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Tern Link D9 (ehemals D8), HVV-Version

Verge, Link, Eclipse, Castro, Joe
Ch.Bacca
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Gelenkbolzen und -buchsen ersetzt

Beitrag von Ch.Bacca » Di 12. Nov 2019, 15:28

So, heute hab ich das Faltgelenk überholt. Die (Schraub-)Bolzen vom FBL-Gelenk sind tatsächlich die gleichen, wie vom OCL.

Zum Glück hab ich mir zuviele IGUS-Buchsen bestellt, denn eine hab ich zerbrochen.

Bei der Gelegenheit hab ich den Querbolzen (1) am Spannhebel gegen Verlieren gesichert. Die Sicherungsscheibe kann unbemerkt verloren gehen. Wird das Rad dann gefaltet, geht der Querbolzen auch gleich stiften. Ohne die Sicherungsscheibe ist das Rad noch zu gebrauchen; ohne den Querbolzen nicht! Deshalb hab ich unten in die Bohrung (2) etwas Heißkleber geschmiert. So kann der Bolzen nicht mehr herausfallen.
Gelenkbolzen.jpg
Gelenküberholung.jpg
Bolzensicherung.jpg
Am Sonntag war ich froh, dass die Tröte am Falter ist. Mir kamen zwei junge Smartphone-Zombies entgegen. Wegen des Verkehrslärms hab ich gar nicht erst versucht, zu klingeln. Die Tröte war gut, danach waren die Jungs wieder wach. :mrgreen:

EmilEmil
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Re: Tern Link D9 (ehemals D8), HVV-Version

Beitrag von EmilEmil » Di 12. Nov 2019, 18:50

Bist Du Dir sicher, daß Heißkleber eine gute Idee ist ? Nach meiner Erfahrung ist Heißkleber eine Sache für Bastelarbeiten mit Pappdeckel. Manche Frauen (13 von 1 Myriade ? ) denken, daß das so gut ist wie geschweißt, nur viel sauberer und ungefährlicher. Manche Männer denken das auch, die Zahl ist da etwas geringer (3 von 1 Myriade ?).
Die Anwesenheit von Fett und Schmirgelpaste halte ich für nicht besonders produktiv. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.
Gutes Gelingen !

MfG EmilEmil

Ch.Bacca
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Re: Tern Link D9 (ehemals D8), HVV-Version

Beitrag von Ch.Bacca » Di 12. Nov 2019, 21:17

Naja - die Folgen eines potenziellen Totalversagens des Heißklebers sind überschaubar: Schlimmstenfalls ist das Faltgelenk im Originalzustand. Bei jedem anderen Dumm-Szenario verhindert der Kleber das Totalversagen des Fahrrads durch Verlust des Bolzens. Vorher hab ich mir den Kopf zerbrochen, wie das Herausfallen des Bolzens verhindert werden kann: Klemmstopfen, Quer(maden)schraube etcpp. Alles viel zu kompliziert. Der Kleber ist pragmatisch. Selbstverständlich hab ich die Bohrung vorher entfettet.

Der Heißkleber ist ein schwarzer Kleber, der deutlich geschmeidiger ist als der farblose und auch bei Kälte weniger spröde. Den benutze ich nur noch.

Ich werde in den Wintermonaten darauf achten, ob das Heißkleber-Geschmiere aus der Bohrung verschwindet.

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Re: Tern Link D9 (ehemals D8), HVV-Version

Beitrag von Motte » Di 12. Nov 2019, 21:47

Ich werde in den Wintermonaten darauf achten, ob das Heißkleber-Geschmiere aus der Bohrung verschwindet.
Warum sollte er das tun? An der Stelle ist innen die Oberfläche rauh (weil da keine Farbe hin kommt). Da findet der Kleber genügend Möglichkeiten sich zu verzahnen. Und da er ja nur eine Art Pfropfen bildet um im ungünstigsten Fall das "Durchplumpsen" beim geöffneten Scharnier zu verhindern, hat der da auch nix auszuhalten. Ich hatte am Birdy Lenker Mühe alten Heißkleber zu entfernen, der da jahrelang verhindert hat, dass die Tachohalterung sich dreht.

Sonst Loch bohren, Splint rein. Baut man doch nicht dauernd aus.

Hat deine Spannschraube noch den kleinen Gummiring bevor sie auf den Querbolzen trifft?
Der verhindert dass sich die Spannschraube groß bewegen kann. Das verhindert auch, dass die Sicherungsscheibe beim Falten wo gegen kommt. Die Sicherungsscheibe selbst hat Tern da vor Jahren eingeführt, weil die zuvor verwendete Mutter sich immer mal gelöst hatte.

Ch.Bacca
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Re: Tern Link D9 (ehemals D8), HVV-Version

Beitrag von Ch.Bacca » Mi 13. Nov 2019, 05:08

Motte hat geschrieben:
Di 12. Nov 2019, 21:47
... Hat deine Spannschraube noch den kleinen Gummiring bevor sie auf den Querbolzen trifft? ...
Nee - schon lange nicht mehr. Die Gummiringe (Hauptgelenk und Lenksäule) haben sich frühzeitig verabschiedet, weil sie sich aus ihrer Nut gefaltet haben und zerquetscht wurden. Hab sie durch Schrumpfschlauch über dem Sechskant ersetzt, was sehr gut hält.
Schrumpfschlauch.jpg

Ch.Bacca
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Re: Gelenkbolzen und -buchsen ersetzt

Beitrag von Ch.Bacca » Do 14. Nov 2019, 16:39

Das Knarzen ist jetzt auch wieder verschwunden. Eigentlich hatte ich die Sattelstütze in Verdacht. Die Kontaktstellen des Faltgelenks hab ich sorgfältig gereinigt (entfettet) und etwas Montagepaste zur Erhöhung des Reibungskoeffizienten aufgetragen.

Wie ich schon häufiger ausführte: Vom Fetten knarzender Kontaktstellen halte ich gar nichts! Es muss die Relativbewegung an den Kontaktstellen vermindert und nicht auch noch durch Schmierung erleichtert werden. Durch Fett beschleunigt man m.E. den Verschleiß nur.

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Re: Gelenkbolzen und -buchsen ersetzt

Beitrag von Bob406 » So 1. Dez 2019, 12:53

Ch.Bacca hat geschrieben:
Do 14. Nov 2019, 16:39
Das Knarzen ist jetzt auch wieder verschwunden. Eigentlich hatte ich die Sattelstütze in Verdacht. Die Kontaktstellen des Faltgelenks hab ich sorgfältig gereinigt (entfettet) und etwas Montagepaste zur Erhöhung des Reibungskoeffizienten aufgetragen.

Wie ich schon häufiger ausführte: Vom Fetten knarzender Kontaktstellen halte ich gar nichts! Es muss die Relativbewegung an den Kontaktstellen vermindert und nicht auch noch durch Schmierung erleichtert werden. Durch Fett beschleunigt man m.E. den Verschleiß nur.
Was Du schreibst klingt äußerst vielversprechend! Welche Montagepaste hast Du denn verwendet? (Habe gerade gegoogelt und bin vom Angebot verwirrt. Alles ist entweder ein Schmiermittel oder für Carbonteile.)

LG, Robert

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Re: Gelenkbolzen und -buchsen ersetzt

Beitrag von Bob406 » So 1. Dez 2019, 12:54

Ch.Bacca hat geschrieben:
Do 14. Nov 2019, 16:39
Das Knarzen ist jetzt auch wieder verschwunden. Eigentlich hatte ich die Sattelstütze in Verdacht. Die Kontaktstellen des Faltgelenks hab ich sorgfältig gereinigt (entfettet) und etwas Montagepaste zur Erhöhung des Reibungskoeffizienten aufgetragen.

Wie ich schon häufiger ausführte: Vom Fetten knarzender Kontaktstellen halte ich gar nichts! Es muss die Relativbewegung an den Kontaktstellen vermindert und nicht auch noch durch Schmierung erleichtert werden. Durch Fett beschleunigt man m.E. den Verschleiß nur.
Was Du schreibst klingt äußerst vielversprechend! Welche Montagepaste hast Du denn verwendet? (Habe gerade gegoogelt und bin vom Angebot verwirrt. Alles ist entweder ein Schmiermittel oder für Carbonteile.)

LG, Robert

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Re: Gelenkbolzen und -buchsen ersetzt

Beitrag von Ch.Bacca » So 1. Dez 2019, 13:56

Bob406 hat geschrieben:
So 1. Dez 2019, 12:54
... Alles ist entweder ein Schmiermittel oder für Carbonteile. ...
Das ist tatsächlich etwas verwirrend. Carbon ist "in". Dass die ausschließlich für Carbon sind, ist unwahrscheinlich. Auf meiner preiswerten Tacx-Montagepaste steht vorne auch nur "Carbon" und hinten dann das da:
Dateianhänge
Tacx Montagepaste Carbon.jpg

EmilEmil
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Re: Gelenkbolzen und -buchsen ersetzt

Beitrag von EmilEmil » So 1. Dez 2019, 18:49

Ch.Bacca hat geschrieben:
So 1. Dez 2019, 13:56
…...
Das ist tatsächlich etwas verwirrend. Carbon ist "in"...…...
Tatsächlich befindet sich das Faltgelenk in diesem Fall ganz in der Nähe der größten Biegemomente des Rahmens (Typ Einrohrrahmen). Dieser "Biegeträger" wird während normaler Fahrt (Beide Räder auf der Fahrbahn), ausgehend von einem geraden Verlauf der Träger-Schwerachse nach unten durchgebogen (vergleichbar einer Brücke). Die oben liegenden Fasern (Trägerteile) werden gedrückt, die unten liegenden werden gezogen (Verkürzung bzw. Verlängerung). Für die Gelenkplatten bedeutet das, die oberen Hälften-Teile pressen sich fest zusammen währen die Unteren versuchen, auseinander zu klaffen. Diese Klaffung kann nur durch eine abgestimmte Vorspannung der Gelenkplatten zueinander verhindert werden . Die Zusammenpressung infolge Belastung und Vorspannung ist so groß, daß eine betroffene Lackoberfläche nicht standhalten kann. Kommt eine Relativbewegung hinzu (Etwa durch Torsion des vorderen Rahmens gegenüber dem Hinteren), so platzt der Lack (Scheuerstellen) und die Knarzerei geht los. Nach meiner Erfahrung mit Carbon-Montage-Paste (Fa. Dynamics) hält sich die Vergrößerung des Reibwerts in Grenzen (Schätzung < 10 %). Diese Montagepasten enthalten innerhalb eines Trägermaterials Kunststoff-Kügelchen, die sich unter Druck-Belastung länglich (Kugel zu Ellipsoid) verformen und so den Reibwert erhöhen (Umgekehrter Kugellager-Effekt). Eine Sattelstütze, die vor der Behandlung mit dieser Paste rutscht, rutscht auch nach der Behandlung. Da hilft z B. nur ein engeres Spiel der Sattelstütze gegenüber der Adapterhülse bzw. dem Sitzrohr. Ich verwendete die Carbon-Paste, um eine galvanische Trennung zwischen einer Sattelstütze aus Alu-Legierung und einem Sitzrohr aus Stahl-Legierung durchzuführen (Vermeidung der Kontakt-Korrosion !)
Das ist aber Vergangenheit, da meine Alu-Sattelstützen inzwischen alle in Adapterhülsen aus Alu-Legierung klemmen. Hier setze ich sparsam Auto-Hartwachs ein (Materialpaarung Alu/Alu). Zwischen Adapterhülse und Sitzrohr wird die Carbon-Paste wegen der galvanischen Trennung verwendet (Materialpaarung Alu/Stahl).
Nach meiner Auffassung ist ein (leicht) erhöhter Reibwert zu schwach, um ein Knarzen dauerhaft zu verhindern. Das geht nur über einen Formschluß. Diesen zu konstruieren, ist bei den möglichen (vielfach überlagerten) Problem-Belastungen nicht einfach aus dem Ärmel zu schütteln. Die Gefahr, ein Problem zu lösen und zwei Weitere herbei zu zaubern, ist dabei immer vorhanden.
Falls Handlungsbedarf besteht, würde ich Fett wegen der Schmiererei nicht unbedingt nehmen, Wachs sollte eine bessere Alternative sein, um das Knarzen zu entschärfen (Kann aber auch eine Sauerei sein !). Und wegen der abgeplatzten Lackstellen würde ich bei einem Stahlrahmen für die Gelenkplatten rostfreien Stahl verwenden und bei anderem Material die betroffenen Stellen mit dem rostfreien Stahl panzern oder bei Alu "Natur" belassen oder mit einer dicken Schicht eloxieren. Abgeplatzter Lack ist nicht so nein Ding.

MfG EmilEmil

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