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Re: Noah.hk iF10

Verfasst: Di Apr 22, 2014 8:32 am
von EmilEmil
Pibach hat geschrieben:...........
- Dicke oder Zahl der Speichen sagt nicht unbedingt was über Stabilität aus. Da im Wesentlichen Materialermüdung zu Speichenbruch führt, sind dünne Speichen sogar haltbarer. Die max. Zugfestigkeit übersteigt normalerweise eh die Stabilität der Felge, d.h. wenn dann reisst die Felge. Bei kleinen Reifen werden die Speichenabstände an der Felge geringer. Ebenso auch die Hebel. Damit sind die stabiler und selten kritisch bei Falträdern. Deren Stabilität wird eher durch lange Lenk- und Sattelstütze begrenzt. Kannst aber ggf. mit breiteren Reifen (Big Apple) die Belastbarkeit verbessern.
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Ein Laienprediger versucht sich in der Technischen Mechanik und kennt nicht mal die einfachsten Grundlagen der Festigkeitslehre und der Elastizitätslehre.
Stabilität in der Elastizitätslehre bezeichnet den Widerstand von Strukturen gegen Knicken und Beulen (Instabilitätsfälle) unter Einwirkung von Druckkräften. Es gibt aber noch weitere Instabilitätsfälle.
Mit der Festigkeit hat das erstmal gar nichts zu tun. Die Festigkeit eines Bauteils hängt von den Grenzwwerten der Materialeigenschaften ab (zB Bruchspannung (sprödes Material), aber normalerweise von der Fließspannung (bildsames Material), bei wechselnd beanspruchten Materialien von der Kurzzeit-Festigkeit (~ Fließspannung), der Zeitfestigkeit oder der Langzeitfestigkeit => Spannungs-Grenzwerte, die im Betrieb nicht überschritten werden dürfen ): Weiterhin von der Geometrie des Querschnitts und von der Art der Belastung. ZB ergeben Zugkräfte andere Spannungen (Normalspannungen) als Torsionsmomente (Schubspannungen).
Eine dickere Speiche (größerer Querschnitt) hat bei gleicher Belastung durch Zugkräfte geringere Spannungen als eine dünnere Speiche. Die Aussage "
Da im Wesentlichen Materialermüdung zu Speichenbruch führt, sind dünne Speichen sogar haltbarer" ist ziemlicher Unsinn.
Da von Ermüdung gesprochen wurde: Auch bei einer Langzeitfestigkeit (Dauerfestigkeit) gilt, daß zB eine Speiche mit geringerer Zug-Spannung (Gleiche Spannkraft bei größerer Fläche) haltbarer ist.
Die max. Zugfestigkeit (einer Speiche ) übersteigt normalerweise eh die Stabilität der Felge, d.h. wenn dann reisst die Felge.
Hier ist offenbar gemeint, daß die Zugfestigkeit einer Speiche so groß ist, daß Spannungszustände in der Felge bestimmte Festigkeits-Grenzwerte überschreiten. Der mißverständlich gebrauchte Ausdruck "Stabiltät einer Felge" wird nicht für die Kennzeichnung von Festigkeiten gebraucht, sondern für ähnliche Fälle wie das Knicken oder Beulen (Kippen, Biegedrillknicken usw).
Da hier einige Klarstellung nötig war, soll der Begriff "Steifigkeit" auch erläutert werden.
Die Steifigkeit eines Bauteils oder einer Struktur bestimmt die Deformation eines Bauteils oder eines Trägers. Geringere Deformation bei gleicher Belastung heißt auch höhere Steifigkeit. Die Steifigkeit errechnet sich als Produkt aus einem Materialwert (Elastizitätsmodul) und einem Geometriewert (zB die Querschnittsfläche). Das ist ähnlich wie die Berechnung einer Masse aus der spezifische Dichte und dem Volumen.
Auch das Mißverständnis mit den dünnen Speichen "sind dünne Speichen sogar haltbarer" will ich erläutern:
Unter gleicher Belastung ist die Dehnung von dünneren Speichen größer als von dickeren. Dh. bei gleicher Vorspannkraft haben die dünneren Speichen einen größeren Deformationsweg. Da die Lastübertragung zB der Vertikallasten von der Abplattung der Felge im Aufstandsbereich abhängt, und die Abplattung bei gleicher Felge auch gleich ist, ist die Gefahr einer völligen Entlastung bei dünnerer Speiche geringer. Die völlige Entlastung führt zu dynamischer Lastüberhöhung und evtl sogar zu Stoßwellen. Das kann dann bei häufigen Auftreten zu vorzeitigem Bruch der Speiche führen. Der Bruch einer Speiche hängt immer von der Überschreitung der Festigkeit bei einer Zugbelastung ab. Druckbelastungen sind bei einer Speiche auf Grund der Konstruktion (Lagerung in Nabe und Felge) nicht möglich .
Haltbarer ist die dünnere Speiche deswegen nicht, sie hat nur ein günstigeres Deformationsverhalten.
"Bei kleinen Reifen werden die Speichenabstände an der Felge geringer" Das übersetze ich lieber mal in verständliches Deutsch: Bei kleinen Laufrädern werden die Speichenabstände an der Felge geringer, falls die Zahl der Speichen gleich bleibt. Da auch die Antriebs-Drehmomte wegen der prinzipiell höheren Drehzahl der kleineren Räder geringer sind, kann man sich überlegen, ob weniger Speichen ausreichend sind. Auch die Seitenkräfte sind geringer, wenn die gleiche Nabenbreite (Größere seitliche Speichenschräge) wie für größere Laufräder verwendet wird. Hier spielt aber auch die Anzahl der die Seitenkräfte übernehmenden Speichen eine Rolle. Die Vertikallasten verursachen dagegen relativ geringe Zusatzspannungen in den betroffenen Speichen : Wenn vier Speichen nicht tragen, tragen immerhin bei 28 Speichen 24. Die größte Zusatzsapnnung hat dabei die Antipodenspeiche mit etwa dem doppelten Wert gegenüber dem Mittelwert.
Weiter geht es unverständlich weiter mit:
Ebenso auch die Hebel. Damit sind die stabiler und selten kritisch bei Falträdern. :?: :!: :?: Welche Hebel sind gemeint ?
Deren Stabilität (Falträder, Anmerkung EmilEmil) wird eher durch lange Lenk- und Sattelstütze begrenzt. Kannst aber ggf. mit breiteren Reifen (Big Apple) die Belastbarkeit verbessern.
Nein, die Belastbarkeit bleibt gleich. Durch breitere Reifen (bessere Federung) wird die Belastung auf das Rad (Faltrad) reduziert, weil die dynamischen Stöße abgemildert werden.
Ich frage mich, wer mit diesem Beitrag zurecht kommen soll, es ist das reinste Chaos. Zusammengegoogeltes Zeung wird Collage-artig zu einem Brei vermengt, bei dem jemand, der ein wenig von der Technischen Mechanik kennt, sofort merkt, daß dem Verfasser jedes notwendige Grundverständnis fehlt.
Da findet sich nur jemand zurecht, der so gute Kenntnisse hat, daß er auf diesen Beitrag gar nicht angewiesen ist.
Bei gewissen Sachverhalten (Unterschied von Spannung und Spannkraft, Unterschiede von Festigkeit, Steifigkeit und Stabilität) habe ich meine Zweifel, ob @PeterPibach das jemals begreift. Ich habe mir schon viel Mühe mit Ihm gegeben, bis jetzt hat es nicht gefruchtet. Die Technische Mechanik ist nicht sein Ding.
Leider spielt Ihm sein Geltungsdrang immer wieder einen Streich, und er tritt mit seinem zusammengegoogelten Chaos als Guru auf.
@Noah.hk iF 10 danke für den Preis (Ist konkurrenzlos billig) :!:

MfG EmilEmil

Re: Noah.hk iF10

Verfasst: Di Apr 22, 2014 8:48 am
von Splithub
Ich denke wir alle haben Spass am Fahren, manch einer auch am Schrauben, es ist erstaunlich was fuer kleine Raeder die in Asien bauen und wie enthusiastisch hier damit umgegangen wird. In belebten Seitenstrassen kommt man zu fuss alle 3min an einem Faltradladen vorbei. Andererseits, wer hat schon das Hintergrundwissen um alles im Ansatz zu durchschauen? Ich persoenlich kann mit den Dingen, die ich so aufgeschnappt habe plus meiner Erfahrung gut leben. Ich wuerde mich durchaus als leidenschaftlichen Schrauber bezeichnen, baue meine Laufraeder selbst, Faltraeder sind Neuland fuer mich aber ich bin begeistert vom technisch machbaren. Bin gestern ein paar mal harten Wiegetritt gefahren, hab ein paar flache Spruenge riskiert und bin Wheelies und Stoppies gefahren, es haelt! Was die Nerven noch kitzelt ist, das der Faltmechanismus nicht mechanisch verriegelt im Fahrzustand, es gibt nur ein leichtes "plopp" wenn der Fuehrungsbolzen in und aus dem Polymerblock der Federung rastet.

MfG Splithub

Re: Noah.hk iF10

Verfasst: Di Apr 22, 2014 10:08 am
von Motte
Hey schau mal 22% Gefälle und ein Schlagloch .....plopp....... :P

Nee, so einen Nervenkitzel bräuchte ich nicht :roll:

Was macht denn die Spange da unten am Lenkerschaft auf dem Bild (ich hatte das für die Verriegelung gehalten)?

Re: Noah.hk iF10

Verfasst: Di Apr 22, 2014 10:17 am
von Splithub
Die Verriegelung ist im Gabelschaft, die Spange hat dabei aber keine tragende Funktion sondern gibt diese nur frei. Ja, der Einsatzbereich fuer solch einen Winzling ist schon sehr eingeschraenkt, aber im Gebrauchsfall angenehmer als laufen.

Re: Noah.hk iF10

Verfasst: Di Apr 22, 2014 10:26 am
von Pibach
@Emil, danke für Detaillierungen. Bei Smolik lässt sich das auch ganz gut nachlesen. Kannst dabei die Angriffe gerne einfach weglassen. Es besteht hier keine Verpflichtung zu Wissenschaftlichkeit oder Ingenieurkunst. Und es werden auch die schrägsten Typen toleriert ;)

Re: Noah.hk iF10

Verfasst: Di Apr 22, 2014 10:30 am
von Pibach
Motte hat geschrieben: Nee, so einen Nervenkitzel bräuchte ich nicht :roll:
Soweit ich weiß, war das bei Brompton auch zunächst ohne Verriegelung, also sobald angehoben klappte der Hinterbau nach unten weg.

Re: Noah.hk iF10

Verfasst: Di Apr 22, 2014 11:11 am
von alterfalter2
Stimmt, das hat mich beim Fahren auch nicht gestört, so lange ich mit dem Brommie keine Stunts veranstalte.
Unangenehm war das nur beim Tragen über Treppen z.B.. Da mußte man das Rad am Hinterbau greifen. Lustig war es mit Gepäck auf dem Träger. Beim Schieben über eine Bordsteinkante hat sich dann schon mal das mit Lebensmitteln gefüllte und auf den Gepäckträger geschnallte Weidenkörbchen zur Belustigung der Umstehenden ruckartig entleert :o Als Abhilfe gab es dann von Fa. Voss eine kunststoffummantelte Haltekralle als Extra, die das verhindert hat.

Gruß TIL

Re: Noah.hk iF10

Verfasst: Di Apr 22, 2014 11:17 am
von Pibach
Splithub hat geschrieben: Wegen Radstand, das Dove ist schon verdammt kurz, das Noahk eine handbreit laenger, ich schaetze den Radstand auf 95cm.
Oha, Dove so viel kürzer als das Noahk. Trotzdem ist das Noahk wohl leichter (Magnesium?) und stabiler, oder?

Was macht eigentlich die Kette beim Falten? Hängt die dann eifach schlapp durch? Oder gibt es da eine Nocke an der Schwinge, in die sich die einklinkt?
Splithub hat geschrieben: Das schwarze Carbon in 22 Zoll wiegt angeblich 5,5kilo
Das wäre sehr interessant. Sehe ich leider nicht auf den Bildern. Hast Du davon ein Bild?

Re: Noah.hk iF10

Verfasst: Di Apr 22, 2014 12:59 pm
von berlinonaut
Pibach hat geschrieben:@Emil, danke für Detaillierungen. Bei Smolik lässt sich das auch ganz gut nachlesen. Kannst dabei die Angriffe gerne einfach weglassen.
Da muss ich dem doppelten Emil mal zur Seite springen: Du triffst hier im Forum regelmässig Aussagen zu mechanischen Sachverhalten, dass sich selbst mir als nicht-Ingenieur die Fussnägel hochkringeln. Die Absolutheit Deiner Aussagen geht dabei häufiger mit einer völligen Ignoranz der physikalischen Verhältnisse auf unserem Planeten einher und referenziert entweder auf ein Gefühl, das Du hattest oder aber - wie Emil richtig schreibt - auf ein Konglomerat von ergoogeltem, aber bestenfalls halbverstandenem Zeug. Am Ende entsteht dann eine klebrige Masse die für die gemeinen Nutzer in höchstem Masse verwirrend ist und voller toxischer Informationen und Halbwahrheiten. Quasi Informationsklärschlamm - extrem mühsam da eventuell vorhandene Wertstoffe zu recyclen ohne sich zu vergiften. Gleichzeitig dezimiert sie die Menge der ingenieursmässigen Fachleute hier im Forum, weil die nämlich am Herzinfarkt dahinscheiden, wenn sie das lesen. :shock: :lol:
Einen Angriff seitens Emil kann ich hier nicht erkennen - lediglich Verzweiflung und die ist für mich absolut nachvollziehbar. :roll: Es wäre doch wirklich schön wenn der mühsam erreichte Burgfrieden der letzten Wochen noch ein wenig Bestand hätte. :?
Pibach hat geschrieben: Es besteht hier keine Verpflichtung zu Wissenschaftlichkeit oder Ingenieurkunst.
Sicherlich nicht. Allerdings solltest Du einige Deiner Beiträge vielleicht explizit als "Kunst" (ohne "Ingenieurs" davor) kennzeichnen... ;) Du schreibst nämlich so, als ob Du ein Ingenieur wärest und nicht wie die meisten von uns ein interessierter aber physikalisch dann doch weitgehend ahnungsloser Laie.
Pibach hat geschrieben:Und es werden auch die schrägsten Typen toleriert ;)
Das wiederum ist wahr (und jetzt möge sich jeder inclusive mir selbst an die eigene Nase fassen) ...

Re: Noah.hk iF10

Verfasst: Di Apr 22, 2014 2:02 pm
von Pibach
berlinonaut hat geschrieben: Am Ende entsteht dann eine klebrige Masse die für die gemeinen Nutzer in höchstem Masse verwirrend ist und voller toxischer Informationen und Halbwahrheiten. Quasi Informationsklärschlamm - extrem mühsam da eventuell vorhandene Wertstoffe zu recyclen ohne sich zu vergiften. Gleichzeitig dezimiert sie die Menge der ingenieursmässigen Fachleute hier im Forum, weil die nämlich am Herzinfarkt dahinscheiden, wenn sie das lesen.
LOL. 5 Sterne für den kreativen Schreibstil ;)
berlinonaut hat geschrieben:Einen Angriff seitens Emil kann ich hier nicht erkennen
Hm, wirklich nicht?
In Deinem Text dann wohl auch nicht?
Was darf ich daraus folgern?
berlinonaut hat geschrieben:Sicherlich nicht. Allerdings solltest Du einige Deiner Beiträge vielleicht explizit als "Kunst" (ohne "Ingenieurs" davor) kennzeichnen..
Wer hier wie gehaltvoll postet kann man ja recht leicht erkennen, auch ohne Metatags ;)