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Kurioses am Wegesrand

Mit dem Faltrad um die Welt.
Motte
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Re: Kurioses am Wegesrand

Beitrag von Motte » So 24. Nov 2019, 21:35

Ich gehe mal davon aus, dass die Straße für die Allgemeinheit freigegeben ist. (Und keine Werksstraße ist). Solche Situationen kenne ich zur Genüge. Deponien oder Hafengebiete.
Bin oft den Kolkerhofweg (Mülheim am Ruhr Kanal- Richtung Duisburg Ruhrort) längs gefahren - da wurde die (Müll) Halde angeschüttet, auf der nun das große Windrad steht an dem die Bahn vorbei rauscht.
Am Hafen in Ruhrort (Pontwert) ist es ähnlich.
Halde Haniel in Bottrop hab ich mich vor Jahren verfahren und war versehentlich auf der Werksstraße - war gar nicht lustig. Ein Bandwurm eiliger grüner Riesenkipper war da unterwegs und die Straße war unter den Brücken genau so breit wie die LKW. :roll:

Da ist man als Radfahrer "irgendwie" fehl am Platz - unabhängig von Recht und Gesetz. Wenn ich das vorher weiß sorge ich dafür dass ich als neongelber Leuchtball wenigstens auffalle. Mehr als das und umsichtig fahren kann man ja nicht. Wobei - Räder, deren Nabe oberhalb meiner Ohren verläuft - machen mich immer etwas nervös, wenn sie zu nah sind :mrgreen:

Immerhin die LKW Fahrer können meist richtig fahren und haben einen soliden Job, der sie nicht unter Dauerstress setzt (im Gegensatz zu den unberechenbaren PKW Fahrern, die im Alltag mit nem Kleinlaster für irgendeinen Lieferdienst unterwegs sind).

CycoRacer
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Re: Kurioses am Wegesrand

Beitrag von CycoRacer » So 24. Nov 2019, 23:43

Motte hat geschrieben:
So 24. Nov 2019, 21:35
Ich gehe mal davon aus, dass die Straße für die Allgemeinheit freigegeben ist. (Und keine Werksstraße ist). Solche Situationen kenne ich zur Genüge. Deponien oder Hafengebiete.
Nein, die Straße ist nicht für die Allgemeinheit freigegeben. Die darf nur von Schwerlastern mit Giftmüll und von Radfahren befahren werden. Hausmüll vom Normalbürger darf hier schon lange nicht mehr hingebracht werden. Daher kann man sie wohl als Werksstraße bezeichnen.

Das Kuriose hier ist, dass diese Strecke Radfahrern besonders schmackhaft gemacht und besonders beworben wird (übrigens sehr erfolgreich). Der Mammutbaum ist ja auch einen Besuch wert. Wundern muss man sich aber auch direkt am sehenswerten Baum. Der ist rundherum zu asphaltiert. Wenn man wirklich möchte, dass der mal tausend Jahre alt wird und seinen maximalen Durchmesser erreicht, würde man ihn nicht so behandeln. Er ist erst vor 200 Jahren dort eingepflanzt worden.

https://niederrheintube.blogspot.com/20 ... route.html

Üblicherweise fahre ich hier, einem als landwirtschaftlich wertvoll gekennzeichnetem Radweg, drei Mal am Tag durch und bekomme hier vielleicht etwas mehr mit als andere.

Zur Deponie:
https://www.youtube.com/watch?v=blfjZW5LsPw

Auch wenn meistens kein Stau ist, wird man hier häuig von LKWs überholt, deren Fahrer vom plötzlich auftretenden Gegenverkehr überrascht werden und einfach wieder rechts rüberziehen, obwohl man sich noch daneben befindet. Man muss also hier sehr wachsam und bremsbereit unterwegs sein.

Es sollten eigentlich Warnschilder für Radfahrer aufgestellt werden und auf die Lebensgefahr hingewiesen werden. Die Baumkreisroute sollte an dieser gefährlichen Stelle umgeleitet werden.

Gruß
Reimund

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Re: Kurioses am Wegesrand

Beitrag von Ch.Bacca » Mo 25. Nov 2019, 10:33

Da haben sich ja gleich mehrere Planer mit zweifelhaftem Ruhm bekleckert.
CycoRacer hat geschrieben:
So 24. Nov 2019, 23:43
... Nein, die Straße ist nicht für die Allgemeinheit freigegeben. Die darf nur von Schwerlastern mit Giftmüll und von Radfahren befahren werden. ...
Dann müsste da ein Schild stehen "Durchfahrt verboten" mit Ausnahmen für Radfahrer und Werksverkehr oder so ähnlich. Anscheinend nicht, denn dann würden sich die LKW-Fahrer nicht über die Radler wundern. Zusätzlich noch sowas wie "Achtung, Radfahrer". Die Situation wäre was für Radwegebenutzungspflicht. Wenn es aber keinen Radweg gibt? Auf der Autobahn radelt man vermutlich sicherer.

Lt. OSM ist die Straße mit keinen Einschränkungen getaggt. Das muss aber nichts heißen.

Vielleicht mal eine CM dort machen. :mrgreen:

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Re: Kurioses am Wegesrand

Beitrag von Motte » Mo 25. Nov 2019, 16:05

Ich hatte zurück gefragt, weil ich nicht genau wusste was Reimund mit dem ersten Post ausdrücken wollte.

Da einen irgendwie empfohlenen Fahrrad Rundkurs herlaufen zu lassen ist zumindest grenzwertig. Wer immer da zuständig ist, sollte über die Situation aufgeklärt werden. (Hatte mir natürlich auch erstmal einen Überblick verschafft wie es da eigentlich aussieht). Nach der "Rechtslage" gefragt hatte ich eigentlich eher aus Neugier. Denn wenn da Radfahren verboten gewesen wäre bräuchte man gar nicht weiter drüber nachdenken.

Nun kenne ich viele Wanderwege und auch Radwanderwege, die an Industrieanlagen mit heftigem Schwerlastverkehr vorbei führen. Mal ist das besonders interessant (Steinbruch/Holzverarbeitung+ Sägewerk) und mal einfach nicht anders möglich, weil es schlicht keinen Platz im Tal gibt. Dann muss man sich arrangieren und als Gemeinde-/Kreisbehörde beide Seiten informieren, dass es die andere Seite gibt.

In den Wäldern von Nordhessen und Thüringen musste ich oft genug zurück fahren und in den angrenzenden Wald "flüchten", weil mir in einem Hohlweg ein schwerer Holzlaster oder ein fetter Harvester entgegen kam. Ich hab auch schon mal versucht einen wegzuklingeln - das funktioniert aber nicht, der kann lauter hupen. Jedenfalls hatte wir damals beide Spaß dabei. Daher fand ich solche Begegnungen nie gefährlich, weil mein Gegenüber da keinen Druck gemacht hat. Gilt für Bauern mit schwerem Gerät auf Wirtschaftswegen im Großen und Ganzen auch. Einzelne Nickel gibt es ja überall.

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Re: Kurioses am Wegesrand

Beitrag von Ch.Bacca » Mo 25. Nov 2019, 17:31

Motte hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 16:05
... Da einen irgendwie empfohlenen Fahrrad Rundkurs herlaufen zu lassen ist zumindest grenzwertig. ...
U.a. das meinte ich mit zweifelhaftem Planer-Ruhm. Das nächste wäre die Position der Waage und die Notwendigkeit, diese zwei mal benutzen zu müssen, die Breite der Straße, nicht Vorhandensein von vernünftigen (Rad-)Wanderwegen usw.

Es gibt da aber auch kaum Ausweichmöglichkeiten. Direkt an der Motocross-Strecke zeigt OSM noch einen vermutlich nicht existenten Pfad; dieser wird jedenfalls nicht bzw. kaum benutzt (man kann sich öffentlich sichtbare GPS-Loggs anzeigen lassen und dort ist keiner). Der Gockel-Routenplaner zeigt die Straße als "für den öffentlichen Durchgang gesperrt" an, und zwar für alle Verkehrsteilnehmer. Da wäre es wirklich interessant, was da vor Ort für Schilder stehen und was im offiziellen Kartenmaterial von NRW steht. Mit dem Geoportal NRW komm ich nicht klar.

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Re: Kurioses am Wegesrand

Beitrag von Motte » Mo 25. Nov 2019, 20:24

Da wäre es wirklich interessant, was da vor Ort für Schilder stehen
https://www.youtube.com/watch?v=Rju17O3rXdw
Bei 2:33 Min ;)

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Re: Kurioses am Wegesrand

Beitrag von CycoRacer » Mo 25. Nov 2019, 23:12

Motte hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 20:24
Bei 2:33 Min ;)
Nicht ganz, das ist direkt an der Waage, wenn man da angekommen ist, hat man überlebt.

Hier der Anfang der Straße:

DSC_9791a.JPG
Das Hinweisschild der Baumkreisroute lockt die Radfahrer hier rein. Die LKW Fahrer können das seltsame Zeichen mit grünem Punkt und blauer Linie natürlich nicht deuten.

Es gibt tatsächlich eine Durchfahrtmöglichkeit über die Motocross-Strecke (geeignet für Wanderer und Mountain-Biker). Die Motocross-Strecke am Fuße des Giftmüllberges, darf aus Naturschutzgründen nur an zwei Wochenenden im Jahr von Motorträdern befahren werden (auch kurios). Die vergifteten Tiere werden sonst auch noch vom Krach krank.

Gruß
Reimund

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Re: Kurioses am Wegesrand

Beitrag von Ch.Bacca » Di 26. Nov 2019, 14:08

CycoRacer hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 23:12
... Die LKW Fahrer können das seltsame Zeichen mit grünem Punkt und blauer Linie natürlich nicht deuten. ...
Egal, denn Radfahren ist sowieso nicht verboten. Theoretisch dürften da sogar KFZ-Fahrer rein, die zum Mammutbaum wollen.

Wirklich sehr kurios die Ecke!

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Re: Kurioses am Wegesrand

Beitrag von CycoRacer » Di 26. Nov 2019, 21:40

Ch.Bacca hat geschrieben:
Di 26. Nov 2019, 14:08
Theoretisch dürften da sogar KFZ-Fahrer rein, die zum Mammutbaum wollen.
Das definitiv nicht, denn die Polizei stellt sich gerne und sehr oft in den Schatten des Mammutbaumes und erhebt "Wegezoll". Wer hier abkürzt spart bei den ganzen Baustellen 20 Minuten Fahrzeit ein, wenn er nicht erwischt wird.

Gruß
Reimund

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Re: Kurioses am Wegesrand

Beitrag von Motte » Di 26. Nov 2019, 22:44

Anlieger sind immer Personen. Entweder ist man Anlieger oder will zu einem. Bäume sind in der Beziehung schwierig. ;)
Wobei die Beschilderung schon Zeichen eines Umdenkens ist – in meiner Jugendzeit waren solche Wege, wie auch die meisten Feldwege und Wirtschaftswege schlicht mit Zeichen 250 markiert (meist mit dem Zusatz „Land und forstwirtschaftlicher Verkehr frei“ etc.) Da durfte man offiziell mit dem Rad nirgendwo her. Hat uns aber nie interessiert, es sei denn wir hätten die Polizei gesehen :mrgreen:

Hab nun 3 Videos über die Baumkreisroute gesehen und bin auf den Geschmack gekommen. Von daher „Danke“ für die Anregung. (War auch mal das Ziel dieses Threads, dass man der Gegend/ dem Umfeld durch die/das man fährt etwas mehr Aufmerksamkeit schenkt)
Da werde ich auch mal rumkurven.
Z.T. war ich da schon ohne es zu wissen, als wir die Halde Norddeutschland + Pattberg heimgesucht haben. Durch die IBA (internationale Bauausstellung Emscherpark – 1989 bis 1999) sind ähnliche Flächen bei uns weitgehend erschlossen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden (oder absichtlich eingezäunt und gesperrt). https://de.wikipedia.org/wiki/Internati ... scher_Park
Das ist in der Gegend um Kamp Lintfort offensichtlich nicht der Fall – da scheinen die Wege durch die Industriebrachen eher noch Geheimtipps (oder Alltags- Schleichwege) für Zweibeiner und Zweiräder zu sein. Die Videos vermitteln jedenfalls diesen Eindruck (in der Gegend um Krefeld und Neuss die ich besser kenne, ist das auch nicht anders)

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