen.)

Pannenschutzbänder befinden sich zwischen Reifen und Schlauch und können, sollen und müssen nach innen nachgeben, d.h. eindringende Spitzen so weit wie möglich entschärfen und den Schlauch nach innen drücken. Das heißt, sie müssen sehr zäh, aber elastisch sein (siehe oben eingefügtes Bild). Deswegen sind sie aus Polyurethan. Es gibt auch welche aus Aramid (siehe https://www.panaracer.com/lineup/tube_accessory.html, runterscrollen bis Flat Away), aber User berichten, daß diese aufgrund der unvermeidlichen Walkarbeit nach einem Jahr oder so zerbröseln.

Mein Fazit: Für einen guten Pannenschutz bin ich durchaus bereit, einen geringfügig höheren Rollwiderstand und ein leicht höheres Gewicht in Kauf zu nehmen. Das beste Verhältnis scheint mir in einem Reifen mit eingebautem Kevlar/Vectran/Aramid-Gewebe und einem zusätzlichen Pannenschutzband aus Polyurethan zu liegen. Das eine tun und das andere nicht lassen :D

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Re: "Interview" mit Schwalbe

Beitrag von alterfalter2 » Do 2. Feb 2017, 19:43

@ EmilEmil
@ Raffineur

Aus meiner Erfahrung weiß ich, daß Pannenschutzbänder bei Reifen mit dünner und wenig Widerstand bietender Lauffläche nützlich sind. Am deutlichsten wurde mir das klar, als ich 1988 das AM2 Moulton mit Pannenschutzbändern von Mr Tuffy aus USA ausgerüstet hatte. Dieses Rad nutzte ich für meine Fahren zum Dienst quer durch die Stadt und gefühlt lag damals mehr scharfkantiges und spitzes Material auf den Straßen.
Die dünnen Slicks von Wolber (F) konnte ich so lange fahren, bis das Pannenschutzband durch die Decke blitzte, es gab damals keine mir bekannte Alternative an Reifendecken in 17" für dieses Rad.
Wenn von Pannen berichtet wird, die das Pannenschutzband verursacht (!) hat, dann ist man mit zu geringen Luftdruck in den Pneus gefahren, so daß durch die Walkarbeit das Band den Schlauch angeschnitten hat - regelmäßig Druck prüfen und nachpumpen ist Pflicht.

Heute gibt es Decken mit eingebautem Pannenschutz. Die sind sicherlich OK, aber evtl. schwerer, als ein gleicher Reifen mit eingelegtem Schutzstreifen. Außerdem wirft man den Pannenschutz mit weg, wenn die Decke gewechselt werden muß, deutlich teurer sind solche Reifen auch.
Ich habe mir aus GB den Panaracer Flat Away Pannenschutzstreifen mitgebracht der eingeklebt wird, möchte ihn testen und bin gespannt auf das Ergebnis.
Ich fahre inzwischen mit den Kenda-Schutzbändern - sie sind ähnlich flexibel wie die Mr Tuffy, nicht so hart wie z.B. die Contec Einlage, die man hier überall bekommt.

Gruß TIL

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Re: "Interview" mit Schwalbe

Beitrag von Raffineur » Do 2. Feb 2017, 20:17

@TIL:
Und ich dachte, Du würdest mit "meinen" Stop Flats 2 herumfahren? ;)

Kennst Du einen Reifen, der einen Pannenschutz aus PU eingebaut hat? Mir sind nur die erwähnten hochfesten Gewebe und Kautschuk bekannt. Eben aus dem Grund, weil sie verschieden wirken: hier Abwehr, dort Nachgeben.

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Re: "Interview" mit Schwalbe

Beitrag von alterfalter2 » Do 2. Feb 2017, 21:23

@ Raffineur
"Kennst Du einen Reifen, der einen Pannenschutz aus PU eingebaut hat?"

..kenne ich nicht, nutze ausschließlich die wiederverwendbaren Streifen.

Gruß TIL

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Re: "Interview" mit Schwalbe

Beitrag von Raffineur » Fr 3. Feb 2017, 11:44

@alterfalter2:
Bin schon gespannt auf Deinen Bericht über die Flat Aways. Panaracer hatte sie an der Eurobike nicht ausgestellt. Als ich nach dem Grund fragte, hieß es, sie würden lieber die Dichtmilch anbieten :roll:

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