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Faltrad mit Riemen - oder doch lieber mit Kette?

Faltrad-Entscheidungshilfe für Unentschlossene.
Karsten
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Re: Faltrad mit Riemen - oder doch lieber mit Kette?

Beitrag von Karsten » Mo 27. Nov 2017, 09:52

Moin Motte
Wie fast immer, hast Du eigentlich alle Aspekte treffend beschrieben.
Motte hat geschrieben:
So 26. Nov 2017, 18:04
(...)
Dann ist ein „Spielen“ mit dem Übersetzungsumfang kaum möglich. Und wenn doch ausgesprochen teuer. Ein anderes Ritzel für eine Nabenschaltung mit Kettenantrieb kostet um die 5 Euro.(...)

Jo, das sehe ich auch als einen der Kardinalfehler.
Ich experimentiere bei meiner Sram-7Gang Nabe, mit der ich hochzufrieden bin, sehr gerne mit unterschiedlichen Primärübersetzungen.


Gruß Karsten
Faltrad macht mobil und glücklich :)

Raffineur
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Re: Faltrad mit Riemen - oder doch lieber mit Kette?

Beitrag von Raffineur » Mo 27. Nov 2017, 12:58

@berlinonaut:
Interessante Haltung. Woran machst denn fest dass die Teile "noch gut" sind? Ich gehe davon aus, dass Du kein Materialprüfungsinstitut im Keller hast... Hoffentlich betreibst Du weder eine Airline noch ein Atomkraftwerk - der Unterschied zwischen Wartung und Reparatur scheint Dir nämlich nicht klar zu sein und der Sinn von ersterem so verborgen wie mögliche Fehler in äusserlich noch gutem Material. Sowas bleibt mitunter nicht ohne Auswirkungen. Aber Du bist nicht allein - die Deutsche Bahn ist auf Deiner Seite. Allerdings blieb das auch da nicht folgenlos:

https://de.wikipedia.org/wiki/ICE-Unfal ... ungsfehler

http://www.tagesspiegel.de/berlin/fuenf ... 290-2.html

Die Kombination aus Spendierhosen bei der Anschaffung und Geiz beim Unterhalt, die sich bei Dir zu zeigen scheint, findet man ja häufiger mal, gerne bei Autobesitzern. Falls Du also noch Inspiration für pragmatische Reparaturen brauchst sei Dir diese Fotostrecke empfohlen ;) :

https://www.heise.de/autos/artikel/Die- ... 17729.html
Gibt es außer R+M einen anderen Hersteller, der seine Kunden regelmäßig zum Neukauf überteuerter und nicht benötigter Teile zu drängen versucht? Eher nicht. Ich kann mir (nicht zuletzt in Anbetracht des Preises) nicht vorstellen, dass Birdys qualitativ wesentlich schlechter sein sollen als Konkurrenzprodukte, deren Anbieter keine solch sinnlosen Vorschriften machen. Der Grund dürfte wohl eher darin liegen, dass die Herren Riese, Müller & Co. den Hals nicht vollkriegen. Ich schätze mal, dass der Anteil der Birdy-Fahrer, die die Teile gemäß Vorgaben wechseln, sich im einstelligen Prozentbereich bewegt.

Wer ein bezüglich technischer Komplexität eher überschaubares Faltrad mit einem Auto oder einem ICE verwechselt, braucht vermutlich ein "Materialprüfungslabor", um eine rostige Kette oder halbleere Reifen zu erkennen ;) Deshalb fahren auch soviele Leute damit herum :o

Ich pflege zu meinen zweirädrigen Schätzchen ein etwas engeres Verhältnis. Deshalb bilde ich mir auch ein, dass ich spüre, wenn ihnen etwas fehlt. Sei es, weil etwas wackelt, quietscht oder sichtbar abgenutzt ist. Ich fahre seit ca. 45 Jahren gerne, oft und weit Rad, mit den unterschiedlichsten Modellen. Natürlich gab und gibt es immer etwas zu wechseln oder zu reparieren: Ketten, Ritzel, Kettenblätter, Bremsbeläge, Felgen/Laufräder, Reifen, Schalt- und Bremskabel, 1982 ein Tretlager, einmal sogar klemmende Shimano-Doppelgriff-Schalthebel, die ich durch SRAM-Gripshift ersetzt habe. Alles nur bei Bedarf. Der dürfte beim Riemen noch seltener auftreten als bei Kette. Nur um auf das Thema zurückzukommen.

Ja, und natürlich bin ich auch schon auf die Nase gefallen. An drei Stürze der letzten 35 Jahre kann ich mich erinnern. Einmal lag es am Sekundenschlaf und zweimal am Glatteis :mrgreen: Im ersten Fall sogar ohne Helm. Passiert ist außer einem verbogenen Kurbelarm nichts.

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Re: Faltrad mit Riemen - oder doch lieber mit Kette?

Beitrag von VELOciraptor » Mo 27. Nov 2017, 15:02

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Es beruhigt mich, daß meine Idee, ein Fahrrad mit Riemen anzuschaffen, nicht gleich in Bausch und Bogen abgelehnt wird.

Beim Pendeln ist es bislang so, daß ich nicht täglich unterwegs bin, sondern immer gleich 2- 5 Tage am Stück vor Ort anwesend sein muß, weswegen ich beim Pendeln dann mit 40-Liter-Rucksack unterwegs bin. Ich bin auch nur mit der Regionalbahn unterwegs und muß nicht zwischendurch umsteigen. Von daher ist das Gewicht des Faltrades für mich nachrangig, zumal es an den Bahnhöfen Aufzüge gibt.

Von den beiden von mir genannten Fahrrädern favorisiere ich momentan das Tern S8i, denn beim Allston ist vor dem Falten das Vorderrad zu entnehmen, was zu dieser Jahreszeit zu dreckigen Fingern führt.

Um ein Birdy oder ein GoBike umzubauen, fehlt mir das Know-How. Es wäre natürlich toll, wenn es irgendwo Kurse zur Fahrradreparatur bzw. zum -umbau geben würde, aber mehr als Youtube-Videos habe ich noch nicht gefunden.

Noch ein Nachtrag zu TIL (alterfalter2): Das Bernds finde ich vergleichsweise teuer. Das Giant Halfway, mit dem ich momentan unterwegs bin, habe ich mir auf deine Empfehlung hier im Forum hin gekauft.

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Re: Faltrad mit Riemen - oder doch lieber mit Kette?

Beitrag von Raffineur » Mo 27. Nov 2017, 17:34

Um ein Birdy oder ein GoBike umzubauen, fehlt mir das Know-How. Es wäre natürlich toll, wenn es irgendwo Kurse zur Fahrradreparatur bzw. zum -umbau geben würde, aber mehr als Youtube-Videos habe ich noch nicht gefunden.
Daran dürfte es nicht scheitern. Zumindest beim Birdy nicht. Verglichen mit dem GoBike ist dessen Umbau auf Gates Carbon Drive ein Kinderspiel. Ich dachte immer, ich hätte zwei linke Hände, und habe das GoBike erfolgreich auf Riemenantrieb umgebaut ;) Wozu gibt es Foren wie dieses? Zumindest ich würde dir beistehen, soweit ich kann. Wäre schade, wenn du deswegen eine suboptimale Wahl treffen würdest. Eine Probefahrt mit einem Birdy würde ich dir in jedem Fall empfehlen. Die Entscheidung liegt natürlich bei dir.

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Re: Faltrad mit Riemen - oder doch lieber mit Kette?

Beitrag von alterfalter2 » Mo 27. Nov 2017, 18:29

@ VELOciraptor
"Das Bernds finde ich vergleichsweise teuer."

Warum nicht ein gebrauchtes kaufen? Bernds Falträder werden häufiger zu gutem Kurs mit dem alten Zahnriemensystem angeboten, meist in Verbindung mit Shimano 4 Gang. Da bekommst Du oft ein wenig gefahrenes Rad zu einem günstigen Preis.
Ein Birdy umstricken würde ich nicht, auch keines neu kaufen.

Gruß. TIL
Zuletzt geändert von alterfalter2 am Mo 27. Nov 2017, 21:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Faltrad mit Riemen - oder doch lieber mit Kette?

Beitrag von berlinonaut » Mo 27. Nov 2017, 18:42

Raffineur hat geschrieben:
Mo 27. Nov 2017, 12:58
Gibt es außer R+M einen anderen Hersteller, der seine Kunden regelmäßig zum Neukauf überteuerter und nicht benötigter Teile zu drängen versucht? Eher nicht. Ich kann mir (nicht zuletzt in Anbetracht des Preises) nicht vorstellen, dass Birdys qualitativ wesentlich schlechter sein sollen als Konkurrenzprodukte, deren Anbieter keine solch sinnlosen Vorschriften machen. Der Grund dürfte wohl eher darin liegen, dass die Herren Riese, Müller & Co. den Hals nicht vollkriegen. Ich schätze mal, dass der Anteil der Birdy-Fahrer, die die Teile gemäß Vorgaben wechseln, sich im einstelligen Prozentbereich bewegt.
Bei der vermuteten Wechselquote liegst Du wohl in der richtigen Richtung - ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das viele regelmässig machen. Bei der vermuteten Qualität wäre ich mir da nicht ganz sicher: Hier im Forum liest man doch mit gewisser Regelmässigkeit von tatsächlichen oder knapp abgewendeten Stürzen durch brechendes Material am Birdy. Sicher nicht jeden Tag, aber doch immer mal wieder mal. Motte äusserte mal die Vermutung, dass es in der Vergangenheit einen deftigen Schadensersatzprozess gegen R+M gegeben haben könnte und man aufgrund dessen die rigiden Wartungsvorschriften eingeführt habe. Durchaus denkbar. Wenn dann trotzdem keiner wechselt ist es im Schadensfall das Problem der Kunden und nicht das von R+M. Und genau das dürfte der Grund für die Wechselintervalle sein - formales Verschiebung der Verantwortung. Dass die Verfügbarkeit der Wechselteile offenbar so bescheiden ist wie der Preis hoch und der Kundenservice schlecht (nicht nur beim Birdy - auch bei anderen R+M-Produkten liest man das immer wieder) macht das nicht lustiger. All das in Kombination hat dazu geführt, dass mein Interesse am Birdy (das ich mal durchaus ernsthaft hatte) erloschen ist.
Raffineur hat geschrieben:
Mo 27. Nov 2017, 12:58
Wer ein bezüglich technischer Komplexität eher überschaubares Faltrad mit einem Auto oder einem ICE verwechselt, braucht vermutlich ein "Materialprüfungslabor", um eine rostige Kette oder halbleere Reifen zu erkennen ;) Deshalb fahren auch soviele Leute damit herum :o
Na um genau sowas geht es ja eben gerade nicht. Es gab hier im Forum durchaus Berichte von spontan brechenden Schwingen etc.. Das hat sowohl von der Erkennbarkeit wie auch von den Auswirkungen in meinen Augen eine etwas andere Qualität als ein halbplatter Reifen oder eine rostige Kette...
Raffineur hat geschrieben:
Mo 27. Nov 2017, 12:58
Ich pflege zu meinen zweirädrigen Schätzchen ein etwas engeres Verhältnis. Deshalb bilde ich mir auch ein, dass ich spüre, wenn ihnen etwas fehlt. Sei es, weil etwas wackelt, quietscht oder sichtbar abgenutzt ist
Und genau dieses "sichtbar abgenutzt" hilft Dir halt genau nichts bei strukturell geschwächten Aluteilen. Die brechen ggf. spontan und ohne jegliche Ankündigung. Da schliesst sich halt der Kreis zu anderen Dingen, bei denen betriebszeit- oder laufleistungsabhängig der Austausch von Teilen vorgeschrieben ist, auch wenn die noch wunderhübsch aussehen. Wenn Du mit einem Birdy stürzt sind die Auswirkungen insgesamt zweifellos geringer als bei einem Flugzeugabsturz - nur für Dich möglicherweise nicht. Was ja auch blöd wäre. Moderne Fahrräder sind halt teilweise eben doch Hightech auf Basis der verwendeten Materialien und des Leichtbaus, auch wenn sie im Prinzip so aussehen wie die "schmiedeeisernen" von früher. Alu gehört da sicherlich dazu, Carbon noch mehr.

Was den Riemen angeht bin ich bei Motte: Prinzipiell durchaus nett, der nur aufwändig mögliche Übersetzungswechsel ist ein Nachteil. Einen riesigen Vorteil gegenüber Kette sehe ich nicht, so absolut wie Emil würde ich mich aber nicht dagegen aussprechen.

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Re: Faltrad mit Riemen - oder doch lieber mit Kette?

Beitrag von Raffineur » Mo 27. Nov 2017, 19:09

Das Birdy hatte vermutlich wie so vieles seine Kinderkrankheiten. Aber inzwischen ist es volljährig. Aluminiumverarbeitung ist ja auch kein gänzlich neues Phänomen. Natürlich kann man einen technischen Defekt nie ganz ausschließen. Trotzdem wäre das für mich kein Hinderungsgrund. Eher ein Grund, ein neue(re)s Birdy statt eines aus der alten Serie zu nehmen.

Service seitens des Herstellers oder Vertragshändlers wäre für mich erst recht kein Kriterium. Ich denke nicht, dass Dahon diesbezüglich viel besser ist als R+M. GoBike gibt es schon gar nicht mehr. Sollte ich deshalb auf mein Traumfaltrad verzichten? :roll:

Das Birdy eignet sich besonders für eine Umrüstung auf Riemenantrieb, weil man den Rahmen nicht öffnen braucht und die Gates-Serienteile passen. Sogar die Riemenlänge hatte ich mit Chainstay und vorderem 70er-Riemenrad bereits ausgerechnet. Mit dem 19er-Ritzel für Rohloff waren das, glaube ich, 125 Zähne. Kann mich aber auch irren. Hat noch niemand ein Birdy umgebaut?

Ich fahre bekanntlich beides, Kette und Riemen. Darf jetzt nach dreieinhalb Jahren intensiver Nutzung (Kilometerzahl unbekannt) meine durchaus nicht billige und stets gut geschmierte Shimano CS-HG 70 wechseln :( Folgendes Fazit würde ich ziehen: Mit Rohloff-Nabe würde ich den Riemen jederzeit bevorzugen. Sonst eher nicht. Aber es fährt natürlich auch nicht jeder 600 km an vier Tagen :mrgreen:

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Re: Faltrad mit Riemen - oder doch lieber mit Kette?

Beitrag von alterfalter2 » Mo 27. Nov 2017, 21:14

@ Raffineur
"Aber es fährt natürlich auch nicht jeder 600 km an vier Tagen :mrgreen:"

Du bist 600km in vier Tagen mit dem GoBike gefahren? Respekt!

Gruß TIL

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Re: Faltrad mit Riemen - oder doch lieber mit Kette?

Beitrag von berlinonaut » Mo 27. Nov 2017, 21:35

Raffineur hat geschrieben:
Mo 27. Nov 2017, 19:09
Das Birdy hatte vermutlich wie so vieles seine Kinderkrankheiten. Aber inzwischen ist es volljährig. Aluminiumverarbeitung ist ja auch kein gänzlich neues Phänomen. Natürlich kann man einen technischen Defekt nie ganz ausschließen. Trotzdem wäre das für mich kein Hinderungsgrund. Eher ein Grund, ein neue(re)s Birdy statt eines aus der alten Serie zu nehmen.
Lies Dich lieber noch mal durch die Birdysektion hier im Forum, u.a. Karlchen hat da einiges berichtet. Die Problematik ist keineswegs auf die alten Modelle beschränkt - die dramatischen Fälle betreffen nicht den Hauptrahmen sondern die Gabel, die Schwinge und den Vorbau. Am alten Rahmen gab es zudem u.a, Kummer mit Brüchen am Sitzrohr - Rahmen futschikato. Das zumindest scheint bei den neueren nicht mehr so zu sein.
Raffineur hat geschrieben:
Mo 27. Nov 2017, 19:09
Service seitens des Herstellers oder Vertragshändlers wäre für mich erst recht kein Kriterium. Ich denke nicht, dass Dahon diesbezüglich viel besser ist als R+M. GoBike gibt es schon gar nicht mehr. Sollte ich deshalb auf mein Traumfaltrad verzichten? :roll:
Na ja - R+M ruft Premiumpreise auf und trägt die Nase hoch - da erwarte ich dann auch ein Premium-Produkt. Das lösen sie meiner Meinung nach nicht ein. Dahon ist idR günstig, die daraus und aus der Firmenpolitik entstehenden Folgen sind bekannt. Ich kaufe u.a. deswegen kein Dahon (und um so weniger ein Birdy). Andere sehen das anders. Bei einem Spezialfall wie dem Go-Bike ist ebenfalls vorher klar, dass da nichts vom Hersteller zu erwarten ist. Aus rationalen Überlegungen kauft man sich so ein Rad daher wohl nicht sondern aus Liebhaberei. Ganz andere Baustelle.

Wenn man sich z.B. die kürzlich berichtete Schote mit der nicht masshaltigen Sattelstütze oder alternativ dem nicht masshaltigen Rahmen beim Birdy hier im Forum durchliest und die Reaktionen von R+M darauf hat es sich mit Traumfaltrad - das ist dann wohl eher ein Alptraumfaltrad. Und zwar wegen des "Service" des Herstellers.
Raffineur hat geschrieben:
Mo 27. Nov 2017, 19:09
Das Birdy eignet sich besonders für eine Umrüstung auf Riemenantrieb, weil man den Rahmen nicht öffnen braucht und die Gates-Serienteile passen. Sogar die Riemenlänge hatte ich mit Chainstay und vorderem 70er-Riemenrad bereits ausgerechnet. Mit dem 19er-Ritzel für Rohloff waren das, glaube ich, 125 Zähne. Kann mich aber auch irren. Hat noch niemand ein Birdy umgebaut?
Das Birdy gab es ja ab Werk mit Riemenantrieb, von 1996 - 1998 (siehe http://birdy-freunde.de/birdy/birdy-story.html). Hat sich aber wohl nicht bewährt und wurde fluchs wieder eingestellt.

Bild

Bild

(Bilder von hier: Zahnriemenantrieb)

Auch hier im Forum wurde darüber bereits orakelt: riese-mueller-f67/zahnriemen-t415.html#p3994 und folgende.

Raffineur
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Re: Faltrad mit Riemen - oder doch lieber mit Kette?

Beitrag von Raffineur » Mo 27. Nov 2017, 23:54

Tja, anno 1996 gab es noch keinen Gates Carbon Drive. Der damalige Riemenantrieb von Thun war noch nicht ausgereift. Das lag vielleicht daran, dass er Aramid-Zugfasern verwendete, die sich im Gegensatz zu den meisten Materialien bei Kälte ausdehnen. Das gibt im Winter Probleme. Ich bin sicher, ein Gates-Carbon-Riemen am Birdy würde genausogut funktionieren wie bei meinem GoBike. Trotz geringfügiger Variation des Chainstays beim Einfedern. Dasselbe "Problem" hat übrigens auch das riemengetriebene Bernds (nicht). Wie gesagt, das Projekt "Gates-Rohloff-Birdy" ist auf meiner Liste. Aber gebt mir etwas Zeit ;)

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