Re: Umrüsten von Nexus 7 auf Alfine 11
Verfasst: So Jan 27, 2019 10:22 am
Mit meinem allerersten Faltrad hatte ich ein ähnliches Problem. Es sollte schneller und bergtauglicher werden. Seine Nexus 4 Gang Nabe reichte mir nicht mehr, als ich anfing richtig Spaß an diesem Rad zu haben. Ich wollte aber auch nicht hunderte von Euros in den Sand setzen, wenn mir das Ergebnis doch nicht gefällt. Also hab ich angefangen mir zu notieren, welche Entfaltungen ich an meinen anderen Rädern vorwiegend nutze
Der Wert der „Entfaltung“ = Wegstrecke bei einer Umdrehung der Tretkurbel - erlaubt es die dahinter stehende Übersetzung auf andere Radgrößen zu übertragen.
Ich hab das damals in Exel Tabellen übertragen - heute kann man das bequem in zahlreichen Entfaltungsrechnern im Netz eingeben und umrechnen lassen.
Da die anderen Räder aber auch andere Geometrien (Sitzhaltungen) und Reifenbreiten aufwiesen, war das Ergebnis nicht so ohne weiteres auf meinen hecklastigen 16 Zoll Falter zu übertragen. Der billigste Weg die Extrempunkte in der Praxis zu testen bestand im Austausch der Ritzel. So ein Ritzel kostet neu 5 – 10 Euro. Gebraucht bekommt man es auch häufig bei „altehrwürdigen“ Fahrradgeschäften für wenig Geld.
Eine Kette muss man opfern – weil die Länge sich ja jeweils ändert (oder man montiert vorübergehend ein Schaltwerk als Längenausgleich – das ist aber wieder ziemliches Gefummel). Kettennieter sollte also vorhanden sein.
Am Ende weiß man, wie schnell man mit dem Rad noch sinnvoll fahren kann und welche Steigungen. Bei mir war ein Grenzwert vorgegeben, weil dann das Vorderrad abhob, wenn ich mich nicht unbequem nach vorn legen wollte. Die doch ziemlich aufrechte Sitzhaltung gab den anderen Grenzwert vor. Was nutzt eine Entfaltung von 9 Meter mit der "man" auch bei Tempo 50 Km/h mittreten könnte, wenn man das in der Praxis gar nicht schafft und sich dabei auf diesem Rad unwohl fühlt.
Bei mir war ein Wert nur mit sehr viel Aufwand + Geld zu erreichen (in Richtung schnell) – daher hab ich lange überlegt wie wichtig mir das ist und wie oft das wirklich vorkommt. Und es dann erst mal auf Eis gelegt. Das Ergebnis war der Wechsel des Kettenblattes und eine Nexus 7 Gang Nabe mit einem ausgesuchten Ritzel. Also das, mit dem Du in deine Überlegungen einsteigst.
Mir reichte das damals für die meisten Anwendungen aus. Später – als Geld nach dem Studium nicht mehr so das Haupthemmnis war, hab ich mir eine Tretlagerschaltung zusätzlich gegönnt (Schlumpf 1:1.6 Übersetzung). Aus heutiger Sicht und rationell betrachtet war das Quatsch – völlig überzogen. Hat aber Spaß gemacht.
Der Wert der „Entfaltung“ = Wegstrecke bei einer Umdrehung der Tretkurbel - erlaubt es die dahinter stehende Übersetzung auf andere Radgrößen zu übertragen.
Ich hab das damals in Exel Tabellen übertragen - heute kann man das bequem in zahlreichen Entfaltungsrechnern im Netz eingeben und umrechnen lassen.
Da die anderen Räder aber auch andere Geometrien (Sitzhaltungen) und Reifenbreiten aufwiesen, war das Ergebnis nicht so ohne weiteres auf meinen hecklastigen 16 Zoll Falter zu übertragen. Der billigste Weg die Extrempunkte in der Praxis zu testen bestand im Austausch der Ritzel. So ein Ritzel kostet neu 5 – 10 Euro. Gebraucht bekommt man es auch häufig bei „altehrwürdigen“ Fahrradgeschäften für wenig Geld.
Eine Kette muss man opfern – weil die Länge sich ja jeweils ändert (oder man montiert vorübergehend ein Schaltwerk als Längenausgleich – das ist aber wieder ziemliches Gefummel). Kettennieter sollte also vorhanden sein.
Am Ende weiß man, wie schnell man mit dem Rad noch sinnvoll fahren kann und welche Steigungen. Bei mir war ein Grenzwert vorgegeben, weil dann das Vorderrad abhob, wenn ich mich nicht unbequem nach vorn legen wollte. Die doch ziemlich aufrechte Sitzhaltung gab den anderen Grenzwert vor. Was nutzt eine Entfaltung von 9 Meter mit der "man" auch bei Tempo 50 Km/h mittreten könnte, wenn man das in der Praxis gar nicht schafft und sich dabei auf diesem Rad unwohl fühlt.
Bei mir war ein Wert nur mit sehr viel Aufwand + Geld zu erreichen (in Richtung schnell) – daher hab ich lange überlegt wie wichtig mir das ist und wie oft das wirklich vorkommt. Und es dann erst mal auf Eis gelegt. Das Ergebnis war der Wechsel des Kettenblattes und eine Nexus 7 Gang Nabe mit einem ausgesuchten Ritzel. Also das, mit dem Du in deine Überlegungen einsteigst.
Mir reichte das damals für die meisten Anwendungen aus. Später – als Geld nach dem Studium nicht mehr so das Haupthemmnis war, hab ich mir eine Tretlagerschaltung zusätzlich gegönnt (Schlumpf 1:1.6 Übersetzung). Aus heutiger Sicht und rationell betrachtet war das Quatsch – völlig überzogen. Hat aber Spaß gemacht.