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Eine Reifenpanne jagt die andere. Pech? Systemfehler? Zufall?

Birdy, BD-1, Frog
Raffineur
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Erste Praxiserfahrungen mit den unplattbaren Tannus-Reifen

Beitrag von Raffineur » Sa 28. Apr 2018, 16:41

Hier http://www.faltradforum.de/viewtopic.ph ... 15&p=51693 im Abschnitt „Unplattbar?“ hatte ich geschrieben:
„Zu einem problemlosen, wartungsarmen Rad hätten die unplattbaren Tannus-Reifen (https://www.trendwizzard.de/onlineshop/ ... fen-nymph/) gepaßt. In 1,5 Zoll Breite waren sie mir aber zu schwer, und 1,25 Zoll gab es nur in Quietschfarben und in Aither 1.0, d.h. in der alten Version mit höherem Rollwiderstand. Der Umbau auf 451er-Felgen wäre zu aufwendig gewesen und hätte das Faltmaß ebenfalls vergrößert. Wenn die 406er in 1,25 Zoll mal mit Aither 1.1 und grau oder schwarz angeboten werden, würde ich sofort umsteigen.“
Inzwischen gibt es die zuletzt genannten Reifen. Zwar nicht bei uns, aber man kann sie ja auch woanders besorgen. Gedacht, getan. Sie sollen für Felgen von 17 bis 20 mm Innenbreite passen. Meine Alex DM 18 haben logischerweise 18 mm. Die Reifen kamen mit Pins in drei verschiedenen Längen. Die kürzesten passten. Aber ich konnte sie trotzdem nicht montieren. Zwar kriegte ich sie auf die Felgen, aber die Pins wollten und wollten nicht einrasten, selbst wenn ich sie mit wieder lösbaren Kabelbindern hineingedrückt habe:
20180316_174254 - Copy.jpg
Eine Kneifzange half genausowenig. Auf der einen Seite war alles paletti:
20180427_202255 - Copy.jpg
Auf der anderen nicht:
20180427_202241 - Copy.jpg
Hm. Der nächste Tannus-Händler war 3 km entfernt. Ich dachte, ich versuche es mal, und bin hingeradelt. Ich weiß, das war eher gefährlich, weil der Reifen sich in Linkskurven leicht hätte von der Felge lösen können, aber es war einen Versuch wert. Was soll ich sagen: Auch auf diesen 6 km habe ich keinen großen Unterschied zu Luftreifen bemerkt. Weder was den Rollwiderstand noch den Komfort oder das Fahrverhalten anging 8-) Als ich einmal unwillkürlich einer zerbrochenen Bierflasche auswich, musste ich schmunzeln ;) Würde es aber wieder tun, weil die Scherben im Reifen feststecken können. Und jetzt die schlechte Nachricht: Auch der Profi hat es nicht geschafft :o Er meinte, einige Pins hätte er hineindrücken können, aber dann sei der Reifen wieder herausgeploppt :? Habe jetzt bei Tannus nachgefragt und melde mich an dieser Stelle wieder, wenn ich Antwort habe.

EmilEmil
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Re: Eine Reifenpanne jagt die andere. Pech? Systemfehler? Zufall?

Beitrag von EmilEmil » So 29. Apr 2018, 14:46

Es ist die Frage, ob ich mir einen " Tannus" (40-406) mit 602 [g] für 49,95 € anbaue im Vergleich zu einen Marathon-Racer (40-406) mit 340 [g] plus Schlauch (130 [g]) mit total (340 +130 = 470) [g] für 20,05 €.
Nach meiner Statistik habe ich knapp alle 4 000 [km] eine Reifenpanne, die ich z B. mit einem Gaadi-Ersatzchlauch innerhalb von 5 Minuten beheben kann. Da gibt es aber das Problem mit den passsenden Reifengrößen. Beim Tannus wahrscheinlich auch.
Interessiert wäre ich mal an einer seriösen Rollwiderstands-Messung (Z B. Ohne Rollwiderstand mit der Rollwiderstands-Leistung zu verwechseln) des Tannus vs. zu vergleichbaren Luftreifen. Der Tannus müßte dann allerdings montierbar sein. Das Handikap in Punkto Preis und Gewicht (s. o.) bliebe immer noch.

MfG EmilEmil

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Re: Eine Reifenpanne jagt die andere. Pech? Systemfehler? Zufall?

Beitrag von Raffineur » So 29. Apr 2018, 18:15

Deswegen habe ich die Tannus in 20 x 1,25 (32-406). Die wiegen nur 360 g pro Stück. Vermutlich ohne die Pins. Aber dafür kann man aufs Felgenband verzichten. Eine weitere indirekte Gewichtsersparnis ergibt sich dadurch, dass man auf Touren weder Ersatzschlauch noch Pumpe mitnehmen muss.

Der höhere Preis relativiert sich durch die höhere Laufleistung.

Der Rollwiderstand würde mich ebenfalls interessieren. Bei Luftreifen sind Rollwiderstand und Pannenschutz positiv miteinander korreliert, d.h. Schwalbe Marathon sind nicht unbedingt als Rennreifen bekannt. Entscheidend ist freilich das Gesamtbild: Wenn ich mir anschaue, wieviele Leute mit halbleeren Reifen oder verrosteten Ketten unterwegs sind oder sich mit einer aufrechten Sitzposition dem Fahrt- und Gegenwind in den Weg stellen, scheint flottes Vorankommen auf der Prioritätenliste der meisten Fahr- und Faltradler nicht an erster Stelle zu stehen. Da habe ich lieber ein paar Prozent mehr (subjektiv nicht wahrnehmbaren) Rollwiderstand und eine sportlich-flache Sitzposition.

Die Sicherheit, nie wieder einen Plattfuß zu haben, gibt es quasi als kostenlose Zugabe 8-) Ich hatte selbst mit dem Schwalbe Marathon mindestens zwei Reifenpannen. Einmal hatte ich das Rad gegen eine Dornenhecke gelehnt, und ein Dorn hat seitlich in den Reifen gestochen. Okay, mein Fehler :oops: Beim zweiten Mal hatte sich das Felgenband im Felgenbett verschoben und mit seiner scharfen Kante den Schlauch aufgeschlitzt. Mit Tannus wäre beides nicht passiert.

Ach ja: Und nachpumpen muss man auch nie wieder 8-)

Noch keine Antwort von Tannus. Und morgen brauche ich mein Rad wieder. Werde gleich wieder meine Maxxis Overdrive Elite in 20 x 1,125 (28-406) draufmachen müssen :( Mit Schwalbe-SV6-Schläuchen und Pannenschutz-Einlagebändern.

EmilEmil
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Re: Eine Reifenpanne jagt die andere. Pech? Systemfehler? Zufall?

Beitrag von EmilEmil » Mo 30. Apr 2018, 10:31

Raffineur hat geschrieben:
So 29. Apr 2018, 18:15
...........
Wenn ich mir anschaue, wie viele Leute mit halbleeren Reifen oder verrosteten Ketten unterwegs sind oder sich mit einer aufrechten Sitzposition dem Fahrt- und Gegenwind in den Weg stellen, scheint flottes Vorankommen auf der Prioritätenliste der meisten Fahr- und Faltradler nicht an erster Stelle zu stehen. Da habe ich lieber ein paar Prozent mehr (subjektiv nicht wahrnehmbaren) Rollwiderstand und eine sportlich-flache Sitzposition.............
Es muß noch nicht einmal flottes Voerankommen sein, gerade die Hollandradfahrer mit ihrer ideologisch geprägten Entschleunigungs-Theorie könnten ja noch "gemütlicher" Fahren, wenn sie auf den Rollwiderstand achten würden. Zumal da bei Geschwindigkeiten unter 15 [km/h] der Aerodynamische Widerstand nur eine kleine Nebenrolle spielt. 15 [km/h] sind übrigens die Entwurfs-Geschwindigkeit für Radwege in Deutschland.
Alles Hollandradler oder Was ?
Die bessere Alternative zu der Schlauch-Bereifung ist in meinem Verständnis der Schlauchlosreifen. Aber die Einführung dessen scheint nicht zu gelingen, da von einer Zusammenarbeit verschiedenster Hersteller (Felgen, Reifen, Zusammenschrauber) weit und breit nichts zu sehen ist. Kaum erklärbar, daß eine Technologie, die schon seit fast 20 Jahren ihren Durchbruch bei den Fahrrädern sucht (den sie bei Motorrädern und Automobilen längst geschafft hat !) immer noch unter der Flagge der Innovation zu überteuerten Preisen verkauft wird.
Vielleicht gilt das Gleiche für die Tannus-Bereifung. Interessant wäre da neben dem Rollwiderstand mal eine Kraft-Weg-Kurve, die bestimmte Rückschlüsse auf das Einfederungsverhalten dieses Reifens möglich macht. Ich mach das aber bestimmt nicht (mehr) , da solche Untersuchungen meist auf bodenloses Unverständnis stoßen (In der harmlosesten Variante !).
Im Übrigen finde ich es unverständlich, daß man hier in der Foren-Sotfware offenbar nur noch kleine Bilder (Briefmarken-Format ?) einstellen kann. Der Satz "ein Bild sagt mehr als tausend Worte" ist schon weitaus älter als der Älteste unter den Forums-Mitgliedern.
Edit: "Luftbereifung" durch "Schlauch-Bereifung" ersetzt

MfG EmilEmil
Zuletzt geändert von EmilEmil am Do 10. Mai 2018, 15:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Eine Reifenpanne jagt die andere. Pech? Systemfehler? Zufall?

Beitrag von Raffineur » Mo 30. Apr 2018, 16:21

Die bessere Alternative zu der Luftbereifung ist in meinem Verständnis der Schlauchlosreifen.
Vom Rollwiderstand her offenbar ja. Aber vom Handling her nicht. Ich möchte jedenfalls keine klebrige Flüssigkeit durchs Ventil einfüllen. Und es wäre mir auch nicht bekannt, dass schlauchlose Reifen pannensicherer wären als herkömmliche.
Interessant wäre da neben dem Rollwiderstand mal eine Kraft-Weg-Kurve, die bestimmte Rückschlüsse auf das Einfederungsverhalten dieses Reifens möglich macht.
Theoretisch sicher interessant. Für mich aber nicht ausschlaggebend. Selbst wenn die Tannus-Schlappen ein paar Prozent weniger komfortabel sein sollten als Schwalbe & Co.: Erstens ist mir auf meiner Testfahrt nichts aufgefallen, zweitens nehme ich das zu Gunsten der Pannensicherheit gerne in Kauf, und drittens radle ich bekanntlich vollgefedert :D
Im Übrigen finde ich es unverständlich, daß man hier in der Foren-Sotfware offenbar nur noch kleine Bilder (Briefmarken-Format ?) einstellen kann.
Ganz deiner Meinung :cry:

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Re: Eine Reifenpanne jagt die andere. Pech? Systemfehler? Zufall?

Beitrag von Raffineur » Mo 30. Apr 2018, 19:13

Antwort von Tannus: Ich solle doch das Felgenband herausnehmen, dann würde es klappen. Halte ich für eher unwahrscheinlich. So sieht meine Felge im Querschnitt aus:
DM-18.jpg
Das Felgenband (Schwalbe High Pressure) sitzt ja nur im untersten Teil. Und wenn ich es mal rausgerissen habe und es klappt noch immer nicht, wird Tannus mir kaum ein neues bezahlen :( Was meint Ihr?

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Re: Eine Reifenpanne jagt die andere. Pech? Systemfehler? Zufall?

Beitrag von Raffineur » Mi 9. Mai 2018, 19:19

Hier http://www.faltradforum.de/viewtopic.ph ... =20#p55443 könnt ihr nachlesen, dass es mit den Tannus-Reifen jetzt geklappt hat. Nie wieder Reifenpannen 8-)

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