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Wann/ wie gut sind Schutzbleche am Faltrad?

Verfasst: Mi Jun 08, 2011 2:28 pm
von omega1848
Erst einmal ein freundliches Hallo!
Ich bin noch absoluter Faltrad-Neuling bzw. versuche mich gerade mal durch die ganzen verschiedenen Möglichkeiten, Hersteller, Varianten, etc. einzulesen.
Hintergrund: Da ich nun seit einigen Monaten fleißiger Bahnfahrer bin und mir die 15-20 min zu Fuss zum und vom Bahnhof (und dann zu/ von der Firma) jetzt doch langsam auf die Nerven gehen, bin ich auf der Suche nach einem Faltrad.
Aktuell habe ich bisher nur recht viele R&M Birdy’s und Brompton gesehen, beide finde ich schon mal hoch interessant, aber da muss ich mich erst noch mal mehr reinlesen, auch bei den Dahons...

Ich habe aber erst mal eine ganz andere Frage:
Wann sind den Schutzbleche am Faltrad wirklich sinnvoll (ja, klar wenn es regnet.. :oops: ) bzw. wie gut sind diese überhaupt?
Klingt vielleicht nach einer blöden Frage, aber ich bin halt sehr of im Anzug unterwegs, d.h. wenn es dann regnet werde ich vermutlich doch eher mit dem Schirm durch die Gegend laufen als auf dem Fahrrad sitzen...
Wie gut halten die Schutzbleche das Spritzwasser weg? Richtig gut, oder mehr so nur das gröbste?
Den anderen Gedankengang den ich hatte war nach dem Motto, wenn Schutzbleche notwendig sind, dann ist meistens die Situation so blöd, dass z.B. die Kette auch mehr drunter leidet, also sich auch mehr einsifft und man sich somit auch wieder mehr einsaut...

Würde mich mal interessieren wie so eure Einschätzungen sind? Sicherlich gibt es auch wirkliche „Hardcore“ Fahrer die bei jedem Wetter mit ihrem Faltrad unterwegs sind, aber ist das die Mehrheit? Bzw. welche Erfahrungen habt ihr?

Vielen Dank für eure Hilfe vorab!!
Grüße

Wann/ wie gut sind Schutzbleche am Faltrad?

Verfasst: Mi Jun 08, 2011 4:06 pm
von cruisen
Auch wen ich in den frostfreien Monaten jeden Tag, bei jedem Wetter, mit dem Moped zur Arbeit fahre und nicht mit dem Faltrad würde immer Schutzbleche installieren. Ich mag dieses rumgespritze überhaupt nicht. Selbst auf unseren alten Bahnrädern ist die Mindestvorraussetzung Schutzbleche.
Wo ich bei einem Faltrad zum täglichen Fahren in der Bahn allerdings absolut drauf achten würde ist das es im zusammengefalteten Zustand rollbar ist. Sehe das immer wenn ich mit Freundin unterwegs bin und sie ihr Dahon tragen muß während ich gemütlich über den Bahnsteig oder durch die Reihen im Zug schiebe. Aber an dem Problem arbeite ich auch schon und hoffe das ich das bei ihrem Dahon auch bald realisiert bekomme. Durch die art des faltens ist es hier aber schwieriger wie ich finde.

Gruß Dirk

Wann/ wie gut sind Schutzbleche am Faltrad?

Verfasst: Mi Jun 08, 2011 4:58 pm
von Pibach
cruisen hat geschrieben:Sehe das immer wenn ich mit Freundin unterwegs bin und sie ihr Dahon tragen muß während ich gemütlich über den Bahnsteig oder durch die Reihen im Zug schiebe.
Gerade die Dahons lassen sich sehr gut schieben. Entweder im "Quickfold" oder im "Magnet eingerastet fold", am besten an der Sattelstütze schieben, siehe dieses Video oder dieses.

Wann/ wie gut sind Schutzbleche am Faltrad?

Verfasst: Mi Jun 08, 2011 5:04 pm
von Motte
Moin.

Ich weiß jetzt nicht, wie langsam Du gehst, aber bei nur 15 - 20 Minuten Fußweg würde ich persönlich keinen Gewinn durch ein Faltrad sehen. Hast dann ja immer mind. 10 Kg und einigen Kram (Flickzeug/Pumpe/Helm) zusätzlich dabei. Grob geschätzt (aufgrund ähnlicher Situationen) würde ich vermuten, dass Du aufgrund des Faltens und Gepäck umpacken bestenfalls 50% an Zeit sparst. Ob das den ganzen Aufwand wert ist? Schon mal über ein Kickboard nachgedacht?

Wenn Du in einer Gegend wohnst, wo das Wetter so beständig ist, dass es entweder den ganzen Tag regnet oder grundsätzlich trocken bleibt, kannst Du auf Schutzbleche + Gummispoiler verzichten. In allen anderen Zonen kann es immer mal überraschend regnen - das sieht man Dir dann ohne den Kram an.
Ich selbst gehöre zur Fraktion der Weicheier, die nur dann mit dem Rad zur Arbeit fahren, wenn es überwiegend trocken ist. Da ich "beratend" tätig bin kommt weder verschwitzt (Regenzeug) noch klatschnass in meinen Sprechzeiten besonders gut an. :mrgreen: Zumal meine Radstrecken jeweils etwas länger wären.

Ich hab bei meinem Dahon Mü (mit halboffenem Kettenkasten + Nabenschaltung) bei Regen keine Probleme, und beim Utopia Timor auch nicht. Beide haben genügend breite Schutzbleche und die "Spoiler" von Hause aus. Gleiches gilt für das Brommie. Man muss bei allen drei Rädern schon sehr artistisch begabt sein um sich an der Kette dreckig zu machen.

Vom Birdy würde ich in so einem Nutzungsfall aufgrund persönlicher Erfahrung eher abraten. Ich hab selbst eins, dass ich auch gerne fahre - auch hier funktionieren Schutzbleche + Spoiler im Fahrbetrieb - aber nicht so gut wie bei den anderen, weil das Tretlager hier recht tief sitzt. Viel schlimmer ist es, dass Du zum Falten in das dreckige Vorderrad greifen musst um es zu arretieren. Und wenn Du Pech hast, kommt beim Falten noch die Kette an unten an den Rahmen oder an den rechten Teil der Vorderradnabe - dann hast Du da Kettenfett.

Gruß

Udo

Wann/ wie gut sind Schutzbleche am Faltrad?

Verfasst: Mi Jun 08, 2011 5:42 pm
von cruisen
Motte hat geschrieben: Vom Birdy würde ich in so einem Nutzungsfall aufgrund persönlicher Erfahrung eher abraten. Ich hab selbst eins, dass ich auch gerne fahre - auch hier funktionieren Schutzbleche + Spoiler im Fahrbetrieb - aber nicht so gut wie bei den anderen, weil das Tretlager hier recht tief sitzt. Viel schlimmer ist es, dass Du zum Falten in das dreckige Vorderrad greifen musst um es zu arretieren. Und wenn Du Pech hast, kommt beim Falten noch die Kette an unten an den Rahmen oder an den rechten Teil der Vorderradnabe - dann hast Du da Kettenfett.
Udo
Auch wenn ich selber ein Birdy fahre kann ich dir da nur zu stimmen. Ein super Rad aber die Hände sind dreckig nach dem falten. Fürs tägliche Fahren in der Bahn währe meine Wahl ein Brompton. Meiner Meinung nach für den Fall, und alle anderen, optimal.

Wann/ wie gut sind Schutzbleche am Faltrad?

Verfasst: Mi Jun 08, 2011 5:48 pm
von cruisen
Pibach hat geschrieben:Gerade die Dahons lassen sich sehr gut schieben. Entweder im "Quickfold" oder im "Magnet eingerastet fold", am besten an der Sattelstütze schieben, siehe dieses Video oder dieses.
Kann ich nicht bestätigen. Ich finde das total wackelig, unhandlich und wenn man beim rangieren in der Bahn mal zurück ziehen muß drehen sich die Pedale und bleiben am Rahmen hängen.

Aber jeder hat ja ein anderes Empfinden und legt auf andere Dinge wert.

Gruß

Dirk

Wann/ wie gut sind Schutzbleche am Faltrad?

Verfasst: Mi Jun 08, 2011 7:53 pm
von Pibach
cruisen hat geschrieben: Kann ich nicht bestätigen. Ich finde das total wackelig, unhandlich und wenn man beim rangieren in der Bahn mal zurück ziehen muß drehen sich die Pedale und bleiben am Rahmen hängen.

Aber jeder hat ja ein anderes Empfinden und legt auf andere Dinge wert.
Na, jeder hat halt am meisten Erfahrung mit seinem Rad. Ich hab z.B. bisher gedacht, mit dem Birdy ginge das Schieben garnicht, da flatter ja auch alles drucheinander. Aber Du hast das ja offenbar kreativ gelöst.

Beim Dahon geht das Schieben am besten mit dem Uno, weil das etwas enger faltet. Rückwärts zurückrangieren am besten über das Vorderrad leicht kippen (damit sich die Pedalen nicht mitdrehen). Ich mach das meist im Quickfold, also Lenker ausgeklappt, 180°, greife mit einer Hand Sattel und Lenker zur Arretierung. Geht wurderbar, bin sehr wendig damit im ÖPNV. Im Übrigen würde ich mich freuen, wenn die Falträder in dieser Richtung ausgereifter wären. Das wird z.B. bei den IOS & Vector Rahmen versucht, die falten neuerding "180°", da ist aber noch Platz für Verbesserungen.

Zum Hinstellen gibt es von Dahon einen Doppel-Kickstand, auf dem steht das Rad auch zusammengefaltet recht sicher - und zwar auch bei ausgezogener Sattelstütze:
Bild

Wann/ wie gut sind Schutzbleche am Faltrad?

Verfasst: Mi Jun 08, 2011 8:54 pm
von roogy
Hmm, ganz ehrlich: bei richtig miesem Wetter und nicht vermeidbaren Pfützen hab ich schonmal häufiger Schuhe und unteres Hosenbein nassgespritzt, trotz Schutzblechen am Dahon. Fahre je Strecke zur Arbeit ca 12km, großteils Asphalt, trotzdem...

Wann/ wie gut sind Schutzbleche am Faltrad?

Verfasst: Mi Jun 08, 2011 9:33 pm
von Rone
roogy hat geschrieben:trotz Schutzblechen am Dahon
Bleche kann jeder! Die Spritzlappen an den SKS-Blechen regeln (fehlen auf dem Bild von Peter). Evtl. kann Brompton das mit seinem Monsterlappen vorne serienmäßig noch besser, ansonsten kann man sowas aber auch selber basteln! Anleitungen für Lappen aus Leder, Plastikfolie oder Plastik-Shampoo-Flaschen finden sich zu Hauf im Netz.

Kurzum: Gegen das Wasser von oben hilft gute Kleidung, gegen Wasser von unten helfen tieffliegende Spritzlappen am Schutzblech vorne!

Wann/ wie gut sind Schutzbleche am Faltrad?

Verfasst: Do Jun 09, 2011 7:29 am
von roogy
Rone hat geschrieben:
roogy hat geschrieben:trotz Schutzblechen am Dahon
Bleche kann jeder! Die Spritzlappen an den SKS-Blechen regeln (fehlen auf dem Bild von Peter).
Habe die original SKS-Kunststoff"bleche" mit Spritzlappen. Hilft bei längerer Fahrt nicht wirklich, weil allein der Reifen soviel Feuchtigkeit aufwirbelt, dass das Hosenbein und den Schuh nass werden. Nicht mit dicken Tropfen, sondern stetig mit Feuchtigkeit benetzt bis alles durchnässt ist.

Nichts desto trotz fahre ich bei jedem Wetter, denn triefnass werde ich davon auch nicht. :D Wichtiger ist in der Tat Schutz vor Feuchtigkeit von oben, hab mir jetzt als Ersatz für eine sehr unförmige Regenhose die Rainlegs bestellt, mal sehen was die bringen.