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Arbeitsfalttier zum Pendeln

Faltrad-Entscheidungshilfe für Unentschlossene.
Bob406
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Re: Arbeitsfalttier zum Pendeln

Beitrag von Bob406 » So 26. Mai 2019, 00:24

Da der Chainglider hier nur im Nebensatz erwähnt wurde, aber Wartungsarmut wichtig ist, will ich auch noch ein Info-Bit hinzufügen: Der Chainglider bietet mittlerweile ein spezielles Hinterteil für die bei Falträdern üblicherweise hinten kleineren Ritzel an. Falls also vorne ein 44er oder 48er Kettenblatt drauf ist, kann man bei einem neuen Velo den alten Kettenschutz abbauen und Chainglider drauf machen. Da ich selbst auch gerade vom Tern'schen Hohlrohr enttäuscht bin (Verschleiß mehr als doppelt so schnell wie mein altes Velo mit Chainglider), überlege ich das gerade.
Leider bin ich noch etwas am zweifeln, weil mir mal jemand gesagt hat, dass der 48er Chainglider (der noch recht neu ist) deutlich höhere Reibungsverluste hat als die älteren Modelle.

Auf jeden Fall bietet der Chainglider wieder viel zusätzliche Auswahl. Unser Tern C7i hat z.B. ein passendes 44er Kettenblatt.

EmilEmil
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Re: Arbeitsfalttier zum Pendeln

Beitrag von EmilEmil » So 26. Mai 2019, 08:45

Bob406 hat geschrieben:
So 26. Mai 2019, 00:24
………………..
Der Chainglider bietet mittlerweile ein spezielles Hinterteil für die bei Falträdern üblicherweise hinten kleineren Ritzel an. Falls also vorne ein 44er oder 48er Kettenblatt drauf ist, kann man bei einem neuen Velo den alten Kettenschutz abbauen und Chainglider drauf machen. ………..
Leider bin ich noch etwas am zweifeln, weil mir mal jemand gesagt hat, dass der 48er Chainglider (der noch recht neu ist) deutlich höhere Reibungsverluste hat als die älteren Modelle........
So neu ist der 48-er Chainglider gar nicht. Schon vor ca. 8 Jahren (Bericht am 20.11.2011, unter
weitere-f77/folding-star-20-faltrad-pro ... tml#p10914)
habe ich einen 48-er Chainglider am "Folding*Star" ausprobiert. Höhere Reibungs-Verluste als bei anderen Konfigurationen kann ich nicht bestätigen (Habe noch 2 Chainglider a) am 28-er Trekker und b) am 24-er Faltrad). Wie soll das auch möglich sein, da das Prinzip dasselbe ist, und die einzigen Variationen die Ritzelgröße bzw. Kettenblatt-Größe betreffen ?
Der Reibungsverlust durch den Chainglider liegt deutlich unter 1 [Watt]; da gab es mal eine Untersuchung bei der "Fahrrad-Zukunft".
Ich bedaure es immer noch, daß ich den 48-er Chainglider abbauen mußte, weil ich vorn ein zweites Kettenblatt (Für Steigungen > 13 % und < = 20 %) benötigte. Es folgt noch ein Bild vom Folding*Star (An dem hat sich seit 2011 Einiges geändert, nicht nur der Wegfall des Chaingliders !) :
Bild
Mein Fitness-Rad (3x11 DualDrive Schaltung) hat den Chainglider Open.
Der geht natürlich auch bei allen 1-fach Kettenschaltungen. Das Bild des Rades zeigt einen Entwicklungsstand von 2015. Da gibt es inzwischen einige Entwicklungen, aber der Chainglider ist so geblieben.
Bild
Danke für die Info bzgl. Chainglider "kleineres Ritzel".

MfG EmilEmil

Motte
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Re: Arbeitsfalttier zum Pendeln

Beitrag von Motte » Mo 27. Mai 2019, 14:49

Eine von diesen neuen 11 fach Kassetten mit 9 – 42 Zähnen kostet ja schon 200 Euro und aufwärts. Passt dann nur an eine teure Nabe (z.B. SRAM XD)
https://shop.zweirad-stadler.de/Fahrrad ... gLpSPD_BwE
Das montiert doch kein Hersteller an Einsteiger Räder.
Es würde auch keiner, der ein Rad für 600 Euro kauft eine solche Kassette als „Verschleißteil“ haben wollen.

EmilEmil
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Re: Arbeitsfalttier zum Pendeln

Beitrag von EmilEmil » Mo 27. Mai 2019, 16:33

Alles richtig, für ca. 65 bis 70 @ gibt's es aber von SRAM die 1150- oder auch die 1170- Kassetten. Wer für ein Verschleißteil 200 € ausgeben möchte, sollte nur 70 € ausgeben und 130 € in einen Arzt investieren. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung.
Wenn ein Faltradler 200 € investiert, nimmt er eine 11-36 11-fach Kassette und eine DualDrive (Falls er die noch irgendwo auftreibt, 130 € sollten reichen). Dann kann er mit einem 48-er Kettenblatt fahren und einen Chainglider benutzen (einen 48-er, den er selbst öffnet, weil es ihn von der Stange nicht zu kaufen gibt).
Die Fahrrad-Hersteller legen sich gerade die Käufer so zurecht, wie das die Rostlaubenpieper-Industrie schon seit ca. 2 Jahrzehnten praktiziert hat. Bei den Mtb-lern sind diese Grattler schon am Ziel.
Es war aber schon immer etwas Besonderes, einen teuren Geschmack zu haben...…….

MfG EmilEmil

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Re: Arbeitsfalttier zum Pendeln

Beitrag von spargelix » Mo 27. Mai 2019, 21:01

Soviel zum horrenden Preis für Verschleissteile. Dacia Werbung aus 2007:

https://www.pff.de/wcf/index.php?attach ... rsche-jpg/

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Re: Arbeitsfalttier zum Pendeln

Beitrag von Motte » Mo 27. Mai 2019, 22:28

Aber ohne die Porschekäufer hättest Du heute kein ABS, kein ESP, keine Tipptronik und keine Drucksensoren im Reifen in der Mittelklasse oder den besseren Kleinwagen.

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Re: Arbeitsfalttier zum Pendeln

Beitrag von JumpingJohn » Di 28. Mai 2019, 06:34

So, von mir mal ein Update. Bin im Kontakt mit dem Verkäufer der Utopia Räder, leider hat es dieses Wochenende und wird es auch diese Woche nichts mit anschauen und Probe fahren. Bin aber wohl im Moment erster und alleiniger Interessent und wir haben uns auf eine Besichtigung nächste Woche verständigt.
999,-€ kommen mir aktuell noch etwas teuer vor, ich werde versuchen Ihn auf 850,-€ zu drücken. Ich glaube das wäre ein fairer Preis.

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Re: Arbeitsfalttier zum Pendeln

Beitrag von alterfalter2 » Di 28. Mai 2019, 09:28

@ JumpingJohn

Ich bin gespannt auf Deinen Bericht nach der Probefahrt. € 999 halte ich in jedem Fall für zu viel, € 700 wäre ein interessanter Kurs. Das Rad ist nicht besonders gefragt und für ein Faltrad schwer mit ca. 20kg. Sind also gute Chancen für einen guten Handel.

Gruß TIL

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Re: Arbeitsfalttier zum Pendeln

Beitrag von JumpingJohn » Di 28. Mai 2019, 10:20

Puhhh..., mit so schwer hätte ich jetzt nicht gerechnet! :shock:
Alle Räder die ich bisher so gesehen und gelesen habe haben zwischen 12 und 15 kg, warum ist das so schwer?
Ist ja wie als hätte man ein e-Bike mit kaputtem Motor oder Akku!

Naja, anschauen und Probe fahren werde ich es wohl dennoch.
Ist es der Rahmen selbst der so schwer ausfällt oder Anbauteile die man nach und nach evt. durch leichtere ersetzen könnte?

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Re: Arbeitsfalttier zum Pendeln

Beitrag von Motte » Di 28. Mai 2019, 13:43

Utopia Räder sind generell etwas schwerer als die Konkurrenz. Beim Faltrad Timor fällt das halt besonders auf. Aber – das Rad ist auf Langlebigkeit getrimmt und auf Sicherheit.
Es gibt eine dreiteilige Sattelstütze mit Führungsschiene. Einmal richtig eingestellt – reicht einfaches Rausziehen bis zum Endanschlag und alles ist perfekt ausgerichtet.
Das Vorbaugelenk ist robust und hat eine Sicherheitsraste. Materialstärke und Durchmesser sind größer als bei Tern + Co.
Es gibt einen Stahllenker (wenn der NSU Lenker verbaut wurde) – der Vorbau klemmt über 4 Schrauben. Die Höhengrundeinstellung ist keine einfache schwächliche Spannvorrichtung, sondern eine solide Klemme – ähnlich einer Sattelstützklemme ohne Schnellspanner.
Doppelkammerfelgen – schwere Big Apple Reifen. Das Gelenk im Tretlager ist ein Gleitlager großen Durchmessers (Messingrohr in dem die Tretlagerpatrone sitzt) und sein Gegenpart (also die äußere Lagerhülse – die das Tretlagerrohr bildet) ist aus Edelstahl.
Die Rasthebel zum Verschließen des Hinterbaus sind solide Maschinenbauteile aus Edelstahl. Nur die Griffummantelung ist aus Kunststoff. (davon gibt es 2 Stück). Es ist alles so ausgelegt, dass es möglichst lange hält. Das gilt auch für den ausgesprochen soliden Gepäckträger, der ja im gefalteten Zustand das Gewicht des Rades tragen muss.
Beispiel Hinterbauständer – das ist ein grundsolider von ESGE (heute Pletscher) – aber nicht einfach nur an den Rahmen geschraubt – nein, das Ausfallende hat im Rahmen zwei verschweißte Röhrchen – der Ständer selbst hat zwei Bohrungen bekommen und wird dort aufgesteckt. Die Schrauben sorgen somit nur dafür, dass der Ständer nicht von den Röhrchen rutscht und nehmen selbst (so gut wie keine) Last auf. Da leiert nix aus. (Bringt aber Gewicht).
Lies mal über den Kettenschutz: https://www.utopia-velo.de/radratgeber/ ... tenschutz/

Übrigens kann man das Rad auf Scheibenbremsen umrüsten, wenn man mag. (Ich halte die HS 11 aber für eine sehr gute Alternative)
Bergfahrten machen (bei dem Gewicht) damit natürlich nicht so viel Spaß wie mit einem 10 Kg Teil ohne Licht, Gepäckträger und Ständer etc. – das Teil tragen auch nicht so sehr. Ich würde es daher als ein Rad bezeichnen, das man auch falten kann – aber kein klassisches Pendlerrad. Im Sinne von häufig, schnell und klein falten und gefaltet im ÖPNV mitnehmen. Aber das waren ja auch nicht deine Vorgaben, wenn ich das richtig behalten habe. Fahren kann man damit wie mit einem Großen - die Geometrie ist klasse. Ein Tern fährt sich im Vergleich dazu nervös.


Wenn ich den Timor heute mit meinem Tern Verge vergleiche, würde ich das Verge vorziehen. Das ist dann aber Kritik auf hohem Niveau. Sorgen um die Gelenke oder den Rahmen hab ich mir beim Timor jedenfalls nie gemacht - beim Tern Verge war das leider anders - obwohl ich da scheinbar Glück gehabt habe.

Gruß

Udo

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