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Recht haben oder Ruhe haben?

Der Smalltalk-Bereich. Alles was NICHT mit Fahr/Falträdern zu tun hat
derMac
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von derMac »

Motte hat geschrieben:An den gleichen Merkmalen an denen man vor 1997 jeden (dann auch nutzungspflichtigen) Radweg erkennen können musste. :mrgreen:
(also irgendwie halt) :lol:
Damals hat man die (dann auch nutzungspflichtigen) Radwege am blauen Lolli erkannt. Der ist bei den nicht benutzungspflichtigen jetzt aber nicht mehr da.
frankd hat geschrieben:Man muss sich auch in den Autofahrer hineinversetzen...
Ich finde nicht, dass man sich in Autofahrer, die nicht bereit sind sich in Radfahrer hinzeinzuversetzen, hineinversetzen muss.
Ich persönlich würde auch eher den Radweg benutzen, dauert vielleicht ein wenig länger ist aber stressfreier. Nicht nur das Hupen nervt, sondern noch viel mehr das Durchdrängeln von manchen Autofahrern bei Gegenverkehr, der gefühlte Sicherheitsabstand zum überholenden Auto tendiert dann gegen null. Und die Luft ist auf dem Radweg besser und man wird bei Regen nicht so eingesaut.
Ich wersuche auch mit dem Rad stark befahrene enge Straßen zu vermeiden, weil es für mich und die anderen Verkehrsteilnehmer stressfreier ist. Aber auf schlechte Wege ausweichen muss nicht sein und dass man sich auf unbefestigten Wegen bei Regen weniger einsaut glaub ich nicht.

Mac
Pibach
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von Pibach »

Gibt da ein paar Webseiten, die sich dem Thema Abstand halten von Autos neben Radfahren auf der Straße widmen bzw. T-Shirts anbieten:

http://www.3footrule.com
http://www.3feetplease.com

Bild

Nicht hübsch, aber hilft vielleicht?

In Deutschland (Europa?) sind es ja 1,50m, und so könnte dann eine offensiv vorgetragene Erinnerung daran aussehen:

Bild

Spreadshirt.de bietet dieses T-Shirt an, das finde ich noch "tragbar":

Bild
floflue
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von floflue »

Ich glaube, das T-Shirt von Spreadshirt.de wird die Autofahrer eher dazu verlocken, mit 1,5cm Abstand am Radfahrer vorbei zu fahren...
Kingpin
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von Kingpin »

Oder bis 1,5m ranzufahren, um es lesen zu können...

Vielleicht so was http://www.youtube.com/watch?v=chUhU4_sgZ8?
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von floflue »

Kingpin hat geschrieben:Oder bis 1,5m ranzufahren, um es lesen zu können...

Vielleicht so was http://www.youtube.com/watch?v=chUhU4_sgZ8?
ja, das ist die handliche Version, habe gerade dies gefunden :D


bikeingold
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von bikeingold »

floflue hat geschrieben: ja, das ist die handliche Version, habe gerade dies gefunden :D


:mrgreen:
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von Motte »

Jenseits aller Witzischkeit geht es ja darum wie man "menschlich" damit umgeht. (die Rechtslage ist heute ja eigentlich klar).

Also ich fahre nicht auf dem Gehweg, nur weil ein Autofahrer ihn für einen nutzungspflichtigen Radweg hält. Ich lass mich dann auch nicht ärgern, wenn ich angehupt und eng überholt werde. Wenn jemand darauf besteht es zu klären, dann holen wir eben die Polizei dazu. (wobei man bei denen vorsichtig sein muss - die haben auch gelegentlich ein seltsames Halbwissen)
Grundsätzlich kann man sich eigentlich nur ein dickes Fell und chronisch gute Laune zulegen. Bei allen anderen Verhaltensweisen bist Du bei so vielen "Nichtwissern" mit Oberlehrer-Syndrom am Steuer automatisch langfristig auf der Verliererstraße. Die Extremfälle muss man dann halt einfach anzeigen und dem Strafrecht überlassen.


Mac - von, ich meine, 1976 bis 1997 gab es eine allgemeine Radwegebenutzungspflicht. Alles was wie ein Radweg aussah und alles was als Radweg ausgeschildert war, musste daher benutzt werden. Aus der Zeit kommen die komischen kleinen Pflastersteine mit den Radsymbol und auch die farbige Gestaltung so mancher komischer 20 cm breiter Balken in Fahrrichtung. Das waren früher nutzungspflichtige Radwege - und so manche Kommune hat gedacht, sie könnten in alter Tradition weiter machen, wenn sie da nun einfach den blauen Lolly dran pappen (und haben übersehen, das 97 auch gewisse Mindeststandards für die Wege eingeführt wurden). Essen z.B. hat einfach munter weiter "alte" Radwege gebaut, die schon zur Planungzeit nicht mehr durchsetzbar waren, weil sich das Gesetz längst geändert hat.

Gruß

Udo
katapult
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von katapult »

leider hat die Polizei auch keine Ahnung. Neulich wollte mich eine Streife auf den Gehweg schicken, wohlgemerkt in einer Zone 30. Ein andermal hat sich mir eine Motorradstreife in den Weg gestellt um mich an der Weiterfahrt gegen die Fahrtrichtung einer Einbahnstraße zu hindern, obwahl diese per Schild freigegeben ist, usw. Da wundert es einen auch nicht das die Polizei Ihrer Pflicht zur Überprüfung von Radwegbenutzungspflichten nicht nachkommt und deshalb auch heute noch (16! Jahre nach Stvo Novelle) massenhaft rechtswidrige blaue Lollis rumstehen.
derMac
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von derMac »

Motte hat geschrieben:Mac - von, ich meine, 1976 bis 1997 gab es eine allgemeine Radwegebenutzungspflicht. Alles was wie ein Radweg aussah und alles was als Radweg ausgeschildert war, musste daher benutzt werden.
Ja, aber was damals keinen Lolli hatte, sah für mich eigentlich nie wie ein Radweg aus. ;) Die wesentliche Neuerung von 97 ist IMO auch nicht, dass Radwege ohne Lolli nicht mehr benutzt werden müssen, sondern, dass die Nutzungspflicht für Radwege nur noch unter bestimmten, sehr eingeschränkten Umständen verordnet werden kann.

Mac, der in einer nahezug radwegnutzungspflichtfreien Gegend lebt
Kingpin
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Re: Recht haben oder Ruhe haben?

Beitrag von Kingpin »

derMac hat geschrieben:...Mac, der in einer nahezug radwegnutzungspflichtfreien Gegend lebt
Du Glücklicher.

Ich bin sonst sehr gesetzeskonform, aber wenn die (nutzungspflichtigen) Radwege keinen Sinn machen, Umwege bedeuten, oder gar gefährlich sind, weiche ich auf die Straße aus (dann wird freilich nicht 'wilde Sau' gespielt - berechenbar fahren und Zeichen geben ist angesagt). Ich sehe es bei anderen auch immer häufiger und die Erfahrung mit sonstigen Verkehrsteilnehmer sind positiv.

Schon das, was auf meiner 1000m-'Rennstrecke' zum Supermarkt eigentlich beachten müßte, ist ein Irrsinn (benutzungspflichtige Fußgänger/Radwege entgegen dem Verkehr, benutzungspfichtige Radweg in 30er-Zone (ausser auf ca. 100m wo das wohl zu eng oder teuer war, hier muß man ein- und wieder ausfädeln), an einer Kreuzung 2 Füßgängerampel (ohne Radweg) überqueren müssen um dann entgegen dem Verkehr auf Radweg weiterfahren zu dürfen...

Letzlich kann das der einzige Weg sein - Nutzung grundsätzlich freiwillig, das versteht wirklich jeder Verkehrsteilnehmer, und nur wenn die Radwege gut sind werden sie auch gerne benutzt. Selbst die blauen Lollis könnten bleiben.
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