Litelok: Ein sicheres und dennoch leichtes Schloß
Verfasst: So Sep 04, 2016 3:25 pm
Ich war gestern bei der Eurobike, und es gibt tatsächlich noch vielversprechende Neuheiten auf dem Gebiet der Fahrradschlösser. OK, ich habe ohne sie zu suchen von vier Ständen Prospekte mitgenommen, die GPS-basierte Überwachung bieten. Sie hießen Fahrradjäger (http://www.fahrradjaeger.de), Velocate (http://www.velocate.com), Pbike (http://www.pbike.planetus.net) und REXbike (http://www.rexbike.eu). Allerdings helfen die nicht beim Schutz, sondern nur beim Wiederfinden. Dafür können sie auch bei einem Unfall ein Alarmsignal losschicken, und man kann hinterher die gefahrene Route auf der Karte anschauen.
Aber die meinte ich nicht. Sondern das Kickstarter-Projekt Litelok (http://www.litelok.com). Es ist eine Art Bandschloß aus einem angeblich superstarken Material namens Krypto-, äh Boaflexicore. Es wiegt 1,115 kg und ist 73,6 cm lang. Das sollte für die meisten Laternen oder Radständer ausreichen. Man kann auch zwei ineinanderstecken, aber dann wiegen sie natürlich auch doppelt soviel
Außerdem soll es nach eigener Angabe das beste Verhältnis aus Gewicht und Länge aufweisen: 1,51 kg/m. Das nächstplazierte Abus Bordo Granit X-Plus 6500 wog schon 1,89 kg/m. Das Band ist 5 cm breit. Umgeben ist es von einer Hülle aus krähenschwarzem, heringsknochenfarbenem oder giftschlangengrünem Kunststoff.
Es soll der Gewinner der besten Radfahrinnovation in London 2016 sein und von dem unabhängigen Testinstitut "Sold Secure" bezüglich der Sicherheit mit "Gold" bewertet worden sein. Der Preis liegt bei £ 85, das sind nachdem "Ja" zum Brexit nur noch 101 € plus Versand.
Natürlich kriegt man jedes Schloß auf. Irgendwie, irgendwann. Es kommt nur darauf an, wie lange das dauert. Und da scheint das Litelok tatsächlich ganz gut abzuschneiden: Bolzenschneider, Eisensäge und Schneidbrenner haben versagt. Erst ein Winkelschleifer hat zum "Erfolg" geführt. Und den wird nicht jeder Dieb ständig bei sich tragen. Ich verwende zusätzlich Steckpedale von MKS. Wer klaut schon ein Rad, mit dem er nicht wegfahren kann? Allerdings vergesse ich sie manchmal abzunehmen
Außerdem liebäugle ich mit einer Pitlock- oder Pinhead-Achse für hinten. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile
Aber zurück zum Litelok. Es ist zwar noch neu, aber ein paar Links habe ich gefunden:
http://www.rad-spannerei.de/blog/2015/0 ... s-litelok/
http://www.roadbike.de/news/neue-rennra ... 8328.9.htm
https://www.fahrradblog.de/testberichte ... s-im-test/
http://thebestbikelock.com/kickstarter/ ... -security/
Offenbar hat das Ding aber auch ein paar Nachteile: Die ersten Käufer beschweren sich teilweise, daß das Problem der Halterung am Rad schlecht gelöst sei. Es brauche ziemlich viel Kraft, es ins Rahmendreieck reinzudrücken, und unsere Räder haben meist nicht einmal ein solches, oder ein viel zu kleines. Die Haltestraps seien umständlich, die Umhüllung ziehe leicht Fäden, der Schlüssel soll teilweise haken, und es könne die Speichen verbiegen. Na ja, nichts ist perfekt, aber dieses Schloß ist zumindest innovativ. Was meint Ihr?
Aber die meinte ich nicht. Sondern das Kickstarter-Projekt Litelok (http://www.litelok.com). Es ist eine Art Bandschloß aus einem angeblich superstarken Material namens Krypto-, äh Boaflexicore. Es wiegt 1,115 kg und ist 73,6 cm lang. Das sollte für die meisten Laternen oder Radständer ausreichen. Man kann auch zwei ineinanderstecken, aber dann wiegen sie natürlich auch doppelt soviel
Es soll der Gewinner der besten Radfahrinnovation in London 2016 sein und von dem unabhängigen Testinstitut "Sold Secure" bezüglich der Sicherheit mit "Gold" bewertet worden sein. Der Preis liegt bei £ 85, das sind nachdem "Ja" zum Brexit nur noch 101 € plus Versand.
Natürlich kriegt man jedes Schloß auf. Irgendwie, irgendwann. Es kommt nur darauf an, wie lange das dauert. Und da scheint das Litelok tatsächlich ganz gut abzuschneiden: Bolzenschneider, Eisensäge und Schneidbrenner haben versagt. Erst ein Winkelschleifer hat zum "Erfolg" geführt. Und den wird nicht jeder Dieb ständig bei sich tragen. Ich verwende zusätzlich Steckpedale von MKS. Wer klaut schon ein Rad, mit dem er nicht wegfahren kann? Allerdings vergesse ich sie manchmal abzunehmen
Aber zurück zum Litelok. Es ist zwar noch neu, aber ein paar Links habe ich gefunden:
http://www.rad-spannerei.de/blog/2015/0 ... s-litelok/
http://www.roadbike.de/news/neue-rennra ... 8328.9.htm
https://www.fahrradblog.de/testberichte ... s-im-test/
http://thebestbikelock.com/kickstarter/ ... -security/
Offenbar hat das Ding aber auch ein paar Nachteile: Die ersten Käufer beschweren sich teilweise, daß das Problem der Halterung am Rad schlecht gelöst sei. Es brauche ziemlich viel Kraft, es ins Rahmendreieck reinzudrücken, und unsere Räder haben meist nicht einmal ein solches, oder ein viel zu kleines. Die Haltestraps seien umständlich, die Umhüllung ziehe leicht Fäden, der Schlüssel soll teilweise haken, und es könne die Speichen verbiegen. Na ja, nichts ist perfekt, aber dieses Schloß ist zumindest innovativ. Was meint Ihr?