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Sind Gel-Sättel inzwischen fahrbar ?

Es muss nicht immer gleich die Werkstatt sein. Do-It-Yourself!
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EmilEmil
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Sind Gel-Sättel inzwischen fahrbar ?

Beitrag von EmilEmil » Mo 14. Jan 2019, 19:58

Gel-Sättel sind bei mir mit der Einschätzung des absoluten Billigteils (Verführt unbedarfte Radler mit einer perfekten Anpassung an die menschlichen Kontakt-Flächen zum Kauf: Es ist ja so schön angenehm, endlich Druck-frei ohne Schmerzen auf dem Radl zu sitzen. Für das spezielle Einkaufsrad (Das nie mehr als 3 [km] am Stück gefahren wird) kann das durchaus eine Lösung sein. Meist kommt es aber so, daß auch die Einkaufsschlampe unvermutet (Besuch, Plattfuß, Umbau des sportlichen Rades u.a.) für längere Strecken eingesetzt werden muß. Da kann dann ein Rad mit eingeschränkter Streckentauglichkeit zum Stinktier mutieren.
In diesem Link: https://www.betten.de/magazin/was-ist-e ... ratze.html
ist nun dokumentiert, daß sich auch bei Matratzen etwas bewegt hat und eine verfeinerte Konstruktion die Vorteile des Materials "Gel" für die Polster-Funktion der Matratze zur Geltung kommen läßt.
Was für Matratzen gilt, sollte auch für das Polster des Sattels möglich sein. Da ich bisher den Einsatz von Gel (der drückt sich platt und macht dann Pein am Allerwertesten) ziemlich negativ gesehen und daher abgelehnt habe, gibt es bei mir keine Erfahrungen mit Gelsätteln, geschweige denn Kenntnisse der detailierten Konstruktion. Dem Neuen bin ich trotz meines abgestandenen Alters immer noch aufgeschlossen und zugetan. Also wer etwas weiß oder beitragen kann, sollte nicht zögern, etwas zu berichten.

MfG EmilEmil

Motte
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Re: Sind Gel-Sättel inzwischen fahrbar ?

Beitrag von Motte » Mo 14. Jan 2019, 22:10

Wenn es um Langlebigkeit bei nicht allzu hohem Eigengewicht geht, dann kommt man an Ledersätteln wohl nicht vorbei. Sie haben immer noch eine sehr geringe Reibung und heizen sich im Sommer nicht so auf. Gel Sättel sind da extrem fies – weil das Gel meist ein guter Wärmespeicher ist. Wenn man das Rad in der prallen Sonne parkt und unbedingt sofort wieder los fahren will, sollte man daher besser seine Familienplanung schon abgeschlossen haben. ;)

Vor ca. 1 ½ Jahren war ich am Tern Verge – das ich im Alltag und auf Touren viel einsetze – mit meinem bisher immer geschätzten SQ Lab 602 (der hat einen Leder Überzug – ist sonst recht „hart“) zunehmend unzufrieden. Und hab es mal mit einem Terry Fisio probiert – diesem hier: https://www.rosebikes.de/terry-fisio-gt ... tel-863849

Die bisherigen 3000 Km verliefen gut – bin mit dem Ding zufrieden. Auch bei mehrtägigen Touren mit 70 - 90 Km/Tag keine Probleme. Das ist aber kein weicher Stadt Sattel mit Komfortsänfte. Und er hat auch keine große einfache Gelblase die man platt sitzen könnte.
Hab den letztlich gekauft, weil der Reiseradlerladen „meilenweit“ in Bochum ihn empfohlen hat. (Und ich auch keine bessere Idee dazu hatte)

Ob und wann er durchgesessen ist – dazu kann ich nix sagen. Bis jetzt hab ich gefühlt nicht den Eindruck, dass er sich irgendwie verändert hat (außer dass ich den Werbeaufdruck beim Sitzen vernichtet habe). Na – wenn er 6 oder 7 Jahre hält wäre ich zufrieden. Wenn er länger hält – sehr zufrieden.
Im Alltag trage ich normale Baumwoll-Unterhosen – wobei ich jene bevorzuge, die keine Mittelnaht haben. Das klappt bei dem Sattel ganz gut. Auf Reisen/längeren Ausflügen sind es dann spezielle Rad-Unterhosen mit Sitzpolster. Damit fährt es sich angenehmer. Aber so „gepampert“ möchte ich nicht im Büro unterwegs sein.


Interessanterweise stört mich der SQ Lab 602 am Birdy überhaupt nicht - da ist die Sitzhaltung anscheinend so anders, dass es klappt. Auf beiden Rädern sitze ich grundsätzlich aber bequem und kann dort auch beliebig lange Touren fahren.

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