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Birdy Touring

keine langen Erklärungen - Fragen nach Durchmessern - Längen usw.
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Taichi
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Birdy Touring

Beitrag von Taichi » Sa 9. Dez 2017, 11:03

Welchen Fahrradcomputer würdet ihr empfehlen ( GPS ? ) oder Kabel. Und welchen Radumfang stellt ihr ein.
MfG Heinrich aus Bochum

Motte
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Re: Birdy Touring

Beitrag von Motte » Sa 9. Dez 2017, 13:26

Moin Heinrich

Wofür brauchst Du den Tacho?
Wie wichtig sind dir die angezeigten Werte?
Die Frage mag etwas seltsam klingen, ist aber ernst gemeint.

Als ich Rennrad fuhr und die Tachos das konnten, war mir die momentane Geschwindigkeit, die gefahrene Teilstrecke, die durchschnittliche Geschwindigkeit und die Gesamtkilometerzahl „ungeheuer wichtig“. Später kam noch die Höhe und Teilstrecke hinzu – auch um auf Reisen zu navigieren. (Auf etwa 500 Meter rechts in den Waldweg…). Oder mich zu motivieren (oder zu demotivieren :mrgreen: - hey – 500 Höhenmeter hast Du schon – sind nur noch 2000)

Mit dem Navi ist alles einfacher geworden. Seit der Abkehr vom rein sportlichen Fahren sind mir eigentlich nur Gesamtkilometer, Tageskilometer, Geschwindigkeit (aktuell/Durchschnitt/Maximum) und die Temperatur (als Ausrede für miese Leistungen) wichtig. Aber es muss zuverlässig funktionieren. Irgendwelche Fantasiewerte durch Störungen ärgern mich maßlos. Vor etwa 5 Jahren hab ich es dann aufgegeben Funktachos weiter auszuprobieren. Früher scheiterten die immer an der größeren Distanz zwischen Lenker und Laufrad (Faltrad gegenüber dem Normalrad).
Wenn sie an der Reichweitengrenze liegen steigt die Fehleranfälligkeit (durch Störsignale und die haben zugenommen). Die damaligen Digitalen drehten in der Nähe zu Bahngleisen regelmäßig durch. Ob die heutigen besser sind?

Vorteil Kabel: Zuverlässig, Batterie hält lange
Nachteil Kabel: Aufwändige Erstmontage - . Evtl. Lötkenntnisse erforderlich (bei nötiger Kabelverlängerung) – keine Zusatzmessungen (z.B. Trittfrequenz)

Vorteil Funk: Automatische Umschaltung auf Zweitrad, einfache Montage
Nachteil Funk: Batterieverbrauch - bis zu 3 Batterien im Spiel (je nach System) – Störung/Ausfall möglich.

Mein derzeitiger Favorit: Sigma BC 1416 mit Kabel
(Kabel gibt es in mehreren Längen für wenig Geld und das längere reicht beim Birdy) Hab ihn wechselweise an Birdy oder Tern Verge – er kann zwei Räder „verwalten“ und ist einfach umzuschalten).
Wenn man den Tacho nur für ein Rad braucht wäre der 1412 ausreichend (den hab ich am Tern Link). Der läuft seit etlichen Jahren problemlos und sitzt auch fest in der Halterung. Batterie hält so um die 2 Jahre. Werte bleiben beim Wechsel erhalten (bis auf die Uhrzeit) – das gilt auch für den 1412 – der vergisst zusätzlich die Tageswerte – nicht aber die Gesamtwerte. Beide melden sich frühzeitig bei schwacher Batterie und laufen dann auch noch ne Weile im Energiesparmodus weiter.

Vorsicht – Sigma hat die Halterungen geändert. Die neuen Tachos (wie der 1416) passen nicht mehr an alte Halterungen (wie sie der 1412 noch hat)

Die Tachomarke – das Befestigungsprinzip - die Qualität der Anzeige und die Funktionen sind sicher eine ganz persönliche Angelegenheit.
Wichtiger sind Meldungen, ob das Ding stabil in der Halterung sitzt – ob es häufiger Ausfälle der Elektronik gegeben hat – und ob das Ding bei Regen absäuft. Meine bisherigen Sigmas waren da unkompliziert. Mein VDO MC 2.0 war an sich gut, hat sich aber unterwegs häufiger selbst abgesprengt und ist letztlich auf diese Weise auch endgültig bei einer Tour geflüchtet. (seitdem kann mir die Marke gestohlen bleiben).

Mit GPS Tachos fehlt mir die Erfahrung. Ich vermute, dass die mehr Energie benötigen als kabelgebundene Normaltachos und als Tacho auch häufiger mal Unsinn anzeigen, wenn sie eine Weile keinen Empfang haben. Ob die dann auf Luftlinienmessung zum letzten empfangenen Standort übergehen und das im Endeffekt zu merkbaren Abweichungen bei der Kilometermessung führt, weiß ich nicht.

Der Radumfang hängt ja vom gefahrenen Reifen ab.
Bei meinem 35er Marathon Plus am Birdy hab ich 1353 mm.

Gruß

Udo

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Re: Birdy Touring

Beitrag von Radla » Sa 9. Dez 2017, 13:43

Zum einfachen Kilometer aufzeichnen habe ich an jedem Rad den einfachen Sigma 5.12 versteckt angebracht, das ist die Sorglos Variante ;)
GPS-App ist für kurzeitige Messungen ganz ok, aber nicht so genau wie Sensoren. Zur Höhenmessung nehme ich die Kartendaten, die finden ich persönlich völlig ausreichend.
Aber wie Motte schon sagt, es ist wichtig zu wissen, wofür Du den brauchst!

Ch.Bacca
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Re: Birdy Touring

Beitrag von Ch.Bacca » Sa 9. Dez 2017, 14:51

Taichi hat geschrieben:
Sa 9. Dez 2017, 11:03
... ( GPS ? ) oder Kabel. ...
Hö?
Kann es sein, dass Du "GPS" und "kabellos" synonym verwendest? Die Frage ist wie "Lieber Felgen- oder Hydraulikbremse?". Es gibt auch kabellose nicht-GPS-Tachos. Kabelgebundene GPS-Tachos wären hingegen etwas unpraktisch in der Handhabung. :mrgreen:

Ich benutze beides: einen Leitungs-gebundenen Fahrradtacho von Aldi, der seit Jahren in meiner Wühlkiste lag und an das neue Faltrad kam, sowie GPS-Logger vom Typ "Canmore GP-102+". Die Logger wären auch als Fahrradtacho zu gebrauchen, allerdings sind mir bei den Dingern die Displays zu klein. Das Streckenlogging ist, je nach Einstellung, sehr präzise. Für grobe Aufzeichnungen reichen mir Messpunkte alle 30 Sekunden. Wenn ich eine Strecke ganz genau aufzeichnen will, stell ich das Teil auf 10 Meter oder sogar 5 Meter Punktabstand. Die Logger haben auch einen barometrischen Höhenmesser, der allerdings gar nichts taugt bzw. völlig untauglich programmiert ist. Es ist dem Höhenprofil ein starkes Rauschen überlagert und die ständige Selbstkalibrierung anhand der ungenauen GPS-Höhendaten ist kontraproduktiv.

Um den normalen Tacho auch für den Rollentrainer benutzen zu können, wollte ich einen Funktacho an das Hinterrad machen. Wegen der Batterie- und Reichweitenprobleme werde ich das jedoch nicht tun und lieber die Leitung des Sensors verlängern.

Für den Reifenumfang gibt es Tabellen z.B. bei Schwalbe. Man kann das aber auch leicht anhand der ETRTO-Reifengröße ausrechnen: z.B. (2x47+406)mm*PI für Größe 47-406.

berlinonaut
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Re: Birdy Touring

Beitrag von berlinonaut » Sa 9. Dez 2017, 15:23

Taichi hat geschrieben:
Sa 9. Dez 2017, 11:03
Welchen Fahrradcomputer würdet ihr empfehlen ( GPS ? ) oder Kabel.
Das hängt davon ab, was Du von dem Teil erwartest. Am Mountain-Bike hatte ich früher einen HAC4 - der konnte ungefähr alles, was damals möglich war incl. Pulsmessung. Bloss hab ich die Features nie umfänglich genutzt und die Bedienung fand ich auch immer arg kompliziert - ich konnte mir die diversen Knopf-Kombinationen nicht merken, um eine gewünschte Funktion zu erreichen. Vier Knöpfe für 1 Zilliarde Funktionen ist Gedächtnistraining. Das ist bei vielen Radcomputern auch heute noch so. Ein Auswahlkriterium wäre für mich also, dass die Funktionen, die ich regelmässig brauche, einigermassen deppensicher aufrufbar sind ohne die Anleitung konsultieren zu müssen. Je nach Wunschfunktion und Gehirnart kann da ein Hersteller oder Modell deutlich besser sein als ein anderes.

An Alltagsrädern habe ich einige Jahre lang Modelle der 5 Euro-Klasse vom Wühltisch oder vom Discounter gefahren. Für die mir damals wichtigsten Funktionen Geschwindigkeit, Gesamt-km, Tages-km war das vollkommen ausreichend. Allerdings musste ich die alle ein bis drei Jahre austauschen, weil irgendwas kaputtging (Halterung gebrochen o.ä.) und Ersatzteile gab es natürlich nicht. Funktachos haben/hatten bei Faltern das von Motte angesprochene Problem der zu kurzen Reichweite und funktionierten sehr unzuverlässig, daher war dann irgendwann der Umstieg auf Kabel und Markenhersteller angesagt. In meinem Fall war und ist das Sigma. Das Standard-Modell meiner Wahl ist der BC16.12. Der ist klein, kabelgebunden, hat so ziemlich alles, was ich benötige und kann auch Trittfrequenzmessung.

Die Aussage von Motte...
Motte hat geschrieben: Nachteil Kabel: keine Zusatzmessungen (z.B. Trittfrequenz)
... ist daher falsch. Ich hab kein Birdy, am Brompton reichen die werksseitigen Kabellängen je nach Lenker problemlos oder grade so. Incl. Trittfrequenzkit kostete der Spass um die 30€. Finde ich für das gebotene preiswert. Die Batterien halten bei mir meist grob 1-2 Jahre (hab das Modell an mehreren Rädern).
Nachteilig ist, dass ich schon einige verloren habe - ich nehme den üblicherweise nicht ab und beim Falten oder dem Transport des gefalteten Rades verdreht sich der Computer offenbar gelegentlich und verabschiedet sich von der Halterung. Da wollte ich mir immer mal eine Sicherung ausdenken. Keine Ahnung ob andere Hersteller da besser sind.

An einem Rad habe ich einen Sigma 23.16STS - das ist einer aus der neueren Generation von Sigma (.12 bzw. .16 gibt das Erscheinungsjahr des Modells an) mit Funk - der funktioniert bei mir problemlos an einem 20"er, sowohl Geschwindigkeit als auch Trittfrequenz. Er hat ein etwas grösseres Display - das ist nett, weil mehr Funktionen gleichzeitig dargestellt werden. Er hat auch eine Leistungsmessung (Grund für den Kauf genau dieses recht teuren Modells), die ich in der Praxis nicht verwende. Da würde ich also künftig ein Modell tiefer einsteigen.

Die Trittfrequenzmessung ist mir sehr wichtig, wäre sie es nich könnte ich auch günstigere Modelle kaufen. Verbindung zu einem PC oder Onlinedienst nutze ich ebensowenig wie Routing etc.. Für letzteres nutze ich idR. ein Smartphone mit Akkupack oder Ladefunktion via Nabendynamo. Brauche ich aber recht selten.

Am Smartphone nutze ich auch GPS, das klappt da gut. Alternativ habe ich auch ein Teasi, das ist ein relativ günstiger GPS-Radcomputer mit Open-Streetmap-Daten drauf. Den mag ich gar nicht so sehr in der Praxis. Einer der Gründe ist, dass das Ding ewig braucht, bis es beim Start seine GPS-Postition gefunden hat - da bin ich schon einige km gefahren. Als Alltagsradcomputer wäre mir das viel zu nervig und am Rad lassen würde ich ihn auch nicht. Ich vermute und hoffe, dass die kleinen Radcomputer ohne riesiges Kartendisplay von Garmin und Konsorten dahingehend besser sind. Dass das grundsätzlich geht zeigt ja das Smartphone.

Motte ist soweit ich weiss eher Tourenradler, ich bin eher Alltagsradler - demensprechend dürften sich unser beider Ansprüche an einen Radcomputer unterscheiden. Und einer, der vorwiegend sportlich trainierend unterwegs ist hätte vielleicht noch mal andere. Die Frage ist also: Was sind Deine Ansprüchen und Anwendungsfälle? Teuer muss es nicht sein, einen deutlichen Vorteil für die (gegenüber klaasischer Radmessung deutlich teureren) GPS-Geräte kann ich zumindest in meinen Anwendungsfallen nicht erkennen abseits der einfacheren Montage.

Wenn Du nur auf Touren messen willst reicht Dir vielleicht zunächst das Smartphone (insbesondere wenn Du noch routen willst). Wenn es Dir nur um klassische Funktionen geht reicht vielleicht ein einfacher Markencomputer der Standardklasse um knapp 20€. Oder halt was anderes.

Was ich gerne hätte wäre ein Computer, den ich auf jeweils mehrere Fahrräder im Parallelbetrieb im Wechsel mitnehmen kann. Der Sigma kann zwei, das ist aber für mich erheblich zu wenig - da nutzt mir das Feature nichts. Ist aber zugegeben wohl ein eher esoterischer Anwendungsfall. ;-)
Taichi hat geschrieben:
Sa 9. Dez 2017, 11:03
Und welchen Radumfang stellt ihr ein.
MfG Heinrich aus Bochum
Ventil auf den Boden, Meterstab danebenlegen und rollen, bis das Ventil erneut ganz unten ist, Entfernung am Meterstab ablesen, fertig. Der Abrollumfang hängt ein Stück weit vom montierten Reifen ab, daher ist es schlau, selbst zu messen.

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Re: Birdy Touring

Beitrag von bergauf » Sa 9. Dez 2017, 22:02

Dann bin ich hier wohl der einzige, der mit den "neuen" Sigmas schlechte Erfahrungen gemacht hat (Funktionsverlust und sich lösende Tasten...). Mit "neu" meine ich die zum drehen, früher gab es mal welche zum aufschieben.

Deshalb habe ich mir für den Trecker einen Ciclomaster gekauft und bin damit zufrieden.

Das Dahon hat einen alten Sigma 600 zum Aufschieben. Gibts aber nur gebraucht.

Von Funktachos habe ich die Finger gelassen. Brauche ich nicht, und bringt Komplexität.

EmilEmil
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Re: Birdy Touring

Beitrag von EmilEmil » So 10. Dez 2017, 21:42

Ch.Bacca hat geschrieben:
Sa 9. Dez 2017, 14:51
................................
Für den Reifenumfang gibt es Tabellen z.B. bei Schwalbe. Man kann das aber auch leicht anhand der ETRTO-Reifengröße ausrechnen: z.B. (2x47+406)mm*PI für Größe 47-406.
Diese Formel enthält das Wesentliche. Ich selber benutze sie aber in einer etwas abgewandelten Form:
z B: (406 + 2x47 + 2xDelta) xPI [mm]
Delta ist dabei ein Korrekturwert, der den Unterschied zwischen der tiefsten Stelle des Reifen-Meridians und dem Felgen/Reifensitz-Durchmesser sowie eine Standard-Reifen-Einfederung berücksichtigt.
Die Reifen-Einfederung hängt vom Radler-Gewicht und dem gepumpten Luftdruck ab; weiter spielt die Höhe der Felgenflanke (Felgenbremsfelgen oder Nabenbremsfelgen u.a. ) und die Unterschiede durch verschiedene Reifenmeridiandurchmesser (der Reifen stützt sich an den Felgenhörnern ab !) eine Rolle. Die Versuchs-technische Messung der Abrolllänge ohne Radler-Belastung gibt einen leicht zu großen Wert.
Bei mir hat sich in der Praxis ein Delta-Wert = 2,5 [mm] für unterschiedliche Durchmesser als brauchbar erwiesen.
Du bist nicht der Einzige, der Ärger mit den Tachometer-Computern der Fa. Sigma hat: Ich vermisse 2 Stück, die infolge mangelnder Bajonett-Technik auf den im reichen Germany üblichen Holperstrecken während der Fahrt das Weite suchten. Die Fa. Sigma (andere Firmen auch ?) steht mit der Technik der Befestigung offenbar auf Kriegsfuß: Der von mir eingesetzte Nachfolger BC 5.12 klemmt so stark, daß man zum Lösen oder Festdrehen beide Hände benötigt (Das liegt auch zum Teil an der Einmach-Gummi-Befestigung am Lenkerrohr). Da hat man das Verlier-Problem zum anderen Ende hin übertrieben. Zudem fehlt dem Modell die überaus wichtige Durchschnittsgeschwindigkeit. Das hätte ich natürlich bei sorgfältiger Kauf-Recherche vorher wissen können. Aber mir war es unvorstellbar, daß dieser Wert nicht dabei wäre, selbst bei einem Basis-Modell nicht.
Nun , was soll man von einer Fa. halten, die auf ihre Einmach-Gummis stolz ist und diese mit dem Begriff "Werkzeuglose-Befestigung" bewirbt. Diese Fa. scheidet bei mir nun endgültig als Lieferant von Rad-Computern aus.
Irgendwann reicht es eben: Man muß den Grattlern auch mal die Arschkarte zeigen.

MfG EmilEmil

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Re: Birdy Touring

Beitrag von Ch.Bacca » Mo 11. Dez 2017, 10:10

EmilEmil hat geschrieben:
So 10. Dez 2017, 21:42
... in einer etwas abgewandelten Form:
z B: (406 + 2x47 + 2xDelta) xPI [mm] ... hat sich in der Praxis ein Delta-Wert = 2,5 [mm] für unterschiedliche Durchmesser als brauchbar erwiesen. ...
Du hast eine positive Abweichung?

Ansonsten war ich kurz versucht, eine Korrektur zu erwähnen, dessen exakte Größe ich jedoch nicht kenne. Insofern hätte ich nur raten können.

Präzisionsfetischisten könnten folgendes machen: Man macht einen Klecks Wandfarbe o.ä. auf die Fahrbahn und fährt mit üblicher Fahrweise und Beladung hindurch. Die Abstände der Marken auf der Fahrbahn geben den Abrollumfang wieder. Jetzt muss man das nur noch messen - möglichst über mehrere Umdrehungen. Wirklich glauben würde ich hier aber nur einem neuen Messmittel mit angegebener Genauigkeitsklasse. Wie man z.B. den Umstand, dass das Vorderrad mehr in Schlangenlinien fährt als das Hinterrad, berücksichtigen will, wird spannend. Man kann aber auch einfach mit den theoretischen Werten arbeiten.

Zu Sigma:
Das mit der Durchschnittsgeschwindigkeit habe ich beim Wechsel vom BC600 zu BC800 auch schon mit Unverständnis zur Kenntnis genommen. Man kann das zwar anhand der Fahrzeit und Tagesstrecke ausrechnen, aber das wegzulassen ist m.E. ziemlich bescheuert. Mit dem wiedergefundenen, billigen Aldi-Tacho bin ich ganz zufrieden. Der BC800 liegt jetzt erst mal in der Bastelkiste. Als Gesamtkilometer-Bilanzierer werde ich ihn wieder an das große Rad bauen. Statt der O-Ringe bevorzuge ich schmale Kabelbinder als Befestigung.

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Re: Birdy Touring

Beitrag von Motte » Mo 11. Dez 2017, 11:37

Wer ein Gerät kauft ohne vorher auf die vorhandenen Gerätedaten zu sehen, darf sich zwar ärgern, dass das Gewünschte nicht dabei ist - sollte die Schuld dann aber bei sich suchen. (ich weiß, das ist furchtbar altmodisch)
Ich hab durch Stürze und flüchtiges Befestigen mit anschließendem Abspringen auch schon 2 Sigmas geschrottet. Gefährdet sind die z.B. in der Bahn - neulich erst hat es wieder ein "Nachbarrad" geschafft mit seiner Sattelspitze meinen Sigma geschickt auszuhebeln. Hab ich zum Glück rechtzeitig gesehen. Aber auch dafür kann der Hersteller nix.

Meine Sigmas der letzten 7 Jahre hatten alle einen "doppelseitigen Klebestreifen mit Weichschaumzwischenlage" dabei. Wenn man einmal den optimalen Blickwinkel gefunden hat - zieht man den Schutzstreifen ab und dann sitzt das Ding zusammen mit dem Gummi bombenfest.

Alle anderen Dinge - auch die Einstellung des Umfangs - sind ziemlich persönliche Angelegenheiten. Da hat jeder seine eigenen Befindlichkeiten. Mir ist es z.B. völlig egal ob mein Tacho um X Meter am Ende des Tages abweicht, weil ich die schwere Tasche nicht dabei hatte. die beim Einmessen dran war. Die Methode "Kreidestrich - unbeladen mehre Umdrehungen abrollen und dann messen" reicht mir völlig. Die Ergebnisse waren auch stets verblüffend nah an den guten Tabellen im Netz. (Z.B. denen der Reifenhersteller).
Man sollte auch nicht vergessen, dass im Regelfall nur einmal pro Umdrehung der Kontakt ausgelöst wird. An der roten Ampel beim "Rumhampeln" eventuell auch mehrmals ohne vorwärts zu kommen. Minimale Fehler schleichen sich da stets ein.

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Re: Birdy Touring

Beitrag von EmilEmil » Mo 11. Dez 2017, 12:37

Motte hat geschrieben:
Mo 11. Dez 2017, 11:37
......................
Meine Sigmas der letzten 7 Jahre hatten alle einen "doppelseitigen Klebestreifen mit Weichschaumzwischenlage" dabei. Wenn man einmal den optimalen Blickwinkel gefunden hat - zieht man den Schutzstreifen ab und dann sitzt das Ding zusammen mit dem Gummi bombenfest.
...................
Alle anderen Dinge - auch die Einstellung des Umfangs - sind ziemlich persönliche Angelegenheiten. Da hat jeder seine eigenen Befindlichkeiten. Mir ist es z.B. völlig egal ob mein Tacho um X Meter am Ende des Tages abweicht, weil ich die schwere Tasche nicht dabei hatte. die beim Einmessen dran war.
.......................
Das mit dem Gummi gilt für die Befestigung am Lenkerrohr, meine beiden Verluste resultierten aus der mangelhaften Verbindung zwischen Computer-Körper und Halterrahmen (Einsetzen im Rahmen durch Rechtsdrehung, Bajonett-Prinzip ?).
Zur Messung des unterschiedlichen Schlupfes an Vorder- und Hinter-Rad braucht man zwei gleiche Tachometer, dieselbe Genauigkeit und eine feine Abschätzung aller (kleinen) Einflüsse, die die Relativ-Differenz von Vorder- und Hinter-Rad-Strecke beeinflussen könnten.
Meine Messungen befinden sich noch in der Experimentier-Phase. Auf einer ebenen Strecke von 2000 [m] mit 20 [km/h] habe ich bisher eine Differenz von + 20 [m] festgestellt, also 1 % Plus für vorn. Diese Differenz in % (der Schlupf) werden von der unterschiedlichen Momenten-Belastung an Vorder- und Hinter-Rad verursacht.
Die Reifen-Aufstandsfläche verdreht sich dabei unterschiedlich gegenüber der Felge.
Weitere Messungen z B auf einer 10%-Steigung (Großes Antriebsmoment am Hinter-Rad) sind geplant. Schlußendlich möchte ich zwei Punkte einer einer Kraftschluß-Schlupf-Kurve für Fahrradreifen ableiten, die ich bisher in den Veröffentlichungen nicht gefunden habe.
Aber nicht mehr in 2017.

MfG EmilEmil

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