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Vollständig gekapselter Antrieb. Alternative zum Chainglider

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
robs
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Vollständig gekapselter Antrieb. Alternative zum Chainglider

Beitrag von robs » Mo 22. Jun 2020, 12:57

Hi,

gibt es eine gute Alternative zum Chainglider?

Mich stört am Chainglider, dass er auf dem Antrieb läuft, und so immer etwas schleift, und, dass es bei den Zahnrädern große Lücken gibt, in die Dreck und Feuchtigkeit eindringen kann.

Meine Idealvorstellung wäre eine vollständige Kapselung zum Nachrüsten, die möglichst wenig zusätzlichen Widerstand verursacht, trotzdem idealerweise wasserdicht ist (IP67) und die Kette ständig ölt. z.B. durch ein kleines Ölreservoir mit magnetischem Schmutzabscheider, durch das die Kette geführt wird.

Und da ich grad schon am träumen bin, wäre es natürlich schön, wenn das Ding ohne großen Aufwand an möglichst viele Fahrrräder mit Nabenschaltung passt, und nicht überteuert ist.

Viele Grüße,
Robs

EmilEmil
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Re: Vollständig gekapselter Antrieb. Alternative zum Chainglider

Beitrag von EmilEmil » Mo 22. Jun 2020, 16:40

o) Chainglider reitet an 2 Punkten auf der Kette: Leistungsverlust ca. 0,6 [Watt]
o) Dreck und Feuchtigkeit sind bei Straßenfahrt kein Problem
o) Die Kette ständig ölen ist kontraproduktiv. Auch bei vollständiger (idealer ?) Kapselung wird jedes Schmiermittel durch den Abrieb (Ketten-Gelenke sind Gleitlager !) kontaminiert. Gekapselte, lang-laufende Kettentriebe in Automobil-Motoren haben einen Öl-Kreislauf mit Drucköl und Filter. Das Öl bleibt dadurch immer "frisch". Die Schweden bezeichnen deshalb "Bier" als Öl :D :mrgreen: :D . Zusammenhang, außer dem Datum ?
o) Ölreservoir und Schmutzabscheider verkomplizieren das Ganze so, daß die beiden letzten Punkte mit Sicherheit nicht erfüllt werden können.
Das System Chainglider (Kosten ca. 35 €) wird nicht von allen Radlern, für die es in Frage käme, geschätzt, obwohl Laufleistungen über 25 000 [km] für eine Kette möglich sind.
Der Radler gibt lieber 300 € mehr aus z.B. für einen Zahnriemen, weil er meint, er könne sich von der Kettenpflege frei kaufen.
Und dann: Getriebenaben befinden sich auf dem Rückzug, obwohl es für Falträder eigentlich nichts Besseres gibt. @EmilEmil hat 4 Räder mit 4 Getriebenaben, zwei davon haben eine Kombischaltung. 2 haben Chainglider Closed, 1 hat Chainglider Open. Bei 1 geht ein Anbau vom Bauraum her nicht.
Gute Getriebenaben gibt es derzeit nicht !

MfG EmilEmil

Ch.Bacca
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Re: Vollständig gekapselter Antrieb. Alternative zum Chainglider

Beitrag von Ch.Bacca » Mo 22. Jun 2020, 18:00

robs hat geschrieben:
Mo 22. Jun 2020, 12:57
... trotzdem idealerweise wasserdicht ist (IP67) ...
:shock:
Süßwasser oder Salzwasser?
:mrgreen:

Nee, mal im Ernst:
Sowas gibt's nicht mal für Motorräder. Vielleicht würde ein Wellenantrieb das erfüllen.

Vielleicht fragst Du da mal nach, wie die das lösen:
https://www.google.com/search?q=gotland ... l&tbm=isch

Splithub
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Re: Vollständig gekapselter Antrieb. Alternative zum Chainglider

Beitrag von Splithub » Mo 22. Jun 2020, 18:08

robs hat geschrieben:
Mo 22. Jun 2020, 12:57
Hi,

gibt es eine gute Alternative zum Chainglider?

Mich stört am Chainglider, dass er auf dem Antrieb läuft, und so immer etwas schleift
..oder verwechselst du das mit dem Chainrunner, dem umlaufenden geschlitzten Spiralschlauch?

robs
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Re: Vollständig gekapselter Antrieb. Alternative zum Chainglider

Beitrag von robs » Mo 22. Jun 2020, 18:39

Hi,
Ch.Bacca hat geschrieben:
Mo 22. Jun 2020, 18:00
Vielleicht fragst Du da mal nach, wie die das lösen:
https://www.google.com/search?q=gotland ... l&tbm=isch
Meinst du so etwas?

https://de.wikipedia.org/wiki/O-Ring-Kette

Gibt's das für Fahrräder? Das wäre spannend.

Ich habe an meinen Rädern den Chainglider, (nicht den Chainrunner), und ich war bislang nicht zu 100% zufrieden. In erster Linie, weil ich mich doch immer wieder um die Kette kümmern muss, und weil der Verschleiß bei mir nicht so weit reduziert wurde, wie ich mir das erhofft hätte. Auf 25.000km wie emilemil komme ich nicht ansatzweise. Eher 5000. Was ja ansich auch kein Problem ist, aber je länger die Kette hält, desto zufriedener bin ich.

Ich habe bislang allerdings auch nicht alle 2000km die Kette abgenommen und komplett gereinigt, sondern immer nur neu geölt.

Dann habe ich bei einem Rad das Problem, dass die beiden Kunststoffteile am Kettenblatt auseinandergehen, blöderweise an der Stelle, an der ich das Problem nicht einfach mit einem Kabelbinder beheben kann.

Deswegen und weil das Bessere des Guten Feind ist, stelle ich mir die Frage nach etwas komplett gekapseltem, was für noch längere Zeit in Ruhe gelassen werden kann.
EmilEmil hat geschrieben:
Mo 22. Jun 2020, 16:40
o) Dreck und Feuchtigkeit sind bei Straßenfahrt kein Problem
Wenn bei jedem Wetter und auch mal auf Waldwegen gefahren wird, kommt spätestens Dreck an den Antrieb.
EmilEmil hat geschrieben:
Mo 22. Jun 2020, 16:40
o) Die Kette ständig ölen ist kontraproduktiv. Auch bei vollständiger (idealer ?) Kapselung wird jedes Schmiermittel durch den Abrieb (Ketten-Gelenke sind Gleitlager !) kontaminiert. Gekapselte, lang-laufende Kettentriebe in Automobil-Motoren haben einen Öl-Kreislauf mit Drucköl und Filter. Das Öl bleibt dadurch immer "frisch". Die Schweden bezeichnen deshalb "Bier" als Öl :D :mrgreen: :D . Zusammenhang, außer dem Datum ?
o) Ölreservoir und Schmutzabscheider verkomplizieren das Ganze so, daß die beiden letzten Punkte mit Sicherheit nicht erfüllt werden können.
Meine Idee war, am tiefsten Punkt, also unten beim Kettenblatt ein Reservoir zu haben, das ganz unten eine Ölablassschraube mit Magneten hat. Wenn ausgeschlossen ist, dass von außen Dreck reinkommt, kann das Öl nur durch Kettenabrieb verunreinigt werden, was im Fall einer Stahlkette Stahlspäne produziert, die vom Magneten aus dem Öl gefischt werden.

In der Praxis ist das wahrscheinlich deutlich komplizierter. Aber weil es meistens so ist, dass sämtliche "neuen" Ideen schon in der Vergangenheit umgesetzt wurden, dachte ich, frage ich mal das gesammelte Wissen des Forums. Denn wahrscheinlich gab es in den 1920er Jahren schon ähnliche Ideen, die auch umgesetzt wurden.

Viele Grüße
Robs

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Re: Vollständig gekapselter Antrieb. Alternative zum Chainglider

Beitrag von Motte » Mo 22. Jun 2020, 20:04

Es gibt sicher ganz viele vernünftige Lösungen für 28 Zoll Räder. Die meisten dürften in den Niederlanden beheimatet sein.
https://hollandbikeshop.com/de-de/fahrr ... ll/?page=1
Ich kenne aus Messen und Zeitschriften neben dem Chainglider vernünftige Lösungen
von Gerrit Gaastra
https://www.faz.net/aktuell/technik-mot ... 66235.html
https://www.speedbasics.eu/shop/bicycle ... tenkasten/
und Utopia Country).
https://www.utopia-velo.de/radratgeber/ ... tenschutz/
Utopia hatte sie auch für mein 20 Zoll Faltrad (Timor). Konnte ich damals nicht ordern, weil diese Option nicht bei meiner gewünschten Übersetzung genutzt werden konnte.

Bedenken muss man bei solchen Dingern immer, dass gerade Falträder unterwegs viel wegstecken müssen. Vom Rempler beim Einparken im Radständer, vom einparkenden Nachbarn oder in der Eisenbahn wo Radabteile zu Kammern des Grauens mutieren können, wenn man sieht wie andere ihren Rollschrott auf vorhandene Räder werfen. Und das Gesamtpaket dann munter hin und her scheuert weil nix fest gemacht wurde.
Das alles mögen Kettenkästen gar nicht. Auch nicht das Aufsetzen auf den Boden oder an der Treppe unterwegs. Das Hinterrad mal eben raus zu nehmen – wird dann zum zeitaufwändigen Erlebnis.
Das ist bei mit der Grund, warum ich auf (den möglichen Vorteil der) Kettenkästen gerne verzichte.
Und höheren (aber beherrschbaren) Verschleiß in Kauf nehme.

EmilEmil
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Re: Vollständig gekapselter Antrieb. Alternative zum Chainglider

Beitrag von EmilEmil » Mo 22. Jun 2020, 20:14

Zur O-Ring-Kette: Motorradmotoren (100,200,.....[kW]) juckt es nicht, wenn 1 oder 2 [kW] mehr für die Kette aufgewendet werden, den Radler (meine Einteilung in ein 5 Klassen-System für 1 [h] Fahrzeit), aber schon.
1) bis 100 [W] Einkaufsradler
2) bis 200 [W] Tourenradler
3) bis 300 [W] Freizeitradler
4) bis 400 [W] Amateur-Wettbewerbsradler
5) bis 500 [W] oder mehr Profi-Wettbewerbsradler
Zur Erinnerung 1[kW] = 1000 [W].
Ja, wenn 0,6 [W] beim Chainglider schon weh tun...…….
Edit : für 1 [h] Fahrzeit

MfG EmilEmil
Zuletzt geändert von EmilEmil am Di 23. Jun 2020, 06:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Vollständig gekapselter Antrieb. Alternative zum Chainglider

Beitrag von Motte » Mo 22. Jun 2020, 20:59

Man sollte auch den gestiegenen CW Wert und das immens erhöhte Gewicht im Auge behalten ;)

Andererseits bremst so eine offene Kette bei Regen ja auch ganz ordentlich, wenn das vom Reifen aufgeschaufelte Wasser über die sich bewegende Kette erneut verwirbelt wird. :roll:

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Re: Vollständig gekapselter Antrieb. Alternative zum Chainglider

Beitrag von Raffineur » Di 23. Jun 2020, 00:34

Gute Getriebenaben gibt es derzeit nicht !
Da würde ich aber entschieden widersprechen. Es gibt nicht nur sehr gute, und sogar gleich zwei: die altbekannte Rohloff Speedhub 500/14 und die jungunbekannte Kindernay XIV. Erstere gebraucht ab 500 €, neu beide ab 1.000 €. Qualität hat halt ihren Preis. Oder wie EmilEmil sagen würde: "Es war schon immer etwas Besonderes, einen teuren Geschmack zu haben." :lol:

Aus meiner Sicht sind alle diese Kettenschutze nur ein Behelf. Überall kann und wird Wasser und Schmutz eindringen und, noch schlimmer, beides kann nicht mehr entweichen. Wenn schon Getriebenabe, dann gleich Riemenantrieb. Die Kombination aus beidem ist für mich das Optimum 8-)

Ch.Bacca
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Re: Vollständig gekapselter Antrieb. Alternative zum Chainglider

Beitrag von Ch.Bacca » Di 23. Jun 2020, 06:56

robs hat geschrieben:
Mo 22. Jun 2020, 18:39
... Denn wahrscheinlich gab es in den 1920er Jahren schon ähnliche Ideen, die auch umgesetzt wurden. ...
So alt bin ich nicht.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein praxistauglicher, bezahlbarer Fahrrad-Kettenantrieb und die Vorstellungen (IP67 usw.) auch nur ansatzweise unter einen Hut zu bekommen sind.

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