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Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

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EmilEmil
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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von EmilEmil » Do 6. Nov 2014, 15:37

Also, ich kenn auch solche Rampen, die 1000 [m] oder mehr lang sind. Mit 6 [km/h] brauchst Du dann 10 [Min] für 1000 [m]. Aber bei 4 [km/h], Fußgänger mit Fahrrad schiebenderweise, brauchst Du 15 [Min]. Das sind schon [5 Min] mehr. Liegt eine solche Rampe auf Deinem täglichen Arbeitsweg, ist der Zeitverlust ebenso unangenehm und etwa gleichgroß wie bei der Überquerung einer mehrspurigen Ringstraße, wo Dich die Straußenbaubehörde (und der Verkehr !) zwingen, die Ampel Fahrbahnstreifen-weise mit jeweils > 1 [Min] Wartezeit zu überwinden. Insgesamt etwa 5 [Min] Verlust. Zwei Richtungen geradeaus, 1xmal Linksabbieger, 1xmal Rechtsabbieger der kreuzenden Straße. Das alles, wo Du eigentlich auf der bevorrechtigten Straße bist und nur Links abbiegst. Bei 3 solcher Kreuzungen ergeben sich dann mit Hin- und Rückfahrt 6 x 5 = 30 [Min] Wartezeit. Eine ähnliche Rechnung kann man für 19 % Rampen aufstellen. Anders als die Ampeln zählen die nur einfach.
IMHO habe ich keine Zeit zu vergeuden (Je älter Du wirst, desto schneller rennt die Zeit :roll: :D :roll:) , und bei meinen Rädern gehört es immer dazu, diese unter extremeren Bedingungen zu testen als es vielleicht normalerweise vorkommt. Besonders dann, wenn, wie in diesem Fall, der Lenker und der Vorbau aus neuen Teilen und der Vorbauschaft sowie dessen Klemmung aus einer Neukonstruktion besteht.
Aber für Dich @PeterPibach hole ich gern den 19 % Schiebetest nach und übermittele die relevanten Daten.

MfG EmilEmil

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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von Pibach » Do 6. Nov 2014, 15:42

Die Rechnung kann gut hinkommen. Täglich 1000m mit 19% wäre allerdings bitter - oder man nimmt es sportlich. Oder den Bus.

EmilEmil
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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von EmilEmil » Do 3. Sep 2015, 15:06

Bruch des Sitzrohrs
Bild
Da hatte ich endlich die lange verschobene Modifikation des hinteren Gepäckträgers durchgeführt und freute mich darauf, mit den MowJoe-Reifen ein paar unbeschwerte Ausritte in diesem Herbst zu genießen, da bricht das Sitzrohr bei Kilometerstand 4676 (eigene Kilometer-Fahrt).
Die von den Vorgängern mit dem Rahmen abgespulten Strecken kann ich nur schätzen: Die setze ich mal hochgeschätzt mit derselben Zahl an. Es (das Sitzrohr) tanzte dann insgesamt knapp 10 000 [km] :shock:
Dieser Schlitz ist technisch gesehen ein übler Riß, der ordentlich abgebohrt sein sollte (In diesem Fall ist er nur ausgerundet !).
Zusammen mit der Belastung durch Fahrergewicht ( ca 10 % über Standard) sorgen die Klemmkräfte, unterstützt durch die Kerbwirkung, für einen Dauerbruch (sicher innerhalb der Zeitfestigkeit).
Verboten an der Konstruktion ist dazu noch, daß die Sitzstreben, die durch Lastaufnahme oberhalb dieses kritischen Bereichs, diese Stelle entlasten könnten, kampflos diese Stelle der Belastung zur Verfügung stellen.
Die Klemmung wurde schon vor langer Zeit im Hinblick auf einen Sattelstützendurchmesser von 25,4 [mm] vermessen und und zeigte übliche Werte von 25,4 plus 0,2 [mm] Spiel (Leicht saugend wie für einen Lötspalt). Die Sattelstütze ist 400 [mm] lang und der max. Auszug mit 330 [mm] Länge ist mit einem Körnerschlag markiert.
Die Klemmung der Sattelstütze mit nur einer Schelle (einem Schnellspanner oder einer Klemmschraube) war mir schon immer suspekt. Das habe ich schonmal irgendwo als genialen Pfusch bezeichnet (Solange es hält; wenn es bricht,ist es nur Pfusch).
Eine ordentliche Lösung war (ist?) bei normalen Rädern mit Sattelstützen < 200 [mm] anscheinend nicht besonders dringlich. An meinen anderen Rädern ging schon mal die Sattelstütze aus Stahl :roll: in eine Bananenform über. Seitdem ich Aluminium-Stützen einsetze, gab es damit keine Probleme.
Da blieb (bleibt) es den Faltrad-Konstrukteuren vorbehalten, für kleine Laufradgrößen von ca 20" und kleiner sich eine hinreichend standfeste Lösung auszudenken. 20" macht längere Sattelstützen erforderlich, was zu größeren Biegemomenten führt.
Daß "fast alle" (das sind alle bis auf endlich viele) daran scheitern, ist angesichts der Tatsache, daß die meisten schon mit der Übersetzungs-Auslegung der "Kleinrädler" nicht zu Rande kommen, kein Wunder.
Eine ordentlich Lagerung der Sattelstütze hat im Sinne des Maschinenbaus eine Zwei-Punkt-Lagerung.
Vor Winter/Frühjahr 2015/16 werde ich nicht dazu kommen, eine solche Lösung zu verwirklichen.

MfG EmilEmil

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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von Pibach » Do 3. Sep 2015, 15:26

Oh, sehr schade. Mein Beileid.
EmilEmil hat geschrieben:.
Verboten an der Konstruktion ist dazu noch, daß die Sitzstreben, die durch Lastaufnahme oberhalb dieses kritischen Bereichs, diese Stelle entlasten könnten, kampflos diese Stelle der Belastung zur Verfügung stellen.
Ja.
Wobei das auf dem Bild so aussieht, dass das Hauptproblem eine leichte Aufweitung des Rahmens ist. Also ab der Stelle, wo die Streben sitzen das Sattelrohr nicht abgestützt wird. D.h. auch eine etwas längeres Sattelstütze kann den Klemmbereich nicht entlasten. Scheint auch keine Hülse zu geben, die den Klemmdruck etwas verteilt. Im Grunde ist ein Bruch bei dieser Konstruktion vorprogrammiert.

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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von berlinonaut » Do 16. Mär 2017, 01:51

Vor ein paar Tagen ist mir ein möglicher Verwandter (mindestens namenstechnisch) Deines Folding Star über den Weg gelaufen - mit (schwer erkennbarem) Falt- bzw. Zerlegegelenk am Hauptrahmen und reifentechnisch bestens für üble Berliner Strassenverhältnisse gerüstet:

Bild

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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von EmilEmil » Do 16. Mär 2017, 10:49

Schönen Dank für dieses Modell. Ich kann es auf dem Bild nur erahnen: Da scheint eine Zerlege-Kupplung verbaut zu sein. An der Unterseite eine Lasche mit Schlitz, in den das Gegenstück eingeschoben wird, und an der Oberseite wird nur ein Schraubbolzen mit einer Griffmutter festgedreht.
Leider kann ich nicht erkennnen, wie am Tretlager der Rahmen-Knoten und sinnvollerweise zusätzlich oberhalb eine Versteifungsstrebe ausgeführt sind (In dem Bereich treten die größten Biegemomente auf !).
Es gab wohl auch Konstruktionen, da hat man das Oberrohr weggelassen und das verbleibende Unterrohr wahnsinnig verstärkt. Einige Händler wußten das und sprachen von "Wasserrohr". Leichtbau ist allerdings etwas Anderes !

MfG EmilEmil

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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von berlinonaut » Do 16. Mär 2017, 12:31

EmilEmil hat geschrieben:
Do 16. Mär 2017, 10:49
Schönen Dank für dieses Modell. Ich kann es auf dem Bild nur erahnen: Da scheint eine Zerlege-Kupplung verbaut zu sein. An der Unterseite eine Lasche mit Schlitz, in den das Gegenstück eingeschoben wird, und an der Oberseite wird nur ein Schraubbolzen mit einer Griffmutter festgedreht.
Leider kann ich nicht erkennnen, wie am Tretlager der Rahmen-Knoten und sinnvollerweise zusätzlich oberhalb eine Versteifungsstrebe ausgeführt sind
Ich war leider etwas in Eile und hab daher nur fluchs im Vorübergehen dieses eine Foto gemacht. An der Stelle komme ich aber gelegentlich vorbei - vielleicht finde ich die blaue Elise noch mal. Einstweilen habe ich mal per Bildausschnitt versucht, Dir ein besseres Detailbild zu basteln:

Bild

Bild

Ab davon finden sich in Berlin dank Retrotrend und Hipsterisierung mittlerweile regelmässig Vertreter des klassischen Klapperatismus ;) :

Einer gegen alle:
Bild

after Sunset:
Bild

folding love:
Bild

two small blue vehicles
Bild

ich glaube dies war nicht Berlin sondern in Spanien, aber trotzdem nett:

Bild

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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von Motte » Do 16. Mär 2017, 14:53

Macht nix, denn das Grüne müsste ein altes Sachs Rad sein.

Ich hab letztes Jahr eine Unmenge alter MIFA Räder (mit 24 Zoll) draußen in den Abstellanlagen gesehen (in der Gegend um das BW - Krankenhaus). Die werden wohl nicht gefaltet - scheinen aber mächtig in zu sein.

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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von EmilEmil » So 19. Mär 2017, 18:05

@berlinonaut, so interessant die Bilder der alten Klappräder sein mögen, die letzten 5 Bilder haben aber mit dem Thema "Folding'Star" nichts zu tun. Die wären sicher im "Katastrophen-Faltrad der 1970-er Jahre" besser aufgehoben. Wenn Du kannst, verschieb sie bitte dorthin.
weitere-f77/katastrophen-faltrad-der-19 ... html#p5562
Nachdem Du von der "Blauen Elise" den Tretlager-Bereich vergrößert und sichtbar gemacht hast (meine Vermutung der schwachen Konstruktion wurde bestätigt :roll:) , kurz noch eine Anmerkung im Vergleich zum "Folding*Star":
Der Anschluß des Hauptrohrs im "Feld" der Sitzstrebe (ca 150 [mm] oberhalb des Tretlagers) sorgt für eine ausgewogenere Spannungs-Verteilung und zu weniger extremen elastischen Deformationen (Flex) des Faltrad-Rahmens (zB macht im Fahrbetrieb der Sitzknoten beim Folding-Star-Rahmen weniger Deformation in Richtung Lenker als bei der "Blauen Elise" ). Das aufgeschweißte U-förmige Verstärkungsblech (Knoten Hauptrohr/Sitzstrebe) ist eine weitere Verbesserung.
Es ist von mir hier im Forum schon einige Male darauf hingewiesen worden, daß IMHO der Tau-Doppel-Delta-Rahmen das meiste Leichtbau-Potential hat (Leicht, Steif und Haltbar). Gerne hätte ich einen solchen Rahmen gebaut. Mir fehlen dafür aber die finanziellen Mittel für Material und Einrichtungen und das praktische KnowHow eines Rahmenbauers.
Die Warscheinlichkeit, daß ich in dieser Hinsicht noch große Fortschritte mache, ist bei meinen Lebensalter realistischerweise sehr gering anzusetzen.
Der Sitzrohrbruch vom Folding*Star ist derzeit in Bearbeitung, Bilder gibt es nach erfolgreicher Reparatur.

MfG EmilEmil

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Re: Folding*Star 20" Faltrad-Prototyp

Beitrag von EmilEmil » Sa 1. Apr 2017, 12:09

Sollte kein neuer Beitrag werden ! Aber Bilder sind immer gut !
Letzter Stand vor dem Sitzrohrbruch:
Bild
Faltmaß von 77 x 66 x 33 [cm³]:
Bild
Dito im Schnellfalt-Modus (Lenker wird nur eingeschoben !)
Bild

MfG EmilEmil
Zuletzt geändert von EmilEmil am Sa 1. Apr 2017, 12:40, insgesamt 6-mal geändert.

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