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Radreise quer durch Deutschland und Alpen mit Faltrad oder MTB?

Mit dem Faltrad um die Welt.
Zauberfaltrad
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Radreise quer durch Deutschland und Alpen mit Faltrad oder MTB?

Beitrag von Zauberfaltrad » Sa 21. Apr 2018, 09:15

Guten Morgen zusammen!

ich erfülle mir einen großen Traum, für ganze vier Monate (ab 01.05.) aus dem Hamsterrad auszusteigen, also einen unbezahlten Urlaub zu nehmen und erst dann wieder in den Arbeitsalltag zurückzukehren.

Ich mache mir schon länger Gedanken über die Touren, die ich gerne fahren würde und hier setze ich mehr auf Spontanität als genaue Planung, denn Deutschland und angrenzende Länder sind groß genug und werde mir schon einiges an Natur und Ortschaften bieten.
Wenn ich unten am Bodensee bin, so fahre ich vielleicht auch quer durch die Alpen in den Süden oder nach Österreich und jetzt stelle ich mir natürlich die Frage, ob ich dann und überhaupt lieber ein MTB nehme + Einrad-Anhänger (noch nicht vorhanden) oder mein Faltrad, das Tern Link N8 und hänge dort die Taschen ein und fahre gemütlich aber dann auch eben auch gut ausgestattet direkt los, ohne Anreise mit Bahn oder Auto.

Was spricht für das MTB oder Faltrad und dagegen? Und macht es Sinn, das vordere Kettenblatt am Falter gegen ein 44er zu wechseln, wie ich es schon hier gelesen habe, oder besser nur mitnehmen und nur umbauen, wenn es wirklich steile Anstiege gibt, je nach Ort oder wenn es tatsächlich durch die Alpen geht. Mir wäre eine ordentliche Geschwindigkeit von 30-40 km/h ebenfalls wichtig.
Ansonsten bin ich eigentlich gut trainiert (Ausdauer), da ich seit 2013 regelmäßig und viel mit dem Fahrrad unterwegs bin. Auf der Reise fahre ich auch direkt von einem Campingplatz zum nächste und werde die meiste Zeit zelten und nur wenige Male eine Unterkunft buchen.

Ich freue mich auf Eure Meinung und über die Hilfestellung.

Viele Grüße, Zauberfaltrad

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Re: Radreise quer durch Deutschland und Alpen mit Faltrad oder MTB?

Beitrag von Karsten » Sa 21. Apr 2018, 11:32

Zauberfaltrad hat geschrieben:
Sa 21. Apr 2018, 09:15
Guten Morgen zusammen!

ich erfülle mir einen großen Traum, für ganze vier Monate (ab 01.05.) aus dem Hamsterrad auszusteigen, also einen unbezahlten Urlaub zu nehmen und erst dann wieder in den Arbeitsalltag zurückzukehren.

Ich mache mir schon länger Gedanken über die Touren, die ich gerne fahren würde und hier setze ich mehr auf Spontanität als genaue Planung, denn Deutschland und angrenzende Länder sind groß genug und werde mir schon einiges an Natur und Ortschaften bieten.
Wenn ich unten am Bodensee bin, so fahre ich vielleicht auch quer durch die Alpen in den Süden oder nach Österreich und jetzt stelle ich mir natürlich die Frage, ob ich dann und überhaupt lieber ein MTB nehme + Einrad-Anhänger (noch nicht vorhanden) oder mein Faltrad, das Tern Link N8 und hänge dort die Taschen ein und fahre gemütlich aber dann auch eben auch gut ausgestattet direkt los, ohne Anreise mit Bahn oder Auto.

Was spricht für das MTB oder Faltrad und dagegen? Und macht es Sinn, das vordere Kettenblatt am Falter gegen ein 44er zu wechseln, wie ich es schon hier gelesen habe, oder besser nur mitnehmen und nur umbauen, wenn es wirklich steile Anstiege gibt, je nach Ort oder wenn es tatsächlich durch die Alpen geht. Mir wäre eine ordentliche Geschwindigkeit von 30-40 km/h ebenfalls wichtig.
Ansonsten bin ich eigentlich gut trainiert (Ausdauer), da ich seit 2013 regelmäßig und viel mit dem Fahrrad unterwegs bin. Auf der Reise fahre ich auch direkt von einem Campingplatz zum nächste und werde die meiste Zeit zelten und nur wenige Male eine Unterkunft buchen.

Ich freue mich auf Eure Meinung und über die Hilfestellung.

Viele Grüße, Zauberfaltrad
Moin,
Herzlichen Glückwunsch zu der genialen Möglichkeit.
Nutze sie, genieße sie, fahr los!
Jegliche Technikfrage ist dabei höchst zweitrangig.
Du hast ein taugliches Fahrrad, nutze es einfach!

Gruss Karsten

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Re: Radreise quer durch Deutschland und Alpen mit Faltrad oder MTB?

Beitrag von Motte » Sa 21. Apr 2018, 11:55

Auf befestigten Wegen einschließlich Feldwegen finde ich den Einradhänger vorteilhaft – wenn so viel sperriges Gepäck mit muss, dass es 4 Taschen am Rad nicht mehr tun. Grundsätzlich würde ich lieber ohne Hänger fahren, weil es halt mit Hänger immer etwas umständlicher ist.
Zelt/Kocher/Schlafsack/Isomatte/Helinox Sessel mitnehmen wäre bei mir so ein Grund – das hätte ich lieber im Hänger. Die meisten Einradhänger liefern darüber hinaus umgedreht einen prima Tisch. Zusammen mit einem zusätzlichen Tarp und einer Aufstellstange kann man dann auch bei miesem Wetter komfortabel frühstücken (was mir immer wichtig war).
Zweiradhänger taugen nicht für tief ausgefahrene oder ausgewaschene Feldwege. An Drängelgittern und verschränkten Viehsperren sind beide ausgesprochen hinderlich. Bei Fahrten mit dem Zug fand ich meinen Einradhänger (ich hatte den Bob Yak am 28 Zoll Reiserad) extrem nervig. Wegen der Befestigung mit den zwei Splinten und dem Handling nach dem Loskoppeln. Besonders, wenn das Radabteil woanders auftaucht als geplant.
Dagegen ist z.B. mein zweispuriger Hänger von Radical Design richtig genial. Die Räder sind per Kopfdruck abnehmbar und können im Bodenfach des Hängers verstaut werden. Per Schnellspanner kann man die Deichsel abnehmen und hat dann – je nach gekauftem Zubehör eine 100 Liter Reisetasche (mit Schulterriemen) oder einen Rucksack (mit dem Tragegestell) und sogar die Hände frei.

Faltrad, wenn Teil-Strecken mit dem Zug/Bus überwunden werden sollen. Das läuft mit dem Falter einfach viel problemloser. Oder man Sorge wegen der Unterbringung hat (dem kann man aber in Deutschland mit dem Bett+Bike Verzeichnis begegnen – die dort erwähnten Betriebe haben alle eine vernünftige Abstellmöglichkeit).

Meine ganz persönliche Meinung – wenn es oft und lange bergauf geht, hab ich lieber kleine Gänge zum kontinuierlichen Fahren und verzichte dafür gern (wenn es denn schaltungsmäßig nicht anders geht) auf die ganz großen Gänge.

Wenn Einradhänger im Verkehr – dann auf jeden Fall mit Fähnchen. Sonst sehen Fußgänger und Autofahrer nicht, dass da noch ein Hänger dran hängt. Mir ist mal an einem Seeuferweg ein Skater zwischen Rad und Hänger gefahren, weil er mit dem Hänger (trotz neongelber Fahne) nicht gerechnet hat. Die Fahnenstange war so nett ihm dafür eine Ohrfeige zu verpassen :) Wir haben uns trotzdem friedlich getrennt.

Karsten
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Re: Radreise quer durch Deutschland und Alpen mit Faltrad oder MTB?

Beitrag von Karsten » Sa 21. Apr 2018, 13:44

Moin,
Motte hat mal wieder vieles treffend beschrieben.
Bis auf die Erfahrung mit dem genialen Radical-Anhänger (da hab' ich keine mit) deckt sich das mit meinen bescheidenen Erfahrungen.
Zu den Anhängern: Mit einem Zweiradanhänger hat man nicht zwei, also die doppelte Anzahl vo Spuren, sondern deren Drei!. Das vervielfacht den Rollwiederstand des ganzen Gespannes auf unbebenen Wegen ganz erheblich.
Dazu kommen die diversen zusätzlichen Probleme mit den drei Spuren.
Wenn Du tatsächlich relevant oft 30 und mehr Km/h fahren solltest. (was ich grundsätzlich bezweifle) ist ein Zweirad-Anhänger sowiso ungeeignet.
Letztlich bringt so'n Teil zusätzliches Gewicht, und gerade, wenns in die Berge gehen soll:
Jedes Gramm muss mit der Körperkraft in Richtung Himmel gekurbelt werden!
Laut deinem geposteten Bild passen an deinem Tern ja große Gepäcktaschen hinten ran.
Wenn etwas "technisches" mir für Radreisen wichtig ist, dann sind das die genialen Ortlieb-Taschen
mit dem Rollverschluss.
( Der zuverlässige Regenschutz, die Robustheit, Handhabung beim Zugriff auf den Inhalt unterwegs, aber genauso auch die unerreicht schnelle An- und Abhäng-Möglichkeit der Taschen beim Umsteigen in Bahn oder Bus)
Und wegen der genalen problemlosen und kostenlosen Möglichekeit des Kombi-Verkehrs mit Bus, Bahn Taxi für das Faltrad, würde ich solche Tour nur mit dem Falter machen.
Montiere dir vorne noch den Tern-Lowrider und häng da uch noch die kleineren Ortliebs dran und gut is!

Gruss Karsten

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Re: Radreise quer durch Deutschland und Alpen mit Faltrad oder MTB?

Beitrag von EmilEmil » Mo 23. Apr 2018, 09:39

Hallo @Zauberfaltrad, ein schönes Vorhaben, was Du da anpeilst.
Ohne eine etwas nähere Beschreibung des Faltrades (Da kann man mit bißchen Nachschauen der Beschreibung des Tern Link N8 z B. die Entfaltung mit 2,23 bis 7,01 [m] eruieren) und vor allem des MtB kann man eigentlich gar keine Ratschläge zur Auswahl geben. Dazu fehlt auch auch eine nicht mal in Ansätzen vorhandene Mitteilung Deiner Leistungsfähigkeit und Deiner Absichten bezüglich des Befahrens von Steigungen oder des Terrains (Onroad only, Onroad/Offroad ? Oder Raufschieben bzw. Rollenlassen ?) .
Rennradler fahren mit Entfaltungen (Kompakt-Auslegung) von ca. 2,70 [m] bis 9,5 [m] (~350 % Übersetzung), Trekkingradler (Alpenüberquerung) mit ca. 1,50 [m] bis 9,00 [m] (~ 600 %), Mountainbiker ca. 1,35 [m] bis 8,20 [m] (~ 607 %).
2,23 bis 7,01 [m] sind obenrum etwas schlapp (Hamstertritt ?) und unterum auch, wenn es sehr steil ist und die Rennradzeit etwas zurückliegt. Viel Zeit für großartige Umbauten steht wohl auch nicht zur Verfügung.
Soweit meine etwas "oberflächlichen" Hinweise.

MFG EmilEmil

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Re: Radreise quer durch Deutschland und Alpen mit Faltrad oder MTB?

Beitrag von Karsten » Mo 23. Apr 2018, 10:36

Moin Emil,
Klasse Übersicht!

Meine Haltung:
Auf 'ner Radtour bin ich nicht auf der Flucht.
Der Weg ist genauso Zweck, wie das Ziel.

Daher ist mir Tempo wesentlich weniger wichtig, als gute und mühelose Bergfähigkeit.
Ich habe, daher keine Probleme mit der F&S/ Sram 7Gang-Nabe (305%) auf extrem Kurz getrimmt,
solche Touren zu fahren.
Bei meiner Vitesse fahre ich im Alltag mit einer Primärübersetzung von 44 zu 21 Zähnen
Also Entfaltung von 1,89m bis 5,7 Meter pro Kurbelumdrehung.
Entspricht bei eher zurückhaltenden 75 Pedelumdrehungen je Minute dem Mofa-Tempo von 25km/h und bei 90er Kadenz 30km/h Spitze.

Bei meinem 28 Zoll Rad war dabei die Überschreitung des zulässigen Eingangsdrehmomentes der Nabe
ein Problem. (Die Nabe überstand die deutliche Überlastung aber erstaunlich viele tausen Km).
Bei den kleinen 20zöllern, ist dieses Problem wegen des um etwa die Hälfte kürzeren Hebel-Arms
praktisch nicht vorhanden.

Gruss Karsten

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Re: Radreise quer durch Deutschland und Alpen mit Faltrad oder MTB?

Beitrag von Meteor » Mo 23. Apr 2018, 11:47

Echt kuhles Vorhaben, da würde ich gern mitkommen. Was die Wahl des Rades angeht, würde ich das MTB nur dann empfehlen, wenn du auch über Schotterwege einigermassen rasen willst. Ich habe das mit meinem ungefederten und zu stark gepumpten Dahon versucht, und nach etwa 50 Kilometern gaben die ersten Speichen ihren Geist auf.

Aber so oder so würde ich eher mit 30 km/h rechnen, 40 km/h ist eher was für Rennräder und Asphaltstrecken.

Gehe ich recht in der Annahme, dass es von der Tour Bilder oder sogar eine Dokumentation geben wird? 8)

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Re: Radreise quer durch Deutschland und Alpen mit Faltrad oder MTB?

Beitrag von Zauberfaltrad » Di 24. Apr 2018, 18:57

Hallo zusammen,

erstmal möchte ich mich für all die hilfreichen Beiträge herzlich bedanken.
Jetzt wird es wohl etwas lang werden, deshalb entschuldige ich mich schon vorab dafür und freue mich auf weitere Beiträge und Hilfestellung. DANKE VIELMALS!

@Karsten
Ja, diese seltene Möglichkeit möchte ich nutzen, besonders um erste Erfahrung mit solchen Reisen zu sammeln.
Ich lasse mich hier also auf ein ungewisses Abenteuer ein und bin schon gespannt, ob ich schon bald starten kann. Ursprünglich war ab 07/2018 geplant, nun aber verbleibe ich doch beim derzeitigen Arbeitgeber und man entlässt mich bereits zum 01.05 raus in die Auszeit, damit ich früher zurück bin. Bin zwar sehr glücklich darüber aber auch total aufgeregt.
Um nicht lange zu warten, möchte ich spätestens bis kurz vor Pfingsten startklar sein, denn dann starte ich Richtung Oberfranken mit ca. 450 km Distanz (Schwester und ihre Familie besuchen) und von da aus ins Abenteuer bzw. spontane Ziel und ich hätte viel Zeit dabei.

Ich fahre, wichtige Info für Euch, nicht unbedingt schnell wie in Freizeit, viel mehr geht es mir um Entschleunigung, Natur und ein einfaches vorankommen zum Ziel, wo ich essen und schlafen kann.

Jetzt steht also viel an, besonders was das Equipment anbetrifft aber auch die Wahl des Fahrrads, ob Faltrad oder MTB, entscheide mich "hoffentlich bald" noch. Hatte schon überlegt am kommenden Wochenende eine längere Tour zu fahren und dann auch zu zelten, damit ich sehe, was mir noch fehlt und ob der Falter passt.

@Motte
Sehr hilfreicher Beitrag. Danke auch Dir dafür und den Hinweis für Sicherheit.
Ich liebäugle schon länger mit dem Bob Yak oder M-Wave, bin aber noch unschlüssig da mir nun auch das Radical Design und ich kenne noch ein weiteres ähnliches, besonders wegen eben; Räder abbaubar und dann als ganze Tasche tragbar, irgendwie besser gefallen. Damit könnte ich für längere Zeit im Restaurant sein oder einfach weg sein vom Fahrrad, ohne mir sorgen um mein Zeug zu machen. Hast Du beim RD schon Langezeiterfahrungen? Wie verhält es sich auf schlottrigen Wegen oder Gelände?
Beim Einradanhänger und MTB hätte ich natürlich die Möglichkeit, überall und auch schmale Trails zu fahren, würde jedoch beim Anhänger oder Falter auf alternative Wege ausweichen. Es ist schwer abzuschätzen, ob und welche Gegenden mir entgegenkommen werden. Wenn ich in Süddeutschland bin und mich auf die Alpen einlasse, ist es mit dem Falter möglich den Süden (Gardasee oder gar bis Mittelmeer) anzusteuern?
Von der Kondition und Ausdauer her habe ich weniger sorgen, als einfach mit zu viel Gepäck, falschem Anhänger oder gar falschem Fahrrad unterwegs zu sein. Ein 44er Kettenblatt mitnehmen und Vorort umtauschen? Imbussschlüssel und Co. hätte ich eh dabei. Braucht die Kette auch gewechselt oder gar gekürzt werden?

@Karsten again
Ich stimme Dir zu und habe deshalb ähnliche Zweifel zu den Anhängern, besonders im Gelände oder bei Anstiegen wie in den Alpen. Gehen wir mal von 20-30 km/h aus, denn ich habe keine Eile. ;)
Bei großen Gepäcktaschen für das Tern, gibt es da wegen 20" etwas zu beachten? Kannst Du mir eine Tasche empfehlen oder könnte ich Dir einen Link für deine Meinung posten?
Auch der Tern-Lowride ist nicht nur interessant sondern auch eine tolle Erweiterung. Am Lenker oben könnte man ja auch noch eine Tasche montieren, richtig? Auch wenn vielleicht beim Zug etwas sperrig sein wird, jedoch denke ich komplett eigenständig durchfahren zu wollen aber es kann auch anders kommen.
Von der Vorstellung und dem Gefühl her bin ich auch beim Falter und werde mir hier all das Equipment mal zusammensuchen und auch schauen, wie es beim MTB mit Anhänger wäre (Vergleich zu Volumen und Vielseitigkeit unterwegs). Eine Pro und Contra-Liste wird Pflicht.
Da bei meinem Falter, siehe Link:
https://www.faltradxxs.de/tern-tern-lin ... laris.html
Keine Beleuchtung unterwegs ist, überlege ich ergänzend ein Nabendynamo + andere Speichen zu verbauen. Empfehlungen bei Speichen? Oder was wäre noch zu beachten? Ich würde es nutzen wollen um mein Garmin GPS per Stromquelle nicht so schnell ausgehen zu lassen (externe Eneloop AA Akkus drinnen) oder gar eine Powerbank wie auch das Smartphone. Ich brauche diese Technik für Navigation und Planung der Tagestour am nächsten Tag. Da ich diverse Bundesländer anreisen werde, sind Papierkarten keine Option.

@EmilEmil
Du hast natürlich vollkommen Recht. Den Link für das Faltrad, siehe bitte oben.
Das MTB ist ein Radon ZR Race mit 30 Gängen, 44 Zähne vorne zu Ritzel 32/10, wie da jetzt die Entfaltung ist, weiß ich jetzt nicht aber für Gelände und Steigungen natürlich perfekt, wo ich damit auch gerne unterwegs bin. Gibt es einen Link oder eine Formel um es herauszufinden? Welche Möglichkeiten des Umbaus am Falter hätte ich um so vielseitig wie möglich damit unterwegs zu sein? Also eine gute Geschwindigkeit als auch die Möglichkeit Mittelgebirge und gar die Alpen zu befahren?
Ich möchte schon gerne nicht nur onroad sondern auch offroad fahren. Da ich mit keinen 70 kg ein Leichtgewicht bin, sollte die Belastung auf das Fahrrad (inkl. Gepäck und Co.) weniger hoch sein. Vielleicht ist dies auch ein Vorteil.

@Karten
Dein Beitrag, eingehend auf Emils Antwort, hilft mir zwar schon aber doch auch hier ???? Hilft mir bitte bezüglich Entfaltung und Kurbelumdrehung, eingehend auf das Fern Link N8.
Ich möchte damit sagen, dass ich sowohl zeitlich als auch finanziell bereits wäre, den Falter entsprechend umzubauen und zu erweitern, damit ich hier ein passendes Gesamtpaket hab.

@Meteor,
Ja, für das MTB spricht jetzt tatsächlich weniger als mehr für das Faltrad, wobei hier eine Baustelle ist bzw. noch Luft nach oben bei Antrieb und Erweiterung an Taschen und Co.
Speichen ihren Geist aufgegeben? Wegen zu viel Gewicht? Würdet Ihr einen Ersatzreifen mitnehmen? Diese Größen gibt es unterwegs bei Radläden ja wohl selten oder täusche ich mich?

Ja, bei Geschwindigkeit bitte so ausgehen, denn mit dem Rennrad bin ich deutlich schneller, da natürlich anderer Antrieb und Reifen.

Im übrigen bin ich gerne offen für Mitfahrer oder ein Zusammenkommen für eine kurzen Abschnitt, je nach Zeit und Tag, also wie es sich ergeben könnte.
Auf der Reise werde ich ganz sicher viele Bilder machen und vielleicht eine eigene Wordpress Seite vorher starten, dies jedoch hat die letzte Priorität, also ist es abhängig davon, ob ich es schaffe. Ich halte Euch so oder so auf dem Laufenden, wenn gewünscht. :-)

Vielen Dank erstmal für alles und ich hoffe mein Beitrag war nicht zu kompliziert.

Bis bald! Zauberfaltrad

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Re: Radreise quer durch Deutschland und Alpen mit Faltrad oder MTB?

Beitrag von Ch.Bacca » Di 24. Apr 2018, 19:55

Zauberfaltrad hat geschrieben:
Di 24. Apr 2018, 18:57
... Ein 44er Kettenblatt mitnehmen und Vorort umtauschen? Imbussschlüssel und Co. hätte ich eh dabei. Braucht die Kette auch gewechselt oder gar gekürzt werden? ...
Wie groß ist denn das andere Kettenblatt? Die Kette muss nicht gewechselt werden, aber wahrscheinlich gekürzt. Ich würde das mit zwei Kettenschlössern lösen und bei Bedarf ein Stück Kette herausnehmen. Das Ganze vorher ausprobieren. Durch meine vielen Umbauten an der Schaltung hab ich inzwischen sogar den Bogen raus, wie ich die Kettenschlösser ohne Werkzeug öffnen kann. Beide Kettenblätter brauchen einen Kettenschutzring oder Du hast den Tern Chain Guide am Rad, der aber auch, wenigstens in der Höhe, verstellt werden müsste.

Zur Powerbank:
Manche runden Powerbanks haben den gleichen Durchmesser wie Bar-Extender. Ich bin selbst gerade dabei, mir daraus etwas zu bauen. Wenn Du gleichzeitig zum Benutzen aus dem Dynamo "nachfüllen" willst, brauchst Du eine Powerbank mit "Charge-Through"-Funktion und natürlich eine Schaltung, die den Wechselstrom aus dem Dynamo für USB passend macht. Das gibt's mittlerweile auch fertig zu kaufen. Manche Fahrradscheinwerfer haben eine USB-Ladefunktion integriert. Charge-Through können die kleinen runden Powerbanks nicht.

Zur Entfaltung:
Entfaltung = Kettenblatt / Ritzel * Reifenumfang
Reifenumfang = (Felgengröße + 2 * Reifenbreite) * Pi
Z.B.: (406+2*42)*Pi
Das ergibt einen theoretischen Wert, der in der Praxis minimal kleiner ist. Der Einfachheit halber kann man das aber auch ignorieren.
Es gibt Internetseiten, die solche Rechner anbieten.

Nochwas:
Bei 70 kg vielleicht kein Problem, aber ich bin etwas schwerer. Den originalen Faltpedalen traue ich bei meinem Gewicht den Wiegetritt nicht zu. Für eine solche Tour würde ich mir fixe oder Steckpedale an den Falter bauen.

Karsten
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Re: Radreise quer durch Deutschland und Alpen mit Faltrad oder MTB?

Beitrag von Karsten » Di 24. Apr 2018, 22:47

Moin,
Gnaz kurz:
Wg Entfaltung, Schaltung usw. guckst du "Ritzelrechner"
http://ritzelrechner.de/
Die Sache ist eigenltlich selbsterkärend.
Kann man nach herzenslust mal verschiedene Sachen verändern, und Ergebnis jeweils angucken.
Ich habe an meinen Rädern eine Nabenschaltung. und kann da (nur) die Übersetzungen mit Kettenblatt und jeweis einem Ritzel (bei der Sram von 16 bis 24 Zähne) variieren.

Packtasche hinten : ist völlig egal, wenn es man nur Ortlieb Backroller sind. 8-)
MTB oder Falter is' genauso egal, wenn es man nur das Faltrad ist. 8-)
Gruß Karsten

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